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Zu Nietzsches Wahrheitsbegriff

Título: Zu Nietzsches Wahrheitsbegriff

Trabajo Escrito , 2011 , 18 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Christian Hense (Autor)

Filosofía - Teoría (cognición, ciencia, lógica, idioma)
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Darlegung des Wahrheitsbegriffes Nietzsches.

Friedrich Nietzsches philosophisches Werk wurde Zeit seines Lebens, vor allem aber auch
nach Ende seiner philosophischen Schaffenskraft, äußerst umfassend und vor allem sehr
kontrovers diskutiert. Dabei hält sich die allgemeine Auffassung, dass sein Denken etwas
Extremes darstellt. Bei der Beschäftigung mit den Aphorismen Nietzsches fällt auf, dass es
sich dabei wahrlich um etwas Besonderes im Bereich der Philosophie handelt. Ausdrücke wie
Antiphilosoph oder Antichrist tauchen des Öfteren bei der Beschäftigung mit der Literatur
seiner Kritiker, Befürworter und Anhänger und auch in seinen eigenen Schriften auf. Die
Meinungen und Kritiken zu seinen Ansichten, Theorien und Schriften sind weit gestreut und
variieren in einem Paradigma von absolutem Unverständnis bis hin zu absoluter Zustimmung.
Er stellte die Philosophie „auf den Kopf“ und konstruierte mit seinem Gesamtwerk etwas
Einzigartiges, scheute sich dabei auch nicht, die frühen griechischen Philosophen wie
Aristoteles zu kritisieren bzw. ihre grundlegenden Ansätze genauestens zu hinterfragen und
Gegenpositionen aufzustellen. Ausgehend von Schopenhauer und Wagner, den
entscheidenden Einflüssen seiner Anfangszeit, entwickelte er eine eigene Philosophie, die von
der Loslösung von bis dahin fest gedachten Begriffen und Konzepten gezeichnet war. Für
eine sinnvolle und vollständige kritische Betrachtung seiner Arbeiten ist eben aufgrund dieser
Abkehr von den Dogmen und Lehrsätzen in den Anfängen der Philosophie ein ganzes
Studium notwendig, wenn es denn überhaupt möglich sein sollte, Nietzsche so zu begreifen,
wie er es selbst tat. Es soll hier daher ein Aspekt seines Denkens betrachtet werden, der
Aufschluss darüber geben kann, wie es möglich war und ist, die Philosophie bis in die
Grundpfeiler zu verändern bzw. etwas völlig Neues, bis dahin nicht Vorstellbares zu
konstruieren und auch begründen zu können. Die Rede ist demnach von Nietzsches
Auffassung der Wahrheit, seiner Abkehr von den einzelnen objektiven Wahrheiten und seiner
Bestimmung eines neuen allgemeinen Wahrheitsbegriffes, der systematisch aus seiner
Metaphysikkritik wächst und durchaus notwendig ist, um zum Beispiel das Konzept des
semantischen Nihilismus sinnvoll nachvollziehen zu können. Nietzsche selbst sah diese
Neubetrachtung des Konzeptes der Wahrheit als eine seiner Hauptaufgaben an.[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Wahrheit in der Philosophie

3. Nietzsches Metaphysikkritik

4. Nietzsches Neubestimmung der Wahrheit

5. Auswirkungen auf die Praxis - Logik

6. Zusammenfassung

7. Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht Nietzsches radikale Kritik am traditionellen Wahrheitsbegriff der Metaphysik und analysiert seine Versuche, Wahrheit neu zu bestimmen und in die philosophische Praxis sowie Logik zu integrieren.

  • Kritik an der metaphysischen Auffassung von Wahrheit als statisches Objekt
  • Analyse von Nietzsches Wahrheitsbegriff im Kontext von Leben, Freiheit und Perspektivität
  • Untersuchung des epistemischen Nihilismus als Resultat der Metaphysikkritik
  • Übertragung der neuen Wahrheitskonzeption auf logische Fragestellungen

Auszug aus dem Buch

4. Nietzsches Neubestimmung der Wahrheit

Was man sich von einer Neubestimmung des Begriffes oder auch eines Konzeptes der Wahrheit durch Friedrich Nietzsche erhoffen mag, ist an diesem Punkt nur schwer vorstellbar. Die Widerlegung der Bedingungen der Wahrheit in ihrer historischen Form, ganz abgesehen von einer vermuteten bewussten Instrumentalisierung durch die Religion, deutet darauf hin, dass sich die zu erwartende Konzeption oder Vorstellung von bisher Bekanntem stark unterscheiden wird. Da nach Nietzsche eine sinnvolle Definition, die „zeitlos“ ist, nicht möglich, oder zumindest nicht sinnvoll und brauchbar sein kann, ist es an manchen Stellen nicht einfach, seine Gedanken ganzheitlich nachvollziehen zu können.

Ich werde mich beim Versuch einer genaueren Explikation von Nietzsches Wahrheitsbegriff auf Werner Stegmaiers Arbeit „Nietzsches Neubestimmung der Wahrheit“ beziehen, in welcher es ihm doch sehr gut gelungen ist, vor allem die Unterschiede zum Wahrheitsbegriff der Metaphysik anhand der entwickelten Begriffe Leben, Selbst, Freiheit, Leiblichkeit, Perspektivität und Steigerung aufzuzeigen. Einführend wird darauf verwiesen, dass „die Bewahrung der Negativität, des ‚Gegensatzcharakters’, der Grundgedanke von Nietzsches Neubestimmung der Wahrheit, die Bereitschaft, ‚die Kehrseite der Dinge als nothwendig’ zu verstehen, ist.“ Der Einschluss des Negativen, der Lüge, des Falschen in die Wahrheit gehört also zu den Hauptmerkmalen Nietzsches Konzeption. Bei der Ausarbeitung anhand der sechs oben angeführten Begriffe wird dies weiterhin deutlich werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das kontroverse philosophische Werk Nietzsches ein und umreißt das Ziel, Nietzsches Abkehr von objektiven Wahrheiten sowie die Entwicklung eines neuen Wahrheitsbegriffs zu untersuchen.

2. Zur Wahrheit in der Philosophie: Dieses Kapitel stellt gängige philosophische Wahrheitstheorien wie die Korrespondenz-, Kohärenz- und Evidenztheorie dar, um den traditionellen Objektivitätsanspruch zu verdeutlichen, den Nietzsche später kritisiert.

3. Nietzsches Metaphysikkritik: Der Autor erläutert hier, wie Nietzsche die Metaphysik als Geschichte der Wahrheit begreift und die Möglichkeit eines abstrakten, ewigen Wahrheitsbegriffs in Frage stellt.

4. Nietzsches Neubestimmung der Wahrheit: Dieses Kapitel expliziert unter Rückgriff auf Werner Stegmaier Nietzsches Neubestimmung anhand von Begriffen wie Leben, Selbst, Freiheit und Perspektivität.

5. Auswirkungen auf die Praxis - Logik: Hier wird untersucht, wie Nietzsches Kritik, insbesondere der epistemische Nihilismus, die logischen Prinzipien wie den Satz vom Widerspruch herausfordert und neu interpretiert.

6. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert, dass Nietzsches Philosophie durch die Betonung von Individualität und Dynamik einen Gegenentwurf zum dogmatischen Wahrheitsverständnis darstellt.

7. Literatur: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Friedrich Nietzsche, Wahrheitsbegriff, Metaphysikkritik, Epistemischer Nihilismus, Korrespondenztheorie, Perspektivität, Pragmatismus, Wissensgeschichte, Logik, Satz vom Widerspruch, Objektivität, Philosophie, Wille zur Macht, Werner Stegmaier, Wolfram Hogrebe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Friedrich Nietzsches kritischer Auseinandersetzung mit dem klassischen Wahrheitsbegriff der westlichen Philosophie und seinem Versuch, diesen grundlegend neu zu bestimmen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Metaphysikkritik, den unterschiedlichen Wahrheitstheorien der Philosophiegeschichte, dem Konzept des epistemischen Nihilismus sowie der Anwendung von Nietzsches Denken auf die Logik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Nietzsches Abkehr von objektiven, zeitlosen Wahrheiten nachzuzeichnen und aufzuzeigen, wie er Wahrheit als einen dynamischen, vom Leben abhängigen Prozess begreift.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die Nietzsches Schriften und seine kritische Auseinandersetzung mit der Tradition mittels Sekundärliteratur, insbesondere von Werner Stegmaier und Wolfram Hogrebe, untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung traditioneller Wahrheitsbegriffe, Nietzsches Metaphysikkritik, die Erläuterung seiner Neubestimmung der Wahrheit anhand spezifischer Begriffe sowie die logische Reflexion seiner Thesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Nietzsches Metaphysikkritik, der Wahrheitsbegriff, Perspektivität, epistemischer Nihilismus und die Kritik an der Objektivität.

Inwiefern spielt der Satz vom Widerspruch bei Nietzsche eine Rolle?

Die Arbeit zeigt, dass Nietzsche den klassischen Satz vom Widerspruch des Aristoteles in Frage stellt, da er diesen als unvereinbar mit der menschlichen Perspektivenvielfalt und der historischen Bedingtheit von Erkenntnis ansieht.

Wie bewertet die Arbeit Nietzsches Rolle im Hinblick auf das Christentum?

Der Autor führt aus, dass Nietzsches radikale Kritik am Wahrheitsbegriff eng mit seiner religionskritischen Haltung verknüpft ist, da er die traditionelle Wahrheit oft als Instrument der Metaphysik und des Christentums zur Etablierung von Dogmen betrachtet.

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Detalles

Título
Zu Nietzsches Wahrheitsbegriff
Universidad
University of Leipzig  (Philosophie)
Curso
Nietzsches "Menschliches, Allzumenschliches"
Calificación
1,0
Autor
Christian Hense (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
18
No. de catálogo
V187224
ISBN (Ebook)
9783656107156
ISBN (Libro)
9783656106791
Idioma
Alemán
Etiqueta
Nietzsche Wahrheit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Hense (Autor), 2011, Zu Nietzsches Wahrheitsbegriff, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187224
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