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Kunstreligion. Schleiermacher, Hegel und Habermas im Vergleich

Titre: Kunstreligion. Schleiermacher, Hegel und Habermas im Vergleich

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 17 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Ernest Mujkic (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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„Ein Ausweg aus diesem methodischen Dilemma könnte nur dann gefunden werden, wenn es gelänge, ein Moment aufzuweisen und zu ergreifen, das sich in jeder geistigen Grundform wieder findet und das doch andererseits in keiner von ihnen in schlechthin gleicher Gestalt wiederkehrt. Dann ließe sich im Hinblick auf dieses Moment der ideelle Zusammenhang der einzelnen Gebiete […] des Ästhetischen und des Religiösen – behaupten, ohne daß in ihm die unvergleichliche Einheit einer jeden von ihnen verloren ginge.“ Es liegt die Vermutung nahe, dass es gerade diese(s) von Cassirer erwähnte Moment war, das zur Grundlage für die begriffliche Konstruktion einer Kunstreligion erklärt wurde. Die vorliegende Arbeit widmet sich in einer vergleichenden Untersuchung der Darstellung des gedachten Zusammenhangs zwischen der Kunst und Religion bei Schleiermacher und Hegel, die ein jeweils eigenes Konzept der Kunstreligion vorgelegt hatten, das sich in vielen Punkten voneinander unterscheidet und in einigen wenigen, wie der impliziten Annahme einer Autonomie der beiden Gebiete, miteinander in Übereinstimmung stand.Das Kunst-vermögen bei Schleiermacher zum Ausgangspunkt nehmend wird im 2. und 3. Abschnitt Schleiermachers verbindender Ansatz der Religion mit der Kunst mit dem von Hegel verglichen um dann 4. mit der Betrachtung der Verhältnisse zwischen Kunst, Moral und Religion bei Jürgen Habermas abzuschließen.Der gesamten Arbeit wird die These vorangestellt, dass mit dem Bedeutungsverlust der Religion eine Differenzierung von Wertanschauungen verbunden ist, die zur Ausbildung von selbständigen Bereichen führt, welche die funktionale Bedeutung von Normenbegründung der Religion zum Teil kompensieren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Kunstvermögen nach Schleiermacher

3. Hegels und Schleiermachers Betrachtungen des Zusammenhanges zwischen Kunst und Religion

3.1 Das Sinnliche – im Vergleich bei Hegel und Schleiermacher

3.2 Kunstreligion als Zeichen der Autonomie von Kunst und Religion

4. Kunst und Religion in Folge des Rationalisierungsprozesses bei Habermas

4.1 Die (Un-)Fähigkeit der Kunst die Religion zu ersetzen

4.2 Moral als Nachfolgerin der Religion

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Kunst und Religion im Vergleich der philosophischen Konzepte von Schleiermacher, Hegel und Habermas. Dabei wird die zentrale These verfolgt, dass mit dem historischen Bedeutungsverlust der Religion eine Differenzierung von Wertanschauungen einhergeht, die zu einer funktionalen Kompensation durch autonome Bereiche führt.

  • Vergleich der Kunstreligion-Konzepte bei Schleiermacher und Hegel
  • Analyse der Rolle der Sinnlichkeit und Subjektivität in der religiösen Erfahrung
  • Untersuchung des Säkularisierungsprozesses und seiner Auswirkungen auf kulturelle Sphären bei Jürgen Habermas
  • Diskussion der Frage, ob Kunst oder Moral religiöse Funktionen ersetzen können

Auszug aus dem Buch

3. Hegels und Schleiermachers Betrachtungen des Zusammenhanges zwischen Kunst und Religion

Differenzierend zwischen drei verschiedenen Wegen zur Religion, der „Selbstbetrachtung, Weltbetrachtung und dem Kunstsinn“, versucht Schleiermacher aufzuzeigen, dass es die Fähigkeit der „Göttin“ Kunst ist, die sowohl die Anschauung des Selbst, die auf das Innere bezogen den Stellenwert der Äußerlichkeit verkennt, als auch die Anschauung der Welt, die im Äußeren verweilend der Innerlichkeit entbehrt, zur Wahrnehmung „des Unendlichen in seiner Allgegenwärtigkeit“ möglich macht. Die Kunst besitzt das Vermögen „beides (zu) verbinde(n), indem der Sinn, in ein stetes hin und her Schweben zwischen beiden versetzt, nur in der unbedingten Annahme ihrer innigsten Vereinigung Ruhe findet [...].“

Während die Kunst, die "Selbstanschauung" auf ihrem Weg zur Religion begleitend, die Ichbezogenheit durch das "Verschwinden" des Ichs in die Unendlichkeit als die Quelle desselben überführt, wirkt sie auf die "Weltanschauung" dahingehend, dass sie die Grenze der äußeren Welt durch das Aufzeigen des Vorhandenseins äußerer Wirklichkeit auch im Inneren auflöst und, die Endlichkeit in Unendlichkeit verwandelnd, die Weltanschauung auch zur Religion überführt. Dass Schleiermacher in den Künstlern die „Retter und Pfleger der Religion“, und somit in der Kunst die Zukunft der Religion erblickt, darf nicht als eine Privilegierung der Kunst gegenüber der Religion verstanden werden oder als Entstehung einer unzertrennlichen Einheit aus Kunst und Religion. Die Kunst ist für Schleiermacher nur ein Weg zur Religion und nicht bereits die Religion selbst. „Als religiöse steht die Kunst in einem dienenden Verhältnis zur Religion und richtet sich nach deren jeweiliger Bestimmtheit.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein und formuliert die These einer funktionalen Kompensation religiöser Normen durch säkulare Bereiche.

2. Das Kunstvermögen nach Schleiermacher: Das Kapitel erläutert Schleiermachers Verständnis von Kunst als Mittel zur religiösen Erfahrung und Gegenreaktion auf die Rationalität seiner Zeit.

3. Hegels und Schleiermachers Betrachtungen des Zusammenhanges zwischen Kunst und Religion: Hier werden die unterschiedlichen Ansätze beider Denker zum Verhältnis von Kunst, Religion und Sinnlichkeit einander gegenübergestellt.

4. Kunst und Religion in Folge des Rationalisierungsprozesses bei Habermas: Dieses Kapitel untersucht Habermas’ soziologische Sichtweise auf die Ausdifferenzierung von Wertsphären im modernen Säkularisierungsprozess.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass alle drei Autoren Religion als beständiges Element des Lebens auch ohne institutionelle Bindung begreifen.

Schlüsselwörter

Kunstreligion, Religion, Schleiermacher, Hegel, Habermas, Rationalisierung, Säkularisierung, Sinnlichkeit, Phantasie, absolute Geist, Subjektivität, Moral, Normenbegründung, Wertanschauung, Kompensation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Verhältnis zwischen Kunst und Religion anhand der philosophischen Konzepte von Friedrich Schleiermacher, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Jürgen Habermas.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Bedeutungsverlust der Religion, die Rolle der Kunst als "Kunstreligion" sowie die Ausdifferenzierung von Wertsphären im Zuge der kulturellen Rationalisierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, wie mit dem Verlust der religiösen Deutungshoheit eine funktionale Kompensation durch autonome Bereiche wie die Kunst oder die Moral stattfindet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende ideengeschichtliche und systematische Untersuchung, die sich auf zentrale Texte der jeweiligen Autoren stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Schleiermachers Kunstvermögen, Hegels Konzept der Kunst-Religion und Habermas' Theorie der gesellschaftlichen Rationalisierung sowie die Rolle der Moral als Nachfolgerin der Religion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Kunstreligion, Säkularisierung, Subjektivität, rationalisierte Lebenswelt, absoluter Geist und Normenbegründung.

Warum hält Habermas die Kunst für unfähig, die Religion zu ersetzen?

Habermas argumentiert, dass die Kunst in der Subjektivität verhaftet bleibt und somit nicht die für gesamtgesellschaftliche Normen notwendige Objektivität und Unparteilichkeit leisten kann.

Was unterscheidet Hegels Konzept von dem Schleiermachers?

Während Schleiermacher die Kunst in einen dienenden, vermittelnden Prozess zur Religion stellt, sieht Hegel die "Kunst-Religion" als eine geschichtlich notwendige, eigenständige Entwicklungsstufe des absoluten Geistes.

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Résumé des informations

Titre
Kunstreligion. Schleiermacher, Hegel und Habermas im Vergleich
Université
LMU Munich  (Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft)
Cours
Die Religion im System Hegels
Note
1,7
Auteur
Ernest Mujkic (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
17
N° de catalogue
V188272
ISBN (ebook)
9783656119432
ISBN (Livre)
9783656119821
Langue
allemand
mots-clé
Kunstreligion Schleiermacher Religion Habermas Religion
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ernest Mujkic (Auteur), 2007, Kunstreligion. Schleiermacher, Hegel und Habermas im Vergleich , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188272
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Extrait de  17  pages
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