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Regiogeld als nachhaltiges Finanzinstrument für die lokale Wirtschaft

Titre: Regiogeld als nachhaltiges Finanzinstrument  für die lokale Wirtschaft

Élaboration , 2012 , 16 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Christian Rau (Auteur)

Economie politique - Théorie et Politique monetaire
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Wenn man sich als angehender Wirtschaftswissenschaftler mit dem Finanzsystem im Allgemeinen beschäftigt, stellt sich einem schnell die Frage, ob es neben den immer komplizierter werdenden Finanzprodukten nicht etwas anderes gibt, dass den Menschen besser helfen, und ihr Leben mehr bereichern könnte, als eben die vorhandenen Produkte, die nicht einmal die klügsten Köpfe noch vollumfassend verstehen (können).
Es erscheint doch wohl wichtiger, dass die kleinen Sparer und Anleger, Klein- und Mittelständige Unternehmer, die auf kurzfristige Kredite angewiesen sind, sowie die vielen anderen "Otto-Normal-Bürger" in ihrem Tun zu unterstützen und fördern, als Finanzjongleure und Großanlegern die Erhöhung der Kapitalrendite zu erleichtern.
Deutschland ist mit ca. 82.000.000 Bürgern, einmal abgesehen von der flächenmäßigen Ausdehnung, ein sehr großes Land. Diese Größe und die föderale Struktur Deutschlands verbunden mit einem starken Lobbyismus machen das Durchsetzen von wirklich sinnvollen Neuerungen und Gesetzen im Finanzbereich sehr schwer, und vor allem langwierig.
Diesem Dilemma stehen in der letzten Zeit privatrechtliche und vereinswesenhafte Entwicklungen von engagierten Bürgern entgegen, die die Dinge in die eigenen Hände nehmen wollen. Diese versuchen in Ihren Regionen so genannte Regionalwährungen als Alternative zum Euro zu etablieren, mit dem Ziel vor allem die einheimische Wirtschaft zu stärken.
Die Funktionsweise solcher Regiowährungen, deren Ziele und Zielverwirklichung aber auch deren Grenzen sollen in der folgenden Expertise näher beschrieben werden. Ein abschließendes Fazit soll durch eine Beurteilung der Regionalwährungen aus der Sicht des Verfassers diese Ausarbeitung abrunden, und klären ob weitere Entwicklungen in diesem Bereich sinnvoll sind, und wie die Zukunft von Regionalwährungen aussehen kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historie von Geld und Währungen

3. Idee der Regionalwährung

3.1. Funktionsweise einer Regionalwährung

3.2. Vorteile einer Regionalwährung

3.3. Grenzen einer Regionalwährung

3.4. Praktische Beispiele für Regionalwährungen

3.5. Zukunft der Regionalwährung

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept von Regionalwährungen als nachhaltiges Finanzinstrument für die lokale Wirtschaft, um Alternativen zum etablierten Finanzsystem aufzuzeigen und deren Potential zur Förderung der regionalen Entwicklung zu bewerten.

  • Historische Entwicklung von Tauschhandel und Geldfunktionen
  • Strukturelle Funktionsweise und rechtliche Einordnung von Regionalwährungen
  • Sozioökonomische Vorteile für die lokale Wirtschaft und Gemeinschaft
  • Analyse praktischer Fallbeispiele wie den "Chiemgauer"
  • Zukunftsperspektiven und Grenzen regionaler Komplementärwährungen

Auszug aus dem Buch

3.1. Funktionsweise einer Regionalwährung

Per Definition ist Regiogeld "eine regionale Währung, die zwischen Verbrauchern, Anbietern, Vereinen und Kommunen demokratisch vereinbartes Medium, das innerhalb einer Region als Zahlungs-, Investitions- und Schenkungsmittel verwendet wird"6.

In der Vergangenheit haben sich im Bezug auf diese regionalen Währungen fünf so genannte Merkmale herausgebildet, die zur besseren Einordnung von Tauschmitteln in den Gesamtkontext herangezogen werden können7:

1. Regionalbindung des Zahlungsmittels (nur lokale Akzeptanz des Regiogeldes)

2. Komplementärwährung (Ergänzung zur Landes- bzw. Staatswährung)

3. Konkurrenz zu anderen Zahlungsmedien (Bargeld, Girokarten)

4. Landeswährung hat Bezugsrahmen für die Wertmessung (bspw. 1 Regio =1 €)

5. Geldpolitische Steuerung in privater Hand (Vertrauen, soziale Kontrolle)

Wie wir bereits festgestellt haben, bedarf es eines Initiators mit einer Idee [Einführung Regionalwährung; Wie soll die Regionalwährung funktionieren?; Wie soll die Regionalwährung aussehen? Welche Kontrollmechanismen soll es geben? etc.], einem Netzwerk [Gruppe von Interessierten, die sich vorstellen können an der Regionalwährung teilzuhaben; diese vergrößert sich nach erfolgreichem Start optimaler weise stetig im Einzugsgebiet] und einem gewissen Startkapital [Entwurf und Druck/Prägung/Herstellung der Währungseinheiten; Distribution der Währung zum Startzeitpunkt etc.].

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Der Verfasser identifiziert ein Dilemma im aktuellen Finanzsystem und stellt Regionalwährungen als bürgerschaftliche Alternative zur Stärkung der lokalen Wirtschaft vor.

2. Historie von Geld und Währungen: Dieses Kapitel erläutert die evolutionäre Entwicklung vom einfachen Warentausch hin zu modernen Geldfunktionen als notwendige Basis für das Verständnis von Komplementärwährungen.

3. Idee der Regionalwährung: Hier wird der theoretische Rahmen sowie die rechtliche Zulässigkeit der Gründung privatrechtlicher Regionalwährungsvereine erörtert.

3.1. Funktionsweise einer Regionalwährung: Der Abschnitt definiert die fünf wesentlichen Merkmale von Regiogeld und beschreibt die praktischen Anforderungen an Initiatoren und Netzwerke.

3.2. Vorteile einer Regionalwährung: Es werden sozioökonomische und ökologische Potenziale analysiert, insbesondere die Stärkung regionaler Kreisläufe und das Prinzip der Subsidiarität.

3.3. Grenzen einer Regionalwährung: Die Untersuchung beleuchtet geografische und soziale Begrenzungen, die das erfolgreiche Wachstum und die Nachhaltigkeit solcher Systeme beeinflussen.

3.4. Praktische Beispiele für Regionalwährungen: Anhand des Chiemgauer-Systems wird die erfolgreiche Implementierung und Skalierbarkeit einer Komplementärwährung dargestellt.

3.5. Zukunft der Regionalwährung: Eine kritische Einschätzung zur Skalierbarkeit in wirtschaftsschwachen Regionen und ein positiver Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.

4. Zusammenfassung: Der Verfasser resümiert die wesentlichen Erfolgsfaktoren und betont die Bedeutung von bürgerschaftlichem Engagement für die Stärkung lokaler Wirtschaftsräume.

Schlüsselwörter

Regionalwährung, Regiogeld, Komplementärwährung, Lokale Wirtschaft, Subsidiarität, Chiemgauer, Geldmonopol, Zahlungsmittel, Finanzinstrument, Nachhaltigkeit, Bürgerschaftliches Engagement, Regionale Wertschöpfung, Tauschmittel, Soziale Kontrolle, Netzwerkanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Ausarbeitung grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Regionalwährungen als Instrument zur Förderung der lokalen Wirtschaft und untersucht deren Potential als nachhaltige Alternative im Finanzsektor.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die Historie des Geldes, die Funktionsmechanismen von Regionalgeld, dessen Vorteile für die regionale Gemeinschaft sowie praktische Herausforderungen bei der Implementierung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Funktionsweise und den nachhaltigen Nutzen von Regionalwährungen zu beleuchten und zu klären, ob deren Etablierung zur Stärkung regionaler Wirtschaftsräume sinnvoll ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Expertise angewandt?

Der Verfasser nutzt eine deskriptive und analytische Herangehensweise, indem er historische Zusammenhänge, rechtliche Grundlagen und existierende Praxisbeispiele wie den "Chiemgauer" in Bezug setzt.

Was bildet den inhaltlichen Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition der Funktionsweise, eine Abwägung der Vor- und Nachteile sowie eine Untersuchung der Zukunftsaussichten von Regiowährungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Regionalwährung, Subsidiarität, Komplementärwährung, lokale Wirtschaft, Nachhaltigkeit und das Fallbeispiel des Chiemgauers.

Welche Bedeutung hat das Subsidiaritätsprinzip für Regionalwährungen laut dem Autor?

Der Autor sieht im Subsidiaritätsprinzip eine zentrale Triebfeder, da es die Eigenverantwortung und Selbstbestimmung der Bürger fördert und somit die Basis für gesellschaftliche Innovationen bildet.

Was ist das wesentliche Erfolgskriterium für eine Regionalwährung wie den Chiemgauer?

Neben der administrativen Regelung durch Trägervereine ist insbesondere die breite Akzeptanz in der Bevölkerung und die Vernetzung lokaler Unternehmen ausschlaggebend für das Funktionieren des Systems.

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Résumé des informations

Titre
Regiogeld als nachhaltiges Finanzinstrument für die lokale Wirtschaft
Université
University of Leipzig
Note
2,0
Auteur
Christian Rau (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
16
N° de catalogue
V189255
ISBN (ebook)
9783656134251
ISBN (Livre)
9783656134350
Langue
allemand
mots-clé
Regiogeld Nachhaltigkeit Chiemgauer Regionalgeld lokale Wirtschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christian Rau (Auteur), 2012, Regiogeld als nachhaltiges Finanzinstrument für die lokale Wirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189255
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Extrait de  16  pages
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