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Typen von Namenmotivierung und Namenbildung und deren Wandel in Geschichte und Gegenwart

Título: Typen von Namenmotivierung und Namenbildung und deren Wandel in Geschichte und Gegenwart

Trabajo , 2007 , 34 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Nadine Schmenger (Autor)

Nomenclatura, Onomástica
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Als am 11. April des Jahres 2007 das dritte Kind des niederländischen Thronfolgers Willem- Alexander geboren wurde und die Medien erklärten, dass Mutter und Tochter wohlauf seien, war es vor allem eines, was die am Königshaus interessierte Öffentlichkeit sich noch fragte: welchen Namen wird das kleine Mädchen bekommen? „Ariane“ lautete zwei Tage später die ersehnte Antwort. Die Tatsache, dass die Frage nach dem Namen eines Kindes nicht nur in diesem Falle meist weit vor allen anderen Fragen bezüglich eines Neugeborenen rangiert, beweist die Bedeutung, die dem Personennamen eines Menschen für gewöhnlich zukommt, und dies nicht nur im Kleinkindalter. Verstärkend treten darüber hinaus die beinahe unendliche Vielfalt und Buntheit der Namen hinzu, welche zumal dann ins Bewusstsein rücken, wenn der Blick des Betrachters sich über räumliche und zeitliche Grenzen hinwegsetzt. Da sich ob dieser ungeheuren Varianz nun natürlich die Frage stellt, in welcher Ursache selbige begründet ist, soll die vorliegende Arbeit im Folgenden das Fundament einer Antwort hierauf liefern. Diese muss, soviel darf bereits gesagt werden, in einem Verweis auf die verschiedenen Motivierungen bestehen, welche bei der Namenschöpfung und Namengebung zu beobachten sind, welche sich von Region zu Region und von Epoche zu Epoche unterscheiden, und die sich zu guter Letzt in verschiedene Typen einteilen lassen.
Zusammenfassend bedeutet dies nun, dass es in der folgenden Arbeit darum gehen soll einige Typen der Namenmotivierung zu untersuchen und in diachroner Betrachtungsweise deren Wandel vorzustellen. Um die Übersichtlichkeit dieses Ansinnens zu wahren, soll hierbei so-wohl regional als auch zeitlich ein fester Rahmen gesteckt werden, so dass die vorliegenden Betrachtungen ihren Ausgangspunkt in der Namenmotivierung der Germanen finden, woran sich im weiteren Verlauf das Ziel anschließt deren Wandel bis hin zur Gegenwart zu untersu-chen. Schlussendlich sollen hierbei Antworten auf Fragen gefunden werden wie: Wie kommt es, dass die Namenvielfalt der Germanen im Mittelalter derart dezimiert wird, dass nach und nach Identifikationsschwierigkeiten auftraten? Wann und aus welchem Grund entstehen die Familiennamen? Welche Motivationstypen sind in der aktuellen Namengebung zu erkennen? Wie können die Übergänge vom Mittelalter zur Neuzeit beschrieben werden?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Germanische Namenbildung und Namenmotivierung

2.1 Primär- und Sekundärbildung germanischer Namen

2.1.1 Primärbildung

2.1.1.1 Zweigliedrige Namen

2.1.1.2 Eingliedrige Namen

2.1.2 Sekundärbildung

2.2 Exkurs: lateinische Namengebung und Namenmotivation

3. Übergang von sinnreicher Namengebung zu anderen Motivierungen

3.1 Namendeutung und Namenexegese im Mittelalter

3.2 Namenmotivierung von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart

4. Motivierung der Familiennamen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht in diachroner Betrachtungsweise den Wandel der Namenmotivierung und Namenbildung, ausgehend von den germanischen Ursprüngen bis hin zur heutigen Zeit, um die sich verändernden Beweggründe hinter der Namenswahl zu ergründen.

  • Germanische Namenschöpfung und ihre spezifischen Motivationsmuster
  • Einfluss von Religion, Ahnenkult und christlicher Heiligenverehrung
  • Entstehung und Entwicklung von Familiennamen im deutschsprachigen Raum
  • Übergang von der Einnamigkeit zur Zweinamigkeit
  • Moderne Individualisierungstendenzen in der aktuellen Namenswahl

Auszug aus dem Buch

2.1.1.1 Zweigliedrige Namen

Es verhält sich in germanischer Zeit nun so, dass unabhängig von der mehr oder minder konkreten Bedeutung des Namens streng eingehaltene Regeln zur Namenbildung gelten. Die hierbei geprägten zweigliedrigen Personennamen stellen die älteste Rufnamenschicht des Germanischen dar, sind auch in anderen indogermanischen Sprachen anzutreffen und werden von einer zweiten Gruppe ergänzt, die die eingliedrigen Personennamen umfasst.

Aus morphologischer Sicht können nun im Falle der zweigliedrigen germanischen Namen die folgenden Grundregeln zu deren Schöpfung abgeleitet werden, welche zu Zeiten der Primärbildung auch eingehalten werden: bei der Bildung zweigliedriger Personennamen fungiert das zweite Glied jeweils als Grundwort und hat somit ein besonderes Gewicht, während das erste Glied meist nur als Ergänzung angesehen werden kann. So bestimmen die Zweitglieder Genus und Deklinationsklasse des Namens, weshalb das Movierungsprinzip im Germanischen nur eingeschränkte Geltung hat. In diesem Zusammenhang ist allerdings noch zu bedenken, dass Namen mit adjektivischem Zweitglied von vornherein als Männer- oder Frauennamen gebildet werden können. Die Erstglieder hingegen treten zumindest in der Urform der germanischen Namenbildung in ihrer unflektierten Stammform im Namen auf, welche aus Wurzel und Stammbildungselement besteht, und entscheiden je nach ihrer Deklinationsklasse darüber welches Bindeglied in der Kompositionsfuge zu finden ist, z.B. Gomahilt (a-Stamm des Erstgliedes) vs. Friduhilt (u-Stamm des Erstgliedes). In Ausnahmefällen allerdings, die jedoch meist spätere Bildungen darstellen, kann das Erstglied auch flektiert erscheinen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz von Personennamen für die Identität und steckt den Untersuchungsrahmen ab, der bei der germanischen Namenmotivierung beginnt und den Wandel bis zur Gegenwart umfasst.

2. Germanische Namenbildung und Namenmotivierung: Dieses Kapitel analysiert die Grundlagen der germanischen Namenschöpfung, unterteilt in Primär- und Sekundärbildung sowie einen Exkurs zur römischen Namenspraxis.

3. Übergang von sinnreicher Namengebung zu anderen Motivierungen: Hier wird der Wandel der Namensmotive vom Mittelalter mit seinem Fokus auf Namendeutung und Heiligenverehrung bis hin zur frühen Neuzeit und Moderne beschrieben.

4. Motivierung der Familiennamen: Dieses Kapitel widmet sich der Entstehung von Familiennamen und dem damit verbundenen historischen Übergang von der Einnamigkeit zur Zweinamigkeit.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die Namengebung über die Jahrhunderte hinweg kein Zufallsprodukt, sondern stets ein motiviertes, geformtes Geflecht war.

Schlüsselwörter

Namenmotivierung, Namenbildung, Germanische Namen, Personennamen, Namendeutung, Namensexegese, Familiennamen, Zweinamigkeit, Einnamigkeit, Identifikation, Onomastik, Heiligenverehrung, Namengeschichte, Modenamen, Indogermanisch

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der unterschiedlichen Typen der Namenmotivierung und deren historischem Wandel, von den germanischen Ursprüngen bis in die heutige Zeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf den Prinzipien der germanischen Namenbildung, dem Einfluss von Religion und Ahnenkult auf die Namenswahl sowie dem Prozess der Entstehung von Familiennamen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Wandel der Namengebungsmotive zu analysieren und zu erklären, warum sich die Systeme der Namensbildung über die Jahrhunderte von einer sinnreichen Namenschöpfung hin zur modernen, individualisierten Namenswahl entwickelt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt eine diachrone Betrachtungsweise, um die historische Entwicklung der Namensstrukturen und Motivationsfaktoren vergleichend darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung germanischer Namensstrukturen (Primär- und Sekundärbildung), die mittelalterliche Namendeutung (Namensexegese) und die Entstehung von Familiennamen durch den gesellschaftlichen Druck zur Identifizierung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Namenmotivierung, Einnamigkeit, Zweinamigkeit, Onomastik, Namensexegese und germanische Namenbildung geprägt.

Welche Bedeutung hatte der "Hinz-und-Kunz-Effekt" im Mittelalter?

Der Begriff beschreibt die massive Reduktion der Rufnamenvielfalt im Mittelalter, bei der ein Großteil der Bevölkerung auf nur wenige, sehr verbreitete Namen zurückgriff, was schließlich Identifikationsschwierigkeiten verursachte.

Warum war für die Germanen die Bedeutung eines Namens so essenziell?

In der Zeit der germanischen Primärbildung wurde der Name als sinnvolles, vorteilbringendes Instrument verstanden; man glaubte, durch die Namenswahl Eigenschaften auf den Träger übertragen zu können (z.B. Schutz oder Stärke durch theriophore Namen).

Wie unterscheidet sich die moderne Namenswahl von der historischen Praxis?

Während früher die Nachbenennung nach Ahnen oder Heiligen zur Sicherung von Identität und Schutz diente, steht heute die Individualisierung, Exklusivität und Euphonie im Vordergrund, um sich von der Masse abzuheben.

Final del extracto de 34 páginas  - subir

Detalles

Título
Typen von Namenmotivierung und Namenbildung und deren Wandel in Geschichte und Gegenwart
Universidad
Saarland University
Calificación
1,3
Autor
Nadine Schmenger (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
34
No. de catálogo
V187879
ISBN (Ebook)
9783656115328
ISBN (Libro)
9783656116790
Idioma
Alemán
Etiqueta
Onomastik Namenkunde Namenmotivierung germanische Namengebung Namentrends Familiennamenentstehung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nadine Schmenger (Autor), 2007, Typen von Namenmotivierung und Namenbildung und deren Wandel in Geschichte und Gegenwart, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187879
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