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Transkulturelle Kunsttherapie

Heimat, Migration und Fremde - Relevanzen für kunsttherapeutisches Handeln

Título: Transkulturelle Kunsttherapie

Tesis , 2007 , 90 Páginas , Calificación: 1,1

Autor:in: Axel Klöss-Fleischmann (Autor)

Pédagogie - Educación artística
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Zwischen den Polaritäten »Heimat« und »Fremde« können Erfahrungen gemacht werden, die kulturübergreifende Relevanz haben.Migration ist ein global anzutreffendes Phänomen. In einem detaillierten Phasenmodell nach SLUZKI lässt sich dies weiter veranschaulichen und in Bezug setzen zu dem kunsttherapeutischen Prozess. Es kann eine Neubewertung der eigenen Geschichte entstehen: Durch das Erkennen von fremden Anteilen im Inneren und Äußeren kann man zu einer Identitätsfindung und -festigung gelangen. Die Narration ist ein Sinnbild für diesen Prozess, in dem die eigene Geschichte neu geschrieben und bewertet wird. Dazu bedarf es eines therapeutischen Raumes. Es werden verschiedene Raumkonzepte vorgestellt:Potential space, Container, Espace aéré. Der Auftrag der Kunsttherapie ist es,einen Zwischenraum zu schaffen, der die verschiedenen Polaritäten von»Heimat« und »Fremde« verbinden kann. Dieser Raum entsteht im Dazwischen und steht für die Beziehung zwischen Therapeut und Klient. Er kann bergendeEigenschaften beinhalten, aber auch zugleich einen großen Freiraum anbieten. Transkulturelle Kompetenz für den Therapeuten bedeutet, eine Besinnung und ein Studium der eigenen Wurzeln vorzunehmen. Das physische Wandern, das Gelangen an unbekannte Orte unterstützt diesen innerpsychischen Prozess.Durch künstlerische Beispiele wird diese Ansicht illustriert. Diese stehen indirektem oder indirektem Bezug zu Heimat, Migration und Fremde und verdeutlichen den Umgang mit Raum, Bewegung und Form.

Extracto


1 Prolog

1.1 / Vorwort

1.2 / Dank

1.3 / Einführung

2 Heimat und Fremde

2.1 / »Heimat«

2.2 / »Fremde«

3 Migration

3.1 / Definition

3.2 / Phasen der Migration

3.2.1 / Vorbereitungsphase

3.2.2 / Migrationsakt

3.2.3 / Phase der Überkompensation

3.2.4 / Phase der Dekompensation

3.2.5 / Phase der generationsübergreifenden Anpassungsprozesse

3.3 / Migration als Krise oder potentielles Trauma

4 Kultur

4.1 / Transkultur

5 Transkulturelle Kunsttherapie

5.1 / Transkulturelle Kompetenz

5.2 / Integration und Identität

5.3 / Narration

5.4 / Raum

5.4.1 / „Potential space“

5.4.2 / „Container“

5.4.3 / „Éspace aéré“

5.5 / Therapeutische und künstlerische Bewegungen

5.5.1 / „Die Spur der Form“ // Andreas und Thomas HOLSTEIN

5.5.2 / A line made by walking // Richard LONG

5.5.3 / Pilgerweg // akf et al.

5.5.4 / „Bringing the war home“ // Katja SCHWINN

6 Epilog

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz der Themenkomplexe Heimat, Fremde und Migration für das kunsttherapeutische Handeln. Das Hauptziel ist es, theoretische Hintergründe zu beleuchten, die einen förderlichen kunsttherapeutischen Raum generieren, und dabei die Vernetzung von kulturellen Aspekten mit der Identitätsbildung im therapeutischen Setting zu erfassen.

  • Die Polarität zwischen dem psychotopen Heimatbegriff und dem exilartigen Fremdsein.
  • Phasenmodelle der Migration und deren Bedeutung für das therapeutische Begreifen individueller Krisen.
  • Konzepte der Transkulturalität als moderne Antwort auf interkulturelle Konflikte.
  • Kunsttherapeutische Raumkonzepte (wie Potential space, Container, Éspace aéré) zur Bearbeitung von Migrationserfahrungen.

Auszug aus dem Buch

1.1 / Vorwort

Mein familiärer Hintergrund hatte einen gewissen Einfluss bei der Festlegung des Themas. Beide Elternteile mussten unter den Kriegswirren als kleine Kinder ihre Heimat verlassen und unter wideren Umständen ein neues Zuhause finden. Diese Erfahrungen prägten ihr Leben und ihre Realität. Migratorische bzw. traumatische Erfahrungen und ihre Folgen sind sogenannte »Heiße-Kartoffel-Themen«. Sie werden in den nächsten bzw. übernächsten Generationen wieder bewusst und können ähnliche Symptomatiken auslösen wie in der akuten Ursprungssituation. Daher schien es mir wichtig, mich diesem Komplex anzunähern und daraus mögliche Konzepte und Haltungen für kunsttherapeutisches Handeln zu entwickeln.

Als ich mich auf Literaturrecherche zu den thematischen Komplexen Heimat, Fremde und Migration begab, tauchte ich in jedem Fachgebiet in einen Kosmos ein! Überall offerierten sich mir Informationen, Hypothesen, Perspektiven und Theorien, die es galt zu sortieren, gegeneinander abzuwägen und zu verknüpfen. Ich habe mich bemüht, zahlreiche Aspekte zum Thema »Transkulturelle Kunsttherapie« aus verschiedenen Gebieten wie Ethnologie, Kunst, Kulturgeschichte, Soziologie, Psychologie und Psychoanalyse zu erfassen und zu einem fruchtbaren Einblick zu verbinden.

Die vorliegende Diplomarbeit kann als eine wandernde bzw. migratorische Bewegung aufgefasst werden. Sie bildet zugleich den Abschluss meines Kunsttherapiestudiums. Die mir im Laufe der Zeit begegnenden Aspekte habe ich aufgesammelt und aufgeschrieben. In meiner Arbeit erhebe ich trotz interdisziplinärer Sichtweise keinesfalls einen Anspruch auf Vollständigkeit der Darstellung, vielmehr ist es die Betrachtung eines Teilaspektes aus einem unerschöpflichen und sich wandelnden Themenspektrum.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Prolog: Einleitende Reflexion über die persönliche Motivation und den interdisziplinären Ansatz der Arbeit zur transkulturellen Kunsttherapie.

2 Heimat und Fremde: Untersuchung der Polaritäten zwischen dem eigenen, sicheren Raum der Heimat und dem Exil der Fremde als Grundlage für Identitätsbildung.

3 Migration: Analyse von Migrationsprozessen anhand eines Phasenmodells sowie der Einordnung von Migration als potenzielle Krise oder Trauma.

4 Kultur: Auseinandersetzung mit dem Kulturbegriff und Einführung in das Konzept der Transkulturalität als Vernetzung von Kulturen.

5 Transkulturelle Kunsttherapie: Darstellung der kunsttherapeutischen Haltung durch Kompetenzentwicklung, Narration und spezifische Raumkonzepte sowie künstlerische Praxisbeispiele.

6 Epilog: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse und Bestätigung des Potentials der Kunsttherapie als vermittelndes Instrument.

Schlüsselwörter

Transkulturelle Kunsttherapie, Heimat, Fremde, Migration, Identität, Integration, Narration, Psychotop, Potential space, Container, Éspace aéré, Kulturbegriff, transdisziplinär, Trauma, therapeutischer Raum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Menschen, die zwischen Kulturen wandern oder flüchten, kunsttherapeutisch begleitet werden können, indem man Heimat- und Fremdheitserfahrungen in den therapeutischen Prozess integriert.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind Heimat als psychotoper Raum, das Exil der Fremde, der Prozess der Migration in verschiedenen Phasen und die transkulturelle Ausrichtung der Kunsttherapie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die theoretische Herleitung einer Haltung für Kunsttherapeuten, die es ihnen ermöglicht, einen Raum für die komplexen Erfahrungen von Migranten zu schaffen, ohne dabei in starre Kategorisierungen zu verfallen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine interdisziplinäre theoretische Arbeit, die Erkenntnisse aus Ethnologie, Kulturgeschichte, Soziologie, Psychologie und Psychoanalyse synthetisiert und durch kunsttherapeutische Praxisbeispiele illustriert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Heimat und Fremde, dem Phasenmodell der Migration nach Carlos Sluzki, dem Konzept der Transkulturalität nach Wolfgang Welsch und konkreten kunsttherapeutischen Raumkonzepten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Transkulturalität, Migration, Identitätsbildung, therapeutischer Raum und Narration charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die Arbeit von anderen zu diesem Thema?

Sie verknüpft psychoanalytische Konzepte (wie den Container oder den Potential space) explizit mit der transkulturellen Perspektive und den Erfahrungen von Heimatverlust.

Was bedeutet der Titel „Transkulturelle Kunsttherapie“ im Kontext der Arbeit?

Er bedeutet, dass Kunsttherapie nicht mehr nur in geschlossenen kulturellen Räumen stattfindet, sondern als hybrider Prozess verstanden wird, der zwischen dem Eigenen und dem Fremden vermittelt.

Final del extracto de 90 páginas  - subir

Detalles

Título
Transkulturelle Kunsttherapie
Subtítulo
Heimat, Migration und Fremde - Relevanzen für kunsttherapeutisches Handeln
Universidad
University of Arts Therapy Nürtingen
Calificación
1,1
Autor
Axel Klöss-Fleischmann (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
90
No. de catálogo
V187973
ISBN (Ebook)
9783656116097
ISBN (Libro)
9783656115960
Idioma
Alemán
Etiqueta
Transkulturell Kunst Kunsttherapie Heimat
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Axel Klöss-Fleischmann (Autor), 2007, Transkulturelle Kunsttherapie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187973
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Extracto de  90  Páginas
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