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Depressionen nach der Schwangerschaft

Wie soziale Beratung zur Prävention postpartaler Depressionen beitragen kann

Titre: Depressionen nach der Schwangerschaft

Mémoire (de fin d'études) , 2008 , 81 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Friederike Seeger (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

Zusammenfassung
Postpartale Depressionen (PPD) sind heute die häufigsten psychischen Erkrankungen von Frauen nach der Geburt. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welchen Beitrag die Soziale Arbeit zur Prävention dieser Erkrankung leisten kann. Ziel ist es, die Grundlage für ein Beratungskonzept zu legen, das in die Praxis der Sozialen Arbeit integriert werden kann. Es sollen praktische Empfehlungen für die strukturelle, inhaltliche und methodische
Gestaltung einer sozialen Beratung erarbeitet werden. Im Mittelpunkt der theoretischen Überlegungen steht die Frage, welche Relevanz das Konstrukt des Kohärenzgefühls für die Prävention postpartaler Depressionen hat.
Die Arbeit zeigt zunächst auf, dass das Konstrukt des Kohärenzgefühls ein differenziertes Verständnis von Gesundheit in der Beratung ermöglicht. Die Betrachtung von Risiko- und Protektivfaktoren für die Entstehung einer PPD kann zu einer stärkeren Ressourcenorientierung in der Beratung beitragen. Es wird erörtert, dass eine sozialökologische Orientierung, die an den Ursachen von Problemen ansetzt und auch komplexere Problemlagen
in den Blick nimmt, den dafür notwendigen Rahmen bietet.
Die Betrachtung der strukturellen Rahmenbedingungen eines Wiener Modellprojekts zeigt, dass durch die Implementation des Beratungsangebots im Klinikkontext die notwendige
Niedrigschwelligkeit erreicht wird. Auf inhaltlicher Ebene werden vier Beratungsschwerpunkte identifiziert: Soziale Unterstützung, Partnerschaft, Auseinandersetzung mit den Veränderungen durch das Elternwerden sowie mit der Gefühlswelt. In Anlehnung an das Life Model der Sozialen Arbeit (Germain/Gitterman 1999) werden schließlich
Methoden vorgestellt, die für die Arbeit mit den drei Komponenten des Kohärenzgefühls Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit hilfreich sind.
Die Arbeit gelangt zu der Schlussfolgerung, dass die Förderung der Eigenständigkeit und des Vertrauens in die eigenen Fähigkeiten wesentliche Ziele in der präventiven Beratung
sein müssen. Offensivere methodische Elemente erscheinen angesichts der enormen Umstellungen und Neuorientierungen während einer Schwangerschaft angebracht. Die Arbeit mit dem Kohärenzgefühl in der sozialen Beratung kann eine Klientin auf den Umgang mit dem Übergang zur Elternschaft vorbereiten, indem es auch eine langfristige Perspektive bei der Bewältigung der kritischen Lebensphase eröffnet. Das Konstrukt kann somit äußerst hilfreich bei der Prävention postpartaler Depressionen sein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Das Konstrukt des Kohärenzgefühls in der Salutogenese

2.1 Das Konstrukt des Kohärenzgefühls

2.1.1 Komponenten des Kohärenzgefühls

2.1.2 Umgang mit Stressoren durch Widerstandsressourcen

2.1.3 Entwicklung und Veränderung des Kohärenzgefühls

2.2 Einfluss des Kohärenzgefühls auf Gesundheit und Stand der Forschung

3.0 Schwangerschaft und postpartale Depression

3.1 Übergang zur Elternschaft als kritisches Lebensereignis

3.2 Postpartale Depression

3.2.1 Symptomatik

3.2.2 Ursachen und Risikofaktoren

3.2.3 Protektivfaktoren / Gesundheitserhaltende Ressourcen

3.3 Präventionsmöglichkeiten

3.3.1 Interventionen bei postpartaler Depression

3.3.2 Beratung als zentrale präventive Maßnahme

4.0 Soziale Beratung von schwangeren Frauen

4.1 Angebot von Schwangerenberatungsstellen

4.2 Soziale Beratung

4.2.1 Konzepte der sozialen Beratung schwangerer Frauen

4.2.2 Zwischenfazit

5.0 Praxisbeispiel: Wiener Projekt zur Prävention postpartaler Depressionen

5.1 Zielsetzung, Konzeption und Ergebnisse

5.2 Zur Rolle der Sozialen Arbeit

6.0 Konzeptuelle Überlegungen für eine soziale Beratung schwangerer Frauen zur Prävention postpartaler Depressionen

6.1 Strukturelle Rahmenbedingungen

6.2 Beratungsinhalte

6.3 Methoden für eine soziale Beratung schwangerer Frauen

7.0 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Diplomarbeit untersucht den Beitrag der Sozialen Arbeit zur Prävention postpartaler Depressionen, indem sie das theoretische Konstrukt des Kohärenzgefühls aus der Salutogenese auf die Beratungspraxis überträgt und durch ein Praxisbeispiel sowie konzeptuelle Überlegungen fundiert.

  • Salutogenetisches Modell und Kohärenzgefühl
  • Ursachen, Risikofaktoren und Prävention der postpartalen Depression
  • Methoden und Konzepte der sozialen Beratung bei Schwangeren
  • Strukturelle Rahmenbedingungen in der klinischen Beratungspraxis
  • Ressourcenorientierte Interventionen für den Übergang zur Elternschaft

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Komponenten des Kohärenzgefühls

Das Kohärenzgefühl umfasst in der Konzeption von Antonovsky drei Komponenten: Die tiefe Überzeugung, dass das Leben prinzipiell verstehbar ist (Gefühl der Verstehbarkeit bzw. sense of comprehensibility), dass die damit verbundenen Anforderungen persönlich sinnvoll (Gefühl der Sinnhaftigkeit bzw. sense of meaningfulness) und prinzipiell bewältigbar (Gefühl der Handhabbarkeit bzw. sense of manageability) sind.

Die Komponente Verstehbarkeit bezieht sich primär auf die kognitiven Verarbeitungsmuster eines Individuums. Sowohl interne als auch externe Reize könnten nach Antonovsky als kognitiv sinnvoll wahrgenommen werden: „Die Person mit einem hohen Ausmaß an Verstehbarkeit geht davon aus, dass Stimuli, denen sie in Zukunft begegnet, vorhersagbar sein werden oder sie zumindest, sollten sie tatsächlich überraschend auftreten, eingeordnet und erklärt werden können“ (Antonovsky 1997: 34). Verschiedene Lebenserfahrungen werden als zueinander passend und konsistent wahrgenommen (vgl. ebd.: 110). Grabert weist an diesem Punkt zudem auf den Aspekt der Kontrolle hin – Vorhersagbarkeit und Erklärbarkeit von Ereignissen vermitteln einem Menschen ihrer Auffassung nach das Gefühl der kognitiven Kontrolle über Ereignisse (vgl. Grabert 2007: 26). Auch beinhalte diese Komponente das Gefühl, von anderen Menschen verstanden zu werden. Verstehbarkeit entspreche „der Fähigkeit, auch unter Belastung und in verworrenen Lebenssituationen noch den Überblick und das Verständnis für die eigene Lage zu bewahren“ (ebd.: 27).

Mit dem Gefühl der Handhabbarkeit bzw. Bewältigbarkeit ist ein optimistisches Vertrauen gemeint, Anforderungen meistern und Ressourcen dafür mobilisieren zu können. Die Ressourcen betreffen solche, die ein Individuum selbst unter Kontrolle hat und solche, die von Personen kommen, denen es vertraut – wie dem Ehepartner, Freunden oder Ärzten (vgl. Antonovsky 1997: 35). Nach Grabert ist dabei nicht entscheidend, ob die Kontrolle über ein Ereignis bei einer Person selbst liegt, sondern vielmehr ob diese Person das Gefühl hat, dass jemand das bevorstehende Ereignis gemäß den eigenen Interessen kontrolliert (vgl. Grabert 2007: 27). Das Gefühl der Handhabbarkeit führt dazu, dass sich Personen nicht hilflos ausgeliefert fühlen, wenn sie sich in schwierigen Lebenssituationen befinden: „Wer ein hohes Ausmaß an Handhabbarkeit erlebt, wird sich nicht durch Ereignisse in die Opferrolle gedrängt oder vom Leben ungerecht behandelt fühlen“ (ebd.: 35). Diese Komponente betrifft kognitiv-emotionale Verarbeitungsmuster.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik postpartaler Depressionen ein und hinterfragt die Rolle der Sozialen Arbeit sowie die Relevanz des Kohärenzgefühls für die Prävention.

2.0 Das Konstrukt des Kohärenzgefühls in der Salutogenese: Dieses Kapitel erläutert das salutogenetische Modell nach Antonovsky und die drei zentralen Komponenten Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit.

3.0 Schwangerschaft und postpartale Depression: Es werden die Herausforderungen des Übergangs zur Elternschaft sowie klinische Symptome und Risikofaktoren der Depression nach der Geburt dargestellt.

4.0 Soziale Beratung von schwangeren Frauen: Das Kapitel bietet einen Überblick über bestehende Beratungsangebote und analysiert verschiedene methodische Konzepte der Sozialen Arbeit.

5.0 Praxisbeispiel: Wiener Projekt zur Prävention postpartaler Depressionen: Die Arbeit stellt ein konkretes Modellprojekt vor, analysiert dessen Zielsetzungen sowie die Rolle der dort eingesetzten Sozialarbeiterinnen.

6.0 Konzeptuelle Überlegungen für eine soziale Beratung schwangerer Frauen zur Prävention postpartaler Depressionen: Hier werden basierend auf den vorangegangenen Kapiteln praktische Empfehlungen für eine strukturierte, inhaltliche und methodische Beratungsgestaltung entwickelt.

7.0 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Relevanz des Kohärenzgefühls für die Soziale Arbeit zusammen und bietet einen Ausblick auf notwendige Weiterentwicklungen und Forschung.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, postpartale Depression, Kohärenzgefühl, Salutogenese, Schwangerenberatung, Prävention, Widerstandsressourcen, Übergang zur Elternschaft, psychosoziale Belastung, Beratungsmethoden, Lebensweltorientierung, Wiener Projekt, Beratungsinhalte, Gesundheitsförderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das salutogenetische Konzept des Kohärenzgefühls in der Sozialen Arbeit genutzt werden kann, um postpartale Depressionen bei schwangeren Frauen präventiv zu vermeiden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das Salutogenesemodell nach Antonovsky, die psychosoziale Belastung während des Übergangs zur Elternschaft, sowie die methodische Ausgestaltung sozialer Beratungsangebote.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die Erarbeitung von praktischen Grundlagen für ein präventives Beratungskonzept, das Fachkräfte in der Sozialen Arbeit bei der Begleitung werdender Mütter anwenden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie auf die Auswertung und Transferleistung eines österreichischen Modellprojekts (Wiener Projekt).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Kohärenzgefühls, die klinische Betrachtung postpartaler Depressionen, eine Übersicht bestehender Beratungskonzepte und die Ableitung konkreter methodischer Leitlinien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Soziale Arbeit, postpartale Depression, Kohärenzgefühl, Salutogenese, Schwangerenberatung und Prävention stehen im Zentrum der Arbeit.

Warum ist das Wiener Modellprojekt für die Arbeit besonders wichtig?

Es dient als praxisnahes Beispiel dafür, wie ein strukturiertes System der Früherkennung und Unterstützung in einem Klinikkontext implementiert werden kann.

Welche Bedeutung haben die Erkenntnisse für die künftige Beratungspraxis?

Die Arbeit zeigt, dass eine stärkere Integration von gesundheitsfördernden Ressourcen und eine bewusste Bearbeitung der drei Komponenten des Kohärenzgefühls die Widerstandsfähigkeit von Frauen in der kritischen Lebensphase des Elternwerdens maßgeblich stärken kann.

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Résumé des informations

Titre
Depressionen nach der Schwangerschaft
Sous-titre
Wie soziale Beratung zur Prävention postpartaler Depressionen beitragen kann
Université
Catholic University of Applied Sciences München
Note
1,3
Auteur
Friederike Seeger (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
81
N° de catalogue
V193576
ISBN (ebook)
9783656186434
ISBN (Livre)
9783656187738
Langue
allemand
mots-clé
Postpartale Depression Prävention psychischer Erkrankungen Babyblues Heultage Salutogenese Soziale Arbeit Beratung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Friederike Seeger (Auteur), 2008, Depressionen nach der Schwangerschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193576
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Extrait de  81  pages
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