Das Unterrichtsprojekt „Seit wann geht man auf die Toilette? Eine Geschichte der Sanitäreinrichtungen“ wurde für eine neunte Klasse im Gymnasium erstellt. Das zweistündige Projekt, das von den Schülern in Gruppen bearbeitet werden soll, verfolgt unterschiedliche Ziele in dreierlei Hinsicht: Zum Einen ...
Inhaltsverzeichnis
1 Theorieteil
1.1 Fachliche und methodische Analyse des Themas
1.2 Stellung des Themas im bayerischen Lehrplan
2 Praxisteil
2.1 Skizzierung des Ablaufs
2.2 Materialien mit Arbeitsaufträgen
2.2.1 Geschichte der Toilette I: Antike
2.2.2 Geschichte der Toilette II: Mittelalter
2.2.3 Geschichte der Toilette III: Neuzeit
2.2.4 Die Toilettenrevolution in Indien
2.2.5 Toilettenvarianten I : Europa
2.2.6 Toilettenvarianten II: Japan
Zielsetzung & Themen
Dieses Unterrichtsprojekt für die neunte Jahrgangsstufe am Gymnasium zielt darauf ab, Schülern anhand der historischen Entwicklung der Sanitäreinrichtungen von der Antike bis in die Gegenwart sowie durch interkulturelle Vergleiche ein tieferes Verständnis für sozialgeschichtliche Prozesse und Hygieneentwicklungen zu vermitteln, während gleichzeitig methodische und soziale Kompetenzen geschult werden.
- Historische Entwicklung von Sanitäreinrichtungen und Hygienevorstellungen
- Interkultureller Vergleich (Indien, Japan, Europa)
- Methoden des eigenverantwortlichen, kooperativen Lernens
- Präsentationstechniken und Förderung von Medienkompetenz
- Reflexion des eigenen Lernprozesses und der Gruppenarbeit
Auszug aus dem Buch
Fachliche und methodische Analyse des Themas
Das Unterrichtsprojekt „Seit wann geht man auf die Toilette? Eine Geschichte der Sanitäreinrichtungen“ wurde für eine neunte Klasse im Gymnasium erstellt. Das zweistündige Projekt, das von den Schülern in Gruppen bearbeitet werden soll, verfolgt unterschiedliche Ziele in dreierlei Hinsicht: Zum Einen sollen sich die Schüler mit der historischen Entwicklung der Sanitäreinrichtungen von der Antike bis in die Gegenwart beziehungsweise mit deren Ausbildung in Indien und deren Formen in Japan auseinandersetzen. Während des Prozesses sollen die sozialen und persönlichen Kompetenzen der Schüler hinsichtlich Teamarbeit, Kommunikation und Interaktion, Übernahme vom Verantwortung innerhalb der Gruppe sowie eigenverantwortliches und selbständiges Arbeiten jedes Einzelnen geschult werden. Die Erarbeitung von Informationen und deren Verwertung soll schließlich zur Erstellung einer methodisch durchdachten und gut strukturierten Präsentation vor der Klasse dienen.
Die Beschäftigung mit der Entstehung der Toilette soll den Schülern einen Einblick in die tiefgreifende sozialgeschichtliche Entwicklung in Europa bezüglich der Modernität von sanitären Anlagen und einem sich immer mehr herausbildendem stärkerem Hygieneverständnis zur Prävention von Krankheiten seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bieten sowie mit der Analyse der Entstehung von Toiletten in Indien und deren Formen im heutigen Japan, womit auch ein interkultureller Ansatz verfolgt werden soll, die Thematik abrunden.
Die Gruppen erhalten während der Erarbeitung eine konkrete Aufgabenstellung und sollen anhand eines Textes oder Videos die Präsentation mit Hilfe eines vorgegebenen methodisch ausgewählten Hilfsmittels im Team unter Zeitvorgabe erstellen. Dabei erhält jedes Gruppenmitglied eine eigene Rolle zugewiesen und trägt mit seinem Anteil eigenverantwortlich zur Gesamtleistung bei. Der Lerneffekt soll durch eine eingehende Beschäftigung mit dem Stoff und eine selbst durchdachte Arbeitsweise eines jedes Schülers und unter Aufsicht des Lehrers gewährleistet werden. Dies steht auch im Interesse des Lehrplans zur Schulung von Sozial-, Methoden- und Fachkompetenzen der Schüler.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Theorieteil: Dieses Kapitel erläutert die fachlichen und methodischen Zielsetzungen des Projekts sowie dessen Einordnung in den bayerischen Lehrplan für die neunte Klasse.
2 Praxisteil: Hier wird der konkrete Ablauf des Unterrichtsprojekts in zwei Unterrichtsstunden skizziert und die spezifischen Gruppenaufträge zur Bearbeitung der unterschiedlichen historischen und kulturellen Schwerpunkte werden vorgestellt.
Schlüsselwörter
Geschichte der Toilette, Sanitäreinrichtungen, Geschichtsunterricht, Methodentraining, Projektarbeit, Sozialkompetenz, Interkultureller Vergleich, Hygiene, Sozialgeschichte, Gruppenarbeit, Präsentationskompetenz, Selbstständiges Arbeiten, Bildungsstandards, Gymnasialer Unterricht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit entwirft ein Unterrichtskonzept für den Geschichtsunterricht in der neunten Klasse eines Gymnasiums, das sich mit der Geschichte der Sanitäreinrichtungen befasst.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung von Toiletten von der Antike über das Mittelalter bis zur Neuzeit sowie vergleichende Einblicke in sanitäre Gegebenheiten in Indien, Europa und Japan.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, den Schülern durch ein eigenverantwortliches Gruppenprojekt sowohl historisches Fachwissen über sozialgeschichtliche Hygieneentwicklungen zu vermitteln als auch ihre Sozial-, Methoden- und Präsentationskompetenzen zu stärken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine didaktische Konzeption, die Elemente der Gruppenarbeit, der Markt-Methode sowie der SMS-Methode zur Reflexion des Lernprozesses integriert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen Theorieteil mit einer Analyse der fachlichen Ziele und des Lehrplanbezugs sowie einen Praxisteil mit detaillierten Gruppenaufträgen und Ablaufbeschreibungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Geschichtsunterricht, Sanitäreinrichtungen, Projektmethode, Sozialkompetenz und Interkulturelles Lernen charakterisieren.
Warum wurde das Thema "Geschichte der Toilette" gewählt?
Das Thema dient als außerschulisches, alltagsnahes Beispiel, um komplexe sozialgeschichtliche Entwicklungen und das wachsende Hygieneverständnis seit dem 19. Jahrhundert lehrplankonform zu vermitteln.
Wie ist die zweite Projektstunde strukturiert?
Die zweite Stunde ist unterteilt in eine Präsentationsphase der Arbeitsergebnisse (erste 25 Minuten), eine Markt-Methode zur Informationsaufnahme durch Mitschüler (12 Minuten) und eine abschließende Reflexionsphase mittels SMS-Methode (8 Minuten).
Welche Rolle spielt die "Markt-Methode" in diesem Entwurf?
Die Markt-Methode dient dazu, dass Schüler selbstständig zwischen den verschiedenen Stationen (Collagen/Mind Maps der Gruppen) zirkulieren, sich Notizen machen und so sicherstellen, dass jeder Schüler grundlegende Informationen zu allen behandelten Themen erhält.
- Citar trabajo
- Robert Bräutigam (Autor), 2011, Seit wann geht man auf die Toilette? Eine Geschichte der Sanitäreinrichtungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189599