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Drama und Gesellschaftsspiel

Zur Relevanz von Gesellschaftsspielen für die Entwicklung dramendidaktischer Konzepte

Título: Drama und Gesellschaftsspiel

Tesis de Máster , 2012 , 67 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Stefan Rohde (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Gesellschaftsspiele sind auch in einer Zeit, in der Kinder und Jugendliche mit Computer und Internet aufwachsen, ein wichtiges Unterhaltungsmedium. Obwohl die meisten Gesellschaftsspiele auch im Internet gespielt werden können, werden noch immer neuzeitliche Klassiker wie Mensch ärgere Dich nicht oder Monopoly für das gemeinsame Spielen am Tisch verkauft; gleichzeitig halten sich Rollenspiele wie Das schwarze Auge, Kartenspiele wie Wizard oder Simulationsspiele wie Die Siedler von Catan und viele andere Formen mehr auf dem Markt.

Nun fällt bei der Betrachtung der Spielanleitungen auf, dass ganz offensichtliche Überlagerungen zum Drama vorliegen. Drama und Gesellschaftsspiel sind Spiele; bei beiden gibt es Figuren oder Rollen; mit ein wenig Phantasie lässt sich auch das Spielbrett als Bühne begreifen.

Die Schulpraxis verlangt ständig nach neuen Konzepten, den Bildungsauftrag zu erfüllen. Problematisch wird dabei oft die Einstellung und die Motivation sowie die Verständnisfähigkeit der Schüler gesehen. Kann es nicht möglich sein, durch Gesellschaftsspiele, die mit hoher Motivation von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gespielt werden, einen Bezug zum Drama herzustellen, wodurch das Verständnis dessen erleichtert werden könnte?

Damit soll mit dieser Arbeit die Frage beantwortet werden, ob und auf welche Weise es möglich ist, mit Hilfe von Gesellschaftsspielen die Fähigkeit zur Dramenrezeption zu fördern.

Um dies zu leisten, wird die vorliegende Arbeit in zwei Schwerpunkte gegliedert. Im ersten, literaturwissenschaftlichen Schwerpunkt sollen vor allem die theoretischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Begriffe Drama und Spiel in Zusammenhang mit einschlägigen Dramentheorien erarbeitet werden.

Zudem ist zu klären, ob die Unterscheidung von Fiktion und Realität dazu dienen kann, weitere Anknüpfungspunkte vorzulegen.

Im zweiten Teil werden ausgewählte dramendidaktische Konzepte mit dem ersten Schwerpunkt verknüpft. Um Ansätze zur Integration von Gesellschaftsspielen in Dramendidaktiken zu finden, wird anhand der Lehrpläne in Nordrhein-Westfalen herausgestellt, welche Bereiche innerhalb der Gattung Dramatik unbedingt von den Schülern zu verstehen sind und wie diese durch die Zuhilfenahme von Gesellschaftsspielen gefördert werden können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffliche Näherung

2.1 Drama

2.1.1 Historische Begriffsbildung

2.1.2 Herleitung eines Dramenbegriffs

2.2 Spiel und Gesellschaftsspiel

2.2.1 Anthropologie des Spielbegriffs

2.2.2 Definitionsversuch: Gesellschaftsspiel

3 Systematischer Vergleich

3.1 Vergleichskriterien anhand von Pfisters kommunikativer Dramentheorie in Bezug auf die Definition von Gesellschaftsspielen

3.2 Fiktion in Drama und Gesellschaftsspiel

4 Integration in dramendidaktische Konzepte

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, ob und auf welche Weise Gesellschaftsspiele dazu beitragen können, die Dramenrezeptionsfähigkeit von Schülern im Deutschunterricht zu fördern. Dabei wird auf Basis kommunikationstheoretischer und anthropologischer Ansätze ein systematischer Vergleich zwischen dem Medium Drama und dem Gesellschaftsspiel gezogen, um daraus didaktische Integrationsmöglichkeiten abzuleiten.

  • Theoretische Abgrenzung der Begriffe Drama und Gesellschaftsspiel.
  • Analyse struktureller Gemeinsamkeiten (z.B. Kommunikation, Fiktionalität).
  • Bedeutung von Nebentext und Spielregeln für die Rezeption.
  • Entwicklung dramendidaktischer Förderkonzepte für den Deutschunterricht.

Auszug aus dem Buch

3.1 Vergleichskriterien anhand von Pfisters kommunikativer Dramentheorie in Bezug auf die Definition von Gesellschaftsspielen

Pfisters erstes Kriterium – das der Überlagerung von innerem und äußerem Kommunikationssystem – zielt auf die kommunikative Relation der Beteiligten ab. Es geht zusammengefasst um die Frage nach der Informationsvergabe: Welche Information wird von wem zu wem und zu welchem Zwecke vermittelt? Dabei sind die folgenden vier Kommunikationsrelationen möglich: Autor <-> Leser, Figur <-> Zuschauer, Figur <-> Figur, Schauspieler <-> Zuschauer.

Nach Pfister ist Kommunikation zwischen den aufgeführten Relationen zu definieren als Austausch neuer Information. Diejenigen, die sich im inneren Kommunikationssystem eines dramatischen Textes befinden (also die miteinander auf der Bühne interagierenden Figuren), verfügen über andere Informationen als die Rezipienten. So sind sich die Physiker in Dürrenmatts gleichnamigem Stück beispielsweise bereits zu Beginn über ihren eigentlichen Auftrag bewusst, während der Zuschauer erst zu diesem herangeführt werden muss. Zeitgleich lassen die Gattungserwartungen des Rezipienten durch den Untertitel „Eine Komödie in zwei Akten“ kaum Zweifel aufkommen, dass der in der Exposition gezeigte Mordfall aufgeklärt werden wird und sich alles zum Guten wenden werde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein und erläutert die Forschungsfrage, ob Gesellschaftsspiele zur Förderung der Dramenrezeption bei Kindern und Jugendlichen genutzt werden können.

2 Begriffliche Näherung: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Begriffe Drama und Gesellschaftsspiel durch historische Dramentheorien und anthropologische Spieltheorien erarbeitet.

3 Systematischer Vergleich: Dieses Kapitel vergleicht Drama und Gesellschaftsspiel systematisch anhand von Pfisters kommunikativer Dramentheorie sowie dem Fiktionsbegriff, um strukturelle Parallelen aufzuzeigen.

4 Integration in dramendidaktische Konzepte: Hier werden die zuvor gewonnenen theoretischen Erkenntnisse in die schulische Praxis übertragen und Möglichkeiten der Integration von Gesellschaftsspielen in den Dramenunterricht vorgestellt.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass literaturwissenschaftlich und -didaktisch tragfähige Ansätze zur Förderung der Rezeptionsfähigkeit existieren.

Schlüsselwörter

Drama, Gesellschaftsspiel, Dramendidaktik, Rezeptionskompetenz, Kommunikation, Pfister, Fiktion, Inszenierung, Spieltheorie, Spielregeln, Deutschunterricht, Schulpraxis, Mimesis, Handlung, Nebentext.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Gesellschaftsspielen, um Schülern den Zugang zum komplexen Medium Drama zu erleichtern und ihre Rezeptionsfähigkeit zu verbessern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die theoretischen Grundlagen des Dramas (Aristoteles, Lessing, Schiller, Pfister) und die anthropologische Spieltheorie (Huizinga) im direkten Vergleich.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob und wie Gesellschaftsspiele in dramendidaktische Konzepte integriert werden können, um das Verständnis von Dramentexten zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt einen systematischen Vergleich auf Basis der kommunikativen Dramentheorie von Manfred Pfister sowie eine kriteriengeleitete Begriffsbestimmung des Gesellschaftsspiels.

Was bildet den Schwerpunkt des Hauptteils?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der strukturellen Überlagerung von Drama und Spiel (Kommunikationssysteme, Fiktion, Zeit und Raum) und der Ableitung didaktischer Szenarien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Zu den zentralen Begriffen zählen Dramendidaktik, Rezeptionskompetenz, Fiktionalität, Kommunikation und das Modell der Inszenierung nach Hans Lösener.

Welche Rolle spielt der Nebentext beim Vergleich?

Der Nebentext wird im Drama als Rahmen für die Aufführung verstanden und mit den Spielregeln eines Gesellschaftsspiels verglichen, um Schülern ein Verständnis für Handlungsanweisungen zu vermitteln.

Wie werden die Erkenntnisse für den Unterricht nutzbar gemacht?

Die Arbeit schlägt vor, Schüler durch das Spielen und anschließende Reflektieren von Gesellschaftsspielen für die Rolle von Figuren und die Konventionen der Fiktion zu sensibilisieren.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf die Anwendbarkeit?

Der Autor schlussfolgert, dass die Rezeptionsfähigkeit durch die Einbettung von Gesellschaftsspielen in einen breit gefächerten, methodisch variablen Unterricht gesteigert werden kann.

Final del extracto de 67 páginas  - subir

Detalles

Título
Drama und Gesellschaftsspiel
Subtítulo
Zur Relevanz von Gesellschaftsspielen für die Entwicklung dramendidaktischer Konzepte
Universidad
Ruhr-University of Bochum  (Germanistik)
Calificación
1,3
Autor
Stefan Rohde (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
67
No. de catálogo
V190175
ISBN (Ebook)
9783656145417
ISBN (Libro)
9783656145400
Idioma
Alemán
Etiqueta
Drama Dramendidaktik Gesellschaftsspiel Fiktion Fiktionsbegriff Aristoteles Lessing Schiller Huizinga Pfister kommunikative Dramentheorie Kant Spielbegriff Anthropologie des Spiels Imaginäres homo ludens Gesellschaftsspiele Fiktive
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefan Rohde (Autor), 2012, Drama und Gesellschaftsspiel, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190175
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Extracto de  67  Páginas
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