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Wie viel Sparta ist in Utopia?

Eine Kritik an Ernst Blochs Platon-Kritik

Título: Wie viel Sparta ist in Utopia?

Trabajo , 2010 , 16 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Luciano Sbaraglia (Autor)

Política - Filosofía política e historia de las ideas
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Wenn Platon mit der Politeia das utopische Denken zum politischen Faktum machte, und als Entwicklungs- und Ausgangspunkt des politischen Utopischen benannt werden kann, dann war es Thomas Morus der mit seinem Roman Utopia dieses Faktum zum Bestandteil gesellschaftlicher Kultur machte. Utopia wurde mit seiner Eindringlichkeit der Neuheit zum Ursprung des etymologischen Entwicklungsprozesses der Utopie, und darüber hinaus. [...] Bloch verkannte inwiefern sich Platon von Spartas Gesellschaftsprinzip der Unterdrückung löste, wenn auch zugleich bei Platon das gesellschaftliche Prinzip der Moralität und Authentizität Spartas Vorbild blieb. Laut Bloch äußert sich die direkte Adaption Spartas durch Platon durch die Übernahme des Helotenstandes, des Spatiatentums, und der Gerusia – der Ältestenrat, was aber eine unzulässige Vermischung von Gesellschaftsprinzip und Staatskonstruktion ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung. Zu Utopia, als anthropologisches Element, und Platon

II. Hauptteil

2.1. Die Platon- Kritik bei Bloch

2.2. Das Sparta in Utopia

III. Schlussbetrachtung

IV. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Platons Idealstaat und Thomas Morus' "Utopia" unter besonderer Berücksichtigung der spartanischen Vorbildfunktion. Dabei wird analysiert, inwieweit die totalitären Züge Spartas in späteren utopischen Entwürfen fortwirken und wie diese durch zeitgenössische Kritiker wie Ernst Bloch interpretiert werden.

  • Die philosophische Fundierung von Utopien bei Platon.
  • Kritische Auseinandersetzung mit Ernst Blochs Platon-Rezeption.
  • Analyse der spartanischen Staatsstruktur und deren Einfluss auf "Utopia".
  • Vergleich von Gesellschaftsmodellen hinsichtlich Moral, Sklaverei und Totalitarismus.
  • Die Entwicklung von der antiken Polis zur neuzeitlichen Vorstellung der Moderne.

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Sparta in Utopia.

Wenn Platon mit der Politeia das utopische Denken zum politischen Faktum machte, und als Entwicklungs- und Ausgangspunkt des politischen Utopischen benannt werden kann, dann war es Thomas Morus der mit seinem Roman Utopia dieses Faktum zum Bestandteil gesellschaftlicher Kultur machte. Utopia wurde mit seiner Eindringlichkeit der Neuheit zum Ursprung des etymologischen Entwicklungsprozesses der Utopie, und darüber hinaus. Über Unterkategorien wie Ökotopien oder Dystopien, bis zu moderneren und abgeleiteten Genrekategorien wie Science-Fiction oder Cyber Punk. So unterschiedlich auch die einzelnen Utopien untereinander wirken mögen, so sehr haben sie auch Eines gemeinsam: Den historischen Kontext ihrer Ausrichtung und Intention.

Der zeithistorische Kontext wird bei Morus überdeutlich, wenn beispielsweise Morus direkt das englische Strafrecht analysiert oder aber über eine Anwendung utopianischer Rechtsprinzipen in England schreibt. Die Filterung antiker Philosophieansätze, wie jene von Platon, ist hierbei weitaus schwieriger. Jedoch wird auch Platon direkt benannt, samt Philosophenkönig, und ist als einer der gedanklichen Urheber daher deutlich auszumachen: „Aber das hat zweifellos auch Platon richtig vorausgesehen, daß die Könige niemals, falls sie nicht selbst philosophieren, den Ratschlägen der Philosophen [...] beistimmen werden“

Auch im utopianischen Staat gilt Platons Vorstellung vom Geeignetsten. Der Staatspräsident wird repräsentativ- demokratisch gewählt. Nicht ungleich wie durch Wahlmänner im U.S. amerikanischen System. Die Wahlmänner (Syphogranten genannt) müssen schwören, den Geeignetsten nach ihrem Erachten zu wählen, innerhalb einer geheimen Wahl. Ob Platon diesen Prozess als positive Politie oder eher als negativen ochlokratischen Ansatz verstanden hätte, wäre vermutlich rein spekulativ. Hingegen der deutliche melitokratische Ansatz, auch der Zusatz der deutlichen Tyrannisvermeidung, durchaus mit seiner Politeia in Übereinstimmung steht.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung. Zu Utopia, als anthropologisches Element, und Platon: Einführung in Utopia als anthropologisches Grundbedürfnis und Darstellung der historischen Entwicklung des utopischen Denkens bei Platon.

II. Hauptteil: Untersuchung der Platon-Kritik durch Ernst Bloch sowie detaillierte Analyse des spartanischen Einflusses in Morus’ "Utopia".

2.1. Die Platon- Kritik bei Bloch: Kritische Auseinandersetzung mit Ernst Blochs Sichtweise auf Platon, insbesondere im Hinblick auf Freiheitlichkeit und die vermeintliche Reaktion der platonischen Gesellschaftskonstruktion.

2.2. Das Sparta in Utopia: Analyse der Übernahme spartanischer Elemente in "Utopia" sowie ein Vergleich der Staatsformen und sozialen Strukturen unter Berücksichtigung totalitärer Aspekte.

III. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Schnittstellen zwischen Sparta, Platon und Morus sowie Einordnung des utopischen Modells in den Kontext der Moderne.

IV. Bibliographie: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Primärliteratur.

Schlüsselwörter

Utopia, Platon, Sparta, Ernst Bloch, Politische Utopien, Idealstaat, Totalitarismus, Morus, Politeia, Humanismus, Gesellschaftsmodell, Isonomie, Sklaverei, Philosophie, Dorisches Prinzip

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophischen und historischen Wurzeln von Thomas Morus' "Utopia" und prüft, inwieweit Platon und das antike Sparta das Modell des idealen Staates geprägt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Interpretation von Utopien, die Kritik am totalitären Staatsverständnis und der Einfluss der antiken griechischen Philosophie auf neuzeitliche Gesellschaftsentwürfe.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Frage zu klären, wie viel vom "archaischen Sparta" und dessen totalitären Strukturen in der Konzeption von "Utopia" steckt und wie dies durch Philosophen wie Ernst Bloch kritisch hinterfragt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse von Primärtexten (Platon, Morus) und setzt diese in Bezug zu sekundärliterarischen Interpretationen (insbesondere Ernst Bloch).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Kritik Ernst Blochs an Platon und untersucht spezifisch die spartanischen Einflüsse in "Utopia", wie z. B. staatliche Kontrolle über Erziehung und Ehe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Utopie, Sparta, Platon, Totalitarismus, Isonomie, Gesellschaftsmodell und Freiheitsbegriff.

Wie unterscheidet sich Blochs Interpretation von der des Autors?

Der Autor argumentiert, dass Bloch das interpretatorische Verständnis von Platon bei Morus verkennt und weist die Gleichsetzung des Idealstaates mit einem Sklavenstaat zurück.

Warum ist das "Sparta-Bild" für diese Untersuchung so wichtig?

Sparta dient als Prototyp einer totalitären Gesellschaft. Die Arbeit zeigt auf, dass Morus zwar spartanische Elemente übernahm, diese jedoch in einen moderneren, humanistischeren Kontext stellte.

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Detalles

Título
Wie viel Sparta ist in Utopia?
Subtítulo
Eine Kritik an Ernst Blochs Platon-Kritik
Universidad
Technical University of Chemnitz  (Europäische Geschichte des 19. & 20. Jahrhunderts)
Curso
Politische Utopien
Calificación
2,0
Autor
Luciano Sbaraglia (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
16
No. de catálogo
V194824
ISBN (Ebook)
9783656203162
ISBN (Libro)
9783656206910
Idioma
Alemán
Etiqueta
sparta utopia eine kritik ernst blochs platon-kritik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Luciano Sbaraglia (Autor), 2010, Wie viel Sparta ist in Utopia?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194824
Leer eBook
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