The motivation of this study is to determine if and why agile organisations are better off in times of crises, what are they doing strategically different that influences their development in a positive way. The author gives a scientific definition of strategic agility as: „The strategic proactive adaptation to ever-changing circumstances through correct anticipation of future tides of events on the basis of systematic perception of the current situation, as target-oriented operation under pressure of time.“ Ongoing from that strategical term of agility, the organisation structure and leadership of an agile organisation will be analysed.
The main results are that strategically agile organisations seem to have an agile strategy, an organical-network-structure and a decentred leadership, called agile Leadership.
Die Motivation des Autors ist es eine Definition von Agilität im wirtschaftlichen Sinn zu geben mit welcher, das strategische und taktische Vorgehen agiler Unternehmen speziell in Krisenzeiten und innerhalb von volatilen Märkten erklärt werden kann. Aufbauend auf diese Definition wird im weiteren Verlauf die Organisationsstruktur von agilen Unternehmen beleuchtet. Als letzter Punkt wird die Führung agiler Unternehmen besprochen und ein Ausblick auf zukunftsfähige Varianten des strategischen Leadership gegeben.
Diese Arbeit bildet eine theoretische Grundlage für allfällige spätere praktische Untersuchungen. Die Definition welche für Agilität gegeben wird lautet: Die strategisch proaktive Adaptation an unvermittelt veränderte Verhältnisse, durch richtige Antizipation zukünftiger Ereignisse, anhand gezielter Perzeption der gegenwärtigen Situation, als zielgerichtete Handlung unter zeitlichem Druck. Hierauf aufbauend wird ermittelt, dass agile Unternehmen anhand von drei Kriterien charakterisiert werden können, erstens strategische Agilität, zweitens organisch dezentrale Netzwerkorganisation und drittens agiles Leadership.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Forschungsproblem
1.2 Forschungsfragen
1.3 Forschungsziel
1.4 Forschungsmethode
2. Strategiebildung als Prozess
2.1 Historische Ansätze
2.2 Das Gesamtsystem der strategischen Unternehmensführung nach Hinterhuber
2.3 Lean Thinking
3. Agilität - Was heisst das eigentlich?
3.1. Vom Lean Thinking zum Agile Thinking
3.1.1 Das Agile Manifesto
3.1.2 Agilität eine Definition
3.2 Strategiebildung in non linearen Netzwerkstrukturen
4. Agiles Leadership
4.1 Strategisches Leadership von Netzwerkstrukturen
4.1.1 Die Rolle der Strategischen Geschäftseinheit
4.1.2 Dispersed Leadership
4.2 Leadership im Agilen Unternehmen
5. Agilität in wirtschaftlich schwierigen Zeiten
5.1 Krise – Mehr als nur Risiko
5.1.1 Risikomanagement – wo könnten Chancen für agile Strategien liegen?
5.1.2 Unterschied zwischen Risiko und Krise und die Folge für agile Strategien
5.2 Strategisches proaktives Krisenmanagement
5.3 Innovationsfähigkeit agiler Unternehmen in Krisenzeiten
6. Kritische Betrachtung und Bewertung
6.1 Agilität in Krisenzeiten
6.2 Kurzfristiger Ansatz vs. Langfristiger Ansatz
7. Konklusion und Aussichten
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Konzept agiler Unternehmen im wirtschaftlichen Kontext, insbesondere deren strategisches und taktisches Vorgehen in Krisenzeiten. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für Agilität als Instrument der situativen Anpassung zu entwickeln, eine wissenschaftliche Definition auf strategischer Ebene zu formulieren und Kriterien zu identifizieren, die agile Organisationen erfolgreich von traditionellen Unternehmen unterscheiden.
- Strategische Agilität und agile Strategiebildung in volatilen Märkten
- Strukturelle Analyse: Von traditionellen Hierarchien zur neuronalen Netzwerkorganisation
- Führungsverständnis: Transformation von klassischem Management zu Dispersed und Servant Leadership
- Krisenmanagement: Proaktive Adaptation als Alternative zum reaktiven Krisenmanagement
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Beim Gedanken an agile Unternehmen kann eine der ersten Assoziationen eine sportlich geprägte sein. Eine bewegliche, schnelle Unternehmung, welche wie ein Schnellboot Kurs durch die Zeit hält. Das Ziel dieser Arbeit hingegen ist es, ein anderes Konzept von „agil“ zu beschreiben – „agil“ als ein Geschick der situativen Anpassung.
Die Wirtschaftskrise 2008, welche ihre Eruptionswellen ausgehend vom amerikanischen Subprime Mortgage Markt über die ganze Wirtschaft ausbreitet, ist eine Herausforderung für das Management einer jeden Unternehmung. Die globalisierte Wirtschaft hat einen Grad an Vernetzung erreicht, welcher in Krisenzeiten die Zusammenhänge aufs Brutalste verdeutlicht. Seien es die Subprime Krise 2008 oder Naturkatastrophen gefolgt von Ernteausfällen 2010, alle verdeutlichen die vernetzte Struktur einer immer stärker interdependenten Gesellschaft und deren Wirtschaft.
Wenn nach einer Krise die gleichen Strategien, wie vor der Krise angewandt werden, können keine neuen Ergebnisse erwartet werden. Schliesslich ist die Krise aufgrund der Entscheidungen und verfehlten Strategien erst möglich geworden. Ein Handeln gemäss dem Motto: „Der König ist tot, es lebe der König!“ führt zu keinen neuen Strukturen, welche bei der nächsten Krise zu mehr Stabilität und verlustfreiem Leiten der betroffenen Unternehmen führen können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Arbeit durch die Herausforderungen der Wirtschaftskrise 2008 und definiert das Ziel, "Agilität" jenseits von sportlichen Assoziationen als Geschick der situativen Anpassung zu begreifen.
2. Strategiebildung als Prozess: Hier werden historische Ansätze der Strategiebildung untersucht, das Gesamtsystem der strategischen Unternehmensführung nach Hinterhuber erläutert und die Konzepte des Lean Thinking analysiert.
3. Agilität - Was heisst das eigentlich?: Dieses Kapitel führt von Lean Thinking zu Agile Thinking, diskutiert das Agile Manifesto und leitet eine wissenschaftlich fundierte Definition von Agilität für die strategische Ebene her.
4. Agiles Leadership: Das Kapitel beleuchtet die Rolle strategischer Geschäftseinheiten, stellt das Modell des Dispersed Leadership vor und kombiniert es mit Servant Leadership im Kontext agiler Organisationen.
5. Agilität in wirtschaftlich schwierigen Zeiten: Es wird untersucht, wie agile Strategien bei der Bewältigung von Risiken und Krisen helfen und wie ein proaktives Krisenmanagement im Gegensatz zu traditionellen Modellen agieren kann.
6. Kritische Betrachtung und Bewertung: Hier wird der Erfolg von Agilität in Krisenzeiten kritisch reflektiert und der Unterschied zwischen kurzfristigen taktischen Maßnahmen und langfristigen strategischen Ansätzen herausgearbeitet.
7. Konklusion und Aussichten: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfragen und gibt Impulse für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen zu agilen Organisations- und Führungsmodellen.
Schlüsselwörter
Agilität, Strategische Agilität, Agile Unternehmen, Strategisches Management, Krisenmanagement, Dispersed Leadership, Lean Thinking, Netzwerkorganisation, Strategische Geschäftseinheiten, Transformation, Unternehmensführung, Anpassungsfähigkeit, Servant Leadership, Innovationsfähigkeit, Krisenprävention
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit untersucht, wie sich Unternehmen durch agile Strukturen und Führungsmethoden erfolgreich an ein volatiles wirtschaftliches Umfeld anpassen können, um insbesondere in Krisenzeiten handlungsfähig zu bleiben.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die strategische Unternehmensführung, den Wandel von Lean Thinking hin zu Agilität, die Organisationsstruktur moderner Netzwerke sowie die Rolle von Leadership-Modellen wie Dispersed und Servant Leadership.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, Agilität im wirtschaftlichen Sinne als strategisches Konzept zu definieren, Merkmale agiler Unternehmen zu identifizieren und aufzuzeigen, wie diese ihre strategische Handlungsfähigkeit durch proaktive Anpassung sichern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer kritischen, explizierenden Literaturanalyse von Primär- und Sekundärliteratur, um den aktuellen Wissensstand zu systematisieren und ein ganzheitliches Verständnis für Agilität zu entwickeln.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Strategiebildung, die Definition und Charakterisierung von Agilität, die Analyse agiler Netzwerkstrukturen sowie die Untersuchung neuer Führungsstile in agilen Organisationen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Strategische Agilität, Dispersed Leadership, Lean Thinking, Netzwerkorganisation und proaktives Krisenmanagement.
Warum wird "Lean Thinking" zur Erklärung von Agilität herangezogen?
Der Autor nutzt Lean Thinking als Heranführung, um zu verdeutlichen, wie operative Effizienz erreicht wird, zeigt jedoch gleichzeitig die Grenzen dieser starren Strukturen auf, um die Notwendigkeit agiler, flexiblerer Ansätze zu begründen.
Was unterscheidet das "Dispersed Leadership" von traditionellen Führungsansätzen?
Im Gegensatz zu traditionellen, hierarchischen Führungsmodellen, die auf einer starken Führungspersönlichkeit basieren, verteilt Dispersed Leadership die Führungsmacht prozessorientiert auf mehrere Ebenen und Einheiten, was die Kollaboration fördert.
Wie definiert der Autor Agilität strategisch?
Agilität wird definiert als die strategisch proaktive Adaptation an unvermittelt veränderte Verhältnisse, durch richtige Antizipation zukünftiger Ereignisse, anhand gezielter Perzeption der gegenwärtigen Situation, als zielgerichtete Handlung unter zeitlichem Druck.
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- Savas Kahveci (Autor), 2011, Strategie und taktische Massnahmen agiler Unternehmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191059