Portfolio - Gruppenleitung - Seminarreflexion und ausgewählte Aspekte zum Thema


Hausarbeit, 2011

14 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Gliederung

1 Reflexion des Seminars Gruppenleitung

2 Didaktische Planung und Analyse der Sitzung „Improvisation – Selbstreflexion“

3 Darstellung ausgewählter Seminarinhalte
3.1 Essay: Umgang mit Störungen in Groß- und Kleingruppen
3.2 Essay: Das Johari-Fenster – Selbstbild und Fremdbild

4 Literaturverzeichnis

Anhang: Eidesstattliche Erklärung

1 Reflexion des Seminars Gruppenleitung

Das Seminar Gruppenleitung, welches jeden Montag von 15.45 Uhr bis 17.15 Uhr stattfand, war für mich persönlich einer der Höhepunkte des vergangenen Semesters. Nicht nur die behandelten Themen und Inhalte wurden äußerst interessant aufbereitet, auch die positive Atmosphäre innerhalb der Seminargruppe und die Leitung sowie die Bereicherung jeder Sitzung durch die Dozentin Frau Sailer, die jedes Seminar zum Erlebnis werden lässt, trugen zum vollen Erfolg der Veranstaltung bei. Organisatorisch gesehen fand das Seminar in einem gut ausgestatteten und ausreichend großen Raum statt, welcher den verschiedenen Übungen, Gruppenarbeiten und Vorträgen genügend Platz bot. Da nahezu jede Sitzung mit einem Stuhlkreis als Ausgangsposition startete und endete, war diese Räumlichkeit auch für einen sehr großen Stuhlkreis geeignet, in dessen Mitte oft Plakate mit Theorieinputs oder zusammengefassten Ergebnissen präsentiert wurden. Desgleichen wurde die technische Ausstattung des Raumes genutzt. So kamen Beamer und Leinwand zum Einsatz, um Inhalte zu veranschaulichen sowie auch Bilder und Videos zu zeigen. Einzig und allein die Tatsache, dass fast jede Sitzung den zeitlichen Rahmen sprengte und somit manchmal bis zu einer halben Stunde überzogen wurde, könnte man in Hinblick auf die Organisation bemängeln. Aufgrund dessen, dass die verschiedenen Seminarinhalte jedoch meist mit aufwändigeren praktischen Übungen verbunden waren und auch genügend Zeit für abschließende Reflexionsphasen eingeräumt werden musste, war das zeitliche Überziehen meines Erachtens aber durchaus sinnvoll und notwendig und deshalb zu tolerieren.

Bezüglich der Inhalte des Seminars lässt sich festhalten, dass eine Vielzahl unterschiedlicher Themen aus den Bereichen Gruppenleitung, Gruppendynamik, Umgang mit Gruppen und Individuen in Gruppen behandelt wurde. Kernstück jeder Sitzung waren dabei verschiedenste praktische Übungen und Gruppenarbeiten, in welchen die Theorien und Modelle ausprobiert und angewendet werden konnten. Daher kam in diesem Seminar eine ungeheure Methodenvielfalt zum Einsatz. Besonders dieser hohe Praxisanteil hielt die Veranstaltung durchgängig dynamisch und aktiv. So war zumeist die Mitarbeit aller Teilnehmer gefordert, wodurch nie Langeweile aufkam und der Unterhaltungswert der Veranstaltung ebenfalls enorm angehoben wurde. Zudem sorgten zahlreiche witzige und oftmals auch peinliche Situationen bei den Übungen sowie bewusst oder unbewusst humoresk gestaltete Vorträge dafür, dass eine ungezwungene Seminaratmosphäre erzeugt wurde und dennoch die Aufmerksamkeit aller Beteiligten stets erhalten blieb.

Begonnen hatte das Seminar mit einer gruppenbezogenen Kennenlernübung. Dabei stellten sich zunächst alle Seminarteilnehmer in Kleingruppen vor, indem sie ausgewählte persönliche Informationen preisgaben. Die Kleingruppen wurden immer wieder durchmischt, so dass jeder über jeden etwas erfahren konnte. Anschließend kamen alle im großen Stuhlkreis zusammen und jeder musste nun einzeln in die Mitte des Stuhlkreises treten, woraufhin alle anderen Teilnehmer herausriefen, was für Kenntnisse sie über diese Person hatten und welche Aussagen ihnen im Gedächtnis verblieben waren. Seitens meiner Kommilitonen wurde diese Übung als hilfreich zum Vertrauensaufbau bewertet, jedoch kam von einigen die Kritik, dass man bei dieser Übung einem großen Zwang ausgesetzt war und quasi einen Seelenstriptease vor den Mitstudenten hinlegen musste, indem man persönliche Informationen vor allen Anwesenden kundtat und in der Gruppe zur Schau stellte. Meiner Meinung nach fand ich diese Übung zum Kennenlernen sehr passend und private Angaben, die man für sich behalten wollte, musste man ja auch nicht mitteilen. Die Sitzung zum Johari-Fenster bezüglich der Ambivalenz von Selbstbild und Fremdbild muss sehr interessant gewesen sein. Leider versäumte ich diese krankheitsbedingt und möchte dieses Thema deshalb kurz in Kapitel 3.2 aufarbeiten. Mein absolutes Highlight stellte die Seminareinheit zur Gruppendynamik mit der Übung Blindes Quadrat dar. Hierfür gingen wir alle bei sonnigem Wetter nach draußen auf die Wiese hinter der Fakultät. Die Aufgabe bestand nun darin, mit verbundenen Augen ein langes zusammengeknülltes Seil irgendwo auf der Wiese zu finden, es zu entwirren und anschließend mit Hilfe aller Anwesenden ein Quadrat daraus zu bilden. Die Besonderheit dieser Herausforderung war, dass wir diese Situation eben absolut blind und nur mit Tasten und Zurufen bewältigen konnten. Auf eine kürzere Besprechungs- und Koordinationsphase folgte dann die praktische Ausführungsphase, in welcher unsere Seminargruppe am Ende tatsächlich ein überraschend gutes Quadrat zustande brachte. Das Feedback seitens der Teilnehmer ergab, dass diese Übung als gruppenstärkend und kooperationsfördernd angesehen wurde, wobei manche das Gefühl hatten, dass jeder einzelne gebraucht wurde, wohingegen andere sich als überflüssig empfanden. Gerne erinnere ich mich auch an die Sitzung mit der Brückenbau – Übung zurück. Hierbei bestand die Aufgabe darin, dass zwei Gruppen unabhängig voneinander jeweils eine kleine Brücke aus Papier und Pappe konstruieren. Beide Brücken mussten dann am Ende zusammengesetzt eine Brücke ergeben, die als Ganzes genug Halt bietet, um zumindest 100 Gramm auf der Brückenmitte tragen zu können. Der koordinierende Austausch zwischen beiden Gruppen während der Konstruktionsphase erfolgte nur über das viermalige Zusammentreffen von jeweils einem Verhandlungspartner aus jeder Gruppe. In meiner Gruppe übernahm ich diese Rolle und versuchte nun mit der Verhandlungspartnerin der anderen Gruppe, alles möglichst derartig abzusprechen, dass sich die beiden Brücken am Ende tatsächlich angleichen und zusammenpassen würden. Letztendlich harmonierten die beiden Brücken dann auch einigermaßen miteinander und hielten als Gesamtbauwerk so das Gewicht mehrerer Tafeln Schokolade aus, bevor sie zusammenbrachen. Somit war die Übung in meinen Augen ein voller Erfolg und ich lernte, wie man auch mit sehr spärlicher Koordination etwas Brauchbares zustande bringen kann, wenn nur alle Beteiligten ihr Bestes geben. Als einzig negativen Kritikpunkt betrachteten manche Kommilitonen, dass diese Übung Gefahr laufen könnte zu lächerlich zu wirken und als spielerische Bastelarbeit abgewertet zu werden. Als Kooperationsübung, in welcher der Einsatz aller gefragt ist, finde ich diese Gruppenübung aber sehr angebracht, solange sie mit der notwendigen Seriosität betrieben wird. Die von Jasmin und mir gestaltete Einheit zur Improvisation und Selbstreflexion mit Videofeedback scheint bei den Seminarteilnehmern ebenfalls gut angekommen zu sein, doch näheres hierzu in Kapitel 2. Sehr bereichernd fand ich letztlich auch die Sitzung zum Umgang mit Störungen. Hier durfte jeder Teilnehmer für eineinhalb Minuten über ein selbst gewähltes Thema referieren, wurde dabei aber durch diverse Störungen von den Anwesenden unterbrochen oder kam selbst durch verschiedene Gründe aus dem Konzept. Die Störungen waren vorher unbekannt, denn jeder Teilnehmer musste zu Beginn ein Kärtchen ziehen, auf welchem angegeben war, wen er wie zu stören hatte und was bei seinem eigenen Referat außerplanmäßig geschehen sollte. Von fliegenden Papierkügelchen über launische, den Referenten beleidigende Zuhörer bis hin zu Ohnmachtsanfällen im Plenum oder plötzlichen Krämpfen und Juckreiz beim Referenten waren alle möglichen und unmöglichen Störungen vorhanden. Diese Sitzung war nicht nur außerordentlich witzig und unterhaltsam, sondern auch sehr lehrreich, denn hier wurde jedem bewusst aufgezeigt, mit welchen unterschiedlichen Störungen man unter Umständen rechnen muss sowie dann unter Beweis zu stellen, wie man in solchen Situationen reagieren und welche Maßnahmen man ergreifen kann, um diesen Störungen zu begegnen und seinen Vortrag so gut wie möglich fortzusetzen. Den Umgang mit Störungen in Groß- und Kleingruppen möchte ich außerdem in Kapitel 3.1 noch etwas genauer ausführen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Portfolio - Gruppenleitung - Seminarreflexion und ausgewählte Aspekte zum Thema
Hochschule
Universität Augsburg  (Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Gruppenleitung
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V191382
ISBN (eBook)
9783656162278
ISBN (Buch)
9783656162292
Dateigröße
714 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gruppenleitung, Gruppen, Umgang, Leitung, Videofeedback, Johari Fenster
Arbeit zitieren
Alexander Schwalm (Autor:in), 2011, Portfolio - Gruppenleitung - Seminarreflexion und ausgewählte Aspekte zum Thema, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191382

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