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Einlagensicherung: Anreizprobleme und Lösungsansätze aus theoretischer Sicht

Título: Einlagensicherung: Anreizprobleme und Lösungsansätze aus theoretischer Sicht

Trabajo de Seminario , 2009 , 31 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Dipl.-Volksw. Robert Bernhardt (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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Einlagensicherungssysteme verfolgen die drei wesentlichen Ziele: Schutz der Kleinanleger, Schutz der Bank vor einem Ansturm auf die Schalter (Bank Run) und Systemschutz der Bankenlandschaft. Insbesondere durch Informationsasymmetrien entstehen ökonomische Kosten. Aufbauend auf dem modelltheoretischen Rahmen des Bank Runs wird das Moral-Hazard-Problem zwischen Banken und Anleger aus Sicht der Bankkunden in einer risikounabhängigen Einlagensicherung (Dybvig und Diamond, 1983) und zwischen Banken und Versicherungen mit einem risikoadjustierten Modell (Merton, 1977) diskutiert. Die Unmöglichkeit des Angebotes einer fairen Versicherungsprämie aufgrund adverser Selektion seitens der Banken bildet die Grundlage anschließender Lösungsansätze, bei denen durch Subventionszahlungen des Staates (Chan, Greenbaum und Thakor, 1992) sowie mit Regulierung des Einlagenzinssatzes und dem Angebot differenzierter Anlagen (Niinimäki, 2003) die Banken ihr wahres Geschäftsrisiko offenbaren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Problem des Bank Runs

2.1 Formelle Darstellung

2.2 Auslöser einer Panik

2.3 Einlagensicherung als Schutz

3. Anreize durch Einlagensicherung

3.1 Moral Hazard

3.1.1 Die Ebene der Banken

3.1.2 Die Ebene der Anleger

3.2 Kosten der Versicherungsprämie

3.3 Adverse Selektion

4. Ansätze zur Reduktion der Anreizwirkungen

4.1 Selbstselektion durch Subvention

4.2 Voll- vs. Teilabsicherung

4.3 Regulierung der Einlagenverzinsung

4.4 Angebote differenzierter Anlagen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht ökonomische Fragestellungen rund um Einlagensicherungssysteme, insbesondere im Hinblick auf die Vermeidung von Bank Runs und den Schutz von Sichteinlagen, unter Berücksichtigung von Informationsasymmetrien und daraus resultierenden Fehlanreizen.

  • Analyse der Dynamik von Bank Runs basierend auf dem Modell von Diamond und Dybvig.
  • Untersuchung des Moral-Hazard-Problems auf Banken- und Anlegerseite durch Einlagensicherung.
  • Diskussion der Unmöglichkeit fairer Versicherungsprämien aufgrund adverser Selektion.
  • Evaluierung von Regulierungsansätzen wie Subventionen, Voll-/Teilabsicherung und Zinsregulierung zur Anreizsteuerung.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Die Ebene der Anleger

Auf der Seite der Einleger entsteht das Moral Hazard Problem hinsichtlich der mangelhaften Kontrolle der Bankaktivitäten. Abgeleitet wird das aus dem von Diamond und Dybvig (1983) vorgeschlagenen Einlagensicherungssystem. Dem Anleger wird eine Mindestauszahlung seiner Einlage in T = 1 garantiert. Bei einem Bank Run, beschrieben in Unterkapitel 2.1, bildet sich eine Warteschlange von Geldanlegern, die beabsichtigen ihre Depositen abzuheben. Im Szenario eines Bank Runs mit installierter Einlagensicherung ist es ohne Bedeutung, an welcher Stelle vor dem Bankschalter der Anleger steht, da allen die Rückzahlung zugesichert ist. Dazu wird von dem Versicherungsträger eine Prämie erhoben, wenn neben den Individuen vom Typ I auch solche des Typs II, geduldige Anleger, vorzeitig ihre Einlage zurückerhalten wollen.

Die Gleichung (6) stellt die Versicherungsprämie in Abhängigkeit des Anteils der Anleger an der Gesamtheit aller Individuen τ dar, die ihr Geld abheben. Verhält sich jeder Anleger entsprechend seines Charakters beabsichtigen t Individuen ihr Einlage in T = 1 zu liquidieren. In diesem Fall entsteht keine Zahlungsverpflichtung der Bank gegenüber der Versicherung. Wenn jedoch zusätzlich wenigstens ein geduldiger Anleger seine Einlage zurückfordert, τ > t , wird eine Prämie fällig seitens der Anleger, welche den Wert 1-(1/d1) annimmt. Die Variable d1 stellt das Auszahlungsversprechen der Bank gegenüber den ungeduldigen Anleger dar. Die Höhe der Nettoauszahlung wird in Gleichung (7) dargestellt.

Wenn ausschließlich ungeduldige Anleger nach einer Periode ihre Einlagen abheben, wird ihnen die versprochene Rückzahlung ohne Abzug einer Versicherungsprämie ausgezahlt. Andernfalls erhalten alle Anleger exakt ihre Einlage ausgezahlt. Das Szenario in T = 1 beeinflusst die Auszahlung in der letzten Periode. In Gleichung (8) ist die Auszahlung dargestellt. Die versprochene Rückzahlung R wird beeinflusst durch die Periode T = 1.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Relevanz von Einlagensicherungssystemen vor dem Hintergrund von Bankenkrisen und skizziert das Ziel der Arbeit, Fehlanreize durch Sicherungsmechanismen ökonomisch zu analysieren.

2. Das Problem des Bank Runs: Dieses Kapitel erläutert formal das Phänomen des Bank Runs und dessen Auslöser, basierend auf dem Modell von Diamond und Dybvig, und führt die Einlagensicherung als protektives Instrument ein.

3. Anreize durch Einlagensicherung: Hier werden die durch eine Einlagensicherung generierten Moral-Hazard-Probleme auf der Ebene der Banken und Anleger sowie das Problem der adversen Selektion bei der Versicherungsprämie analysiert.

4. Ansätze zur Reduktion der Anreizwirkungen: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene regulatorische Modellansätze wie Subventionen, Voll- und Teilabsicherung sowie die Regulierung der Einlagenverzinsung, um Fehlanreize zu minimieren und eine Selbstselektion der Banken zu erreichen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Einlagensicherung ein notwendiges, aber risikobehaftetes Instrument ist, das ein Zusammenspiel verschiedener regulatorischer Maßnahmen erfordert, um die Stabilität des Bankensystems zu gewährleisten.

Schlüsselwörter

Einlagensicherung, Bank Run, Moral Hazard, Adverse Selektion, Finanzintermediation, Modell von Diamond und Dybvig, Einlagenversicherung, Bankenregulierung, Sichteinlagen, Informationsasymmetrie, Versicherungsprämie, Bankrisiko, Eigenkapital, Finanzmarktstabilität, Screening.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ökonomischen Wirkungsweisen und Probleme von Einlagensicherungssystemen im Bankensektor.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Vermeidung von Bank Runs, das Moral-Hazard-Problem bei Versicherungen, adverse Selektion bei der Prämienfindung sowie verschiedene Regulierungsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein optimales Einlagensicherungssystem zu definieren, das Ziele maximal verfolgt und gleichzeitig die durch die Versicherung entstehenden Fehlanreize minimiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden mikroökonomische Modellierungen, insbesondere Prinzipal-Agenten-Modelle, genutzt, um Zusammenhänge formal darzustellen und zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die formale Darstellung von Bank Runs, die Analyse von Moral Hazard bei Banken und Anlegern, das Problem der adversen Selektion und Ansätze zu deren Reduktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Einlagensicherung, Bank Run, Moral Hazard, Adverse Selektion, Informationsasymmetrie und Bankenregulierung.

Warum kann eine private Versicherung oft keine fairen Prämien anbieten?

Aufgrund von Informationsasymmetrien zwischen der Bank und dem Versicherer kann der Versicherer die wahren Kreditrisiken der Bank oft nicht korrekt einschätzen, was zu adverser Selektion führt.

Welche Rolle spielt die Einlagenverzinsung bei den Lösungsansätzen?

Die Regulierung der Einlagenverzinsung dient als Screening-Instrument, um Banken dazu zu bewegen, Verträge zu wählen, die ihrem tatsächlichen Risikoprofil entsprechen.

Final del extracto de 31 páginas  - subir

Detalles

Título
Einlagensicherung: Anreizprobleme und Lösungsansätze aus theoretischer Sicht
Universidad
Dresden Technical University  (Fakultät Wirtschaftswissenschaften)
Curso
Seminar Finanzmarktstabilität und Bankenaufsicht
Calificación
1,3
Autor
Dipl.-Volksw. Robert Bernhardt (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
31
No. de catálogo
V188052
ISBN (Ebook)
9783656117995
ISBN (Libro)
9783656131847
Idioma
Alemán
Etiqueta
einlagensicherung anreizprobleme lösungsansätze sicht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dipl.-Volksw. Robert Bernhardt (Autor), 2009, Einlagensicherung: Anreizprobleme und Lösungsansätze aus theoretischer Sicht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188052
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