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Territoriale Repräsentation im US-Senat

Realität oder nie erreichtes Ziel?

Title: Territoriale Repräsentation im US-Senat

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: B.A. Politik und Verwaltung, Soziologie Anja Kegel (Author)

Politics - Region: USA
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Territoriale Repräsentation und Bikameralismus stehen in einem engen Zusammenhang, denn die Idee von territorialer Repräsentation in bikameralen Strukturen ist es, dass in einer von zwei Kammern territoriale also andere Interessen vertreten werden als in der
anderen Kammer. Gerade in föderalen Ländern ist es so üblich, dass die Zweite Kammer die nationalen Interessen der subnationalen Gliedstaaten vertritt. Heutzutage sind ungefähr in einem Drittel aller Staaten der Welt bikamerale Strukturen nachweisbar.
Worum genau geht es bei dem Prinzip der territorialen Repräsentation? Bei der territorialen Repräsentation gibt es die Möglichkeit, dass drei unterschiedliche geographische Interessengruppen vertreten werden: Versammlung, Regierung oder die Menschen (vgl.
Russell 2001a: 108). Aber im Vordergrund bei der territorialen Repräsentation geht es darum, kleinere, weniger bevölkerte Regionen vor der Tyrannei der Mehrheit zu beschützen
(vgl. Russell 2001a: 444). Prinzipiell kann aber nicht garantiert werden, dass bei territorialer Repräsentation die Senatoren auch stets nach regionalen Interessen abstimmen, denn auch hierbei spielen Parteiinteressen immer mehr eine größere Rolle(vgl. ebd.: 445).
Wie steht es um die Rolle der territorialen Repräsentation im US Senat? Viele empirische Arbeiten beschäftigen sich mit dem US Senat, aber es gibt kaum empirische Analysen, die sich mit der Frage nach der territorialen Repräsentation im US Senat auseinandersetzen.
Kann man nun davon ausgehen, dass im US Senat die territoriale Repräsentation keine Rolle spielt oder verhält es sich doch anders?
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob sich im US Senat die Vertretung regionaler Interessen nachweisen lässt. Es wird die These vertreten, dass die Zweite Kammer im US-Regierungssystem die regionalen Interessen vertritt bzw. zur Artikulation und Berücksichtigung von regionalen Interessen beiträgt.
Im ersten Kapitel der Hausarbeit wird theoretisch auf die beiden Begriffe Bikameralismus und Territoriale Repräsentation eingegangen, bevor sich anschließend das zweite Kapitel auf den US Senat bezieht. Danach wird versucht die Frage zu klären, welche Interessen der US Senat tatsächlich vertritt, bevor ein Blick in ausgewählte Beiträge aus der aktuellen empirischen Literatur geworfen wird.
Abschließend wird im Fazit zusammengefasst, was hinsichtlich territorialer Repräsentation im US Senat festgestellt werden konnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Aktueller Forschungsstand, Fragestellung und eigene These

1.2 Aufbau der Hausarbeit

2 Bikameralismus vs. Territoriale Repräsentation

2.1 Welche Bedeutung hat der Begriff Bikameralismus?

2.2 Welche Rolle spielt Territoriale Repräsentation?

3 Der US Senat als Vertretung regionaler Interessen?

3.1 Der US Senat

3.2 Welche Interessen vertritt der US Senat tatsächlich?

3.3 Was meint die aktuelle empirsche Literatur dazu?

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob sich im US-Senat eine Vertretung regionaler Interessen nachweisen lässt. Dabei wird die These geprüft, ob der Senat als zweite Kammer im US-Regierungssystem tatsächlich zur Artikulation und Berücksichtigung regionaler Interessen beiträgt oder ob andere Faktoren wie Parteiinteressen dominieren.

  • Grundlagen des Bikameralismus und seiner Ausprägungen
  • Prinzipien und Funktionen territorialer Repräsentation
  • Strukturelle Analyse des US-Senats (Wahlmodus, Funktionen, Besonderheiten)
  • Empirische Untersuchung der Interessenvertretung im US-Senat
  • Kritische Reflexion über den Einfluss von Parteiideologien gegenüber regionalen Interessen

Auszug aus dem Buch

3.1. Der US Senat

Wie ist der US Senat aufgebaut, was sind seine Besonderheiten und welche Funktionen soll er erfüllen? Die Gründerväter der amerikanischen Verfassung wollten eine Zweite Kammer ins Leben rufen, die bei der Gesetzgebung die Funktion einer Kontrollinstanz gegen eine mögliche Tyrannei der unbeschränkten Mehrheitsherrschaft einnimmt (vgl. Gould 2005: vii). Im April 1789 nahm der US Senat seine Arbeit auf (vgl. ebd.: vii). Was ist das Besondere am Wahlmodus des US Senats? Bei den Wahlen zum amerikanischen Senat herrscht das Prinzip des Stimmengleichgewichts, d.h. es werden immer aus jedem Einzelstaat zwei Senatoren also insgesamt 100 Senatoren in den Senat gewählt (vgl. Leunig 2009: 258). Da jeder Staat die gleiche Anzahl von Senatoren hat, sind die kleineren Staaten gegenüber den größeren im Vorteil. Gewählt wird nach dem Mehrheitsprinzip, demnach ist derjenige gewählt, der die meisten Stimmen erhält (vgl. ebd.: 259). Ebenso bildet jeder Bundesstaat nur einen Wahlkreis. Alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Senatoren wurden in drei Gruppen eingeteilt, den sogenannten classes 1, 2 sowie 3 (vgl. Haas 2010: 32). Die Amtsdauer beträgt sechs Jahre und wie bereits erwähnt werden immer alle zwei Jahre ein Drittel der Sitze gewählt (vgl. Leunig 2009: 259).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Themen Bikameralismus sowie territoriale Repräsentation ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der tatsächlichen Interessenvertretung im US-Senat.

2 Bikameralismus vs. Territoriale Repräsentation: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen des Begriffs Bikameralismus sowie die spezifische Rolle und Bedeutung der territorialen Repräsentation innerhalb bikameraler Systeme.

3 Der US Senat als Vertretung regionaler Interessen?: Der Hauptteil analysiert den Aufbau und die Funktionen des US-Senats und untersucht anhand aktueller empirischer Literatur, welche Interessen – etwa parteipolitische oder regionale – im Senat tatsächlich vorherrschen.

4 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Parteiinteressen im US-Senat dominieren, eine territoriale Repräsentation jedoch in spezifischen Fällen nicht vollständig ausgeschlossen werden kann.

Schlüsselwörter

US-Senat, Bikameralismus, Territoriale Repräsentation, Interessenvertretung, Gesetzgebungsprozess, Politische Institutionen, US-Regierungssystem, Parteidisziplin, Empirische Literatur, Wahlmodus, Politische Analyse, Checks and Balances, Repräsentation, Regionalinteressen, Amerikanische Politik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem theoretischen Anspruch an den US-Senat als Vertretung regionaler Interessen und der politischen Realität, in der oft andere Faktoren dominieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt den Bikameralismus, das Prinzip der territorialen Repräsentation, die Struktur des US-Senats sowie den Einfluss von Parteien und Lobbygruppen auf die Gesetzgebung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu analysieren, ob der US-Senat seine ursprünglich zugedachte Funktion als Vertretung der Interessen der Einzelstaaten erfüllt oder ob diese Rolle durch parteipolitische Interessen überlagert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die theoretische Begriffe definiert und diese anhand einer Auswertung aktueller empirischer Fachliteratur auf den US-Senat anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Aufbau des US-Senats, sein Wahlmodus und seine Funktionen erläutert sowie vier ausgewählte wissenschaftliche Werke daraufhin untersucht, wie sie die tatsächliche Interessenvertretung im Senat bewerten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bikameralismus, territoriale Repräsentation, US-Senat, Interessenvertretung und parteipolitische Einflussnahme geprägt.

Welche Rolle spielt der Filibuster im US-Senat?

Der Filibuster wird als taktisches Mittel der Minderheit beschrieben, um Beschlussfassungen durch die Mehrheit zu verzögern oder zu blockieren, was den Senat in der empirischen Analyse als zunehmend dysfunktionell erscheinen lässt.

Warum ist die Direktwahl der Senatoren für die Fragestellung relevant?

Die Direktwahl wird als Faktor diskutiert, der die ursprüngliche Verbindung zwischen Senat und föderaler Ordnung schwächen könnte, da Senatoren nun stärker unmittelbar für eine allgemeine Wählerschaft verantwortlich sind statt nur den Staat als Institution zu repräsentieren.

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Details

Title
Territoriale Repräsentation im US-Senat
Subtitle
Realität oder nie erreichtes Ziel?
College
University of Potsdam
Grade
2,3
Author
B.A. Politik und Verwaltung, Soziologie Anja Kegel (Author)
Publication Year
2011
Pages
19
Catalog Number
V187294
ISBN (eBook)
9783656106340
ISBN (Book)
9783656106128
Language
German
Tags
Zweite Kammer Bikameralismus US Senat Senatoren Territoriale Repräsentation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Politik und Verwaltung, Soziologie Anja Kegel (Author), 2011, Territoriale Repräsentation im US-Senat , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187294
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