Diese Arbeit soll einen Überblick über die Geschehnisse in Weißrussland seit der
letzten Präsidentschaftswahl im Dezember 2010 geben. Die bis dato noch scheinbar
stabile Situation im Land hat sich seit damals dramatisch verändert. Präsident
Lukašenko versucht, seine Macht mit allen möglichen Mitteln aufrecht zu erhalten.
Massive Menschenrechtsverletzungen und Repressionen stehen auf der Tagesordnung.
Hinzu kam, dass sich die wirtschaftliche Lage des Landes seit Jahresbeginn
maßgeblich verschlechtert hat, was auch bisher passive Teile der Bevölkerung gegen
das Regime aufbringt. Der Präsident scheut jedoch nicht vor scharfer Rhetorik. Er ist
zwar auf Unterstützung aus dem Westen sowohl seitens der Europäischen Union als
auch des IWFs angewiesen, kritisiert diese dennoch immer wieder unter der
Gürtellinie. Auch das Verhältnis zu Russland erweist sich als angespannt.
Inhaltsverzeichnis
- Präsidentschaftswahlen 2010
- Die Opposition
- Demonstrationen und Repressionen
- Das Attentat der Minsker Metro
- Wirtschaftskrise - hausgemacht?
- Beziehungen zu Russland
- Öl und Gas
- Atomenergie
- Beziehungen zur Europäischen Union
- Dubiose Beziehungen zu Libyen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Ereignisse in Weißrussland nach den Präsidentschaftswahlen im Dezember 2010. Sie beleuchtet die politische Instabilität, die sich seitdem im Land entwickelt hat, und untersucht die Strategien Präsident Lukašenkos, seine Macht zu bewahren. Die Analyse betrachtet auch die wirtschaftlichen Herausforderungen, die das Land durchläuft, und die komplexen Beziehungen zu Russland und der Europäischen Union.
- Die Präsidentschaftswahlen 2010 und die Vorwürfe der Wahlfälschung
- Die Repression gegen die Opposition und die Proteste der Bevölkerung
- Die wirtschaftliche Situation und die Auswirkungen der Krise
- Die Beziehungen zu Russland und die Abhängigkeit von Öl und Gas
- Die Beziehungen zur Europäischen Union und die Kritik an Lukašenkos Politik
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel der Arbeit analysiert die Präsidentschaftswahlen 2010, die von der Opposition als gefälscht angesehen wurden. Es werden die Strategien Lukašenkos zur Machterhaltung und die Reaktion der internationalen Gemeinschaft beschrieben.
Kapitel zwei beleuchtet die Situation der Opposition in Weißrussland und die Repression, die sie durch den Staat erfährt. Der Fokus liegt auf den Protesten, die auf die Wahlen folgten, und den Verhaftungen von Oppositionspolitikern und Journalisten.
Kapitel drei befasst sich mit den wirtschaftlichen Herausforderungen, die Weißrussland in den letzten Jahren durchläuft. Die Arbeit analysiert die Ursachen der Krise und die Folgen für die Bevölkerung.
Kapitel vier behandelt die Beziehungen Weißrusslands zu Russland. Es werden die Abhängigkeit von Öl und Gas sowie die Rolle Russlands bei der Bewältigung der Wirtschaftskrise analysiert.
Kapitel fünf untersucht die Beziehungen Weißrusslands zur Europäischen Union. Es wird die Kritik der EU an Lukašenkos Politik und die Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen beiden Seiten diskutiert.
Schlüsselwörter
Präsidentschaftswahlen, Lukašenko, Opposition, Repression, Proteste, Wirtschaftskrise, Beziehungen zu Russland, Beziehungen zur Europäischen Union, Wahlfälschung.
Häufig gestellte Fragen
Was geschah nach den Präsidentschaftswahlen 2010 in Belarus?
Nach den Wahlen kam es zu massiven Protesten gegen mutmaßliche Wahlfälschungen, die vom Regime Lukašenko gewaltsam niedergeschlagen wurden.
Wie reagiert Präsident Lukašenko auf die Opposition?
Das Regime setzt auf massive Repressionen, Verhaftungen von Oppositionellen und Journalisten sowie eine Einschränkung der Menschenrechte, um die Macht zu sichern.
Welche Rolle spielt die Wirtschaftskrise in Belarus?
Eine schwere Wirtschaftskrise hat die Bevölkerung zusätzlich belastet und auch bisher loyale oder passive Teile der Gesellschaft gegen das Regime aufgebracht.
Wie ist das Verhältnis zwischen Belarus und Russland?
Das Verhältnis ist angespannt, obwohl Belarus wirtschaftlich stark von russischen Öl- und Gaslieferungen sowie finanzieller Unterstützung abhängig ist.
Warum kritisiert Lukašenko die Europäische Union und den IWF?
Obwohl er auf finanzielle Hilfe angewiesen ist, lehnt er die damit verbundenen Forderungen nach politischen Reformen und Demokratisierung strikt ab.
- Citation du texte
- Claudia Fallmann (Auteur), 2011, Ereignisse in Belarus nach den Präsidentschaftswahlen im Dezember 2010, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191271