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Mittelalterliche Fachliteratur am Beispiel Konrad von Megenbergs ‚Buch der Natur’ unter besonderer Berücksichtigung der Darstellung des Schlafes und der Träume

Titel: Mittelalterliche Fachliteratur am Beispiel Konrad von Megenbergs ‚Buch der Natur’ unter besonderer Berücksichtigung der Darstellung des Schlafes und der Träume

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 23 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Jennifer A. (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Literatur im Mittelalter beschränkte sich nicht etwa nur auf fiktionale Texte wie Lyrik oder Epik oder aber nicht Fiktionales wie religiöse Texte, sondern es ist auch sehr viel Fachliteratur entstanden. Dazu gehört auch das ‚Buch der Natur’ von Konrad von Megenberg, mit welchem sich diese Arbeit genauer beschäftigt. Dabei soll es vor allem um die Darstellung und Bedeutung des Schlafes sowie der menschlichen Träume gehen, wozu das ‚Buch der Natur’ einige Hinweise gibt. Die Fragestellung bezieht sich darauf, herauszufinden, welche Bedeutung der Schlaf für den Menschen des Mittelalters hatte und welche Hinweise darauf das ‚Buch der Natur’ gibt und welche Schlüsse sich daraus ziehen lassen. Diese Fragestellung ist deswegen interessant, weil der Schlaf ein wichtiger Bestandteil des Lebens ist und auch schon im Mittelalter war, verbringt der Mensch doch etwa ein Drittel seiner Zeit mit schlafen. In der mittelalterlichen Fachliteratur finden sich Hinweise darauf, wie der Mensch sich den Schlaf sowohl als körperlichen als auch als seelischen Zustand vorgestellt hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung

1.1 Aufbau und Vorgehensweise

2. Konrad von Megenberg

3. Das Buch der Natur

3.1 Entstehungsgeschichte

3.2 Aufbau und Inhalt

3.3 Rezeption

4. Der Schlaf im Mittelalter als Alltagserfahrung

4.1 Begriffsdefinition

4.2 Äußere Umstände für den Schlaf im Mittelalter

4.3 Die Bedeutung des Schlafes für den mittelalterlichen Menschen

5. Die Darstellung von Schlaf und Träumen im Buch der Natur

5.1 ‚Von dem slâf’

5.2 ‚Von den träumen’

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Bedeutung des Schlafes sowie der Träume im Mittelalter unter besonderer Berücksichtigung des Werkes ‚Buch der Natur’ von Konrad von Megenberg. Dabei wird analysiert, wie diese naturkundliche Schrift als kulturgeschichtliche Quelle fungiert und welche physiologischen sowie psychologischen Vorstellungen Konrad von Megenberg vermittelt, um das Verständnis von Schlaf und Traum in seiner Zeit zu beleuchten.

  • Lebensweg und Werk von Konrad von Megenberg als bedeutendem Wissenschaftsautor
  • Stellenwert des Schlafes als mittelalterliche Alltagserfahrung
  • Physiologische Erklärung des Schlafes im ‚Buch der Natur’
  • Traumdeutung und deren Bezug zur mittelalterlichen Viersäftelehre
  • Wissenschaftshistorische Einordnung der naturkundlichen Erkenntnisse

Auszug aus dem Buch

VON DEM SLAF.

Der slâf ist niht anders wan ain einzug der sêle auf sich selber, alsô spricht Plinius. daz verstên ich alsô, daz der slâf sei ain einzug der werk der auzwendigen kreft der sêl. diu werk sint hoeren, sehen, smecken und der andern sinne werk. und der einzug kümpt von dem, daz die gaist betrüebt sint oder sich inziehent von der glider müeden, und dar umb slâft der mensch gern von rauchigem ezzen, als knoblouch, pfarr, aschlouch und sôgtânem ding oder von tunstigem tranch, ez sei stark wein oder ander tranch, wan der rauch, der auf gêt von dem magen in daz haupt, betrüebt die gaist, daz der sêl kreft si nicht gewaltigen mügent in irn werken; dar umb vallent die läut nider in den kelern, dâ möst inne gerent. auch wann der mensch gearbait hât, daz er müed ist, sô slâft er auch gern. ich hân gesprochen, der slâf sei ein einzug der auzwendigen kreft der sêl, dar umb, daz in dem slâf oft die inwendigen kreft der sêl wachent, als wir empfinden in den treumen und als wir sehen an den läuten, die in dem slâf auf stênt und klimment auf die dächer. den kinden treumet nicht vor dem dritten jâr oder vor dem vierden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung: Die Arbeit erläutert die Relevanz der mittelalterlichen Fachliteratur und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Darstellung und Bedeutung des Schlafes im ‚Buch der Natur’.

2. Konrad von Megenberg: Dieser Abschnitt gibt einen biografischen Abriss über den Gelehrten Konrad von Megenberg und beleuchtet seinen Stellenwert als Wissenschaftsautor des 14. Jahrhunderts.

3. Das Buch der Natur: Hier werden Entstehungsgeschichte, Aufbau, Inhalt sowie die weitreichende Rezeption des ersten deutschen Naturkundebuches detailliert beschrieben.

4. Der Schlaf im Mittelalter als Alltagserfahrung: Dieser Teil definiert den Begriff Schlaf aus historischer Sicht und erörtert die Rahmenbedingungen sowie die gesellschaftliche Bedeutung des Schlafens im Mittelalter.

5. Die Darstellung von Schlaf und Träumen im Buch der Natur: Die beiden Unterkapitel analysieren Konrads Verständnis vom Schlaf als Rückzug der Seele und die Deutung von Träumen im Kontext der zeitgenössischen Medizin.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Ergebnisse und reflektiert über die historische Bedeutung der Erkenntnisse Konrad von Megenbergs.

Schlüsselwörter

Konrad von Megenberg, Buch der Natur, Mittelalter, Naturkunde, Schlaf, Traumdeutung, Viersäftelehre, Kulturgeschichte, Fachliteratur, mittelalterliche Medizin, Schlafphysiologie, Wissenschaftsgeschichte, Volksglaube, Alltagserfahrung, Seele.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Auseinandersetzung des mittelalterlichen Autors Konrad von Megenberg mit den Phänomenen Schlaf und Traum in seinem Werk ‚Buch der Natur’.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Biografie von Konrad von Megenberg, die Geschichte des ‚Buch[es] der Natur’, die Alltagserfahrung des Schlafes im Mittelalter sowie die medizinische Traumdeutung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel besteht darin, herauszufinden, welche Bedeutung dem Schlaf im Mittelalter zugemessen wurde und welche spezifischen Hinweise Konrad von Megenberg dazu in seinem Werk gibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche und kulturgeschichtliche Analyse der Primärquelle vorgenommen, ergänzt durch den Vergleich mit zeitgenössischer Sekundärliteratur zur mittelalterlichen Schlaf- und Wissensgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der historischen Hintergründe zum Schlaf sowie eine detaillierte textimmanente Analyse der Kapitel ‚Von dem slâf’ und ‚Von den träumen’ aus dem ‚Buch der Natur’.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Mittelalter, Naturkunde, Schlaf, Traumdeutung, Viersäftelehre und Wissenschaftsgeschichte charakterisiert.

Wie erklärt Konrad von Megenberg den Schlaf physiologisch?

Konrad erklärt den Schlaf als Rückzug der Seele, hervorgerufen durch Dämpfe, die nach dem Essen oder Trinken aus dem Magen in den Kopf aufsteigen und den Geist trüben.

Welche Bedeutung schreibt Megenberg den Träumen zu?

Träume dienen Konrad zufolge als Indikatoren für den Gesundheitszustand, da sie oft in engem Zusammenhang mit dem Überfluss oder Mangel an bestimmten Körpersäften stehen.

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Details

Titel
Mittelalterliche Fachliteratur am Beispiel Konrad von Megenbergs ‚Buch der Natur’ unter besonderer Berücksichtigung der Darstellung des Schlafes und der Träume
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
1,7
Autor
Jennifer A. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
23
Katalognummer
V189804
ISBN (eBook)
9783656140931
ISBN (Buch)
9783656141020
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mittelalterliche Fachliteratur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jennifer A. (Autor:in), 2010, Mittelalterliche Fachliteratur am Beispiel Konrad von Megenbergs ‚Buch der Natur’ unter besonderer Berücksichtigung der Darstellung des Schlafes und der Träume , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189804
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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