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Welchen Nutzen haben Comics für den Geschichtsunterricht?

Comics im Geschichtsunterricht

Titre: Welchen Nutzen haben Comics für den Geschichtsunterricht?

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 27 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Michael Förster (Auteur)

Didactique - Histoire
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Résumé Extrait Résumé des informations

In der vorliegenden Arbeit gehe ich der Frage nach welchen Nutzen Comics für den Geschichtsunterricht haben. Hierbei versuche ich nicht nur, den Aspekt der Motivation zu berücksichtigen, den Comics auf Schülerinnen und Schüler dabei haben können, sondern auch auf die Ähnlichkeiten zwischen antiken Kunstformen und Comics hinzuweisen. Denn wenn man antike Kunst mit der des Comics vergleicht, scheinen Erzählweise, Symbolik, Bildhaftigkeit und sogar häufig die dargestellten Personen und Charaktere, eine hohe Gemeinsamkeit aufzuweisen. Die Fachdidaktik sieht vor allem in der Verbindung der außerschulischen Freizeitbeschäftigung mit dem innerschulischen Lernen eine gelungene Möglichkeit, Motivation für das Fach Geschichte zu mobilisieren. Bildliche Medien können direkt in schriftliche Quellen eingebunden werden und fördern so Phantasie und Imaginationskraft seitens der Schülerinnen und Schüler. Spaß am Geschichtsunterricht [...] zieht dadurch mehr Freude am Fach Geschichte nach sich . Die beklagte „Beliebigkeit“ der Methodennutzung im Geschichtsunterricht könnte durch die starke Einbindung historischer Quellen vermieden und entkräftet werden. Durch den Vergleich von modernen Medien mit historischen Darstellungen könnten Schülerinnen und Schüler einerseits mit wissenschaftlichen und fundierten Informationsgrundlagen konfrontiert werden und andererseits werden die in Massenmedien überlieferten Geschichtskulturen kritisch hinterfragt und von „außerhalb“ in die Schule geführt. Motivation und Spaß sind Begriffe, die hierbei an die dem Comic häufig zugeschriebene Kindlichkeit und Trivialität erinnern. Daher gehe ich im Verlauf der Arbeit auch auf diese Vorurteile seitens der Wissenschaft und Forschung ein. Ich versuche zu klären, warum sich in einem visuellen Zeitalter und der damit ständig verbundenen Nutzung von Massenmedien solche Ängste und Abwehrhaltungen durchgesetzt und erhalten haben. Scheint es mir doch viel nahe liegender, durch die Thematisierung von Ideologien und deren Intentionen in verschiedenen Medien,z.B. in Comics und antiken Quellentexten, einen sensibilisierten und kritischen Umgang von Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen. Es wird sich dann zeigen, dass Comics alle Vor -und Nachteile mit den schriftlichen Medien teilen. Da Comics dabei „mehr“ einbringen können bei entsprechenden Kenntnissen und Methoden zur kritischen Lesart, sollten sie den quellenkundigen und forschenden Historiker nicht abschrecken und in die Reserviertheit treiben.

Extrait


Inhaltsangabe

1. Einleitung

2. Definition und Form des Comics

3. Die verschiedenen Typen von „Geschichtscomics“

3.1 Funnies

3.2 Quellencomics

3.3 Comicromane

3.4 Epochencomics

3.5 Comic-Historie

4. Entstehung und Geschichte des Comics

5. Gemeinsamkeiten von antiker Kunst und Comics

6. Zur Eignung von Comics im Unterricht

7. Fazit

8. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den didaktischen Nutzen von Comics im Geschichtsunterricht, wobei insbesondere die ästhetische und strukturelle Ähnlichkeit zwischen antiken Kunstformen und modernen Comics sowie deren Potenzial zur Motivationssteigerung und Förderung kritischer Medienkompetenz beleuchtet werden.

  • Didaktische Potenziale und Grenzen von Comics im Geschichtsunterricht.
  • Strukturelle Analyse verschiedener Comic-Typen hinsichtlich ihres historischen Gehalts.
  • Vergleich von antiker Bildsprache und modernen Erzähltechniken in Comics.
  • Förderung der historischen Quellenkritik durch den Umgang mit Massenmedien.
  • Untersuchung von Vorurteilen gegenüber Comics als vermeintlich trivialem Medium.

Auszug aus dem Buch

2. Definition und Form des Comics

Um den Wert und Nutzen eines Comics zu beurteilen, ist es von Wichtigkeit zu klären, „was ein Comic überhaupt ist“. Denn auch wenn die einzelnen Erzählmittel des Comics so alt sind wie die Menschheitsgeschichte selbst, besteht trotzdem Uneinigkeit über die genauen Bestandteile und die Definition dieser Verbindung aus Wort- und Bildkunst.

Einfach gesprochen besteht der Comic aus einer Vielzahl von Bildern. Das einzelne Bild wird auch als „Panel“ bezeichnet, ist durch seine Umrandung abgegrenzt und kann im Vergleich mit der Sprache als geschlossener Satz betrachtet werden. Während der Anfänge des 20. Jahrhunderts und des massenhaften Aufkommens von Comics waren die Flächigkeit und die Schwarz/Weiß-Farbgebung der einzelnen Panels ein charakteristisches Merkmal der Comicbilder. Dies wird heute jedoch nicht mehr zwingend angewendet und es existieren auch viele Drucke mit aufwendiger Farbgebung und Hintergrundgestaltung. Das einzelne Bild stellt im Ablauf der Erzählhandlung lediglich einen festen Zeitpunkt der Geschichte dar und ist im Gegensatz zum Dokumentarfoto oder Historienbild nicht ausreichend, um komplexe Geschehnisse und Handlungen zu begreifen.

Erst die aufeinander folgende Anreihung der Bilder in einer „Sequenz“ von links nach rechts erlaubt dem Lesepublikum die Einzelereignisse zu einem logischen und sinnvollen Handlungsablauf zu ordnen. Somit kann die Sequenz als fortlaufende Zeit beschrieben werden, die sich jedoch nicht in gleichen Zeitschritten, sondern nur chronologisch ordnen lässt. Zwar ist wie oben beschrieben das einzelne Bild ein fester Zeitpunkt, dennoch sind Personen und Dinge nicht zwangsweise starr. Durch „Speedlines“ können Bewegungen der Personen und Gegenstände angezeigt und verdeutlicht werden, so dass der im nächsten Panal folgende Inhalt und Ablauf bereits erahnt werden kann, ohne dass die Momentaufnahme verlassen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage zum Nutzen von Comics im Geschichtsunterricht ein und stellt die Relevanz der Motivation sowie die Notwendigkeit kritischer Quellenarbeit heraus.

2. Definition und Form des Comics: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden formalen Merkmale des Comics, wie Panel, Sequenz, Habitus, Sprechblase und Blocktext, und diskutiert deren Funktion für die narrative Vermittlung.

3. Die verschiedenen Typen von „Geschichtscomics“: Hier werden unterschiedliche Comic-Gattungen – von Funnies über Quellencomics bis hin zur Comic-Historie – hinsichtlich ihrer geschichtsdidaktischen Eignung kategorisiert und kritisch bewertet.

4. Entstehung und Geschichte des Comics: Dieses Kapitel betrachtet die historische Entwicklung des Comics als visuelles Massenmedium und die anfängliche Skepsis der Wissenschaft gegenüber bildbasierten Vermittlungsformen.

5. Gemeinsamkeiten von antiker Kunst und Comics: Der Autor zeigt auf, wie bereits in der Antike Bild und Text zur Informationsvermittlung kombiniert wurden, und zieht Parallelen zwischen antiken Heldenepos-Strukturen und modernen Superheldencomics.

6. Zur Eignung von Comics im Unterricht: Dieses Kapitel erörtert die pädagogische Anwendbarkeit und betont, dass Comics zwar keine Historienbücher ersetzen können, aber ein wertvolles Werkzeug zur Schulung der Methodenkompetenz darstellen.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Comics ein ernstzunehmendes Medium für den Geschichtsunterricht sind, sofern sie kritisch und unter Einbeziehung medienkompetenter Analyse methodisch reflektiert eingesetzt werden.

8. Literatur: Das Literaturverzeichnis listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Fachbücher zur Geschichtsdidaktik und Comicforschung auf.

Schlüsselwörter

Geschichtsunterricht, Comic, Geschichtsdidaktik, Quellenkritik, Bildmedien, Narration, Medienkompetenz, Historische Bildung, Panel, Sequenz, Antike, Massenmedium, Geschichtsvermittlung, Interpretation, Identifikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem didaktischen Potenzial von Comics als Medium im Geschichtsunterricht und hinterfragt deren Nutzen für die historische Bildung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Felder sind die formale Definition des Comics, die Klassifizierung verschiedener Comic-Typen, der Vergleich mit antiken Erzählformen und die methodische Einbindung in den Unterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, welchen Nutzen Comics für den Geschichtsunterricht haben und wie Schülerinnen und Schüler zu einem kritischen Umgang mit diesen bildorientierten Medien angeleitet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine geschichtsdidaktische Analyse, die Fachliteratur auswertet und theoretische Konzepte der Medienpädagogik auf das Medium Comic anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die formale Struktur von Comics, ordnet verschiedene Comic-Typen geschichtsdidaktisch ein, vergleicht sie mit antiken Kunstformen und diskutiert die Herausforderungen für Lehrkräfte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Geschichtsunterricht, Comic-Struktur (Panel/Sequenz), Medienkompetenz, Quellenkritik, didaktische Eignung und historisches Geschichtsbewusstsein.

Wie unterscheidet der Autor zwischen „Funnies“ und „Quellencomics“?

Funnies werden als eher ungeeignet für den Unterricht eingestuft, da sie Geschichte oft trivialisieren, während Quellencomics als historisches Zeugnis ihrer Entstehungszeit einen eigenständigen Quellenwert besitzen können.

Warum spielt die „antike Kunst“ eine zentrale Rolle in der Arbeit?

Die antike Kunst dient als Referenzpunkt, um zu zeigen, dass die Verbindung von Wort und Bild keine Erfindung der Moderne ist, sondern bereits in antiken Kulturen als Medium der Informations- und Herrschaftsvermittlung genutzt wurde.

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Résumé des informations

Titre
Welchen Nutzen haben Comics für den Geschichtsunterricht?
Sous-titre
Comics im Geschichtsunterricht
Université
University of Frankfurt (Main)  (Geschichte Didaktik)
Cours
Alte Geschichte reloaded- Die Antike in der aktuellen Geschichtskultur
Note
1,0
Auteur
Michael Förster (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
27
N° de catalogue
V189099
ISBN (ebook)
9783656129462
ISBN (Livre)
9783656129844
Langue
allemand
mots-clé
Comics Geschichtsunterricht Geschichte Didaktik Antike Comics Comics Antike Didaktik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michael Förster (Auteur), 2009, Welchen Nutzen haben Comics für den Geschichtsunterricht?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189099
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Extrait de  27  pages
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