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Lesen und Leseförderung in der Sekundarstufe II

Titre: Lesen und Leseförderung in der Sekundarstufe II

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2011 , 31 Pages , Note: 1

Autor:in: Antje Schrammel (Auteur)

Didactique - Philologie Allemande
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Résumé Extrait Résumé des informations

Seit Anbeginn der PISA-Studie ist man sich bewusst, dass die österreichischen Schüler*innen im internationalen Vergleich relativ schlecht abschneiden und dass etwas geändert muss, damit die Schülerleistungen in diesem Bereich gesteigert werden können.

Einer der Gründe dafür ist, dass kein zeitgemäßer Unterricht mehr geboten wird. Die Kinder und Jugendlichen von heute unterscheiden sich stark von jenen der vorhergehenden Generationen, sie haben andere Interessen, Herausforderungen und Bedürfnisse, an welche sich der moderne Unterricht und im Speziellen der Leseunterricht anpassen sollte.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf einer theoretischen Grundlage für eine kompetente Leseförderung, mit Schüler*innen der Sekundarstufe II der BMHS als Zielgruppe.

Die Arbeit behandelt die aktuelle Situation von heterogenen Klassen sowie zur BMHS allgemein, danach wird auf das Thema Lesen sowie seine Prozesse und Vorgänge eingegangen und ein Bezug auf PISA 2009 aufgebaut.
Weiters werden die Ebenen des Leseprozesses sowie die darauf bauenden PISA-Kriterien angeschnitten und auf die Notwendigkeit für die heutigen Leser*innen hingewiesen, sich mit der neuen Medienlandschaft vertraut zu machen.
Der theoretische Teil thematisiert äußere Bedingungen, die das schulische Umfeld dem Lehrenden, der Leseförderung betreiben möchte, bietet. Weiters werden verschiedene Aspekte der Leseförderung wie die Geschlechterfrage oder Mehrsprachigkeit in einer Klasse präsentiert, auf welche die Maßnahmen unbedingt abgestimmt werden müssen, damit sie zielführend wirken können. Im Anschluss daran werden Lesestrategien allgemein vorgestellt und auf deren drei Ebenen eingegangen, worauf ein konkretes Modell als Beispiel folgt.
Bevor es zu einigen exemplarischen praktischen Beispielen zur Leseförderung in der Sekundarstufe II kommt, werden noch die Schlagwörter Sinn erfassendes Lesen sowie Sachtextlektüre erörtert.

Es soll speziell auf die Förderung des Sinn erfassenden Lesens von Sachtexten eingegangen werden, da die Mehrzahl der Texte, die in der Schule – in allen Fächern – sowie in der Arbeitswelt gelesen und verstanden werden müssen aus solchen bestehen. Schüler haben oft bis in die Sekundarstufe II Probleme mit weniger geläufigen Satzmustern, Argumentationsgängen und Textstrukturen, vor allem wenn diese mit spezifischem Vokabular gefüllt sind.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeines

1.1. Das heterogene Klassengefüge

1.2. BMHS

2. Lesen

2.1. Voraussetzungen

2.2. Lesekompetenz

2.2.1. Drei Ebenen des Leseprozesses

2.2.1.1. Prozessebene

2.2.1.2. Subjektebene

2.2.1.3. Soziale Ebene

2.2.3. PISA-Kriterien

2.2.4. Neue Kompetenzen für das Lesen in neuen den Medien

3. Leseförderung – theoretischer Teil

3.1. Bedingungen in der Schule

3.2. Geschlechterdifferenzierende Leseförderung

3.3. Mehrsprachigkeit

3.4. Lesestrategien

3.4.1. Allgemeines

3.4.2. drei Ebenen der Lesestrategien

3.4.3. Konkrete Lesestrategien

3.4.4. Lesemethodischer Überblick nach dem BMUKK

3.5. Sinnerfassendes Lesen

3.6. Sachtextlektüre

4. Leseförderung – praktischer Teil

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit zielt darauf ab, eine fundierte theoretische Basis für die Leseförderung in der Sekundarstufe II zu schaffen, wobei der Fokus insbesondere auf berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) in Österreich liegt, um die Leseleistung und das Textverständnis der Schüler*innen nachhaltig zu steigern.

  • Aktuelle Situation und Heterogenität in der österreichischen Schullandschaft
  • Kognitive und soziale Dimensionen des Leseprozesses und der Lesekompetenz
  • Methoden der Leseförderung unter Berücksichtigung von Geschlechterdifferenzen und Mehrsprachigkeit
  • Anwendung konkreter Lesestrategien wie der SQ3R-Technik zur Sachtextlektüre

Auszug aus dem Buch

3.4. Lesestrategien

Unter Lesestrategien oder -methoden versteht man mentale Werkzeuge mit denen Leser die verschiedenen Anforderungen zum Verstehen von Texten während des Lesevorganges auf den unterschiedlichen kognitiven Ebenen gezielt unterstützen. Diese müssen auf ein bestimmtes Leseziel ausgerichtet sein und werden durch einen Verbund verschiedener Lesestrategien angewendet. Bei geübten Lesern werden diese Strategien automatisch angewendet, schwächere Leser müssen diese gezielt trainieren. In der Schule werden den Schüler*innen hauptsächlich jene Strategien abverlangt, um das Leseziel der Informationsentnahme, der Identifizierung von Leitgedanken der Texte und/oder des Verstehens der Textintention zu erreichen.

Grzesik spricht von geistigen Tätigkeiten bzw. Operationen, welche zum Verständnis beitragen können und dass diese von so genannten geschickten Lesern in hohem Maße genutzt werden um Verständnisschwierigkeiten zu beheben, Zusammenhänge besser zu verstehen und die Informationen zu strukturieren. Darunter fallen beispielsweise das Einlegen von Sinnpausen, das wiederholte Lesen ein und derselben Teststelle, die Wiedergabe des Sinnes in anderen/eigenen Worten, etc. Ein gewisses Repertoire an solchen Strategien sollte vom Lehrenden angeboten werden, da es sich um Tätigkeiten handelt, die erworben werden müssen. Das Leseverstehen ergibt sich dann zu einem großen Teil aus diesen Tätigkeiten, der aktiven Erarbeitung der Textinformation.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Allgemeines: Das Kapitel bietet einen Einblick in das heterogene Klassengefüge und die Relevanz der BMHS im österreichischen Bildungssystem.

2. Lesen: Hier werden die Voraussetzungen, die Ebenen des Leseprozesses sowie PISA-Kriterien und neue Leseanforderungen in digitalen Medien erläutert.

3. Leseförderung – theoretischer Teil: Dieser zentrale Teil erörtert schulische Bedingungen, Geschlechteraspekte, Mehrsprachigkeit, verschiedene Lesestrategien sowie Sinnerfassendes Lesen und Sachtextlektüre.

4. Leseförderung – praktischer Teil: Es werden konkrete Übungsbeispiele für den Unterricht analysiert, um Lesen als Werkzeug für Alltag und Berufsleben zu veranschaulichen.

5. Schluss: Ein Fazit zur Bedeutung des Lesetrainings und der Notwendigkeit einer gezielten, fundierten Leseförderung durch Lehrpersonen.

Schlüsselwörter

Leseförderung, Lesekompetenz, Sekundarstufe II, BMHS, PISA-Studie, Lesestrategien, Sachtextlektüre, Sinnerfassendes Lesen, SQ3R-Methode, Heterogenität, Geschlechterdifferenzierung, Mehrsprachigkeit, Medienkompetenz, Textverstehen, Bildungssystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Relevanz und Umsetzung von Leseförderung für Schüler*innen in der Sekundarstufe II, mit besonderem Fokus auf berufsbildende Schulen (BMHS) in Österreich.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die Analyse des Leseprozesses, die Bedeutung von Lesestrategien, geschlechter- und migrationsspezifische Herausforderungen sowie praktische Methoden zur Förderung des Textverständnisses.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis theoretischer Grundlagen Wege aufzuzeigen, wie Schüler*innen der Sekundarstufe II beim sinnerfassenden Lesen von Sachtexten gezielt unterstützt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Ansätze der Lesedidaktik und empirische Studien (wie PISA) zusammengeführt und auf ihre Praxistauglichkeit für den Schulalltag geprüft werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte der Lesekompetenz und Lesestrategien sowie einen praktischen Teil, der konkrete Übungsbeispiele aus dem BMUKK-Material analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lesekompetenz, Sachtextlektüre, Lesestrategien, BMHS, Heterogenität und sinnerfassendes Lesen.

Warum ist das Lesen von Sachtexten für BMHS-Schüler*innen besonders wichtig?

Da berufsbildende Schulen auf die Arbeitswelt vorbereiten, ist die Fähigkeit, komplexe Informationen aus Sachtexten effizient zu entnehmen und zu verarbeiten, eine zentrale berufliche Schlüsselqualifikation.

Welche Rolle spielt die Geschlechterdifferenzierung bei der Leseförderung?

Die Autorin hebt hervor, dass Jungen und Mädchen unterschiedliche Lesepräferenzen haben und das Lernangebot häufiger "feminin" geprägt ist, was die gezielte Abstimmung der Literatur auf Jungen notwendig macht, um deren Lesemotivation zu stärken.

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Résumé des informations

Titre
Lesen und Leseförderung in der Sekundarstufe II
Université
University of Vienna  (Germanistik)
Cours
Mehrsprachigkeit
Note
1
Auteur
Antje Schrammel (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
31
N° de catalogue
V187655
ISBN (ebook)
9783656111726
ISBN (Livre)
9783656111948
Langue
allemand
mots-clé
Leseprozess PISA Kompetenz Mehrsprachigkeit BMHS heterogene Klassen Sinnerfassendes Lesen Sachtext Sachtextlektüre Lesekompetenz geschlechterdifferenzierend Leseförderung SQ3R
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Antje Schrammel (Auteur), 2011, Lesen und Leseförderung in der Sekundarstufe II, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187655
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Extrait de  31  pages
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