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Spuren Schwarzer Pädagogik im heutigen gesellschaftlichen und erziehungswissenschaftlichen Diskurs

Title: Spuren Schwarzer Pädagogik im heutigen gesellschaftlichen und erziehungswissenschaftlichen Diskurs

Term Paper , 2012 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Janka Vogel (Author)

Pedagogy - General
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Im Folgenden soll neu sensibilisiert werden für Tendenzen Schwarzer Pädagogik im heutigen
Diskurs und daraus resultierend in der pädagogischen Praxis. Eine Betrachtung verschiedener
Publizisten zu aktuellen pädagogischen Fragestellungen will auf Nuancen Schwarzer Pädagogik
aufmerksam machen und eine abschließende Bewertung des derzeitigen Diskurses ermöglichen.
Vorher wird jedoch zu klären sein, was der Begriff „Schwarze Pädagogik“ überhaupt
impliziert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Schwarze Pädagogik?

2.1 Vorbemerkungen zur Geschichte der Erziehung

2.2 Begriffsgeschichte und Definition

2.3 Ausgewählte Methoden Schwarzer Pädagogik

1. Brechung des kindlichen Willens

2. Macht über den Zögling

3. Gott als Erzieher

3. Schwarze Pädagogik heute

3.1 Bernhard Bueb: Erziehung als Disziplinierung

3.2 Amy Chua: Erziehung als Kampf um Erfolg

3.3 Michael Winterhoff: Erziehung als Vermeidung von Tyrannen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Relevanz und Verbreitung pädagogischer Ansätze, die als „Schwarze Pädagogik“ bezeichnet werden können. Dabei wird hinterfragt, inwieweit moderne Erziehungsratgeber und gesellschaftliche Diskurse Tendenzen aufweisen, die kindliche Bedürfnisse negieren, auf restriktive Machtausübung setzen und somit eine Gefahr für eine gesunde kindliche Entwicklung darstellen könnten.

  • Historische Herleitung des Begriffs Schwarze Pädagogik
  • Kritische Analyse aktueller erziehungswissenschaftlicher Diskurse
  • Untersuchung autoritärer Erziehungsmethoden bei zeitgenössischen Publizisten
  • Bewertung von Disziplinierungs- und Erfolgsorientierung in der Erziehung
  • Plädoyer für einen ressourcenorientierten Paradigmenwechsel in der Pädagogik

Auszug aus dem Buch

3.1 Bernhard Bueb: Erziehung als Disziplinierung

Die Wellen, die Buebs Streitschrift „Lob der Disziplin“ seit ihrem Erscheinen 2006 schlug, nötigen zu der Frage, ob wir mittlerweile von einer Erziehung vor und einer nach Bueb sprechen sollten. Neben Thilo Sarrazin scheint er ein Lieblingsantiheld der Medien geworden zu sein und auch die pädagogische Fachwelt scheint sich in ihren Abwehrreaktionen gegen den bueb'schen Virus einig zu sein.

Im Rahmen dieser Arbeit kann nur ungenügend auf die gesamte Schrift und die dadurch entfachte Debatte eingegangen werden. Ein wichtiger Aspekt lediglich, die Forderung Buebs nach mehr Disziplin – wie der Titel schon sagt – soll an dieser Stelle kritisch geprüft werden auf Spuren Schwarzer Pädagogik. An welchen Stellen kann das „Lob der Disziplin“ zu einer Verneinung oder Herabwürdigung des Kindes/ Jugendlichen werden?

Buebs Grundthese lautet: Der Bildungsnotstand ist bedingt durch einen Erziehungsnotstand. Deshalb müsse erzieherisch wieder mehr getan werden. Dieses Mehr an erzieherischer Leistung wünscht er sich im Sektor Führung, Zucht, Disziplin etc.. Zu würdigen ist, dass Bueb immer wieder den Stellenwert der Liebe, die alle Pädagogik leiten solle, hervorhebt. Allerdings fällt auf, dass sich seine Erörterungen aus einem Bild von Kindern speist, was diese disqualifiziert: „[...] Da Kinder nicht gehorsam geboren werden, ignorieren sie Anweisungen, rebellieren gegen Erziehungsmaßnahmen, missachten Gebote und wenden alle Mittel an, um ihren eigenen Willen durchzusetzen [...]“ - das Kind als kleiner Rebell, als Aufrührer und Unruhestifter. Wie besonders Schmid herausstellt, geht Bueb vom bürgerlichen Erziehungsideal aus, das – wie bereits gesehen – den Gehorsam und die Ordnung als oberste Erziehungsziele proklamiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Debatte um Erziehung in Medien und Fachdiskurs und führt in die Fragestellung ein, inwieweit moderne Erziehungskonzepte Tendenzen Schwarzer Pädagogik enthalten.

2. Was ist Schwarze Pädagogik?: Dieses Kapitel definiert den Begriff Schwarze Pädagogik historisch und inhaltlich, unter anderem durch die Auseinandersetzung mit der Unterdrückung des kindlichen Willens und elterlicher Allmacht.

3. Schwarze Pädagogik heute: Hier werden prominente zeitgenössische Ansätze von Bernhard Bueb, Amy Chua und Michael Winterhoff hinsichtlich ihrer Übereinstimmung mit Prinzipien Schwarzer Pädagogik kritisch analysiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert einen Paradigmenwechsel hin zu einer ressourcenorientierten Erziehung, die das Kind als eigenständiges Subjekt respektiert.

Schlüsselwörter

Schwarze Pädagogik, Erziehung, Disziplin, Gehorsam, Machtausübung, Kindeswohl, Pädagogische Ratgeber, Bildungsnotstand, Authorität, Kindheitsforschung, Subjektorientierung, Erziehungswissenschaft, Gesellschaftsdiskurs, Willensbrechung, Liebe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob und inwieweit pädagogische Konzepte, die aktuell in gesellschaftlichen Debatten und Erziehungsratgebern dominieren, Spuren der sogenannten „Schwarzen Pädagogik“ aufweisen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung von Erziehung, die kritische Prüfung des Begriffs „Schwarze Pädagogik“ sowie die Untersuchung von modernen Erziehungsstilen hinsichtlich Disziplinierung und Machtausübung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den aktuellen erziehungswissenschaftlichen Diskurs zu dechiffrieren und aufzuzeigen, wie notwendig eine sachliche Analyse jenseits von Panikmache und rezeptologischen Erziehungsidealen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturgestützte, kritische Diskursanalyse, um pädagogische Konzepte und aktuelle Streitschriften vor dem Hintergrund fachwissenschaftlicher Theorien zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die theoretischen Grundlagen der Schwarzen Pädagogik dargelegt als auch Fallbeispiele von Publizisten wie Bernhard Bueb, Amy Chua und Michael Winterhoff kritisch analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Schwarze Pädagogik, Disziplin, Machtausübung, Subjektorientierung und pädagogischer Diskurs geprägt.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von „Liebe“ in den analysierten Erziehungskonzepten?

Die Autorin weist darauf hin, dass die Berufung auf Liebe in vielen dieser Werke als „Maske der Freundlichkeit“ dient, um restriktive oder strafende Erziehungsmethoden zu legitimieren.

Was wird konkret an Amy Chuas Ansatz („Die Mutter des Erfolgs“) kritisiert?

Kritisiert wird, dass Chua Erziehung als reinen Kampf um Leistung und Erfolg definiert, Kinder als Objekte betrachtet und teleologische, rein ergebnisorientierte Methoden propagiert, die der kindlichen Würde widersprechen.

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Details

Title
Spuren Schwarzer Pädagogik im heutigen gesellschaftlichen und erziehungswissenschaftlichen Diskurs
College
University of Marburg  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Grade
1,0
Author
Janka Vogel (Author)
Publication Year
2012
Pages
19
Catalog Number
V192706
ISBN (eBook)
9783656177845
ISBN (Book)
9783656177371
Language
German
Tags
spuren schwarzer pädagogik diskurs Schwarze Pädagogik Bernhard Bueb Michael Winterhoff Amy Chua Erziehungswissenschaft Disziplinierung Zwang Zucht Tedd Tripp Tigermutter Erziehungsratgeber Erziehungsnotstand Bibel Kinder Jugendliche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janka Vogel (Author), 2012, Spuren Schwarzer Pädagogik im heutigen gesellschaftlichen und erziehungswissenschaftlichen Diskurs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192706
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