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Johanna Haarer - Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind

Eine Textinterpretation im systemischen Wandel

Título: Johanna Haarer - Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind

Tesis (Bachelor) , 2010 , 30 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Sarah Mick (Autor)

Pedagogía - Historia de la pedagogía
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"Auf uns Frauen wartet als unaufschiebbar dringlichste die eine uralte und ewig neue Pflicht: der Familie, dem Volk, der Rasse Kinder zu schenken."
Mit diesem Satz beendete Johanna Haarer das Vorwort ihres Buches „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ und machte damit bereits deutlich, welche Aufgabe die Frau im nationalsozialistischen Deutschland gestellt bekommt.

Das erste Kind ist für jede Frau eine große Herausforderung. Viele neue Aufgaben kommen auf die künftige Mutter zu sowie die Angst, etwas falsch zu machen, dem Kind während der Schwangerschaft oder danach durch falsches Verhalten zu schaden, ist oft gegeben. So ist es nicht untypisch, dass die Frau sich neben der ärztlichen Beratung auch entsprechende Literatur besorgt, die sie über die wichtigsten Dinge informieren soll. Im ersten Moment erscheint dies logisch. Die Buchhandlungen von heute bieten eine reiche Vielfalt an Fachliteratur rund um das erste Kind. Es ist nun Aufgabe der Mutter, sich die für sie ansprechendste Literatur auszuwählen. Was ist aber, wenn das Mittel der Wahl nicht gegeben ist?

Zur Zeit des Nationalsozialismus war dies der Fall. Viele Bücher fielen der Zensur oder gar dem Verbot durch die Nationalsozialisten zum Opfer darunter allein alle Bücher, die nicht von deutschen Autoren verfasst wurden. Die zukünftigen Mütter sollten direkt ein Buch als Ideal nehmen, welches die Grundsätze nationalsozialistischer Erziehung zum Vorbild hatte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundsätze nationalsozialistischer Erziehung

3 Das Leben der Johanna Haarer

4 Das Buch „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“

4.1 Geschichte des Buches

4.2 Der J.F. Lehmanns Verlag

4.3 Folgewerke der Autorin

5 Umsetzung der nationalsozialistischen Ideen im Buch

6 Analyse der Vorworte des Buches

7 Die Mutter-Kind-Beziehung im Wandel

7.1 Die idealisierte Mutterfigur

7.2 Das Kind als ewige Herausforderung

8 Die Rolle des Vaters im Wandel – vom Erbanlagenspender zum Familienvater

9 Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Entwicklung des Erziehungsratgebers von Johanna Haarer über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahrzehnten (1934 bis 1987) und analysiert, inwiefern sich die ursprünglichen nationalsozialistischen Ideologien in den Nachkriegsausgaben verändert haben oder beibehalten wurden.

  • Analyse nationalsozialistischer Erziehungsprinzipien bei Johanna Haarer
  • Biographische Einordnung der Autorin und des Verlags J.F. Lehmann
  • Wandel des Mutterbildes und der Mutter-Kind-Beziehung
  • Entwicklung der Vaterrolle vom NS-Propagandabild zum Familienvater
  • Kritische Reflexion der Kontinuität indoktrinärer Erziehungsmethoden

Auszug aus dem Buch

7.1 Die idealisierte Mutterfigur

„Nur eine pflichtbewußte, charakterfeste Frau mit gesundem Menschenverstand, die Sinn hat für Ordnung, Regelmäßigkeit, Pünktlichkeit und Sauberkeit wird ihr Kind richtig erziehen können.“

Johanna Haarer stellt die Mutter in ihren Büchern vor die unerfüllbare Aufgabe perfekt zu sein. Beim Lesen erweckt sie hierbei den Eindruck, dass sie selbst eine solche perfekte Mutter ist. Alle Aufgaben, die der Frau als Mutter gestellt werden, sind für das idealisierte Mutterbild von Haarer einfach zu erfüllen, da die Mutterschaft in ihr angelegt ist: „Und kein Zeitraum ihres Lebens ist mehr geeignet, der Frau die tiefe Schicksalsverbundenheit mit allen ihren Schwestern zum unauslöschlichen Erlebnis werden zu lassen, als wenn es gilt, die eine größte, vom Schöpfer gestellte Aufgabe zu bewältigen und ihr Mutterschicksal zu erfüllen.“ Sie betrachtet die Frau nicht als eigenständige Persönlichkeit, sondern als Erfüllerin eines ihr vorbestimmten Schicksals. Die deutsche Mutter kann nicht selbst darüber bestimmen, wie ihr Leben verlaufen könnte. Sie soll sich in den nationalsozialistischen Rhythmus von Heirat und Mutterschaft einfügen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit hinterfragt, wie sich die Inhalte der Ratgeber von Johanna Haarer von der NS-Zeit bis 1987 gewandelt haben und ob die ursprüngliche Ideologie in späteren Auflagen noch präsent ist.

2 Grundsätze nationalsozialistischer Erziehung: Das Kapitel erläutert Hitlers pädagogische Maximen wie die lebenslange Erziehung, Rassenhygiene und die Vorbereitung der Jugend auf soldatische Aufgaben.

3 Das Leben der Johanna Haarer: Es wird die Biographie der Ärztin und NS-Funktionärin dargestellt sowie ihre Tätigkeit im gesundheitspolitischen Apparat des Dritten Reiches beleuchtet.

4 Das Buch „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“: Dieses Kapitel analysiert die Entstehungsgeschichte, den J.F. Lehmanns Verlag und weitere Werke der Autorin in ihrem Kontext.

5 Umsetzung der nationalsozialistischen Ideen im Buch: Hier wird nachgewiesen, wie Führerprinzip und Rassenideologie Eingang in den Ratgeber fanden und welche Aspekte auch in Nachkriegsjahren fortbestanden.

6 Analyse der Vorworte des Buches: Ein Vergleich der Vorworte zeigt den Wandel der Autorin von der ideologischen Eiferin hin zu einer formal neutraleren, aber inhaltlich teils starren Sprache.

7 Die Mutter-Kind-Beziehung im Wandel: Das Kapitel beleuchtet das Bild der perfekten, „roboterhaften“ Mutter und die Darstellung des Kindes als ständige Herausforderung, die Disziplin erfordert.

8 Die Rolle des Vaters im Wandel – vom Erbanlagenspender zum Familienvater: Die Entwicklung des Vaters von einer vernachlässigbaren Randfigur in der NS-Zeit bis zum aktiven Part in der Ausgabe von 1987 wird kritisch analysiert.

9 Resümee: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass das Werk trotz inhaltlicher Streichungen von NS-Propaganda in seinem pädagogischen Kern eine problematische Kontinuität aufweist.

Schlüsselwörter

Johanna Haarer, Nationalsozialismus, Erziehungsratgeber, Mutterbild, Vaterrolle, Rassenhygiene, Erziehung, Kindheit, NS-Pädagogik, Bindungstheorie, Geschichte des Buches, Ideologie, 1934, J.F. Lehmanns Verlag, Kleinkindpflege.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die historische Kontinuität und den inhaltlichen Wandel des berühmten Erziehungsratgebers von Johanna Haarer über den Zeitraum von 1934 bis 1987.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Entwicklung des Mutter- und Vaterbildes, die Auswirkungen der nationalsozialistischen Pädagogik auf die Mutter-Kind-Beziehung und die Frage nach der editorischen Aufarbeitung des Textes in der Nachkriegszeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, herauszufinden, ob und inwieweit die autoritären und ideologisch geprägten Erziehungsmethoden der NS-Zeit in späteren, vermeintlich „entschärften“ Auflagen des Buches weiterhin enthalten sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine komparative Textanalyse der verschiedenen Buchausgaben (1934–1987) sowie eine Interpretation der Vorworte und zentraler Kapitelinhalte unter Berücksichtigung historischer und bindungstheoretischer Erkenntnisse.

Was bildet den Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der NS-Erziehungsgrundsätze, die biographische Einordnung der Autorin, die Untersuchung der Vorworte und eine tiefgehende Analyse von Mutter- und Vaterbildern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Johanna Haarer, NS-Pädagogik, Rassenhygiene, Erziehungsratgeber, Kontinuität und Mutterrolle.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Vaters in den frühen Ausgaben?

In den frühen Ausgaben wird der Vater primär als bloßer Erbanlagenspender gesehen, dessen Hauptaufgabe in der „richtigen“ Gattenwahl lag, während er im Alltag kaum eine Rolle spielt.

Welche gravierenden pädagogischen Probleme identifiziert die Arbeit im Ratgeber?

Kritisiert wird vor allem die Förderung eines lieblosen, harten Erziehungsstils, die Unterdrückung kindlichen Eigenwillens und die Ablehnung moderner pädagogischer oder psychologischer Konzepte.

Final del extracto de 30 páginas  - subir

Detalles

Título
Johanna Haarer - Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind
Subtítulo
Eine Textinterpretation im systemischen Wandel
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Calificación
2,0
Autor
Sarah Mick (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
30
No. de catálogo
V191143
ISBN (Ebook)
9783656158752
ISBN (Libro)
9783656158660
Idioma
Alemán
Etiqueta
johanna haarer mutter kind eine textinterpretation wandel
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sarah Mick (Autor), 2010, Johanna Haarer - Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191143
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Extracto de  30  Páginas
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