Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Didactique - Gestion d'entreprise, Pédagogie des Sciences Economiques

Das Rollenspiel - Ziel und Einsatz an einem konkreten Unterrichtsbeispiel

Titre: Das Rollenspiel - Ziel und Einsatz an einem konkreten Unterrichtsbeispiel

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2011 , 13 Pages , Note: 3,0

Autor:in: Markus Keßler (Auteur)

Didactique - Gestion d'entreprise, Pédagogie des Sciences Economiques
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

„Non vitae, sed scholae discimus“ („Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir“). Was Seneca in seinen epistulae morales schrieb, gilt in der heutigen (Schul-)zeit schon länger als überholt. Immer stärker werden aus der Industrie beispielsweise Stimmen laut, die beklagen, dass die Schulabgänger erhebliche
Lücken aufweisen in den sogenannten „soft skills“. Nun wird es zunehmend so – man kann dazu stehen, wie man will -, dass die Schule mit der Vermittlung anderer Dinge als dem reinen Lernstoff - anstelle der Eltern - beschäftigt ist.
Um den Schülern den bestmöglichen Start in das Berufsleben zu bieten, hat die Schule als Institution dafür Sorge zu tragen, dass die Schülerinnen und Schüler (im Folgenden als SuS bezeichnet) auf das Leben in der Gesellschaft vorbereitet und sozialisiert werden. Hierbei ist es nicht ausreichend, dass im Unterricht
nur reines Faktenwissen im Frontalunterricht vermittelt wird, auch auf die weichen sozialen Faktoren des Miteinanders kommt es an.
Dieser Themenkomplex lässt sich theoretisch nur sehr schwer vermitteln. Ein Einüben und Kennenlernen von verschiedenen Denk- und Herangehensweisen prägt sich meist besser ein, wenn man dieses praktisch erlebt. Dadurch ist eine kognitive Verankerung besser gewährleistet, als wenn man den Stoff nur durch Lesen aufnimmt und unter Umständen auch rezipiert oder lediglich reproduziert.
Eine hierfür geeignete Unterrichtsform ist die Einbeziehung der SuS in Form eines Rollenspiels am akuten Unterrichtsgeschehen. Hierbei übernehmen sie einen aktiven Part im Unterricht, können sich und ihre Vorstellungen sehr gut einbringen und erhalten so auch Feedback von den anderen. Wie ein solches Rollenspiel aufgebaut sein kann und welche unterschiedlichen Formen es gibt, soll im weiteren Verlauf dieser Ausarbeitung untersucht werden. Ausgehend von einer Bestandsaufnahme der verschiedenen Formen soll an
einem konkreten Beispiel im Unterricht das Ziel und mögliche Einsatzformen aufgezeigt werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Rollenspiel

a. Theoretische Fundierung des Rollenspiels

b. Praktische Gestaltung und Vorraussetzungen

3. Mögliche Anwendung im Unterricht

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht das Rollenspiel als didaktisches Instrument, um Schülern soziale Kompetenzen zu vermitteln und sie auf das Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Die zentrale Fragestellung befasst sich damit, wie Rollenspiele theoretisch fundiert sind, welche Formen existieren und wie sie erfolgreich sowie praxisnah im Unterricht eingesetzt werden können.

  • Theoretische Grundlagen und Rollentheorien
  • Differenzierung zwischen freiem und gelenktem Rollenspiel
  • Förderung sozialer Handlungs- und Wahrnehmungskompetenzen
  • Methodisch-praktische Umsetzung im Politikunterricht
  • Vor- und Nachbereitung von Unterrichtseinheiten mit Rollenspielen

Auszug aus dem Buch

2. b. Praktische Gestaltung und Vorraussetzungen

Durch das Rollenspiel ist es den SuS möglich, sich in einem geschützten Raum mit der komplexen Wirklichkeit zu befassen, um sich so mit dem Denken, Fühlen und Handeln von anderen gesellschaftlichen Akteuren vertraut zu machen. Hierbei sind aber einige wichtige Spielregeln und Vorraussetzungen zu beachten, die im Folgenden erläutert werden sollen.

Beim Rollenspiel unterscheidet man zuallererst zwischen dem freien und spontanen und dem angeleiteten oder gelenkten Rollenspiel. Diese unterscheiden sich folgendermaßen:

Das angeleitete Rollenspiel kann man sich etwa wie ein Theaterstück vorstellen, es gibt ein festes Drehbuch, vorgegeben vom Lehrer, in dem die Inhalte genau vorgeschrieben sind, und es gibt keinen Raum für eigene Schülerideen. So kann der Lehrer an die SuS Rollenkarten verteilen, auf denen ihre Rolle, aber auch vorgefertigte Texte zum Ablesen bereits vorhanden sind. Eine Identifikation mit der Rolle ist so für die Akteure schwieriger, da der persönliche Bezug fehlt.

Das genaue Gegenteil ist das spontane Rollenspiel. Es „trägt seinen Zweck in sich selbst; es wird nicht planmäßig angelegt; es entwickelt sich nicht aufgrund von Korrekturen; der Lernerfolg ist ein unsystematisches Nebenprodukt.“ Bei dieser Art von Spiel gibt es vorab vom Spielleiter keine Fixierung von Aktionsparametern. Jeder Spieler ist frei in seinen Entscheidungen und es wird besonderen Wert darauf gelegt, dass die zugewiesene Rolle offen genug bleibt für eigene Ideen, die kreativ in das Spiel eingebaut werden sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit, neben reinem Fachwissen auch soziale Kompetenzen („soft skills“) in der Schule zu vermitteln und stellt das Rollenspiel als geeignete Methode hierfür vor.

2. Das Rollenspiel: Dieses Kapitel definiert den Begriff und setzt sich mit der Notwendigkeit auseinander, die Unterrichtsform theoretisch zu fundieren, um ihre Funktion in der realen Entwicklung von Kindern zu verstehen.

2. a. Theoretische Fundierung des Rollenspiels: Es werden verschiedene soziologische Rollentheorien (traditionell vs. revidiert/interaktionistisch) sowie weitere disziplinäre Ansätze vorgestellt, die als wissenschaftliche Basis für die Methode dienen.

2. b. Praktische Gestaltung und Vorraussetzungen: Hier erfolgt eine Differenzierung zwischen angeleiteten und freien Rollenspielen sowie eine Erläuterung der notwendigen Rahmenbedingungen und Lernziele für den Unterricht.

3. Mögliche Anwendung im Unterricht: Anhand eines konkreten Praxisbeispiels („Entscheidungsfindung im Stadtrat“) wird der Ablauf und die Planung einer Unterrichtseinheit illustriert.

4. Fazit: Das Fazit bewertet das freie Rollenspiel positiv hinsichtlich der Kompetenzentwicklung, mahnt jedoch zur sorgfältigen Planung aufgrund des hohen Zeitaufwands und der schwierigen Kontrollierbarkeit des Lernerfolgs.

Schlüsselwörter

Rollenspiel, Sozialkompetenz, Unterrichtsmethode, Rollentheorie, Schüler, Soft Skills, Politikunterricht, freies Rollenspiel, angeleitetes Rollenspiel, Partizipation, soziales Lernen, Handlungskompetenz, Interaktion, Didaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Rollenspiel als Unterrichtsmethode, um Schüler auf das soziale Leben vorzubereiten und über rein fachliche Inhalte hinaus Kompetenzen wie Empathie zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die theoretische Begründung von Rollen, die Abgrenzung verschiedener Spielformen und die praktische Anwendung sowie Planung im Schulalltag.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch Rollenspiele die soziale Wahrnehmungsfähigkeit und Handlungsfähigkeit der Schüler gestärkt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Fundierung durch soziologische Rollentheorien vorgenommen, ergänzt durch eine methodisch-didaktische Analyse und ein konkretes Praxisbeispiel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung, die Unterscheidung zwischen gelenkten und spontanen Spielformen sowie einen detaillierten Entwurf für ein Rollenspiel zum Thema Kommunalpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rollenspiel, soziale Kompetenz, interaktionistische Rollentheorie und die praktische Umsetzung im Unterricht.

Warum wird das freie dem angeleiteten Rollenspiel vorgezogen?

Das freie Rollenspiel ermöglicht eine höhere Identifikation der Schüler mit ihrer Rolle, fördert eigene kreative Ideen und führt somit zu einem nachhaltigeren sozialen Lernerfolg.

Welche spezifische Rolle spielt der Lehrer beim freien Rollenspiel?

Der Lehrer tritt in den Hintergrund, bereitet den Rahmen vor, unterstützt die Informationssuche und begleitet das Spiel, muss aber bereit sein, den Schülern die aktive Gestaltung zu überlassen.

Fin de l'extrait de 13 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Das Rollenspiel - Ziel und Einsatz an einem konkreten Unterrichtsbeispiel
Université
University of Cologne  (Institut für Berufs-, Wirtschafts- und Sozialpädagogik)
Note
3,0
Auteur
Markus Keßler (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
13
N° de catalogue
V188251
ISBN (ebook)
9783656119562
ISBN (Livre)
9783656119951
Langue
allemand
mots-clé
Rollenspiel Unterricht Stundenplanung Unterrichtsplanung theoretische Fundierung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Markus Keßler (Auteur), 2011, Das Rollenspiel - Ziel und Einsatz an einem konkreten Unterrichtsbeispiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188251
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint