Der vorliegende Unterrichtsentwurf enthält Informationen über die Unterrichtssequenz: Einführung in das Fach Geschichte der 5. Klasse, als Grundlage dienten folgende Leitfragen: Wie gelangen Geschichtsforscher zu Erkenntnissen über die Vergangenheit? Wie lassen sich räumliche und zeitliche Entwicklungen erfassen und darstellen?.
Ein Ziel der vorliegenden Stunde war es, dass die Schülerinnen und Schüler sich real mit einer archäologischen Untersuchung beschäftigen, dass die SuS typische Handlungsabläufe imitieren beziehungsweise an realen Gegenständen handeln sowie die Bearbeitung eines dargelegten Problems erlernen. Die SuS hatten sich bereits mit Quellen und dem Entnehmen von Wissen aus den Überresten der Vergangenheit beschäftigt und sich in den vorhergehenden Stunden anhand einer Geschichte über die Arbeit von Archäologen auf dem brandenburgischen Land mit den einzelnen Arbeitsschritten beim Ausgraben von möglichen Funden aus der Vergangenheit befasst, in dieser Stunde sollten sie nun ihr Wissen praktisch anwenden.
Diese Unterrichtsplanung enthält eine ausführliche Sequenzplanung für sechs Stunden, einen detaillierten Stundenverlauf sowie eine genaue Beschreibung der Materialien sowie eine Auflistung der verwendeten Quellen. Zudem ist das verwendete Ausgrabungsprotokoll angefügt.
Inhaltsverzeichnis
1. Reihenplanung der Unterrichtssequenz
2. Lernvoraussetzungen
3. Lernziele
4. Unterrichtsverlauf
5. Didaktisch-methodischer Kommentar
6. Literatur
7. Anhang
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Unterrichtsstunde ist es, den Schülerinnen und Schülern der 5. Klasse durch handlungsorientiertes Lernen einen realitätsnahen Einblick in die Arbeitsweise von Archäologen zu vermitteln und sie die methodischen Schritte einer Ausgrabung nachvollziehen zu lassen.
- Handlungsorientierter Unterricht im Fach Geschichte
- Methodenkompetenz: Simulation archäologischer Ausgrabungen
- Förderung der Gruppenarbeit und sozialen Kompetenzen
- Reaktivierung und Anwendung von Vorwissen über Quellen
- Präsentation und kritische Diskussion von Arbeitsergebnissen
Auszug aus dem Buch
Didaktisch-methodischer Kommentar
Ein Thema des fünften Schuljahres ist laut Rahmenlehrplan Geschichte Primarstufe für Berlin-Brandenburg „Auf den Spuren der ältesten Menschen und ihrer Gesellschaft“. Als Inhalte werden unter anderem die Auseinandersetzung mit Zeugnissen aus der Vergangenheit, welche sich in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler befinden, sowie der verantwortungsbewusste Umgang mit archäologischen Funden gefordert. Ein Ziel soll es beispielsweise sein, dass die Schülerinnen und Schüler sich real mit einer archäologischen Untersuchung beschäftigen. Auch im Bereich der Methodenkompetenz wird gefordert, dass die SuS typische Handlungsabläufe imitieren beziehungsweise an realen Gegenständen handeln sowie die Bearbeitung eines dargelegten Problems erlernen. Die SuS haben sich bereits mit Quellen und dem Entnehmen von Wissen aus diesen Überresten der Vergangenheit beschäftigt und sich in den vorhergehenden Stunden anhand einer Geschichte über die Arbeit von Archäologen auf dem brandenburgischen Land mit den einzelnen Arbeitsschritten beim Ausgraben von möglichen Funden aus der Vergangenheit befasst.
Ziel dieser Stunde soll es nun sein, dass die Schülerinnen und Schüler ihr erlerntes Wissen anwenden. Denn durch eigenes Handeln speichert der Mensch 90% neuen Wissens, beim Lesen nur 10%, durch Hören 20%, durch Sehen 30%, durch Sehen und Hören 50%, 80% durch eigenes Sprechen. Das bedeutet: Lernstoffe, die aktiv und handlungsbetont erarbeitet werden, bleiben am längsten im Gedächtnis der Schülerinnen und Schüler.
In dieser Stunde steht das handlungsorientierte Lernen im Vordergrund. Handlungsorientierter Unterricht verfolgt das Prinzip, dass handelnd erarbeitete Kenntnisse und Fähigkeiten leichter verstanden und behalten werden können, vor allem wenn dabei die Eigentätigkeit und Selbsttätigkeit der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund steht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Reihenplanung der Unterrichtssequenz: Detaillierte Übersicht über die geplante Unterrichtseinheit mit zeitlichem Ablauf, zentralen Themen und methodischen Inhalten für die 5. Klasse.
2. Lernvoraussetzungen: Analyse der Klassensituation, der sozialen Dynamik, des Leistungsniveaus sowie der räumlichen Rahmenbedingungen für den Geschichtsunterricht.
3. Lernziele: Definition der Grob- und Feinziele, die sich auf das handlungsorientierte Lernen und die Nachvollziehbarkeit archäologischer Arbeitsschritte konzentrieren.
4. Unterrichtsverlauf: Strukturierte Darstellung der Unterrichtsphasen (Einstieg, Motivation, Erarbeitung, Auswertung) inklusive Sozialformen und eingesetzter Medien.
5. Didaktisch-methodischer Kommentar: Theoretische Herleitung und fachdidaktische Begründung für den Einsatz handlungsorientierter Methoden und Gruppenarbeit im Geschichtsunterricht.
6. Literatur: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen für die Planung der Unterrichtsstunde.
7. Anhang: Ergänzende Materialien wie das Tafelbild, Anweisungen für die Arbeitsphase und Vorlagen für das Ausgrabungsprotokoll.
Schlüsselwörter
Geschichte, Unterrichtsentwurf, Archäologie, handlungsorientiertes Lernen, 5. Klasse, Ausgrabung, Quellenarbeit, Methodenkompetenz, Gruppenarbeit, fiktive Fundstücke, Sitzkreis, Geschichtsunterricht, Sozialform, pädagogische Praxis, Geschichtsforschung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundlegend?
Der Entwurf beschreibt eine Unterrichtsstunde im Fach Geschichte für eine 5. Klasse, in der die Schülerinnen und Schüler handlungsorientiert die Arbeit von Archäologen simulieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentral sind die Einführung in das Fach Geschichte, die Arbeit mit historischen Quellen sowie die praktische Vermittlung archäologischer Arbeitsmethoden.
Welches Ziel verfolgt die Lehrkraft mit der Unterrichtsstunde?
Das Ziel ist, dass die Lernenden durch eine praktische Ausgrabungssimulation handlungsorientiert lernen und die komplexen Arbeitsschritte archäologischer Forschung nachvollziehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird im Unterricht eingesetzt?
Es wird handlungsorientierter Unterricht praktiziert, der nach Hilbert Meyer den ganzen Schüler ansprechen soll („Lernen mit Kopf, Herz und Hand“), ergänzt durch Gruppenarbeit.
Was wird im Hauptteil des Entwurfs thematisiert?
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Lernvoraussetzungsanalyse, der Formulierung von Lernzielen sowie dem konkreten, in Phasen gegliederten Unterrichtsverlauf.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diesen Unterrichtsentwurf?
Wesentliche Begriffe sind Handlungsorientierung, Archäologie, Methodenkompetenz, Gruppenarbeit und Quellenarbeit im Geschichtsunterricht.
Warum wurde für diese Stunde eine Gruppenarbeitsphase gewählt?
Die Gruppenarbeit soll soziale Kompetenzen wie Hilfsbereitschaft und Kommunikation fördern und ermöglicht eine innere Differenzierung während des Ausgrabungsprozesses.
Welche Bedeutung kommt dem „Sitzkreis“ in diesem Entwurf zu?
Der Sitzkreis dient als ritueller Rahmen, der die Lehrkraft in eine moderierende Rolle bringt und den Blickkontakt sowie den direkten Austausch mit allen Lernenden verbessert.
- Arbeit zitieren
- Franziska Dedow (Autor:in), 2010, Handlungsorientierte Einführung in die Geschichte - 5. Klasse - Wir werden zu Archäologen!, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189378