1. Einleitung
Ist der EU-Beitritt für den jüngsten Staat Europas – Kosovo – schon in Sicht oder braucht es dafür noch einen langen Atem? Inwiefern haben sich die extremen Gewaltstrukturen im Balkan verändert, verbessert, verschärft? Warum haben fünf der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union den Kosovo als unabhängigen Staat noch nicht anerkannt?
Diese und viele andere Fragen stellen sich, wenn man einen detaillierteren Blick auf das ehemalige Jugoslawien mit seinen unterschiedlichen Völkern wirft.
Im folgenden Essay steht die Fragestellung, ob und inwieweit eine Korrelation zwischen Gewaltminderung im Kosovo und die Perspektive auf den EU-Beitritt des Landes stattgefunden hat, im Fokus. Daran anschließend sollen zunächst einzelne Aspekte der Historie und der Entwicklung des Staates sowie prägende Gewaltstrukturen vorgestellt werden.
Allgemein werde ich mich auf den Kosovo beschränken, da die Kapazität an dieser Stelle nicht ausreichen würde, um weitere Länder des Balkans zu betrachten und zu vergleichen. Trotzdem möchte ich anmerken, dass solch eine Gegenüberstellung aufschlussreich und wichtig ist. Die Strukturen des ehemaligen Jugoslawiens sind jedoch sehr komplex und haben ihre Wurzeln weit in der Vergangenheit liegen.
Die Gliederung meines Essays beginnt mit einer allgemeinen Einführung, indem die Zusammenfassung der relevanten Literatur zum Gegenstand präsentiert wird. Fortführend soll die prägende Gewaltstruktur im Kosovo dargestellt werden. Danach gehe ich auf die EU-Beitrittsmöglichkeit für den Kosovo ein gefolgt von der direkten Argumentation zur Fragestellung mit Beispielen. Abschließend wird ein Fazit zum Thema gezogen, dass einerseits eine Zusammenfassung und andererseits einen Ausblick auf neue Überlegungen und Handlungsstrategien beinhaltet.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Gewaltstrukturen im Kosovo
- Organisierte Kriminalität
- Organisierte Kriminalität im Kosovo
- Ethnische Gewalt
- Ethnische Gewalt im Kosovo
- Zusammenfassung der relevanten Literatur
- Kurzer Abriss des Kosovo-Konflikts
- EU-Beitrittsperspektive
- Fazit
- Literaturverzeichnis
- Internetquellen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Essay untersucht die Frage, ob und inwieweit eine Korrelation zwischen Gewaltminderung im Kosovo und der Perspektive auf den EU-Beitritt des Landes stattgefunden hat. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der Gewaltstrukturen im Kosovo, der Rolle der EU-Beitrittsperspektive sowie der Frage, ob diese die Gewaltstrukturen beeinflusst hat.
- Gewaltstrukturen im Kosovo, insbesondere organisierte Kriminalität und ethnische Gewalt
- Die EU-Beitrittsperspektive für den Kosovo und ihre Auswirkungen
- Der Zusammenhang zwischen Gewaltminderung und EU-Beitrittsperspektive
- Die historischen und politischen Hintergründe des Kosovo-Konflikts
- Die Rolle der internationalen Gemeinschaft im Kosovo
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik ein und stellt die Forschungsfrage nach dem Zusammenhang zwischen Gewaltminderung und EU-Beitrittsperspektive im Kosovo. Sie beleuchtet die Bedeutung des Themas und skizziert den Aufbau des Essays.
Das Kapitel „Gewaltstrukturen im Kosovo“ analysiert die prägenden Formen der Gewalt im Kosovo, insbesondere die organisierte Kriminalität und die ethnische Gewalt. Es beleuchtet die Ursachen und Hintergründe dieser Gewaltformen, die in der komplexen Geschichte des Kosovo verwurzelt sind.
Das Kapitel „Zusammenfassung der relevanten Literatur“ präsentiert einen kurzen Abriss des Kosovo-Konflikts und diskutiert die Bedeutung der EU-Beitrittsperspektive für den Kosovo. Es beleuchtet die verschiedenen Perspektiven auf den EU-Beitritt und die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter des Essays sind Gewaltminderung, EU-Beitrittsperspektive, Kosovo, organisierte Kriminalität, ethnische Gewalt, Kosovo-Konflikt, Balkan, EU-Mitgliedschaft, internationale Beziehungen, Friedensförderung, politische Transformation.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Gewaltminimierung und EU-Beitritt im Kosovo?
Die Arbeit untersucht, ob die Aussicht auf eine EU-Mitgliedschaft als Anreiz dient, extreme Gewaltstrukturen und ethnische Konflikte abzubauen.
Welche Gewaltstrukturen prägen den Kosovo?
Besonders relevant sind die organisierte Kriminalität und ethnisch motivierte Gewalt, die ihre Wurzeln tief in der Geschichte des ehemaligen Jugoslawiens haben.
Warum erkennen einige EU-Staaten den Kosovo nicht an?
Fünf EU-Mitgliedstaaten erkennen die Unabhängigkeit aus Sorge vor Sezessionsbestrebungen im eigenen Land oder aufgrund völkerrechtlicher Bedenken bisher nicht an.
Welche Rolle spielt die internationale Gemeinschaft im Kosovo?
Sie ist maßgeblich an der Friedensförderung, dem Staatsaufbau und der Überwachung rechtstaatlicher Standards beteiligt, um den Balkan zu stabilisieren.
Ist ein EU-Beitritt des Kosovo in naher Zukunft realistisch?
Trotz Fortschritten braucht es einen "langen Atem", da strukturelle Probleme wie Korruption und der ungeklärte Status gegenüber Serbien weiterhin Hürden darstellen.
- Quote paper
- Theresa Wind (Author), 2011, Besteht ein Zusammenhang zwischen Gewaltminimierung und der Perspektive des EU-Beitritts für die Länder des ehemaligen Jugoslawiens?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189398