Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Historia universal - Antigüedad

Cicero und die Gracchen - eine schwierige Beziehung

Título: Cicero und die Gracchen - eine schwierige Beziehung

Trabajo , 2012 , 22 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Michael Breska (Autor)

Historia universal - Antigüedad
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Cicero und die Gracchen, eine schwierige Beziehung. Aber warum ist sie so schwierig? Cicero war
kein Freund der beiden Sempronier. Er machte sie vielmehr verantwortlich für den Beginn des
Zerfalls des Gemeinwesens. Seiner Meinung nach waren sie es, die als Erste die Eintracht und
Gerechtigkeit zerstörten, das eine Volk in zwei Teile spalteten und damit an den Grundpfeilern der
antiken römischen Gesellschaft rüttelten.
Wie aber äußerte Marcus Tullius Cicero seine Meinung hinsichtlich der Sempronier und ihrer
Handlungen in seinen Reden und Schriften? Äußert er sich vor dem Volk anders als vor dem Senat?
Und vor Allem: Warum bezieht er sich in seinen Reden und Schriften immer wieder auf die
Gracchen? Um diese Fragen wird es in diesem Werk gehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Reden vor dem Volk

1.1 Exkurs zum Ansiedlungsgesetz des Tiberius Sempronius Gracchus

2 Reden vor dem Senat

3 Erwähnung der gracchischen Reformer in anderen Schriften am Beispiel von de re publica und de legibus

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die widersprüchliche und strategische Haltung des römischen Politikers Marcus Tullius Cicero gegenüber den Gebrüdern Gracchus, wobei insbesondere die Differenzierung zwischen öffentlichen Reden vor dem Volk und Ansprachen vor dem Senat analysiert wird.

  • Die rhetorische Funktionalisierung der Gracchen als "positive" oder "negative" Exempla.
  • Unterschiede in der Argumentationsweise Ciceros je nach Zielpublikum.
  • Die historische Bedeutung des gracchischen Reformprogramms (ager publicus).
  • Vergleichende Analyse der Gracchen mit aktuellen politischen Gegnern Ciceros wie Rullus, Clodius oder Catilina.
  • Die Einordnung der Gracchen in Ciceros philosophisch-politischen Werken (de re publica, de legibus).

Auszug aus dem Buch

1 Reden vor dem Volk

Das Grundprinzip einer Rede hat sich im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert. Damals wie heute wurde der Inhalt der Rede an die Zuhörerschaft angepasst. Es gilt, die Aufmerksamkeit des Publikums zu gewinnen. Am einfachsten ist dies, wenn man mit den Dingen oder Personen arbeitet, von denen man ausgehen kann, dass die Zuhörer sie kennen und zu denen sie sich bereits eine Meinung gebildet haben. Hitler wusste die Massen zu begeistern, indem er immer wieder den Vertrag von Versailles und die sozialen und politischen Missstände der Weimarer Republik geißelte und Reformen versprach, die das Reich wieder erstarken lassen sollten. Gregor Gysi erreicht bei seinem Publikum ein ähnliches Phänomen, indem er beispielsweise lauthals die Einführung eines Mindestlohns fordert. Sicherlich ist weder zwischen den beiden genannten Personen, noch den Inhalten ihrer Reden ein Zusammenhang festzustellen. Beide bedienen sich jedoch des gleichen Prinzips: sie reden dem Volke nach dem Mund.

Was bei der Verwendung solch abstrakter Dinge gilt, das trifft auch auf die Verwendung von Personen zu. Diese nämlich können in Reden sowohl glorifiziert, als auch verteufelt werden. Auch hierfür sind uns etliche Beispiele aus dem Alltagsleben bekannt.

Auch Cicero bediente sich dieses Prinzips. So war er bekanntermaßen nicht unbedingt ein Freund der Gracchen, hat diese jedoch vor dem Volk stets gelobt. Der Historiker Robert J. Murray sagt in seinem Aufsatz »Cicero and the Gracchi«1, dass „Cicero's presentation of the Gracchi […] not one of unrelieved condemnation“ sei. So gab es durchaus Gelegenheiten, bei denen Cicero sie lobte, wenn auch nicht unbedingt für ihre Politik, so doch für ihre Tugendhaftigkeit (moral virtue) und für ihre Redegewandtheit.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die komplexe und oft negative Einstellung Ciceros zu den Gracchen sowie Darstellung der Quellenlage und des Forschungsstandes.

1 Reden vor dem Volk: Analyse der strategischen Rhetorik Ciceros, bei der er die Gracchen gezielt als positive Vorbilder nutzt, um das Volk bei strittigen Gesetzesvorhaben für seine Position zu gewinnen.

1.1 Exkurs zum Ansiedlungsgesetz des Tiberius Sempronius Gracchus: Historischer Hintergrund über die Landverteilung und die politische Situation zur Zeit der Gracchen.

2 Reden vor dem Senat: Untersuchung der senatorischen Reden, in denen Cicero die Gracchen primär als negative, ordnungsgefährdende Akteure darstellt, um sich selbst als staatstragenden Konservativen zu profilieren.

3 Erwähnung der gracchischen Reformer in anderen Schriften am Beispiel von de re publica und de legibus: Betrachtung von Ciceros philosophischen Werken, in denen die Gracchen als Zerstörer der römischen Eintracht und Gerechtigkeit verurteilt werden.

Schlüsselwörter

Cicero, Gracchen, Tiberius Gracchus, Gaius Gracchus, Römische Republik, Rhetorik, Popularen, Optimaten, Siedlungsgesetz, de re publica, de legibus, politische Strategie, Redegewandtheit, Staatskrise, Exempla.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die rhetorische und inhaltliche Auseinandersetzung Ciceros mit den Gebrüdern Gracchus in seinen Reden und Schriften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die politische Vereinnahmung historischer Figuren, die Anpassung rhetorischer Strategien an das Publikum und Ciceros eigene politisch-philosophische Positionierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erklären, warum und in welchem Kontext Cicero die Gracchen einmal lobt (vor dem Volk) und an anderer Stelle scharf kritisiert (vor dem Senat).

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor führt eine quellenkritische Analyse der Reden und Schriften Ciceros durch und bezieht dabei vorhandene Sekundärliteratur zur historischen Einordnung ein.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Ciceros Reden vor dem Volk, die Argumentation vor dem Senat sowie eine Untersuchung seiner philosophischen Schriften hinsichtlich der Bewertung gracchischer Politik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Rhetorik, Popularpolitik, staatliche Ordnung, politische Instrumentalisierung und die Römische Republik geprägt.

Warum lobte Cicero die Gracchen vor dem Volk?

Er tat dies strategisch, um sich als Verteidiger wahrer Volksinteressen darzustellen und das Vertrauen der Plebejer gegenüber seinen aktuellen Gegnern zu gewinnen.

Wie bewertet Cicero die Gracchen in "de re publica"?

In diesen Werken lehnt er ihr Vorgehen als Ursprung für den Zerfall der Eintracht und der verfassungsmäßigen Ordnung des Gemeinwesens ab.

Inwiefern beeinflusste die Entstehungszeit der Schriften die Bewertung?

Die instabile politische Lage in Rom zur Zeit der Entstehung seiner philosophischen Werke verstärkte Ciceros Bedürfnis nach einer Idealstaatsvorstellung, in der die revolutionären Gracchen keinen Platz hatten.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Cicero und die Gracchen - eine schwierige Beziehung
Universidad
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Curso
Die römische Republik
Calificación
1,0
Autor
Michael Breska (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
22
No. de catálogo
V188410
ISBN (Ebook)
9783656123187
ISBN (Libro)
9783656124412
Idioma
Alemán
Etiqueta
Cicero Gracchen Senat Volk Rom Reden de re publica de legibus in verren philippische Reden Lex agraria de lege agraria cursus honorum
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael Breska (Autor), 2012, Cicero und die Gracchen - eine schwierige Beziehung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188410
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  22  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint