Die Elisabeth-Tsasouna der russischen Künstlerin Irina Zatulovskaya ist ein vermutlich weltweit einzigartiges, religiöses Kunstwerk. In diesem Buch wird die Tsasouna beschrieben und vor dem Hintergrund der orthodoxen Theologie erklärt.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Die finnisch-orthodoxe Kirche
Das Kloster Uusi-Valamo der Hl. Verklärung Christi bei Heinävesi
Das Kloster Lintula der Hl. Dreifaltigkeit bei Heinävesi
Die Bruderschaft der schützenden Mutter Gottes in Kirkkonummi
Die Elisabeth-Tsasouna in Kirkkonummi / Finnland
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der Studie ist es, die Elisabeth-Tsasouna in Kirkkonummi als ein bislang weitgehend unbekanntes, künstlerisches und theologisches Kleinod einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen und in den Kontext der orthodoxen Frömmigkeit einzubetten.
- Geschichte und Entwicklung der finnisch-orthodoxen Kirche
- Strukturen und Leben in den orthodoxen Klöstern Finnlands
- Theologische Symbolik der Freilicht-Tsasouna
- Das Leben und Wirken der Hl. Neu-Märtyrerin Elisabeth
- Die künstlerische Gestaltung durch Irina Zatulovskaya
Auszug aus dem Buch
Die Elisabeth-Tsasouna in Kirkkonummi / Finnland
Die Elisabeth-Tsasouna, die sich auf dem Gelände der Bruderschaft der schützenden Mutter Gottes befindet, ist vermutlich eine weltweit einmalige Besonderheit; denn sie ist eine „Freilicht-Tsasouna“. Sie wurde von der russischen Künstlerin Irina Zatulovskaja im Jahr 1996 geschaffen. Eine Tsasouna ist – wie eingangs erklärt – eigentlich eine kleine Holz-Kapelle für die persönliche Andacht von Gläubigen. Daher ist diese „Freilicht-Tsasouna“ eine einzigartige Ausnahme.
Die Künstlerin Irina Zatulovskaya, geb. 1954, ist hauptsächlich in Russland und im nordeuropäischen Raum durch ihre zahlreichen Ausstellungen bekannt, beginnend mit der Beteiligung an den „Exhibitions of Young Moscow Painters“ in Moskau im Jahr 1975 (bis heute weitere Beteiligungen an Ausstellungen in Russland, Dänemark, USA, Großbritannien, Polen, Finnland, Deutschland, Italien, Österreich, Niederlande, Schweden, Spanien und Lettland). Seit 1986 stellt sie auch alleine aus (bisher in Russland, Großbritannien, Finnland, Schweden, Estland und Italien) und hat darüber hinaus mehrere russische und finnische Bücher mit Illustrationen versehen.
Die von ihr gestaltete Tsasouna war zunächst in einem Schuppen in Schottland zu sehen gewesen; doch dort besuchte sie kaum ein orthodoxer Gläubiger. Danach wurde sie vorübergehend in Stockholm ausgestellt, bevor sie im Jahr 1998 auf Wunsch der Künstlerin in Kirkkonummi ihren endgültigen Standort fand.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der Tsasouna und stellt das Ziel der Studie vor, dieses besondere Freilicht-Kunstwerk im theologischen Kontext zu erläutern.
Die finnisch-orthodoxe Kirche: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss über die Wurzeln, die Entwicklung und die kirchenpolitische Situation der finnisch-orthodoxen Kirche im 20. Jahrhundert.
Das Kloster Uusi-Valamo der Hl. Verklärung Christi bei Heinävesi: Der Text beschreibt die Umsiedlung und das heutige Leben im bedeutenden Männerkloster Uusi-Valamo sowie dessen Öffnung für den Tourismus.
Das Kloster Lintula der Hl. Dreifaltigkeit bei Heinävesi: Dieses Kapitel porträtiert das Nonnenkloster Lintula, seine Geschichte nach der Evakuierung aus Karelien und seine Bedeutung für die Kerzenherstellung.
Die Bruderschaft der schützenden Mutter Gottes in Kirkkonummi: Der Autor stellt die Entstehung der Bruderschaft auf einem ehemaligen Hofgut sowie das tägliche Leben der dort ansässigen Mönche vor.
Die Elisabeth-Tsasouna in Kirkkonummi / Finnland: Das Hauptkapitel beschreibt detailliert die Gestaltung, die theologische Symbolik und die Widmung der Freilicht-Kapelle an die Hl. Neu-Märtyrerin Elisabeth.
Schlüsselwörter
Elisabeth-Tsasouna, finnisch-orthodoxe Kirche, Uusi-Valamo, Lintula, Kirkkonummi, Irina Zatulovskaya, orthodoxe Frömmigkeit, Ikonen, Klöster, Freilicht-Kapelle, Hl. Neu-Märtyrerin Elisabeth, Gottesdienst, Symbolik, spirituelles Leben.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit widmet sich der Beschreibung und theologischen Deutung der Elisabeth-Tsasouna, einer einzigartigen Freilicht-Kapelle in Finnland.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Publikation verbindet finnische Kirchengeschichte, orthodoxe Klostertraditionen und kunsthistorische Betrachtungen zu einem spezifischen, sakralen Ort.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein unbekanntes Kunstwerk einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen und dessen tiefere religiöse Bedeutung zu erschließen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus historischer Analyse, persönlichen Ortsbesuchen und der Auswertung orthodoxer dogmatischer Literatur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen Überblick über die finnisch-orthodoxe Kirche und ihre Klöster sowie eine detaillierte ikonographische Analyse der Elisabeth-Tsasouna.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie orthodoxe Spiritualität, Freilicht-Kapelle, Klostertradition und der Lebensweg der Hl. Neu-Märtyrerin Elisabeth stehen im Zentrum.
Warum ist die Elisabeth-Tsasouna eine Besonderheit unter den Kapellen?
Im Gegensatz zur klassischen Holz-Kapelle (Tsasouna) ist sie als Freilicht-Installation gestaltet, ohne Wände oder Dach, eingebettet in eine natürliche Felsumgebung.
Welche Bedeutung hat der Verweis auf die Hl. Neu-Märtyrerin Elisabeth für den Ort?
Die Kapelle ist ihr gewidmet; ihre Vita dient als Vorbild der Nachfolge Christi, wobei Kacheln im Fels Szenen ihres Lebens mit denen Jesu parallelisieren.
- Citation du texte
- Kai Merten (Auteur), 2012, Die Elisabeth-Tsasouna in Kirkkonummi / Finnland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194162