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Wortschatzarbeit im Anfangsunterricht Französisch

Titel: Wortschatzarbeit im Anfangsunterricht Französisch

Bachelorarbeit , 2011 , 39 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Mareike Lahr (Autor:in)

Didaktik für das Fach Französisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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"Und die unbekannten Vokabeln schreibt ihr euch dann zu Hause raus!" Diese Aussage einer Lehrerin in einer 8. Klasse in Französisch als 3. Fremdsprache ist heutzutage durchaus gebräuchlich im Fremdsprachenunterricht und zeigt, dass die Wortschatzarbeit immer noch zu wenig Beachtung im Anfangsunterricht findet. Wortschatzarbeit zu Beginn des Fremdsprachenunterrichts legt das Fundament für einen weiteren Ausbau der Sprachkompetenz.
Anstatt Lehrer und auch teilweise Sprachdozenten an der Universität
ihr Augenmerk mehr diesem durchaus essentiellem Teil des Fremdsprachenunterrichts widmen, versuchen sie immer wieder die ihnen so wichtige Grammatik einzutrichtern. Es steht außer Frage, auch Grammatik ist ein wichtiger Aspekt der gelungenen fremdsprachlichen Kommunikation. Aber was nützt ein umfangreicher Katalog von Regelwissen im Kopf, wenn die nötige Lexik für die Anwendung dieser Regeln fehlt.
Wie soll so ein bestimmtes Sprachniveau erreicht werden, wenn nicht die vom Lehrplan (vgl. Lehrplan Gymnasien 2011:8) verlangte Vermittlung und von Strategien und Methoden zum erfolgreichen Erschließen und Lernen von Wortschatz im Unterricht eingeübt wird? Zudem fällt es später den Lehrpersonen schwerer, die Schüler in höheren Klassen von uneffektiven Lernwegen abzubringen.
Aufgrund der beschriebenen Gegebenheiten und im Hinblick auf die zukünftige Arbeit als Französischlehrerin ist es notwendig, sich grundlegend mit dem Thema Wortschatzarbeit und im Besonderen mit deren Vermittlung zu beschäftigen.
Um aber zu verstehen, wie sich der Erwerb im Gedächtnis des Schülers vollzieht, ist die Beschäftigung mit dem mentalen Lexikon unumgänglich. Der erste Teil dieser Arbeit beschäftigt sich somit mit dem Aufbau und der Funktion des mentalen Lexikons, um sich dann dem Lernerlexikon zu widmen.
Im zweiten Teil wird der Wortschatz, dessen Gliederung und die Wortschatzarbeit als Prozess im Unterricht erläutert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das mentale Lexikon

2.1 Organisation des mentalen Lexikons

2.2 Funktionsweise des mentalen Lexikons

2.3 Das Lernerlexikon

2.4 Zusammenfassung

3 Wortschatzarbeit im Französischunterricht

3.1 Gliederung des Wortschatzes

3.2 Prozess der Wortschatzarbeit

4 Semantisierung

4.1 Visuelle Verfahren

4.2 Einsprachige Verfahren

4.3 Mehrsprachige Verfahren

4.4 Autosemantisierung

4.5 Didaktische Konsequenzen

5 Semantisierung im Anfangsunterricht

5.1 Bedingungen im Anfangsunterricht

5.2 Beispiel: Découvertes 1 - Leçon 3

5.3 Beispiel: Cours intensif 1 - Leçon 7

6 Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und effektive Gestaltung der Wortschatzarbeit im Französisch-Anfangsunterricht unter besonderer Berücksichtigung kognitionswissenschaftlicher Erkenntnisse zum mentalen Lexikon. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch fundierte Semantisierungsstrategien den Erwerb und die dauerhafte Speicherung fremdsprachlicher Wörter bei Schülern optimieren und Strategien zur autonomen Worterschließung fördern können.

  • Grundlagen des mentalen Lexikons und des Lernerlexikons
  • Prozessmodelle der Wortschatzvermittlung und -speicherung
  • Methodische Vielfalt der Semantisierung (visuell, einsprachig, mehrsprachig, autosemantisch)
  • Praktische Implementierung im Anfangsunterricht anhand von Lehrwerksbeispielen

Auszug aus dem Buch

2 Das mentale Lexikon

Für das mentale Lexikon lassen sich unterschiedliche konkrete Definitionen finden. Aitchison (1997:13) bezeichnet es schlicht und einfach als "menschlicher Wortspeicher"; Schwarz (1992:105) wird in seiner Beschreibung schon genauer und verankert es als "der Teil des Langzeitgedächtnisses, in dem die Wörter einer Sprache mental repräsentiert sind"; Möhle (1994:39) bezieht in ihre Überlegung andere Sprachen mit ein, was für den Fremdsprachenerwerb eine prinzipielle Grundvoraussetzung darstellt: "[...] als mentales Lexikon bezeichnet man das Reservoir, also den Teil unseres Langzeitgedächtnisses, in dem unser Wissen über alle uns bekannten Wörter unserer eigenen und gegebenfalls auch anderer uns verfügbaren Sprachen gespeichert ist." Somit gleicht kein mentales Lexikon dem anderen. Jeder Mensch besitzt aufgrund seiner individuellen Erfahrungen seinen persönlichen Wortschatz.

Durch den Begriff "Lexikon" lässt sich vermuten, dass dieser menschliche Wortspeicher ähnlich angelegt ist wie ein Wörterbuch, welches eine begrenzte und alphabetisch geordnete Anzahl Einträge besitzt, die zudem nicht verändert werden können, geschweige denn miteinander verknüpft sind. Tatsächlich ist der menschliche Speicher viel komplexer, inhaltlich unbegrenzt und flexibel.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die oft mangelnde Aufmerksamkeit für Wortschatzarbeit im Anfangsunterricht und betont die Notwendigkeit, kognitive Grundlagen des Spracherwerbs zu verstehen, um effektive Lernwege zu etablieren.

2 Das mentale Lexikon: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau und die Funktionsweise des mentalen Lexikons und stellt das Konzept des Lernerlexikons als multidimensionales Netzwerk dar, das sich durch Fremdsprachenerwerb lückenhaft und weniger stabil entwickelt.

3 Wortschatzarbeit im Französischunterricht: Es wird die Strukturierung des Wortschatzes linguistisch analysiert und der Prozess der Wortschatzarbeit in vier lernpsychologisch fundierte Phasen eingeteilt.

4 Semantisierung: Die verschiedenen Verfahren der Semantisierung, von visuellen über einsprachige und mehrsprachige Methoden bis hin zur Autosemantisierung, werden hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile sowie ihrer didaktischen Einsetzbarkeit bewertet.

5 Semantisierung im Anfangsunterricht: Anhand konkreter Beispiele aus den Lehrwerken "Découvertes 1" und "Cours intensif 1" wird aufgezeigt, wie Wortschatzarbeit in der Praxis umgesetzt werden kann, um Schüler zur eigenständigen Worterschließung anzuleiten.

6 Schlussbemerkungen: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass eine vernetzte, mehrkanalige und schülerzentrierte Wortschatzarbeit maßgeblich zur Effektivität des Spracherwerbs beiträgt und traditionelle, lehrerzentrierte Ansätze abgelöst werden sollten.

Schlüsselwörter

Wortschatzarbeit, Mentales Lexikon, Lernerlexikon, Semantisierung, Anfangsunterricht, Fremdsprachenerwerb, Autosemantisierung, Worterschließung, Mehrsprachigkeit, Kognition, Sprachvermittlung, Lernstrategien, Deklaratives Wissen, Prozedurales Wissen, Netzwerkmodelle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der methodisch fundierten Vermittlung von Vokabeln im Französisch-Anfangsunterricht, basierend auf kognitionswissenschaftlichen Erkenntnissen zur Struktur des menschlichen Gedächtnisses.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind der Aufbau des mentalen Lexikons, verschiedene Semantisierungsverfahren, die praktische Gestaltung von Unterrichtsphasen in Französischlehrwerken und die Förderung von Lernstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch die Kenntnis der Funktionsweise des mentalen Lexikons die Wortschatzvermittlung effektiver gestalten können, um nachhaltiges Lernen und Autonomie bei Schülern zu fördern.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Fachdidaktik-Arbeit, die literaturgestützte Modelle der Lernpsychologie mit unterrichtspraktischen Analysebeispielen aus gängigen Schulbuchwerken verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (mentales Lexikon, Wortschatzarbeit als Prozess) und die methodisch-didaktische Analyse (Semantisierungsverfahren und deren Anwendung im Unterricht).

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit besonders?

Neben "Mentales Lexikon" und "Semantisierung" sind dies insbesondere "Autosemantisierung", "Lernerlexikon" und "Fremdsprachenerwerb im Anfangsunterricht".

Warum spielt das "mentale Lexikon" eine so wichtige Rolle für den Unterricht?

Das Verständnis darüber, wie Wörter im Gehirn vernetzt und gespeichert werden, ermöglicht es Lehrern, Methoden zu wählen, die diese natürlichen Prozesse unterstützen, anstatt stures Auswendiglernen zu fordern.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Wortschatz-Typen?

Die Autorin differenziert zwischen produktivem, rezeptivem und potentiellem Wortschatz und erläutert, wie diese durch unterschiedliche Techniken (z.B. Erschließungsstrategien) aktiviert oder erweitert werden können.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wortschatzarbeit im Anfangsunterricht Französisch
Hochschule
Universität Leipzig
Note
2,3
Autor
Mareike Lahr (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
39
Katalognummer
V194169
ISBN (eBook)
9783656195023
ISBN (Buch)
9783656196518
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wortschatzarbeit anfangsunterricht französisch mentales Lexikon wortschatzerwerb wortschatzvermittlung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mareike Lahr (Autor:in), 2011, Wortschatzarbeit im Anfangsunterricht Französisch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194169
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Leseprobe aus  39  Seiten
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