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Der 2. Juni in Italien – verspätetes Fest eines Volkes?

Eine analytische Betrachtung von Strukturen, Ereignissen, Agency & Folgen des 2. Juni 1946

Título: Der 2. Juni in Italien – verspätetes Fest eines Volkes?

Trabajo Escrito , 2011 , 14 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Fabian Schubert (Autor)

Ciencias Culturales - Europa
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„ Forse ancor più di altri “luoghi della memoria“ il 2 Giugno, la Festa della Repubblica, si presta allo studio del processo di rinnovamento dell’ idea di patria e di formazione dell’ identità nazionale repubblicana degli italiani”
Das Fest der Republik. Ein großer Feiertag in Italien, der seit 1948 mit großer Volksbeteiligung institutionalisiert gefeiert wird. Doch warum wird gerade dieser Tag von Gabusi & Rocchi als Erneuerung der vaterländischen Idee, ja sogar als Auslöser der Bildung einer national-republikanischen Identität der Italiener gesehen – gab es schließlich sowohl Patriotismus, Nationalismus, als auch eine Republik schon vor 1946 in Italien. Inwiefern rechtfertigt diese These also den Terminus der Renovatio zu verwenden? Muss dann nicht zwangsweise von einem Verlust der „idea di patria“ vor 1946 ausgegangen werden, damit eine Erneuerung in Betracht kommt? Welche Rolle spielt dabei ein einziger Tag – der 2. Juni 1946 - und gelang es diesem historischen Ereignis Lösungen für o.g. Fragen anzubieten, sodass sie z.T. noch aktuell auf jenen Tag zurückzuführen sind?
Anhand dieser Arbeit sollen diese Fragen zu klären versucht werden. Daher besteht die Notwendigkeit, die verschiedenen Zeitebenen, ausgehend vom 2. Juni 1946 als Zeitpunkt der Gegenwart, genauer zu betrachten. Ergo gilt es zuerst strukturelle Zusammenhänge der Jahre 1943-1946, unter Beachtung von Agency und Handlung , zu analysieren. Weiterhin soll kurz auf das - sich aus den vorangegangenen Prozessen ergebende - Ereignis „2. Juni 1946“ eingegangen werden. Abschließend wird ein Blick auf die vergangene Zukunft dieses Ereignisses geworfen werden, um direkte Auswirkungen dessen beobachten zu können und um ebenfalls zu prüfen, inwieweit das Ereignis o.g. Fragen beantworten konnte und daraus resultierend kulturelle sowie gesamtgesellschaftliche Auswirkungen auf das Italien seit 1946 hatte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Der Tag der Republik in Italien

II.1. Analyse der Strukturen, Ereignisse und Agency 1943-1946 als Voraussetzungen für das Ereignis „ 2. Juni 1946“

II.2. Analyse des Ereignisses „2. Juni 1946“

II.3. Analyse der vergangenen Zukunft des Ereignisses „2. Juni 1946”

III. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das historische Ereignis des Referendums vom 2. Juni 1946 als Wendepunkt in der italienischen Geschichte, der den Übergang von der Monarchie zur demokratischen Republik markierte. Ziel ist es, die politischen, gesellschaftlichen und strukturellen Voraussetzungen dieser Systementscheidung zu analysieren und deren Bedeutung für die Herausbildung einer national-republikanischen Identität unter Berücksichtigung der komplexen Zeitumstände zwischen 1943 und 1946 zu ergründen.

  • Historisch-chronologische Aufarbeitung der Jahre 1943-1946
  • Analyse der Rolle von Agency und Akteuren beim Sturz Mussolinis
  • Untersuchung des Referendums und seiner Auswirkungen auf die Staatsform
  • Betrachtung der Rolle des Nationalfeiertags als Element der Erinnerungskultur
  • Diskussion des Nord-Süd-Gefälles und des Einflusses regionaler Disparitäten

Auszug aus dem Buch

II.1.

Der 2. Juni 1946 steht in Italien für den Beginn einer neuen politischen & gesellschaftlichen Ära. Das Land beschreitet den Weg in die Demokratie, nachdem es als Verbündeter des nationalsozialistischen Deutschland von den Alliierten Streitkräften 1943 besiegt worden war. Doch warum beginnt erst ca. drei Jahre später dieser Umbruch in Italien? Weshalb kam das Ereignis „2. Juni 1946“ nicht eher zustande? Zur Klärung soll an dieser Stelle eine Analyse der bedingenden Faktoren des Ereignisses vorgenommen werden.

Infolge diverser Niederlagen italienischer Truppen wie gleichfalls innenpolitischer Probleme wurde das faschistische Italien in dem Maße geschwächt, als dass sich selbst innerhalb der italienischen Regierung der Gedanke regte, den Krieg, notfalls auch durch Absetzung Mussolinis, zu beenden. Hinzu kamen seit 1943 verstärkt die Bombardierungen italienischer Städte. Schließlich traf der faschistische Großrat am 24. Juli 1943 die Entscheidung, Mussolini abzusetzen und trug diese Nachricht am 25. Juli in die Öffentlichkeit. Nach der Verhaftung Mussolinis auf Veranlassung des Königs Vittorio Emanuele III., betraute jener Pietro Badoglio mit der Aufgabe der Bildung einer neuen Regierung.

Anhand dieses kurzen, historisch-chronologischen Abrisses wird hier eine erste Möglichkeit zum Umbruch in eine demokratische Gesellschaft aufgezeigt. Was führte also dazu, dass die „demokratische Revolution“ bis dato nicht geschah? Zum einen müssen hier Agency und Handlung genauer betrachtet werden. Die herausragenden handelnden Akteure hinsichtlich des Sturzes Mussolinis sind der Faschistische Großrat, der König und Badoglio. Welche zukünftigen Ziele mögen sie vor Augen gehabt haben? Belegt ist, Badoglio schloss Frieden mit den Alliierten Truppen am 8. September 1943. Ausgehend von dieser Handlung im Sinne Ayas ist fraglich ob dies ein Ziel war, welches in dieser Weise umgesetzt werden sollte. Als Handlungsmittel war die mehr oder weniger bestehende Macht des Faschistischen Großrates und des Königs nötig. Der Rat beschloss die o.g. Absetzung Mussolinis, d.h. sie wurde als Ziel diskutiert und mittels der Sitzung umgesetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, warum der 2. Juni 1946 als zentraler Wendepunkt für die republikanische Identität Italiens gilt und skizziert den methodischen Ansatz.

II. Der Tag der Republik in Italien: Dieses Hauptkapitel analysiert in drei Unterabschnitten die strukturellen Voraussetzungen, den Ablauf des Referendums selbst sowie die langfristigen Auswirkungen auf die italienische Gesellschaft.

III. Resümee: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und bestätigt, dass der 2. Juni 1946 eine entscheidende Antwort auf die Suche nach der nationalen Identität („idea di patria“) darstellte.

Schlüsselwörter

2. Juni 1946, Italien, Republik, Monarchie, Referendum, Faschismus, Demokratisierung, Agency, Erinnerungskultur, Identität, Zweiter Weltkrieg, Wiederaufbau, Politische Kultur, Risorgimento, Nord-Süd-Gefälle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die historischen und politischen Umstände, die zur Ausrufung der Republik in Italien am 2. Juni 1946 führten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen der Sturz Mussolinis, die Rolle der Alliierten, das Referendum von 1946 und die Formierung der national-republikanischen Identität.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die analytische Untersuchung, warum das Ereignis „2. Juni 1946“ als Wendepunkt für die Demokratisierung Italiens fungierte und wie es kulturelle Identität prägte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen historisch-analytischen Ansatz unter Einbeziehung von Agency- und Handlungstheorien, um Entscheidungsprozesse der Akteure nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Jahre 1943-1946 strukturell beleuchtet, die Mechanismen des Referendums untersucht und die „vergangene Zukunft“ des Ereignisses analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind: 2. Juni 1946, italienische Republik, Referendum, Demokratisierung, Faschismus, Identitätsbildung und politische Erinnerungskultur.

Welche Rolle spielte die Republik von Salò bei der Entwicklung zur Demokratie?

Die Arbeit stellt fest, dass die Republik von Salò keinen Beitrag zur Demokratisierung leistete, da sie lediglich ein von Deutschland oktroyiertes Machtinstrument zur Sicherung faschistischer Interessen war.

Warum gab es ein Nord-Süd-Gefälle beim Wahlergebnis?

Das Wahlergebnis spiegelt die unterschiedlichen Erfahrungen wider: Während der Norden stärker von Widerstand gegen die deutschen Besatzer geprägt war, zeigte sich der Süden, wo sich die königliche Regierung befand, monarchistisch orientierter.

Welchen Einfluss hatte das Wahlrecht auf den 2. Juni 1946?

Ein Novum war die Einführung des Wahlrechts für Frauen, was die demokratische Partizipation massiv verbreiterte und dem Referendum eine neue gesellschaftliche Legitimation gab.

Was bedeutet der Begriff „vergangene Zukunft“ in diesem Kontext?

Der Begriff nach Koselleck beschreibt die Zeitspanne, die ausgehend von einem Ereignis als Zukunft entworfen wurde, heute aber bereits in der Vergangenheit liegt, um direkte gesellschaftliche Auswirkungen zu prüfen.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Der 2. Juni in Italien – verspätetes Fest eines Volkes?
Subtítulo
Eine analytische Betrachtung von Strukturen, Ereignissen, Agency & Folgen des 2. Juni 1946
Universidad
Martin Luther University  (Institut für Romanistik)
Curso
Seminar: ,,Kulturkontakt/Kulturvergleich"
Calificación
1,0
Autor
Fabian Schubert (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
14
No. de catálogo
V192640
ISBN (Ebook)
9783656176442
ISBN (Libro)
9783656176893
Idioma
Alemán
Etiqueta
Italien Nationalfeiertag Kulturwissenschaft 2.Juni
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Fabian Schubert (Autor), 2011, Der 2. Juni in Italien – verspätetes Fest eines Volkes? , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192640
Leer eBook
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