Durch einen zunehmenden Fachkräftemangel sowie einer immer älter werdende Bevölkerung in Deutschland (vgl. xxx, S. 4) ist es für die Unternehmen eine große Herausforderung, Mitarbeiter mit den entsprechenden Kompetenzen für ihre Schlüsselpositionen zu rekrutieren sowie schnell und treffsicher mit hervorragenden Mitarbeitern und Führungskräften zu besetzen (vgl. xxx, S. 9).
Durch diese Entwicklung bewerben sich immer häufiger Unternehmen bei
hochqualifizierten Fachkräften und nicht mehr umgekehrt. Dadurch riskieren die Unternehmen eine Abwanderung ihrer Leistungs- und Wissensträger, wenn sich diese nicht aktiv genug betreut fühlen. Jedoch gerade diese Talente fordern eine differenzierte und individuelle Ansprache mit individualisierten Arbeitsbedingungen
und Personalentwicklungsmaßnahmen (vgl. xxx, S. 9f.).
Besonders in den nächsten Jahren wird sich diese Entwicklung, bedingt durch den fortschreitenden demografischen Wandel weiter verstärken (vgl.xxx, S. 61). Somit wird zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der Kampf um besonders qualifizierte und talentierte Mitarbeiter weiter an Bedeutung gewinnen sowie die interne Entwicklung und Bindung weiter ansteigen (vgl. xxx, 2007, S.11).
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung & Vorgehensweise
2. Das Talentmanagement
2.1. Begriffsdefinition
2.2. Bedeutung
2.3. Die Grundprinzipien
2.4. Rahmenbedingungen
2.5. Maßnahmen
2.5.1. Interne Maßnahmen: Entwicklung & Einsatz
2.5.1.1. Das Mitarbeitergespräch
2.5.1.2. Job Enrichment
2.5.2. Externe Maßnahmen: Gewinnung & Identifikation
2.5.2.1. E-Recruiting
2.5.2.2. Traineeprogramme
3. Schlussfolgerung / Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt angesichts des Fachkräftemangels und beleuchtet, wie Unternehmen durch strategische interne und externe Maßnahmen qualifizierte Talente gewinnen, fördern und langfristig an sich binden können.
- Analyse des Fachkräftemangels und der demografischen Herausforderungen.
- Begriffsbestimmung und Bedeutung des Talentmanagements für die Unternehmenswettbewerbsfähigkeit.
- Darstellung interner Personalentwicklungsmaßnahmen wie Mitarbeitergespräche und Job Enrichment.
- Untersuchung externer Gewinnungsstrategien unter Einbeziehung von E-Recruiting und Traineeprogrammen.
Auszug aus dem Buch
2.5.2.1. E-Recruiting
Unter dem Begriff E-Recruiting ist die Online-Gewinnung von Mitarbeitern für ein Unternehmen zu verstehen. Um Schlüsselpositionen mit betriebsfremdem, frischem Personal besetzen zu können, haben Unternehmen eine Vielzahl von Möglichkeiten. Die Ausschreibung dieser Stellen über Online-Jobbörsen ist eine (vgl. Maier, N., 2009, S. 72).
Fast 94% der Unternehmen in Deutschland nutzen das Internet zur Suche nach neuen Mitarbeitern. Noch nutzen 85% der Unternehmen weiterhin Zeitungen, Fachmagazine und sonstige Printmedien. Somit ist das Internet heute schon das wichtigste Mittel für die Personalwerbung. Von den Unternehmen, die Stellenausschreibungen im Internet veröffentlichen, nutzen 59% allgemeine Jobbörsen, 50% die eigene Unternehmenswebsite, 25% branchenspezifische Jobbörsen und 20% andere Online-Dienste (vgl. Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., 2009).
Speziell für die frühzeitige Identifizierung von interessanten Bewerbern werden geeignete Auswahlinstrumente entwickelt, wie Online-Bewerbungsformulare. Diese haben einen allgemeinen Teil mit den persönlichen Daten des Bewerbers sowie einen individuellen, welcher von den Qualifikationen der ausgeschrieben Stelle abhängig ist. Dies kann z.B. ein Persönlichkeitstest sein. Somit steigt die Qualität der Informationen und es entsteht ein Talent-Pool mit einer Vielzahl von Bewerbern mit den geforderten Kriterien. Bewerber die diese nicht mitbringen, werden durch das System herausgefiltert. Somit haben die Unternehmen einen Überblick über interessierte Bewerber, die an einem Wechsel in das Unternehmen interessiert sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problematik des wachsenden Fachkräftemangels vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und definiert das Ziel sowie das Vorgehen der Arbeit.
2. Das Talentmanagement: Hier werden Definitionen, die hohe Bedeutung des Themas sowie die notwendigen Rahmenbedingungen und konkrete operative Maßnahmen zur Gewinnung und Entwicklung von Talenten dargestellt.
3. Schlussfolgerung / Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass nur eine ganzheitliche Kombination aus internen und externen Maßnahmen das Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig hält.
Schlüsselwörter
Talentmanagement, Fachkräftemangel, Personalgewinnung, Personalentwicklung, Mitarbeitergespräch, Job Enrichment, E-Recruiting, Traineeprogramme, Personalmarketing, Wettbewerbsfähigkeit, High-Potentials, Arbeitgebermarke, demografischer Wandel, Wissensgesellschaft, Talent-Pool.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Konzept des Talentmanagements als strategische Antwort auf den Fachkräftemangel und die demografische Entwicklung in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der internen Talententwicklung, der externen Talentgewinnung und der Schaffung organisatorischer Rahmenbedingungen, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, interne und externe Maßnahmen vorzustellen, mit denen Unternehmen qualifizierte Nachwuchskräfte entdecken, gewinnen und langfristig binden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufbereitung theoretischer Konzepte des Personalmanagements und der Personalführung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, wie Definitionen und Prinzipien, sowie in die praktische Umsetzung durch interne Instrumente (z.B. Mitarbeitergespräche) und externe Kanäle (z.B. E-Recruiting).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Talentmanagement, Personalgewinnung, Personalentwicklung, E-Recruiting, Traineeprogramme und Wettbewerbsfähigkeit.
Warum ist laut Autor die Unternehmenskultur für Talentmanagement so wichtig?
Das Talentmanagement muss fest in der Unternehmenskultur verankert sein, damit es nicht als reine Personalaufgabe gesehen wird, sondern als gesamtunternehmerischer Faktor für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit.
Wie verändert E-Recruiting den Auswahlprozess?
E-Recruiting ermöglicht durch automatisierte Online-Formulare und Persönlichkeitstests eine effizientere Vorfilterung, wodurch Unternehmen gezielter auf einen Talent-Pool zugreifen können.
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- Christian Weyel (Author), 2012, Talentmanagement - Konzepte und praktische Erfahrungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192639