Optionen gehören zur Familie der Termingeschäfte. Anders als auf dem Kassamarkt besitzen hier der Vertragsabschluss und die Vertragserfüllung zwei unterschiedliche Zeitpunkte. Letztere findet in der Zukunft statt. Grundsätzlich wird diese Art von Handel in sogenannte bedingte und unbedingte Termingeschäfte unterteilt.1
Unbedingten Termingeschäfte sind im jedem Fall zu erfüllen, hier sind Futures und ähnliche Derivate angesiedelt. Während bei bedingten Termingeschäften eine Vertragsseite das Recht besitzt zwischen Aufgabe und Erfüllung des Geschäftes zu wählen.2 Solch ein Wahlrecht ist eine Option. Einfach gesagt: die Option etwas anderes zu tun. Abbildung 1
veranschaulicht schematisch die Positionierung von Optionen im Finanzmarkt.
Um tiefer in die Materie einsteigen zu können, müssen wir erst einmal einige grundlegende Begrifflichkeiten näher erläutern.
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1 Vgl.: Lingner, 1991, S.3.
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
1. Optionen
1.1 Kontraktspezifikation
1.2 Optionspositionen
1.3 Keys of option trading
1.4 Optionspreis
1.5 Einflussgrößen
1.6 Optionsbewertung
2. Monte-Carlo-Simulation
2.1 Funktionsweise der Simulation
2.2 Varianz
2.3 Varianzreduzierendes Verfahren
3. Bewertung von Optionen
4. Anwendung der Theorie
5. Vor- und Nachteile der Monte-Carlo-Methode
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen bedingten und unbedingten Termingeschäften?
Unbedingte Termingeschäfte (wie Futures) müssen in jedem Fall erfüllt werden. Bedingte Termingeschäfte (Optionen) geben einer Seite das Wahlrecht, ob das Geschäft ausgeführt wird oder nicht.
Wie funktioniert die Monte-Carlo-Simulation bei Optionen?
Die Simulation berechnet den Erwartungswert des Optionspreises, indem sie eine Vielzahl von möglichen zukünftigen Kursverläufen des Basiswerts zufällig generiert und analysiert.
Welche Einflussgrößen bestimmen den Preis einer Option?
Wichtige Faktoren sind der aktuelle Kurs des Basiswerts, der Ausübungspreis, die Restlaufzeit, die Volatilität und der risikolose Marktzins.
Was sind die Vorteile der Monte-Carlo-Methode?
Sie ist besonders flexibel und kann auch komplexe Optionen bewerten, für die es keine einfachen mathematischen Formeln (wie Black-Scholes) gibt.
Was ist ein varianzreduzierendes Verfahren?
Dies sind Techniken in der Simulation, um die Genauigkeit der Ergebnisse zu erhöhen und die Anzahl der benötigten Simulationsdurchläufe zu verringern.
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- Stefano Gioia (Author), 2009, Optionsbewertung mit Monte-Carlo-Simulation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194560