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Der Ostfeldzug - Die Wehrmacht im Vernichtungskrieg

Planung, Kooperation, Verantwortung

Titre: Der Ostfeldzug - Die Wehrmacht im Vernichtungskrieg

Epreuve d'examen , 2011 , 85 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Bastian Keller (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - National-socialisme, La seconde guerre mondiale
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Résumé Extrait Résumé des informations

Am 22. Juni 2011 jährte sich zum siebzigsten Male der Angriff der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion, dem weder eine formale Kriegserklärung noch ein vorheriges Ultimatum vorausging. Der sowjetische Diktator Stalin hatte mit diesem Angriff nicht gerechnet und war daher vollkommen überrascht, als er die Meldung über den deutschen Truppenvorstoß vor-gelegt bekam. Denn Stalin verließ sich auf den deutsch-sowjetischen Bündnisvertrag, den sogenannten „Hitler-Stalin-Pakt“, der am 23. August 1939 geschlossen wurde.
Der von Hitler entfesselte vierjährige deutsch-sowjetische Krieg wird bis heute bei den ehe-maligen Kriegsgegner unterschiedlich bezeichnet. In der Bundesrepublik ist der Krieg als Russland-Feldzug oder Ostfeldzug in Erinnerung geblieben, sowie als Unternehmen Barbarossa, der Deckname dieser militärischen Operation, welcher an den deutsch-römischen Kaiser Friedrich I. angelehnt ist. Als Großer Vaterländischer Krieg ist dieser militärische Konflikt hingegen in die russische Geschichte eingegangen. In Tradition steht er mit dem Vaterländischen Krieg von 1812, als Napoleon Bonaparte mit seinem Heer in Russland einfiel.
[...]
Mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht mit ungefähr drei Millionen Soldaten in die Sowjetunion wurde ein rassenideologisch begründeter Vernichtungskrieg entfesselt, der schätzungsweise 30 Millionen Sowjetbürger den Tod brachte. Unter den Opferzahlen sind weit mehr sowjetische Zivilisten gewesen, die den Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes und dessen Rassenideologie zum Opfer gefallen sind. Auf deutscher Seite mussten hingegen etwa 3 Millionen deutsche Soldaten für diesen Ostfeldzug ihr Leben lassen.
Der Russland-Feldzug hatte daher innerhalb des Zweiten Weltkrieges einen ganz eigenen Charakter. Er war brutal, verbrecherisch und menschenverachtend. Aus diesem Grund gilt er bis heute als verbrecherischster Feldzug in der modernen Geschichte. Bis zur Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 war Osteuropa der Hauptgefechtsplatz der deutschen Wehrmacht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

I.1 Vorwort

I.2 Der Mythos von der „saubere“ Wehrmacht

II. Die verbrecherische Planung des Unternehmens Barbarossa

II.1 Der ideologische Schulterschluss der Wehrmachtsgeneralität

II.2 Die Regelung des Einsatzes der SS-und Polizeiverbände im Operationsgebiet des Heeres

II.3 Der Kriegsgerichtsbarkeitserlass

II.4 Der Kommissarbefehl

II.5 Die Richtlinien für das Verhalten der Truppe in Russland und weitere rassistische und antisemitische Befehle

III. Die Zusammenarbeit der Wehrmacht mit den SS- und Polizeiverbänden

III.1 Die Vernichtung der Juden im Militärverwaltungsgebiet

III.1.1 Struktur des Militärverwaltungsgebietes

III.1.2 Der Reichenau-Befehl

III.1.3 Die systematische Vernichtung der sowjetischen Juden

III.1.3.1 Antijüdische Maßnahmen: Registrierung, Erfassung und Gettoisierung

III.1.3.1.1 Das Vorgehen gegen jüdische Zivilpersonen

III.1.3.1.2 Das Vorgehen gegen jüdische Kriegsgefangene

III.1.3.2 Organisatorische Hilfe der Wehrmacht

III.1.3.3 Aktive Teilnahme der Wehrmacht an Exekutionen

III.2 Die Vernichtung der Juden im Zivilverwaltungsgebiet

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die aktive Beteiligung und die strukturelle Zusammenarbeit der deutschen Wehrmacht mit SS- und Polizeiverbänden beim Völkermord an den Juden während des Russland-Feldzuges (Unternehmen Barbarossa). Ziel ist es, den Mythos der „sauberen Wehrmacht“ kritisch zu hinterfragen und die spezifischen Formen der Kooperation – von der ideologischen Planung über die organisatorische Unterstützung bis hin zur aktiven Teilnahme an Massenmorden – nachzuweisen.

  • Die ideologische Planung und der verbrecherische Charakter des Ostfeldzuges
  • Die Rolle von Befehlen wie dem Kommissarbefehl und dem Kriegsgerichtsbarkeitserlass
  • Die organisatorische Kooperation zwischen Wehrmacht, SS und Polizei
  • Die aktive Beteiligung von Wehrmachtseinheiten an Exekutionen und Vernichtungsmaßnahmen
  • Die Dezentralisierung und Radikalisierung des Vernichtungskrieges vor Ort

Auszug aus dem Buch

II.1 Der ideologische Schulterschluss der Wehrmachtsgeneralität

Am 3. März 1941 konfrontierte Hitler seinen persönlichen und militärischen Stab, das Oberkommando der Wehrmacht (OKW), mit dem Vernichtungscharakter des anstehenden Feldzuges. Anwesend bei dieser Besprechung war Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, der nach dem Führererlass vom 4. Februar 1938 in seiner Position als Chef des Oberkommando der Wehrmacht die Spitze des Stabes von Hitler bildete. Er übte in Hitlers Auftrag die bisher dem Reichskriegsminister zustehende Befugnisse aus. Des Weiteren war bei dieser Besprechung Generaloberst Alfred Jodl anzutreffen, der als Chef des Wehrmachtsführungsstabes im OKW die Aufgabe hatte, die operativen Weisungen nach einem Entschluss Hitlers auszuarbeiten und zur endgültigen Formulierung dem Chef des OKW oder Hitler selbst vorzulegen.

Zuletzt war noch Reichsführer-SS Heinrich Himmler in dieser Besprechung vorzufinden. In dieser kleinen Runde führte Hitler aus: „Dieser Kampf ist mehr als nur ein Kampf der Waffe; er führt auch zu einer Auseinandersetzung zweier Weltanschauungen. […] Die jüdisch-bolschewistische Intelligenz, als bisheriger „Unterdrücker“ des Volkes muß beseitigt werden. […] Diese Aufgaben sind so schwierig, daß man sie nicht dem Heere zumuten kann.“

Hitler gab deutlich zu erkennen, welchen Adressaten der zukünftige Feldzug haben wird: die „jüdisch-bolschewistische Intelligenz“, deren Vernichtung oberstes Ziel war. Er konnte sich nicht deutlicher ausdrücken, welch schwerwiegendes Verbrechen er in der Sowjetunion beabsichtigt. Dieses wollte er allerdings nicht der deutschen Wehrmacht zumuten. Keitel und Jodl konnten ab diesem Zeitpunkt erahnen, welch fatale Folgen dieser Feldzug für die in der Sowjetunion lebenden Menschen, allem voran für die Juden haben würde. Doch statt Widerspruch einzulegen und gegen das Vorhaben zu protestieren, trugen sie Hitlers Entschluss willig mit.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein und setzt sich kritisch mit dem historisch belasteten Mythos der „sauberen Wehrmacht“ auseinander, die angeblich nicht am Völkermord beteiligt gewesen sei.

II. Die verbrecherische Planung des Unternehmens Barbarossa: Hier werden die frühen ideologischen Absprachen zwischen Hitler und der Wehrmachtführung sowie die erlassenen Befehle analysiert, die den Weg für den Vernichtungskrieg ebneten.

III. Die Zusammenarbeit der Wehrmacht mit den SS- und Polizeiverbänden: Dieses Hauptkapitel detailliert die operative Kooperation in den Militär- und Zivilverwaltungsgebieten, die von logistischer Unterstützung bis hin zur direkten Beteiligung an Exekutionen reichte.

IV. Zusammenfassung: Dieses Kapitel zieht ein Fazit der Untersuchung und bekräftigt die aktive, freiwillige Rolle der Wehrmacht bei der Umsetzung des nationalsozialistischen Vernichtungskonzepts.

Schlüsselwörter

Wehrmacht, Unternehmen Barbarossa, Judenmord, Vernichtungskrieg, SS, Polizei, Kommissarbefehl, Kriegsgerichtsbarkeitserlass, Nationalsozialismus, Völkermord, Rassenideologie, Russland-Feldzug, Besatzungspolitik, Kooperation, Einsatzgruppen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die aktive Rolle und die strukturelle Zusammenarbeit der Wehrmacht mit SS- und Polizeieinheiten bei der systematischen Ermordung der Juden im Russland-Feldzug ab 1941.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die ideologische Indoktrination der Wehrmachtführung, die Herausgabe verbrecherischer Befehle, die logistische und operative Unterstützung der Einsatzgruppen sowie die aktive Teilnahme von Wehrmachtangehörigen an Massenmorden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, nachzuweisen, dass die Wehrmacht nicht nur passiver Zeuge, sondern aktiver und williger Täter sowie Organisator des Völkermordes war, womit der Mythos der „sauberen Wehrmacht“ widerlegt wird.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, die auf der Auswertung primärquellenbasierter Literatur, Kriegstagebüchern, Befehlsnotizen und zeitgenössischen Lageberichten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der verbrecherischen Planungsphase (Unternehmen Barbarossa) und die Analyse konkreter Kooperationsformen zwischen Wehrmacht und SS in den verschiedenen Verwaltungsgebieten der besetzten Sowjetunion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Vernichtungskrieg, Wehrmacht, SS-Einsatzgruppen, Kriegsgerichtsbarkeitserlass, Kommissarbefehl, Judenmord und Rassenideologie.

Welche Bedeutung kommt dem „Reichenau-Befehl“ in dieser Arbeit zu?

Der Befehl von Generalfeldmarschall von Reichenau vom Oktober 1941 dient als Beleg für die Radikalisierung der Truppenführung und deren Identifikation mit der nationalsozialistischen Vernichtungslogik.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen den verschiedenen Verwaltungsgebieten im Osten?

Die Arbeit differenziert zwischen dem Militärverwaltungsgebiet, in dem die Wehrmacht die Befehlsgewalt innehatte, und den Zivilverwaltungsgebieten, in denen trotz der formalen Übergabe an Reichskommissare die Wehrmacht weiterhin maßgeblich an den Verbrechen mitwirkte.

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Résumé des informations

Titre
Der Ostfeldzug - Die Wehrmacht im Vernichtungskrieg
Sous-titre
Planung, Kooperation, Verantwortung
Université
University of Tubingen  (Institut für Zeitgeschichte)
Note
2,0
Auteur
Bastian Keller (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
85
N° de catalogue
V194815
ISBN (ebook)
9783656203186
ISBN (Livre)
9783656204947
Langue
allemand
mots-clé
Kommissarbefehl Kriegsgerichtsbarkeitserlass Mythos "saubere" Wehrmacht Richtlinien Reichenau-Befehl Militärverwaltungsgebiet Zivilverwaltungsgebiet SS Wehrmacht Judenvernichtung Russland-Feldzug Polizeiverbände Operationsgebiet des Heeres ideologischer Schulterschluss jüdische Zivilpersonen jüdische Kriegsgefangene
Sécurité des produits
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Citation du texte
Bastian Keller (Auteur), 2011, Der Ostfeldzug - Die Wehrmacht im Vernichtungskrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194815
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Extrait de  85  pages
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