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Theorie des demokratischen Friedens im beginnenden Zeitalter des Outsourcing von Sicherheit als zentraler Aufgabe des Staates

Titre: Theorie des demokratischen Friedens im beginnenden Zeitalter des Outsourcing von Sicherheit als zentraler Aufgabe des Staates

Dossier / Travail , 2010 , 25 Pages , Note: 1

Autor:in: BA Markus Philipp Vogtenhuber (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
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Aufgrund dieser Analyse der Auswirkungen des Einsatzes privater Militär- und Sicherheitsdienste auf die Hauptargumente der Theorie des demokratischen Friedens ist bei diesem Thema allerhöchste Vorsicht geboten. Zwar ist es noch nicht so weit, dass wie bis ins 17. Jh hinein, Kriege gänzlich auf Privatarmeen aufbauend geführt werden, aber die Entwicklungen weisen in diese Richtung. Wie oben gezeigt, werden durch die Beauftragung von PMFs beinahe systematisch die Sicherheitsmechanismen, welche Demokratien friedfertige Außenpolitiken betreiben lassen, ausgeschaltet was höchst alarmierend ist. Ob dies direkte Auswirkungen auf das Verhältnis von demokratischen Systemen untereinander hat, lässt sich aus heutiger Sicht noch nicht beantworten. Im Bezug auf das internationale System und speziell im Hinblick auf die Beziehung Demokratie – Nichtdemokratie ist jedoch ein Anstieg der Konflikte zu befürchten. Um hier gegen zu steuern und dennoch die potentiellen Vorteile der Auslagerung gewisser Tätigkeiten an Private nutzen zu können, ist eine umfassende Regulierung des Sektors unumgänglich. Außerdem muss die Privatisierung der Gewalt rückgängig gemacht werden, was zur Folge hat, dass sämtliche bewaffneten Tätigkeiten nur mehr von Angehörigen ordentlicher Armeen ausgeübt werden dürfen. Dies sichert demokratische Kontrolle und Verantwortung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

Sicherheit als Aufgabe des Staates

Theorie des demokratischen Friedens

Forschungsleitende Fragestellung und ergänzende Fragen.

Hypothese

Abgrenzung der Forschung

2. Private Militär- und Sicherheitsdienste

Entstehung des Sektors und der Aufgabenbereich

Quantitative Beschreibung des Sektors.

Vor- und Nachteile des Einsatzes privater Militär- und Sicherheitsfirmen

3. Resümee/ Beantwortung der Fragestellung

Hypothesenbesprechung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Privatisierung staatlicher Sicherheitsaufgaben auf die Stabilität demokratischer Systeme und den internationalen Frieden. Dabei wird analysiert, inwiefern der Einsatz privater Militär- und Sicherheitsfirmen (PMF/PSF) die grundlegenden Mechanismen der Theorie des demokratischen Friedens untergräbt und ob dies eine Gefährdung für das staatliche Gewaltmonopol darstellt.

  • Historische Entwicklung des Söldnertums und privater Militärdienstleister
  • Die Theorie des demokratischen Friedens im Kontext moderner Privatisierung
  • Systemische Risiken durch die Auslagerung sicherheitsrelevanter Kernaufgaben
  • Die "Revolving Door"-Problematik zwischen Politik und Sicherheitswirtschaft
  • Notwendigkeit einer umfassenden Regulierung privater Akteure im Sicherheitssektor

Auszug aus dem Buch

Entstehung des Sektors und der Aufgabenbereich

NICHTS NEUES. Private Militärdienstleister sind keine Erfindung der Gegenwart, ja nichteinmal eine, dieses oder des vergangenen Jahrhunderts. Perlo-Freeman und Sköns (2008, 2f) gehen so weit zu behaupten, dass das Phänomen höchstwahrscheinlich so alt wie der Krieg selbst sei. Als neu erachten sie lediglich die aktuelle Erscheinungsform des Geschäfts und die Herausbildung eines eigenen Dienstleistungssektors.

So war der Rückgriff auf die Dienste privater Heere und Söldner bis ins 17. Jh. durchaus üblich. Die beschränkten Mittel der Fürsten hätten es schlicht nicht zugelassen, eigene, kriegsfähige Armeen auch über Friedenszeiten hinweg finanziell auszuhalten.

Erst mit der zunehmenden Kolonialisierung der Welt und den dadurch immer volleren Staatskassen der europäischen Herrscher wurde das Söldnertum langsam zurückgedrängt und ein stehendes Heer sozusagen Stand der Technik.

In diesem Sinne stellte der Westfälische Friede von 1648 auch eine Zäsur im Bezug auf das private Militärwesen dar, da mit ihm das Anbieten von Kriegsdiensten und Waffen ohne staatliche Erlaubnis, verboten wurde. Mit anderen Worten: Das staatliche Gewaltmonopol fixiert wurde (vgl. Döring 2008, 13).

Ein Ende des Söldnertums war damit jedoch keineswegs gegeben, lediglich der Stellenwert reduzierte sich. Nach wie vor florierte das private Geschäft mit dem Krieg vor allem in Krisenregionen mit einer schwachen oder inexistenten staatlichen Herrschaftsstruktur (vgl. Döring 2008, 35).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel verortet das Thema Sicherheit als staatliche Kernaufgabe und stellt die theoretische Basis sowie die zentrale Fragestellung der Arbeit vor.

2. Private Militär- und Sicherheitsdienste: Hier erfolgt eine historische Einordnung der privaten Militärisierung sowie eine Analyse der gegenwärtigen Aufgabenbereiche und quantitativen Dimensionen des Sektors.

3. Resümee/ Beantwortung der Fragestellung: Das Kapitel evaluiert die Auswirkungen der Privatisierung auf die Theorie des demokratischen Friedens und diskutiert die verifizierte Hypothese zur Gefährdung staatlicher Strukturen.

Schlüsselwörter

Private Militärfirmen, Sicherheitsdienstleister, Privatisierung, Gewaltmonopol, Demokratischer Frieden, Staatlichkeit, Outsourcing, Konfliktökonomie, Internationale Sicherheit, Militärische Beratung, Sicherheitssektor, Politische Kosten, Regulierungsbedarf, Staatsaufbau, Sicherheitspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Transformation des Sicherheitssektors durch die zunehmende Auslagerung militärischer und sicherheitsrelevanter Aufgaben an private Dienstleister (PMF/PSF) und deren Einfluss auf den Staat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Theorie des demokratischen Friedens, die historische Entwicklung von Privatarmeen, die ökonomischen Treiber des Outsourcing von Sicherheit sowie die politischen und völkerrechtlichen Risiken dieser Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifische Gefahr für Staat, Demokratie und den Frieden zu identifizieren, die durch die Privatisierung zentraler staatlicher Sicherheitsaufgaben entsteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die theoretische Modelle (wie die Theorie des demokratischen Friedens) mit empirischen Beobachtungen und aktueller Fachliteratur verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Marktes für private Militärdienstleistungen, die Vorteile und Nachteile dieses Vorgehens sowie die systemischen Gefahren, wie den Wissensverlust bei Streitkräften und die Verflechtung von Wirtschaft und Politik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Privatisierung der Gewalt, Gewaltmonopol, private Militärfirmen und demokratischer Frieden geprägt.

Welche Rolle spielt die "Revolving Door"-Praxis?

Der Autor beschreibt damit den problematischen personellen Wechsel zwischen hochrangigen Regierungsämtern und der privaten Sicherheitswirtschaft, der den Einfluss von Lobbyinteressen auf staatliche Outsourcing-Entscheidungen massiv verstärkt.

Wie ist die Schlussfolgerung des Autors zur Zukunft staatlicher Sicherheit?

Der Autor warnt vor einem Rückfall in feudale Strukturen, in denen Sicherheit zu einer käuflichen Ware wird, und fordert daher eine strikte Regulierung und eine Rückführung bewaffneter Tätigkeiten in staatliche Hand.

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Résumé des informations

Titre
Theorie des demokratischen Friedens im beginnenden Zeitalter des Outsourcing von Sicherheit als zentraler Aufgabe des Staates
Université
University of Salzburg  (Politikwissenschaft und Soziologie)
Note
1
Auteur
BA Markus Philipp Vogtenhuber (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
25
N° de catalogue
V189455
ISBN (ebook)
9783656135340
ISBN (Livre)
9783656135432
Langue
allemand
mots-clé
theorie friedens zeitalter outsourcing sicherheit aufgabe staates
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
BA Markus Philipp Vogtenhuber (Auteur), 2010, Theorie des demokratischen Friedens im beginnenden Zeitalter des Outsourcing von Sicherheit als zentraler Aufgabe des Staates, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189455
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Extrait de  25  pages
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