Zur literaturtherapeutischen Bedeutung des Bilderbuches

Pauline-Mauline


Hausarbeit, 2009

16 Seiten, Note: 12 Punkte


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Suche nach dem Bilderbuch
1.2. Reaktion auf das Bilderbuch

2. Vorstellung des Bilderbuches
2.1. Bibliographische Angaben
2.2. Inhalt
2.3. Thema
2.4. Zusammenspiel von Bild und Text
2.5. Welche Gefühle/ Gedanken regt das Bilderbuch an?

3. Praktische eigene Erfahrungen beim Einsatz des Bilderbuches
3.1. Szene/Umgebung
3.2. Gestaltung der Gruppenstunde
3.3. Entdeckung beim Einsatz des Bilderbuches

4. Literaturtherapeutische Qualität insbesondere für die geschlechtsspezifische Erziehung von Mädchen und Jungen
4.1. Spiegelungen in Bilderbüchern
4.2. Art der Vermittlung von erzieherischen Botschaften
4.3. Medienkritische Einschätzung
4.4. Geeignet für Literaturtherapie?

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Suche nach dem Bilderbuch

Die Suche nach einem geeigneten Buch, das mir zudem noch gefällt, hat sich als schwieriger Prozess herausgestellt. Ich wollte das „perfekte“ Bilderbuch finden, das mich ganz persönlich berührt und anspricht. In dem Seminar habe ich bereits viele empfehlenswerte Bücher kennengelernt, die mich auf ihre ganz spezielle Art und Weise begeistert haben, sodass meine Erwartungen ziemlich hoch waren und ich mir viel Zeit für die Suche genommen habe. Während dessen ist mir aufgefallen, dass es ziemlich schwierig ist ansprechendes Material aufzutreiben. Ich habe herausgefunden, dass es sehr viel Lektüre gibt, die ich persönlich nicht für geeignet halte oder die keine Reaktionen in mir ausgelöst haben. Aus diesem Grund habe ich mir viel Zeit für eine gute Auswahl genommen. Ich kann mich selbst nicht mehr besonders gut an meine Kindheit erinnern, als mir Bilderbücher vorgelesen wurden, weshalb ich im Vorfeld keinen Favoriten hatte und mich völlig neu orientieren musste.

Ich suchte in Bibliotheken, Buchhandlungen und dem Internet nach passenden Büchern. Ich merkte schnell, dass das Internet dafür keine große Hilfe ist, da es nichts bringt nur den Inhalt eines Buches zu lesen. Das Zusammenspiel von Bild und Text sind ebenso wichtig. Schließlich habe ich mein Bilderbuch in einer Buchhandlung in Friedberg gefunden.

1.2. Reaktion auf das Bilderbuch

Nach einiger Zeit war ich etwas verzweifelt, weil ich einfach nichts Ansprechendes fand, und schon dachte meine Erwartungen und Vorstellungen reduzieren zu müssen. Umso erfreulicher war es, als ich endlich das Buch „Pauline - Mauline“ fand. Ich war sofort von dem Cover und dem Titel begeistert. Auf dem Buchdeckel, befindet sich ein Wackelbild, auf dem Pauline bzw. Mauline erscheint sobald man es bewegt. Insgesamt ist der Umschlag in pink gehalten, weshalb man schnell darauf aufmerksam wird. Es ist eine schöne Idee solch ein Titelbild zu nutzen, weil Kinder davon fasziniert sind und die Spannung auf den Inhalt steigt.

Während des ersten Durchlesens, war ich von Beginn an verzaubert. Meiner Meinung nach spielt besonders der Anfang eine große Rolle, ob man begeistert weiterliest oder das Buch enttäuscht weglegt. Bereits die erste Seite hat in mir ein Lächeln ausgelöst. Der Charakter der kleinen Pauline ist niedlich und amüsant dargestellt. Zudem wird eine alltagsnahe Situation beschrieben, durch die man sich mit den Protagonisten identifizieren kann. Außerdem erfreuten mich die Gestaltung der Seiten und die Illustrationen. Ich war der Auffassung, dass alle Kriterien für die Hausarbeit gegeben waren, nach denen ich gesucht hatte. Überdies empfand ich den Aufbau der Geschichte und besonders das Ende als gelungen. Nach dem ersten Lesen war ich froh endlich etwas Passendes gefunden zu haben. Jedoch bekam ich einige Zweifel wegen der Länge der Handlung. Die Geschichte wird sehr ausführlich und langatmig erzählt. Ich hatte die Befürchtung, die Kinder würden sich während des Vorlesens langweilen und ungeduldig werden. Somit sah ich es als Herausforderung an, sie für das Buch zu begeistern und bei Laune zu halten.

2. Vorstellung des Bilderbuches

2.1. Bibliographische Angaben

Der Titel des Bilderbuches lautet „Pauline - Mauline“. Die Verfasserin heißt Sandra Grimm, die Illustration lieferte Imke Sönnichsen. Es wurde 2007 veröffentlicht und von dem Ravensburger Buchverlag in einer gebundenen Ausgabe herausgegeben.

2.2. Inhalt

Das Bilderbuch „Pauline - Mauline“ von Sandra Grimm handelt von einem kleinen Mädchen namens Pauline, die morgens wütend und böse aufwacht und feststellt, dass sie auf gar nichts Lust hat.

Die kleine Pauline wird eines Morgens von ihrer Mutter geweckt und ist sofort schlecht gelaunt. Sie schaut sich im Spiegel an und entdeckt, dass ihr Spiegelbild stachelige Haare hat und es heute nicht Pauline, sonder Mauline ist. Schon beim Frühstück stellt sich heraus, dass der Tag wohl ziemlich anstrengend wird. Ihr schmeckt der Käse nicht mehr und sie will lieber Schokostreusel. In den Kindergarten kommt sie zu spät und ihre Freunde spielen schon mit anderen Kindern. Wütend läuft sie in die Puppenecke, aber auch da will sie nicht mitspielen. Schließlich ist Bastelstunde und Pauline will nur für sich basteln. Doch auch das macht ihr gar keinen Spaß. Das fällt Paulines Lieblingserzieherin Sonja auf, die zu ihr kommt um sie zu fragen, was los ist. Pauline erklärt ihr, dass sie heute auf gar nichts Lust hat. Sonja stimmt Pauline zu und sagt, dass sie dieses Gefühl kennt und auch manchmal solche Tage hat. Sonja schlägt Pauline vor, ihr beim Malen nur zu zuschauen, denn dabei muss sie schließlich nichts machen. Sie zeichnet ein kleines Mädchen mit roten abstehenden Haaren, die die Arme in die Hüfte stemmt und böse schaut. Pauline erkennt Mauline in diesem Bild und malt um das Mädchen noch einige Blitze und Zacken. Sie merkt, dass Malen eigentlich etwas Schönes ist, wenn man wütend ist und vollendet ihr Bild gemeinsam mit ihrem Freund Arne. Nach der Bastelstunde spielen die beiden Teufelspiraten in der Tobeecke. Als Mama sie mittags abholen möchte, hat sie noch keine Lust, weil das Spielen gerade so viel Spaß macht. Schließlich muss sie mit Mama mitgehen und steckt noch schnell das Bild, das sie zuvor gemalt hat, in ihre Tasche. Nach dem Kindergarten müssen Mama und Pauline noch in den Supermarkt gehen um ein paar Einkäufe zu erledigen. Pauline möchte gerne einen Schokoriegel, doch ihre Mutter verbietet es ihr. Schmollend sitzt Pauline während der Heimfahrt im Auto und sagt kein Wort. Zu Hause angekommen wartet Papa an der Haustür um sein kleines Mädchen zu begrüßen, doch sie geht beleidigt an ihm vorbei. Am Nachmittag ist jeder mit sich alleine beschäftigt. Papa sorgt für Ordnung, Mama räumt ihren Schreibtisch auf und Pauline sitzt in ihrem Zimmer. Ihr fällt auf, dass sie eigentlich gar nicht mehr wütend ist und fragt sich, was man tut, wenn Mauline nicht mehr existiert. Sie geht zu ihrer Mutter und fragt ob sie ihr helfen darf leere Briefumschläge zu zerreisen. Mama freut sich, dass sie ihre alte Pauline zurück hat und gemeinsam räumen sie auf. Wenig später kommt Papa ins Zimmer und Pauline begrüßt ihn fröhlich. Er wundert sich über die plötzlich eingetretene gute Stimmung und fragt sich warum, ihm niemand mitteilt, dass alle wieder glücklich sind. Er hat sich in den Daumen geschnitten und ist nun etwas ärgerlich. Pauline versucht ihren Papa wieder etwas aufzumuntern und zeigt Beiden das Bild, das sie morgens im Kindergarten gemalt hat. Pauline bemerkt, dass heute ein ziemlich schwieriger Tag ist. Ihr fällt auf, dass jeder einmal schlecht gelaunt sein kann. Es gibt Mama-Mauline, Papa-Mauline und Pauline- Mauline, da stimmen auch ihre Eltern zu. Abends vor dem Einschlafen unterhalten sich Mama und Pauline noch einmal über das Bild und beschließen es am nächsten Tag in der Küche aufzuhängen, damit man sich immer darin erinnert, dass man sich auch noch lieb hat, wenn man schlecht gelaunt ist.

2.3. Thema

Das Bilderbuch geht wie zuvor schon beschrieben auf ein alltägliches Thema ein. Wer hat solch eine Situation nicht schon einmal erlebt? Man steht morgens auf und hat auf nichts Lust und ahnt schon, dass dieser Tag nicht gut verlaufen wird. Das Buch spricht über Themen wie zum Beispiel Streit, Lustlosigkeit und Unzufriedenheit. Jedoch thematisiert es auch das Vertragen und gegenseitige Akzeptieren, das für eine gute zwischenmenschliche Beziehung von großer Bedeutung ist.

Ich finde es gut, dass das Buch viele Themen im Umgang von Eltern und Kindern aufgreift. Somit kann sich jeder mit der Handlung auseinandersetzen und identifizieren. Anhand dieser Geschichte können sich Erwachsene, genauso gut wie Kinder an dem Verhalten der Protagonisten orientieren und lernen mit Ärger und Streit umzugehen. In diesem Bilderbuch wird Mitgefühl erweckt und es hilft zudem zu verstehen, dass negative Gefühle völlig normal sind. Kindern wird deutlich gemacht, dass solche Situationen vorkommen können, man aber trotzdem verstanden und geliebt wird.

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Zur literaturtherapeutischen Bedeutung des Bilderbuches
Untertitel
Pauline-Mauline
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
12 Punkte
Autor
Jahr
2009
Seiten
16
Katalognummer
V192925
ISBN (eBook)
9783656180579
ISBN (Buch)
9783656180784
Dateigröße
446 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bedeutung, bilderbuches, pauline-mauline
Arbeit zitieren
Vanessa Stiefmeier (Autor:in), 2009, Zur literaturtherapeutischen Bedeutung des Bilderbuches, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192925

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