Der Zeitraum 1880-1945 brachte Leipzig viele das Stadtbild noch heute prägende Industriebauten. Ein erster Blick auf die Epoche und deren Baustile erleichtert dabei die Einordnung dieser Bauwerke.
Im Anschluss werden die Erschaffer einiger dieser Gebäude, die Architekten Hugo Licht, Emil Franz Hänsel, Max Pommer sowie Max Bösenberg, mit je einem für sie charakteristischen Industriedenkmal vorgestellt. Weitere ihrer Werke werden kurz beschrieben.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Jahrhundertwende zum Ende des 19. Jahrhunderts
1.1. Geschichtlicher Abriss der deutschen Länder (1850-1933)
1.2. Leipzig um die Jahrhundertwende
1.3. Leipziger Baukultur um die Jahrhundertwende
2. Leipziger Architekten und Baumeister der Industriearchitektur (1880-1945)
2.1. Hugo Licht (1841-1923)
2.1.1. Vita
2.1.2. Bauwerke und Baustil
2.1.2.1. Exemplarisches Bauwerk: Städtischer Schlachthof, Kantstraße 71/73, Leipzig-Südvorstadt (1886–1888)
2.1.2.2. Weitere Bauwerke
2.2. Emil Franz Hänsel (1870-1943)
2.2.1. Vita
2.2.2. Bauwerke und Baustil
2.2.2.1. Exemplarisches Bauwerk: Fabrikanlagen der Ludwig Hupfeld AG, Ludwig-Hupfeld-Straße 16, Leipzig-Böhlitz-Ehrenberg (1910/1911)
2.2.2.2. Weitere Bauwerke
2.3. Max Pommer (1847-1915)
2.3.1. Vita
2.3.2. Bauwerke und Baustil
2.3.2.1. Exemplarisches Bauwerk: Neue Baumwollspinnerei, Spinnereistraße, Leipzig-Plagwitz (1906)
2.3.2.2. Weitere Bauwerke
2.4. Max Bösenberg (1847-1918)
2.4.1. Vita
2.4.2. Bauwerke und Baustil
2.4.2.1. Exemplarisches Bauwerk: Büro & Fabrikhalle für die Firma Adolph Bleichert & Co. Fabrik für Drahtseilbahnen, Wilhelm-Sammet-Straße, Leipzig-Gohlis (1881-83)
2.4.2.2. Weitere Bauwerke
2.5. Weitere Vertreter der Industriearchitektur in Leipzig und deren Bauten
2.5.1. Paul Lange (1853-1932)
2.5.2. Alfred Liebig (1878-1952)
2.5.3. Hubert Ritter (1886-1967)
2.5.4. Otto Wilhelm Scharenberg (1851-1920)
2.5.5. Richard Tschammer (1860-1929)
3. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Industriebaukultur in Leipzig im Zeitraum zwischen 1880 und 1945. Ziel ist es, die prägenden Architekten und Baumeister dieser Ära zu identifizieren, ihre Arbeitsweisen und ihren Einfluss auf das Stadtbild zu analysieren und dabei exemplarisch bedeutsame Industriebauten vorzustellen.
- Historischer Kontext der Industrialisierung in Leipzig um die Jahrhundertwende.
- Detaillierte Vorstellung der vier Hauptakteure: Hugo Licht, Emil Franz Hänsel, Max Pommer und Max Bösenberg.
- Analyse der angewandten Baustile (Historismus, Jugendstil, Neue Sachlichkeit, Stahlbetonbauweise).
- Dokumentation beispielhafter Industriebauten und deren architektonische Bedeutung.
- Kurzporträts weiterer einflussreicher Architekten der Leipziger Baugeschichte.
Auszug aus dem Buch
2.1.2.1. Exemplarisches Bauwerk: Städtischer Schlachthof, Kantstraße 71/73, Leipzig-Südvorstadt (1886–1888)
Im Folgenden sollen die von Hugo Licht in den Jahren 1886 bis 1888 geschaffenen Städtischen Schlachthöfe in der Leipziger Südvorstadt etwas näher betrachtet werden. Diese dienten 100 Jahre lang der zentralen Versorgung Leipzigs mit Fleisch- und Wurstwaren (siehe Fotodokumentation Anhang 1).
Die Grundsteinlegung für das Areal war im Jahr 1886, nach zwei Jahren Bauzeit dann die feierliche Eröffnung am 11.06.1888. Die Fläche des Geländes beträgt ca. 113.700 m² mit einer überbauten Fläche von anfangs etwa 20.000 m² (1888), nach diversen Erweiterungsbauten um die Jahrhundertwende ca. 50.000 m² (1913).
Diese überbauten Flächen bestanden aus Schlachthallen, Markthallen, Ställen, einem Kühlhaus, einem Düngerhaus, Sanitäranlagen, einer Börse sowie mehreren Verwaltungsgebäuden. Das wohl hervorstechendste Merkmal der städtischen Schlachthöfe, das sich bis heute gehalten hat, ist die einheitliche Gestaltung mittels Einsatz gelbfarbener Klinker. Die Dachformen sind den jeweiligen Gebäudeeigenschaften angepasst.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Jahrhundertwende zum Ende des 19. Jahrhunderts: Dieses Kapitel erläutert den gesellschaftlichen und historischen Kontext der Industriellen Revolution in Deutschland und Leipzig, der die Grundlage für die architektonischen Veränderungen bildete.
2. Leipziger Architekten und Baumeister der Industriearchitektur (1880-1945): Hier werden die Biografien, Arbeitsweisen und bedeutenden Werke von vier maßgeblichen Baumeistern sowie weiterer Architekten vorgestellt, die die Leipziger Industriebaukultur nachhaltig prägten.
3. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse über die Architekten und ihre Stile zusammen und vergleicht ihre Hintergründe sowie ihre architektonische Bedeutung in einer tabellarischen Übersicht.
Schlüsselwörter
Industriearchitektur, Leipzig, Jahrhundertwende, Hugo Licht, Emil Franz Hänsel, Max Pommer, Max Bösenberg, Historismus, Jugendstil, Stahlbetonbauweise, Industriebau, Stadtentwicklung, Baugeschichte, Gründerzeit, Industriedenkmal.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die Industriebaukultur in Leipzig im Zeitraum von 1880 bis 1945 und stellt die bedeutendsten Architekten und ihre Bauwerke vor.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen die biographische und werkbezogene Analyse von vier Hauptakteuren, der Einfluss industrieller Entwicklungen auf die Architektur sowie der Wandel verschiedener Baustile.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Identifizierung und Würdigung jener Architekten, die die industrielle Baukultur Leipzigs maßgeblich geprägt haben, sowie eine exemplarische Analyse ihrer bedeutendsten Industriebauten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Hausarbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche und der Dokumentation historischer sowie aktueller Bauwerke basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung der Architekten Hugo Licht, Emil Franz Hänsel, Max Pommer und Max Bösenberg sowie einen Abschnitt zu weiteren einflussreichen Architekten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Industriearchitektur, Leipzig, Historismus, Jugendstil, Stahlbetonbauweise und Industriedenkmal.
Warum ist die Rolle von Hugo Licht besonders hervorzuheben?
Hugo Licht war als Stadtbaudirektor in einer exponierten Position für viele kommunale Großbauten verantwortlich und gilt als die überragende Architektenpersönlichkeit der Leipziger Jahrhundertwende.
Was macht Max Pommer für die Architekturgeschichte bedeutsam?
Max Pommer war in Leipzig der erste Baumeister, der Stahlbetonbauweise in größerem Umfang einsetzte und diese Technologie durch sein eigenes Bauunternehmen vorantrieb.
Welche Bedeutung hat der Jugendstil für Emil Franz Hänsel?
Hänsel nutzte den Jugendstil als Element seiner eklektizistischen Bauweise, um sich von der reinen Historismustradition zu lösen, insbesondere bei Villen und privaten Geschäftsgebäuden.
Welche Rolle spielten die Italienreisen für Max Bösenberg?
Seine Studienreisen prägten seine Leidenschaft für die Renaissance, was dazu führte, dass er wie kein anderer in Leipzig konsequent Stilelemente der Neorenaissance in seinen Bauten anwandte.
- Quote paper
- Christian Rau (Author), 2012, Leipziger Architekten und Baumeister der Industriearchitektur der Jahrhundertwende (1880 – 1945), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189254