3. Kurzfassung: Ansätze eines handlungsorientierten Geschichtsunterricht
Diese Lehrmethode zielt auf Schüleraktivität, selbstständiges Lernen und praktisches tun. Es sollen die subjektiven Interessen der Schüler berücksichtig werden, sich auf ihre Lebenswirklichkeit beziehen: Es sollten möglichst viele Sinne der Schüler ins Lernen miteinbezogen werden, um ihre praktische Tätigkeiten und begriffliche Operationen miteinander zu verknüpfen.
Die Verknüpfung des geschichtlichen Inhalts mit der Lebenswirklichkeit der Schüler verlangt komplexe Vorstellungs- und Umsetzungsprozesse vom Schüler, daher stellt der handlungsorientierte Unterricht eine besondere Herausforderung für die Schüler dar.
Zudem werden Arbeits- und Sozialformen angewendet, die den Schülern zunehmend eigene Entscheidungsspielräume und Verantwortung einräumen und sie darin unterstüt-zen, sich in selbstregulierten Lernprozessen mit dem Lerngegenstand und den eigenen Lernstrategien auseinanderzusetzen. Handlungsorientierter Unterricht in diskursiver Ausrichtung unterstützt die Methodenschulung, ermöglicht individualisiertes Lernen und stärkt zugleich kooperatives Arbeiten im Team.
Eine Unterrichtsform, in der sich handlungsorientiertes Lernen besonders umfassend und anspruchsvoll umsetzen lässt, ist der Projektunterricht, den ich im folgenden Kapitel noch weiter darstellen werde.
Sauer unterscheiden grundsätzlich vier Zugänge, um „Handlungsorientiertes Lernen“ beim Schüler im Unterricht zu erreichen.
Inhaltsverzeichnis
1. MEINE EIGENEN ERFAHRUNGEN MIT MEINEM GESCHICHTSUNTERRICHT 2
2. MEINE VORSTELLUNGEN VON EINEM „GUTEN“ GESCHICHTSUNTERRICHT 4
3. KURZFASSUNG: ANSÄTZE EINES HANDLUNGSORIENTIERTEN GESCHICHTSUNTERRICHT 5
4. KURZFASSUNG: DER ANSATZ EINER HISTORISCHEN PROJEKTARBEIT 10
5. EXEMPLIFIZIERUNG DES „ENTDECKENDEN / FORSCHENDEN LERNENS“ AM BEISPIEL DER THEMATIK „JUGEND UND SEXUALITÄT“ 13
6. LITERATURVERZEICHNIS 19
Inhaltsverzeichnis
0. ANGABE DES EIGENEN GEBURTSJAHRGANGS
1. MEINE EIGENEN ERFAHRUNGEN MIT MEINEM GESCHICHTSUNTERRICHT
2. MEINE VORSTELLUNGEN VON EINEM „GUTEN“ GESCHICHTSUNTERRICHT
3. KURZFASSUNG: ANSÄTZE EINES HANDLUNGSORIENTIERTEN GESCHICHTSUNTERRICHT
4. KURZFASSUNG: DER ANSATZ EINER HISTORISCHEN PROJEKTARBEIT
5. EXEMPLIFIZIERUNG DES „ENTDECKENDEN / FORSCHENDEN LERNENS“ AM BEISPIEL DER THEMATIK „JUGEND UND SEXUALITÄT“
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, zeitgemäße, schülerorientierte Lehrmethoden für den Geschichtsunterricht zu analysieren und deren praktische Anwendung anhand des sensiblen Themas "Jugend und Sexualität" aufzuzeigen.
- Reflexion eigener Lernerfahrungen im Geschichtsunterricht
- Definition von Qualitätsmerkmalen für einen reflektierten Geschichtsunterricht
- Grundlagen und Potenziale des handlungsorientierten Unterrichts
- Strukturierung und Durchführung historischer Projektarbeit
- Anwendung des "entdeckenden/forschenden Lernens" in der Schulpraxis
Auszug aus dem Buch
3. Kurzfassung: Ansätze eines handlungsorientierten Geschichtsunterricht
Diese Lehrmethode zielt auf Schüleraktivität, selbstständiges Lernen und praktisches tun. Es sollen die subjektiven Interessen der Schüler berücksichtig werden, sich auf ihre Lebenswirklichkeit beziehen: Es sollten möglichst viele Sinne der Schüler ins Lernen miteinbezogen werden, um ihre praktische Tätigkeiten und begriffliche Operationen miteinander zu verknüpfen.1
Die Verknüpfung des geschichtlichen Inhalts mit der Lebenswirklichkeit der Schüler verlangt komplexe Vorstellungs- und Umsetzungsprozesse vom Schüler, daher stellt der handlungsorientierte Unterricht eine besondere Herausforderung für die Schüler dar. Zudem werden Arbeits- und Sozialformen angewendet, die den Schülern zunehmend eigene Entscheidungsspielräume und Verantwortung einräumen und sie darin unterstützen, sich in selbstregulierten Lernprozessen mit dem Lerngegenstand und den eigenen Lernstrategien auseinanderzusetzen. Handlungsorientierter Unterricht in diskursiver Ausrichtung unterstützt die Methodenschulung, ermöglicht individualisiertes Lernen und stärkt zugleich kooperatives Arbeiten im Team.2
Eine Unterrichtsform, in der sich handlungsorientiertes Lernen besonders umfassend und anspruchsvoll umsetzen lässt, ist der Projektunterricht, den ich im folgenden Kapitel noch weiter darstellen werde.
Sauer unterscheiden grundsätzlich vier Zugänge, um „Handlungsorientiertes Lernen“ beim Schüler im Unterricht zu erreichen.
1. Über manuelles Tun eigene, historische Erfahrungen machen
Durch manuelles Tun im Unterricht haben die Schüler die Möglichkeit historische Verrichtungen nachzuvollziehen, indem sie z.B. selber Körbe flechten, mit Gänsefeder und Tinte schreiben, Speere herstellen, Tänze nachtanzen, Lieder singen, nach historischen Rezepten kochen.
Durch das eigene Handeln wird den Schülern die Bedingung des Alltagslebens in vergangenen Zeiten ausschnitthaft vergegenwärtigt. Schüler erfahren so, dass auch „scheinbar“ einfache Verrichtungen viel Zeit und Aufwand in der Vergangenheit erforderten und zu ihrer Bewältigung spezielle Techniken von den Menschen verlangt wurden. Das kann auch dem naiven Fortschrittsdenken der Schüler entgegenwirken, da die Menschen ihre Aufgaben in der Vergangenheit mit differenzierteren Mitteln im Rahmen der Möglichkeiten ihrer Zeit bewältigten, als in der Gegenwart.
Zusammenfassung der Kapitel
0. ANGABE DES EIGENEN GEBURTSJAHRGANGS: Der Autor ordnet sich biografisch als Geburtsjahrgang 1975 ein.
1. MEINE EIGENEN ERFAHRUNGEN MIT MEINEM GESCHICHTSUNTERRICHT: Eine Reflexion über die eigene Schulzeit, in der die Kontraste zwischen reinem Frontalunterricht und aktivierenden, schülerzentrierten Methoden gegenübergestellt werden.
2. MEINE VORSTELLUNGEN VON EINEM „GUTEN“ GESCHICHTSUNTERRICHT: Der Autor postuliert, dass Unterricht das Ziel verfolgen sollte, ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein zu fördern und die Schüler zur Teilhabe in einer demokratischen Gesellschaft zu befähigen.
3. KURZFASSUNG: ANSÄTZE EINES HANDLUNGSORIENTIERTEN GESCHICHTSUNTERRICHT: Vorstellung der theoretischen Grundlagen und methodischen Möglichkeiten der Handlungsorientierung im Geschichtskontext.
4. KURZFASSUNG: DER ANSATZ EINER HISTORISCHEN PROJEKTARBEIT: Darstellung der Projektarbeit als Königsweg des Lernens, die hohe Anforderungen an Selbstorganisation und Fächerverbindung stellt.
5. EXEMPLIFIZIERUNG DES „ENTDECKENDEN / FORSCHENDEN LERNENS“ AM BEISPIEL DER THEMATIK „JUGEND UND SEXUALITÄT“: Konkrete methodische Anwendung eines Unterrichtsentwurfs, der das entdeckende Lernen auf ein historisch und gesellschaftlich relevantes Thema überträgt.
Schlüsselwörter
Geschichtsdidaktik, Handlungsorientierter Unterricht, Projektarbeit, Entdeckendes Lernen, Forschendes Lernen, Geschichtsbewusstsein, Schüleraktivität, Methodenkompetenz, Jugend und Sexualität, multiperspektivisches Lernen, historische Forschung, Selbstständigkeit, Quellenkritik, Reflexion, Geschichtsunterricht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Gestaltung eines modernen, schülerorientierten Geschichtsunterrichts, der über reines Faktenwissen hinausgeht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen Handlungsorientierung, Projektarbeit und das forschende Lernen als Methoden, um Schüler zur eigenständigen Auseinandersetzung mit Geschichte zu bewegen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Mehrwert von aktiven Lernmethoden gegenüber traditionellem Frontalunterricht darzulegen und deren konkrete Umsetzung für den Unterricht zu systematisieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fachdidaktische Literaturanalyse und die methodische Aufbereitung eines konkreten Unterrichtsmodells.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Handlungsorientierung und Projektarbeit sowie deren praktische Anwendung am Beispiel des Themas Sexualitätsgeschichte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Geschichtsdidaktik, Handlungsorientierung, Projektunterricht, entdeckendes Lernen, Schülerorientierung und historisches Bewusstsein.
Wie kann das Thema "Jugend und Sexualität" methodisch im Unterricht eingebunden werden?
Der Autor schlägt eine Vorgehensweise in acht Phasen vor, die von der Problemwahrnehmung über die Hypothesenbildung bis hin zur Präsentation und Reflexion reicht.
Worin liegt die besondere Herausforderung beim entdeckenden Lernen?
Die Herausforderung besteht darin, dass die Lehrperson den Spagat zwischen notwendiger Anleitung und der Ermöglichung echter Schülerautonomie bewältigen muss, um "Aktionismus" ohne Lerneffekt zu vermeiden.
- Quote paper
- Sandra Schmidt (Author), 2010, Geschichtsdidaktik - Jugend und Sexualität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192353