Neue Technologien, z.B. Web-Applikationen und Emails, haben die klassischen Formen der Mitarbeiterbefragung deutlich verändert. So wurden die schriftlichen Erhebungen weitgehend durch Web-Applikationen verdrängt, was dazu führte, dass die Kosten von Mitarbeiterbefragungen deutlich gesenkt werden konnten. Diese Technologien führten auch dazu, dass im Rahmen der Mitarbeiterbefragung auch andere Stakeholder (z.B. Kunden, Lieferanten, etc.) relativ einfach befragt werden können. Der Begriff des 360°-Feedbacks hat sich für derartige Rundum-Befragungen etabliert. Doch was leisten diese 360°-Feedbacks und wie können sie im Rahmen eines TQM-Ansatzes eingesetzt werden?
Der Autor erörtert die 360°-Befragung im praktischen Einsatz, geht aber auch auf problematische Rahmenbedingungen (z.B. Datenschutz) ein.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit / Abgrenzung
1.3 Aufbau und Methodik
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Das EFQM-Modell
2.2 Von der Mitarbeiterbefragung zum 360°-Feedback
2.2.1 Die Mitarbeiterbefragung
2.2.2 Das 360°-Feedback
3. Hauptteil
3.1 Die Korrelation zwischen dem EFQM-Modell und dem 360°-Feedback
3.2 Welche Messgrößen des 360°-Feedbacks erfüllen die Anforderungen des TQM-Ansatzes?
3.2.1 Die mitarbeiterspezifischen Informationen
3.2.2 Die kundenspezifischen Informationen
3.2.2.1 Informationen der Externen Kunden
3.2.2.2 Informationen der Internen Kunden
3.2.3 Die ergänzenden Informationen
3.3 Datenschutzrechtliche Problematik bei der Durchführung von 360°-Befragungen
4. Zusammenfassung und Implikationen für die Praxis
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Integrationsmöglichkeiten von 360°-Feedback-Instrumenten in den Total Quality Management (TQM)-Ansatz, insbesondere im Kontext des EFQM-Modells, und analysiert dabei sowohl organisatorische Synergien als auch datenschutzrechtliche Grenzen.
- Analyse der Schnittstellen zwischen EFQM-Modell und 360°-Feedback.
- Erweiterungsmöglichkeiten der technischen 360°-Befragung für TQM-Datenanforderungen.
- Untersuchung von Praxisfällen (B2B und B2C) im Dienstleistungssektor.
- Rechtliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen des Datenschutzes bei 360°-Befragungen.
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Die mitarbeiterspezifischen Informationen
Die Bewertung der unterstellten Mitarbeiter bei 360°-Feedbacks entspricht der Vorgesetztenbeurteilung bei klassischen Mitarbeiterbefragungen. Sie ist das am häufigsten behandelte Thema bei klassischen Mitarbeiterbefragungen und ist auch ein Standardthema bei 360°-Befragungen. Der zugrundelegende Fragenkatalog lässt sich technisch und organisatorisch problemlos erweitern, so dass auch die TQM-Themenkataloge in die 360°-Befragung integriert werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des Wandels von Mitarbeiterbefragungen hin zum 360°-Feedback ein und definiert die Forschungsfragen sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden das EFQM-Modell als Qualitätsmanagement-System sowie die Entwicklung und Systematik von Mitarbeiterbefragungen und 360°-Feedbacks theoretisch hergeleitet.
3. Hauptteil: Dieser Abschnitt analysiert die Korrelation zwischen EFQM-Modell und 360°-Feedback, erörtert spezifische Messgrößen für TQM-Anforderungen bei verschiedenen Stakeholdern und diskutiert die datenschutzrechtliche Problematik.
4. Zusammenfassung und Implikationen für die Praxis: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und gibt Empfehlungen für eine erfolgreiche praktische Umsetzung unter Berücksichtigung von Folgeprozessen und datenschutzrechtlichen Aspekten.
Schlüsselwörter
360°-Feedback, TQM-Ansatz, EFQM-Modell, Mitarbeiterbefragung, Qualitätsmanagement, Führungskräfteentwicklung, Dienstleistungsqualität, Datenschutz, BDSG, Stakeholder, Unternehmensführung, Prozessqualität, Feedbackinstrument, Personalentwicklung, Kundenorientierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, inwiefern das Instrument des 360°-Feedbacks effektiv im Rahmen eines Total Quality Management (TQM)-Ansatzes, speziell nach dem EFQM-Modell, eingesetzt werden kann.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die methodische Schnittmenge zwischen Feedbacksystemen und Qualitätsmodellen, die Identifikation relevanter Messgrößen und die datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen bei Befragungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Einsatzmöglichkeiten und Grenzen von 360°-Feedbacks für TQM-Zwecke zu prüfen sowie zu klären, wie der Fragenkatalog für weiterführende Datenanforderungen erweitert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Gegenüberstellung von Kriterienrastern des EFQM-Modells mit den Stakeholdern von 360°-Befragungen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Eignung verschiedener Stakeholder-Urteile (Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten) für das EFQM-Modell analysiert und die datenschutzrechtlichen Limitationen bei der Auswertung diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie 360°-Feedback, TQM-Ansatz, EFQM-Modell, Mitarbeiterbefragung und Datenschutz definiert.
Warum ist das 360°-Feedback bei Dienstleistungen besonders effektiv?
Es zeigt seine höchste Leistungsfähigkeit bei hochwertigen Dienstleistungen (wie IT- oder Managementberatung), sofern die Führungskraft selbst einen maßgeblichen und direkten Kundenkontakt hält.
Welche Rolle spielt der Datenschutz bei der Umsetzung?
Der Datenschutz ist ein kritischer Erfolgsfaktor; da personenbezogene Daten erhoben werden, ist bei anonymisierten Auswertungen die Einhaltung einer Mindestanzahl von Feedbackgebern (n=8) essenziell, um Anonymität zu gewährleisten.
Warum ist die Wahl des Dienstleisters für die Befragung so wichtig?
Neben der technischen Durchführung ist die Auswahl qualifizierter Dienstleister und eine sorgfältige Vorbereitung der Kommunikationsstrategie entscheidend, um die Beteiligungsquote zu erhöhen und Akzeptanz zu sichern.
- Arbeit zitieren
- Dieter Christianus (Autor:in), 2012, Das 360°-Feedback im Kontext des TQM-Ansatzes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189856