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Der „Home Bias“ internationaler Investoren: Eine Untersuchung von Aktienportfolios

Title: Der „Home Bias“ internationaler Investoren: Eine Untersuchung von Aktienportfolios

Bachelor Thesis , 2011 , 32 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Stefanie Grimnitz (Author)

Economics - Micro-economics
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In den letzten Jahrzehnten hat eine fortlaufende Deregulierung und Liberalisierung der Finanz- und Kapitalmärkte stattgefunden, denn auch an ihnen ist die Globalisierung nicht unmerklich vorübergegangen. Dies hat zu einer wirtschaftlichen Verkettung der einzelnen Länder geführt und somit zu vermehrten Anlagemöglichkeiten für die Marktteilnehmer. Durch diese zusätzlichen Anlagealternativen sind eine bessere Diversifikation und eine Risikoreduktion des Aktienportfolios möglich.
Doch trotz der Vorteile internationaler Diversifikation wurde Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts festgestellt, dass die meisten Investoren diese nicht ausschöpfen, sondern einen sehr großen Anteil ihres Portfolios in Aktien aus dem Heimatland halten. Diese Tendenz wird in der ökonomischen Literatur „Home Bias“, aber auch „Home Bias puzzle“ oder „Equity Home Bias“ genannt. Somit verfolgen die meisten Investoren eine Strategie der Akzeptanz von zusätzlichem Risiko durch eine nicht ausreichende Streuung auf verschiedene internationale Aktienwerte.
Das Ziel dieser Arbeit ist es zu analysieren, wie ausgeprägt der Home Bias weltweiter Investoren ist, welche Ursachen dieses Phänomen hat und welche Folgen daraus resultieren. Da der Home Bias in Bondportfolios weniger ausgeprägt ist, beschränkt sich die Analyse auf die Untersuchung von Aktienportfolios.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen – die Kapitalmarkttheorie

2.1. Die klassische Portfoliotheorie

2.2 Das Capital Asset Pricing Model (CAPM)

2.3 Das International Asset Pricing Model (IAPM)

2.4 Vorteilhaftigkeit internationaler Diversifikation

3. Beschreibung des Home Bias

3.1 Definition des Home Bias

3.2 Das Ausmaß des Home Bias

3.3 Messung des Home Bias

3.4. Home Bias unter Einbeziehung von Humankapital

4. Ursachen des Home Bias

4.1 Rationale Erklärungsansätze

4.1.1 Monetäre und regulative Investitionsbarrieren

4.1.2 Hedging gegen Inflationsrisiko

4.1.3 Asymmetrische Informationsverteilung

4.2 Verhaltenswissenschaftliche Erklärungsansätze

4.2.1 Relativer Optimismus

4.2.2 Ambiguitätsaversion

4.2.3 Weitere Erklärungsansätze

5. Auswirkungen des Home Bias

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das Phänomen des "Home Bias", bei dem Investoren einen überproportionalen Anteil ihres Portfolios in heimischen Aktien halten. Ziel ist es, die Ausprägung dieses Verhaltens weltweit zu untersuchen, die zugrunde liegenden rationalen sowie verhaltenspsychologischen Ursachen zu identifizieren und die daraus resultierenden ökonomischen Folgen, insbesondere in Form von Renditeverlusten, zu quantifizieren.

  • Grundlagen der modernen Kapitalmarkttheorie und Portfoliodiversifikation
  • Definition, Messmethoden und empirisches Ausmaß des Home Bias
  • Rationale Erklärungsversuche (z.B. Transaktionskosten, Inflationsrisiko)
  • Verhaltenswissenschaftliche Faktoren (z.B. Optimismus, Ambiguitätsaversion)
  • Quantifizierung der Renditeeinbußen durch suboptimale Portfolioallokation

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition des Home Bias

Allgemein definiert wird das Phänomen Home Bias als eine Abweichung des realisierten vom optimalen Portfolioanteil heimischer Wertpapiere im Portfolio eines Landes nach den Erkenntnissen des CAPM beziehungsweise des IAPM. Mit anderen Worten ist der Home Bias die Beobachtung, dass Individuen zu wenig ihres Vermögens in ausländischen Aktien halten und somit ein Mangel an Risikostreuung entsteht. Veranschaulicht werden kann diese Definition an einer vereinfachten Form des CAPM, welche in Abbildung 1 dargestellt ist.

Wird in dieser Abbildung 1 entlang der Kurve von 100 % U.S.-Aktien bis zu 100 % ausländische Aktien gegangen, sind auf der dazwischen liegenden Linie die Renditen und Standardabweichungen von dem Besitz eines ansteigenden Anteils an ausländischen Aktien geplottet. Um die Besonderheit des Home Bias zu erkennen, werden die einzelnen Punkte betrachtet. Es ist dabei festzustellen, dass der Punkt 100 % U.S.-Aktien eine geringere Rendite aufweist als der Punkt C, welcher einige ausländische Aktien beinhaltet. Beide Punkte haben aber dieselbe Standardabweichung. Somit ist Punkt C vorzuziehen, wenn ein Investor höhere Renditen präferiert. Wenn ein Investor höhere Renditen und ein geringeres Risiko vorzieht, dann ist der Punkt B dem Punkt 100 % U.S.-Aktien vorzuziehen. Der optimale Punkt für einen Investor mit der Indifferenzkurve Uo ist Punkt O. Ein nutzenmaximierender Investor wählt also einen Punkt auf der Linie, der gleich oder höher gelegen ist als Punkt B. Alle anderen Punkte unter Punkt B sind ineffizient. Punkt A beispielsweise stellt das Portfolio eines typischen U.S.-Investors dar, welches zu einem Großteil aus heimischen Aktien besteht. Es ist eindeutig, dass dieses Portfolio nicht optimal ist, egal welche Präferenzen ein Investor hat. Auch viele andere Länder weisen ein Portfolio um diesen Punkt herum auf. Auf diese Weise dargestellt, ist der Home Bias also das Phänomen, dass sich das Portfolio inländischer Investoren unter dem Punkt B befindet und somit ineffizient ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die zunehmende Globalisierung der Finanzmärkte und stellt das Phänomen des "Home Bias" als Abweichung von der optimalen internationalen Diversifikation vor.

2. Theoretische Grundlagen – die Kapitalmarkttheorie: Hier werden die zentralen Modelle wie Portfoliotheorie, CAPM und IAPM dargelegt, die als Benchmark für eine effiziente Kapitalanlage dienen.

3. Beschreibung des Home Bias: Dieses Kapitel definiert den Home Bias, verdeutlicht sein Ausmaß in verschiedenen Ländern und erläutert Ansätze zu dessen empirischer Messung.

4. Ursachen des Home Bias: Die Arbeit analysiert hier sowohl rationale Faktoren wie Transaktionskosten und Inflationsrisiko als auch verhaltenswissenschaftliche Einflüsse wie kognitive Verzerrungen und Angst.

5. Auswirkungen des Home Bias: Es wird untersucht, welche Renditeverluste Investoren durch ihre suboptimale Heimatmarktorientierung im Vergleich zu einem global diversifizierten Portfolio erleiden.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Home Bias maßgeblich durch verhaltensökonomische Faktoren geprägt ist und führt zu erheblichen Renditeeinbußen für Privatinvestoren.

Schlüsselwörter

Home Bias, Portfoliotheorie, Internationale Diversifikation, Kapitalmarkttheorie, CAPM, IAPM, Behavioral Finance, Renditeeinbußen, Anlegerverhalten, Risikoreduktion, Ambiguitätsaversion, Humankapital, Portfolioallokation, Weltmarktportfolio, Finanzmärkte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem "Home Bias", der Beobachtung, dass Anleger trotz der theoretischen Vorteile globaler Diversifikation einen übermäßig hohen Anteil ihres Vermögens in inländische Aktien investieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit verknüpft klassische Finanzwissenschaften, wie die Portfoliotheorie und das CAPM, mit verhaltenspsychologischen Ansätzen, um zu erklären, warum Anleger von rationalen Anlagestrategien abweichen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die Ursachen dieses ineffizienten Anlageverhaltens zu ergründen und die daraus resultierenden finanziellen Nachteile in Form von Renditeeinbußen zu beziffern.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es werden theoretische Modellansätze sowie empirische Datenanalysen und Studien zu Rendite-Risiko-Vergleichen von internationalen versus heimischen Portfolios ausgewertet.

Was ist der inhaltliche Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil ist zweigeteilt: Er analysiert zunächst die Erklärungsversuche für den Home Bias (rational vs. verhaltensökonomisch) und quantifiziert im Anschluss die tatsächlichen Renditeverluste der Investoren.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Schlüsselbegriffen zählen Home Bias, Behavioral Finance, Portfoliodiversifikation, Renditeeinbußen und das Risiko-Rendite-Verhältnis.

Was bedeutet "Home Bias" unter Einbeziehung von Humankapital?

Der Autor zeigt auf, dass der Home Bias noch deutlicher ausgeprägt erscheint, wenn man das immobil vorhandene Humankapital (die Arbeitskraft) als Teil des Portfolios betrachtet, da dieses meist stark mit dem heimischen Aktienmarkt korreliert ist.

Welche Rolle spielt die "Ambiguitätsaversion" laut Arbeit?

Sie gilt als einer der wichtigsten Erklärungsfaktoren für den Home Bias, da Anleger dazu neigen, Situationen mit bekannteren Risiken (dem Heimatmarkt) gegenüber unbekannten ausländischen Märkten aufgrund eines Kontrollbedürfnisses zu bevorzugen.

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Details

Title
Der „Home Bias“ internationaler Investoren: Eine Untersuchung von Aktienportfolios
College
University of Rostock
Grade
2,0
Author
Stefanie Grimnitz (Author)
Publication Year
2011
Pages
32
Catalog Number
V194563
ISBN (eBook)
9783656198390
ISBN (Book)
9783656200536
Language
German
Tags
home bias eine analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Grimnitz (Author), 2011, Der „Home Bias“ internationaler Investoren: Eine Untersuchung von Aktienportfolios, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194563
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