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Herausforderung interkultureller Verhandlung – veranschaulicht am Beispiel Deutschland – Indien

Title: Herausforderung interkultureller Verhandlung – veranschaulicht am Beispiel Deutschland – Indien

Seminar Paper , 2009 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Raihan Youssufzay (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

1 Einleitung

Heutzutage sind Verhandlungen auf beinahe allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ebenen unverzichtbar. "Ours is an age of negotiation" – Das Zitat von William Zartman aus dem Jahre 1976 ist immer noch aktuell. In unserer multikulturellen Gesellschaft hat sich der Begriff der Verhandlung als Bestandteil fest verankert und nimmt mit dem Grad der Globalisierung sogar an Bedeutung zu.
Besonders wichtig sind Verhandlungen im Bereich der geschäftlichen Transaktionen. Hier sind sie ein typisches Koordinationsinstrument, mit dessen Hilfe sich Geschäftspartner über Preise, Leistungen, Lieferbedingungen, Finanzierungskonditionen etc. verständigen.
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem besonderen Fall der interkulturellen Verhandlung am Beispiel Indiens und Deutschlands im Bereich eines Unternehmens oder zwischen mehreren Unternehmen. Zunächst wird der Begriff Verhandlung definiert und die zeitliche Abfolge der Verhandlungsschritte dargestellt und erläutert. In diesem Zusammenhang werden die Herausforderungen, die aus dem Aufeinandertreffen von Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen in Verhandlungen entstehen, beschrieben. Im Folgenden wird mit der Hilfe ausgewählter Kulturdimensionen das Verhalten von Indern und Deutschen in Verhandlungen untersucht und verglichen. Daraufhin wird ein Einblick in die Praxis der deutsch – indischen Verhandlungen gegeben. Im Fazit werden die Kernaussagen der Seminararbeit zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Verhandlung

2.1 Verhandlungsschritte

2.2 Besondere Herausforderungen bei interkulturellen Verhandlungen

3 Vergleich Deutschland – Indien anhand Kulturdimensionen

3.1 Individualismus vs. Kollektivismus

3.1.1 Vergleich Deutschland und Indien

3.1.2 Auswirkung auf Verhandlungen

3.2 Zeitvorstellung

3.2.1 Vergleich Deutschland und Indien

3.2.2 Auswirkungen auf Verhandlungen

4 Praxiserfahrungen aus deutsch – indischen Verhandlungen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen interkultureller Verhandlungen zwischen Deutschland und Indien unter Berücksichtigung kultureller Differenzen. Ziel ist es, das Verhalten beider Parteien anhand ausgewählter Kulturdimensionen zu analysieren, um ein tieferes Verständnis für die jeweiligen Verhandlungsprozesse zu entwickeln.

  • Begriffsdefinition und Struktur von Verhandlungen
  • Herausforderungen bei interkulturellen Überschneidungssituationen
  • Vergleich von Deutschland und Indien anhand von Individualismus und Kollektivismus
  • Untersuchung der Zeitvorstellung in monochronen und polychronen Kulturen
  • Analyse von Praxiserfahrungen in deutsch-indischen Geschäftsbeziehungen

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Auswirkung auf Verhandlungen

Die Auswirkungen des zuvor beschriebenen Gegensatzes zwischen den Kulturdimensionen auf eine Verhandlung sind immens. Denn in individualistischen Kulturen werden zu verhandelnde Entscheidungen für gewöhnlich sehr schnell getroffen, wohingegen deren Umsetzung erheblich länger dauert. Die Erklärung dafür ist, dass die von der Entscheidung betroffenen Personen diese erst einmal hinterfragen und ihre Vor- und Nachteile abwägen. Im Gegensatz dazu dauert es in kollektivistischen Kulturen länger eine Entscheidung in einer Verhandlung zu treffen, aber deren Umsetzung gelingt für gewöhnlich erheblich schneller. „Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Eigennutz des Einzelnen durch das Gruppeninteresse ersetzt wird und die Gruppe sich durch die Organisation definiert. Es herrscht das Bewusstsein vor, dass alle Gruppenmitglieder folgen, und daher ist es wichtig, sich der Meinung und dem Verhalten der Gruppe anzupassen.“

Das soeben beschriebene Verhalten spiegelt sich in der deutschen Literatur zum Thema Verhandlungen in Indien wider. Der deutsche Verhandlungspartner muss viel Geduld mitbringen, weil die Entscheidungsfindung mit indischen Partnern aus zwei Gründen sehr lange dauern kann: „Auf indischer Seite wird die Verhandlung als Teamprozess gesehen. Einzelentscheidungen oder individuelles Vorpreschen in Verhandlungen sind nicht gerne gesehen. Man wird sich sehr häufig erst intern abstimmen (teilweise wird deshalb in der lokalen Sprache gesprochen), bevor (Teil-) Zugeständnisse oder andere Zusagen gemacht werden. Eine Ausnahme hiervon bildet das Hierarchieverständnis, dass alle Entscheidungen letztlich von dem Top-Level zu treffen sind und auf unteren Ebenen keine Entscheidungen getroffen werden können.“

In einer Verhandlung stehen sich zusätzlich noch der direkte deutsche und der eher indirekte indische Kommunikationsstil gegenüber, was oft zu Missverständnissen führt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Verhandlungen ein und stellt die Forschungsfrage bezüglich der interkulturellen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Indien.

2 Verhandlung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Verhandlung, erläutert typische Verhandlungsschritte und beleuchtet die Herausforderungen bei interkulturellen Begegnungen.

3 Vergleich Deutschland – Indien anhand Kulturdimensionen: Hier werden die Länder mittels der Kulturdimensionen Individualismus/Kollektivismus und Zeitvorstellung kontrastiert, um daraus resultierende Differenzen für den Verhandlungserfolg abzuleiten.

4 Praxiserfahrungen aus deutsch – indischen Verhandlungen: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse von Experteninterviews mit Angestellten aus der Automobilzuliefererindustrie zur aktuellen Praxis.

5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die kulturell bedingten Unterschiede zusammen und bewertet deren Einfluss auf zukünftige Verhandlungssituationen.

Schlüsselwörter

Verhandlung, Interkulturelle Kompetenz, Deutschland, Indien, Kulturdimensionen, Individualismus, Kollektivismus, Zeitvorstellung, Monochron, Polychron, Globalisierung, Wirtschaftsverhandlungen, Interkulturelle Kommunikation, Geschäftspraxis, Entscheidungsfindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich von Verhandlungsprozessen zwischen Deutschland und Indien im Kontext interkultureller Herausforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Verhandlungsphasen, die Untersuchung kultureller Unterschiede nach Hofstede und Hall sowie die Anwendung dieser Theorien auf die geschäftliche Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch den Vergleich der deutschen und indischen Kultur ein besseres Verständnis für interkulturelle Verhandlungssituationen zu schaffen und Herausforderungen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Neben einer literaturbasierten Analyse der Verhandlungstheorie und Kulturdimensionen wurden Experteninterviews mit Fachleuten aus der Praxis geführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Verhandlungsschritten, den theoretischen Vergleich von Deutschland und Indien anhand von Kulturdimensionen sowie die Auswertung von Praxisbeispielen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Verhandlung, interkulturelle Kompetenz, Individualismus, Kollektivismus sowie Zeitvorstellung bestimmt.

Welche Rolle spielt das Hierarchieverständnis in indischen Verhandlungen laut Text?

Das Hierarchieverständnis ist zentral, da Entscheidungen in Indien meist auf dem Top-Level getroffen werden, was eine flexible Entscheidungsfindung auf unteren Ebenen erschwert.

Wie unterscheiden sich die Zeitkonzepte in beiden Kulturen laut Arbeit?

Deutschland ist als monochrone Kultur geprägt, in der Zeit linear und als begrenzte Ressource gesehen wird, während Indien eine polychrone Zeitvorstellung mit fließenden Grenzen aufweist.

Wie gehen deutsche und indische Verhandlungspartner laut den Interviews mit Konflikten um?

Deutsche Verhandler neigen zu einem direkten Kommunikationsstil, während indische Partner Konflikte meist indirekt und behutsam angehen, um niemanden zu kompromittieren.

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Details

Title
Herausforderung interkultureller Verhandlung – veranschaulicht am Beispiel Deutschland – Indien
College
University of Würzburg  (Industriebetriebslehre)
Course
Seminar Globale Systeme und Interkulturelle Kompetenz
Grade
1,7
Author
Raihan Youssufzay (Author)
Publication Year
2009
Pages
22
Catalog Number
V188904
ISBN (eBook)
9783656127291
ISBN (Book)
9783656128618
Language
German
Tags
Interkulturelle Verhandlung Verhandlung interkulturell Indien und Deutschland Indien Deutschland Hall Hofstede
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Raihan Youssufzay (Author), 2009, Herausforderung interkultureller Verhandlung – veranschaulicht am Beispiel Deutschland – Indien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188904
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