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Rückwanderung nach Ostdeutschland

Eine Analyse von strukturellen Ursachen und individuellen Beweggründen auf Mikroebene - dargestellt am Fallbeispiel Thüringen

Title: Rückwanderung nach Ostdeutschland

Diploma Thesis , 2012 , 265 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Scheffel (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Summary Excerpt Details

Die Rückwanderung von ehemals aus Ostdeutschland abgewanderten Personen findet als Thema in der Wissenschaft, der Politik und den Medien zunehmend Beachtung. Aus bereits vorliegenden renommierten Untersuchungen geht hervor, dass rund ein Fünftel aller ursprünglichen Abwanderer in die Neuen Bundesländer zurückgekehrt sind.
Bisher bestehen jedoch nur wenige Kenntnisse über die strukturellen Ursachen und individuellen Beweggründe, die eine Rückkehr der Akteure nach Ostdeutschland beeinflussen. Mit den immensen Subventionen in den Neuen Bundesländern seit der Deutschen Wiedervereinigung haben sich die (arbeitsmarkt-)strukturellen Bedingungen wesentlich verbessert. In diesem Zusammenhang soll geklärt werden, ob sich die Strukturbedingungen derart verändert haben, dass sie eine Rückwanderung von ehemals aus Ostdeutschland fortgezogenen Personen verursachen. Andererseits können auch individuelle Beweggründe, die aus der Unzufriedenheit der Akteure mit ihrer Lebenssituation in Westdeutschland resultieren, eine Rückkehr motivieren. Die Klärung der Frage, ob es strukturelle Ursachen und/oder individuelle Beweggründe sind, die die Rückwanderung der Akteure bedingen, ist das zentrale Anliegen dieser Arbeit.
In der umfassenden Erklärung des Rückwanderungsphänomens werden biographische Veränderungen im Lebensverlauf der Akteure berücksichtigt und zugleich die Bedeutung des individuell verfügbaren Sozialkapitals sowie der regionalen Verbundenheit im Rückwanderungsprozess untersucht.
Die Ermittlung der strukturellen Ursachen und individuellen Beweggründe, die die Rückwanderung der Akteure nach Ostdeutschland beeinflussen, erfolgt auf Mikro-Ebene, d.h. durch Befragung der Rückkehrer. In die empirischen Untersuchungen konnten zugleich Personen einbezogen werden, die eine Rückkehr nach Ostdeutschland beabsichtigten, aber seit ihrer Abwanderung in den Alten Bundesländern verblieben sind. Aus dem Vergleich beider Befragungsgruppen erfolgt eine Analyse der einzelnen Determinanten, die zum Vollzug bzw. zur Unterlassung einer Rückwanderung führen.
Für die Primärdatenerhebung wurde exemplarisch das Bundesland Thüringen ausgewählt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A AUSGANGSBASIS UND VORGEHENSWEISE DER UNTERSUCHUNG

1 Einleitende Vorbemerkung

2 Aufbau der Arbeit

3 Zielsetzungen und forschungsleitende Fragestellungen

4 Geographischer Bezug zur Thematik

B THEORETISCH-KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN

5 Definitionen und Typisierungen von Wanderungen

5.1 Definition und Abgrenzung des Begriffes Wanderung

5.2 Definition und Abgrenzung des Begriffes Rückwanderung

5.3 Typisierungsversuche von Wanderungen

5.4 Typisierungsversuche von Rückwanderungen

5.4.1 Rückwanderungstypologien differenziert nach räumlichen Strukturbedingungen und Wanderungsverlauf

5.4.2 Rückwanderungstypologien differenziert nach Intentionen und Rückkehrmotiven

6 Theoretische Erklärungsansätze von Wanderungen und deren Aussagekraft zur Erklärung des Rückwanderungsprozesses

6.1 Klassische Erklärungsansätze in der Wanderungsforschung

6.1.1 Die Migrationsgesetze nach RAVENSTEIN

6.1.2 Die Theorie der Wanderung von LEE

6.1.3 Die neoklassische makroökonomische Theorie

6.1.4 Die Segmentationstheorie nach PIORE

6.1.5 Die systemtheoretischen Ansätze

6.1.6 Die neoklassische mikroökonomische Theorie

6.1.7 Die Neue Migrationsökonomie

6.1.8 Verhaltensorientierte Ansätze

6.1.9 Handlungstheoretische Ansätze

6.1.10 Zwischenfazit und Evaluierung der klassischen Wanderungstheorien hinsichtlich ihrer Anwendung und Erklärung der Rückwanderung

6.2 Neuere Erklärungsansätze in der Wanderungsforschung

6.2.1 Der Migrationssystem-Ansatz

6.2.2 Die Theorie der transnationalen Migration

6.2.3 Die Netzwerktheorie

6.2.4 Die Theorie der kumulativen Verursachung

6.3 Zusammenfassung

7 Der Rückwanderungsprozess – eine sozialgeographisch-handlungstheoretische Interpretation

7.1 Der Begriff Handlung

7.2 Die Rückwanderung als Handlungsprozess

7.3 Die Handlungsziele eines Akteurs im Rückwanderungsprozess

7.4 Der Zusammenhang zwischen räumlicher und sozialer Mobilität im Rückwanderungsprozess

7.5 Die Dauer des Rückwanderungsprozesses

8 Determinanten im Rückwanderungsprozess

8.1 Strukturelle Ursachenfaktoren der Rückwanderung

8.2 Individuelle Beweggründe der Rückwanderung

8.3 Soziale Netzwerke und Sozialkapital

8.3.1 Sozialkapital – eine Begriffsbestimmung

8.3.2 Soziale Netzwerke und Sozialkapital – eine handlungstheoretische Konzeption

8.3.3 Die Bedeutung von Vertrauen innerhalb sozialer Netzwerke

8.3.4 Annahmen über den Einfluss sozialer Netzwerke und des Sozialkapitals im Rückwanderungsprozess der Akteure nach Ostdeutschland

8.4 Rückwanderungen im Kontext biographischer Ereignisse im Lebensverlauf

8.5 Rückwanderung im Haushaltskontext

9 Die regionale Verbundenheit

9.1 Heimat

9.1.1 Die Entwicklung des Begriffes Heimat

9.1.2 Die inhaltlichen Dimensionen des Heimat-Begriffes

9.1.3 Die Zukunft der individuellen Heimatverbundenheit

9.2 Regionale Identität und Regionalbewusstsein

9.2.1 Begriffsabgrenzung von regionaler Identität und Regionalbewusstsein

9.2.2 Raumrelevante Aspekte von regionaler Identität und Regionalbewusstsein

9.2.3 Die planungspolitische Bedeutung des Konzeptes der regionalen Identität und des Regionalbewusstseins

9.3 Zusammenfassung

10 Die regionalpolitische Bedeutung der Rückwanderung nach Ostdeutschland

10.1 Die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die regionale Wirtschafts- und Sozialstruktur

10.2 Humankapitalverlust und Fachkräftemangel in Ostdeutschland

10.3 Die Wanderungen von Hochqualifizierten

10.3.1 Definition des Begriffskomplexes brain drain, brain gain und brain circulation

10.3.2 Mögliche positive Effekte der Rückwanderungen von Hochqualifizierten in den Herkunftsländern

10.4 Exkurs: Rückwanderungsinitiativen und -agenturen in Ostdeutschland

11 Binnenwanderungen in der Bundesrepublik Deutschland

11.1 Die deutsch-deutschen Wanderungen vor der Deutschen Wiedervereinigung (1950 bis 1990)

11.2 Die Binnenwanderungen zwischen Ost- und Westdeutschland von 1991 bis 2008

11.2.1 Das Wanderungsvolumen im Zeitverlauf

11.2.2 Differenzierung des Wanderungsvolumens nach Alter und Geschlecht

11.2.3 Räumliche Wanderungsverflechtungen zwischen Ost- und Westdeutschland

11.3 Exkurs: Möglichkeiten und Grenzen der Wanderungsstatistik des Statistischen Bundesamtes Deutschland

11.4 Bestimmung des Volumens der Rückwanderung nach Ostdeutschland

C EMPIRISCHE UNTERSUCHUNGEN

12 Entwurf eines theoretischen Untersuchungsrahmens

13 Methodische Vorgehensweise

13.1 Untersuchungsdesign

13.2 Räumliche Analyseebene und Auswahl des Untersuchungsraumes

13.3 Bestimmung der Informationsquelle und Erhebungsmethodik

13.4 Verwendung der Befragungsergebnisse

14 Strukturanalyse des Untersuchungsraumes

14.1 Verwaltungsmäßige und naturräumliche Gliederung

14.2 Bevölkerungs- und Siedlungsstruktur

14.2.1 Bevölkerungsstand und -entwicklung

14.2.2 Die Entwicklung der Bevölkerungsstruktur

14.2.3 Die Entwicklung der Wanderungsbewegungen mit den Alten Bundesländern

14.2.4 Die Siedlungsstruktur

14.3 Die Entwicklung der Wirtschafts- und Arbeitsmarktstruktur

14.3.1 Die Entwicklung der Beschäftigtenstruktur

14.3.2 Die Entwicklung der Erwerbstätigkeit

14.3.3 Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit

14.3.4 Die Entwicklung des Lohnniveaus

14.4 Wohn- und Lebensbedingungen

14.4.1 Verkehrsinfrastruktur und Erreichbarkeit

14.4.2 (Kinder-)Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur

14.4.3 Wohnungsmarkt und Wohnungsversorgung

14.4.4 Lebenshaltungskosten

14.5 Zusammenfassung

15 Ergebnisse der empirischen Untersuchung

15.1 Charakterisierung von Rückwanderern und potenziellen Rückwanderern nach soziodemographischen Merkmalen

15.1.1 Geschlecht der Auskunftspersonen

15.1.2 Alter der Auskunftspersonen

15.1.3 Haushaltsgröße der Auskunftspersonen

15.1.4 Familienstand der Auskunftspersonen

15.1.5 Bildungsabschluss der Auskunftspersonen

15.1.6 Berufliche Tätigkeit der Auskunftspersonen

15.2 Einflussfaktoren im Abwanderungsprozess der Auskunftspersonen aus Ostdeutschland

15.3 Dauer des Aufenthalts in Westdeutschland

15.4 Herkunfts- und Rückkehrort der Rückwanderer in Ostdeutschland

15.5 Rückkehr- und Arbeitsort der Rückwanderer

15.6 Strukturelle Ursachen und individuelle Beweggründe für die Rückwanderung nach Thüringen

15.6.1 Bewertung der Auskunftspersonen über die Veränderung der strukturellen Rahmenbedingungen in Thüringen

15.6.2 Rückwanderung nach Thüringen – strukturelle Ursachen und individuelle Beweggründe in Westdeutschland

15.6.3 Rückwanderung nach Thüringen – strukturelle Ursachen und individuelle Beweggründe in Thüringen

15.6.4 Multikausalität des Rückwanderungsprozesses

15.6.5 Die wichtigsten Gründe der Auskunftspersonen für die Rückkehr nach Thüringen bzw. für den Verbleib in den Alten Bundesländern

15.6.6 Biographische Ereignisse im Lebensverlauf der Auskunftspersonen

15.6.7 Dauer des Rückwanderungsprozesses

15.7 Die Bedeutung des Sozialkapitals im Rückwanderungsprozess

15.8 Die Bedeutung der Heimatverbundenheit im Rückwanderungsprozess nach Thüringen

15.9 Die Zufriedenheit der Auskunftspersonen nach der Rückwanderung

15.10 Bedingungen für einen dauerhaften Verbleib der Rückwanderer in Thüringen

D SCHLUSSBETRACHTUNG

16 Beantwortung der forschungsleitenden Fragen

17 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Analyse der strukturellen Ursachen und individuellen Beweggründe für die Rückwanderung von ehemals aus Ostdeutschland abgewanderten Personen, wobei Thüringen als Fallbeispiel dient. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwieweit strukturelle Rahmenbedingungen gegenüber individuellen Motiven den Rückkehrprozess beeinflussen und welche Rolle dabei Faktoren wie Humankapital, regionale Verbundenheit und soziale Netzwerke spielen.

  • Analyse der Abwanderungsmotive aus den Neuen Bundesländern.
  • Untersuchung der strukturellen und individuellen Faktoren im Rückwanderungsprozess.
  • Evaluierung der Bedeutung von Heimatverbundenheit und sozialen Netzwerken.
  • Rolle von Rückwanderungsinitiativen und -agenturen in Ostdeutschland.
  • Erkenntnisse für die regionale Fachkräftepolitik in Ostdeutschland.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitende Vorbemerkung

„Die Mauer wurde von innen – nicht von außen – umgestoßen! Und der wirtschaftliche Zusammenbruch folgte zeitgleich mit dem politischen, dem Fall der Mauer. Für die Freiheit waren eben weder Staat noch Wirtschaft noch Gesellschaft der DDR gerüstet.“ (KLAUS VON DOHNANYI)

Nach den Grenzöffnungen in der DDR zum Gebiet der früheren Bundesrepublik Deutschland am 09. November 1989 wurden die größten Schwächen von Parteidiktatur und Planwirtschaft deutlich. Die auf den ehemaligen Ostblock ausgerichtete Wirtschaft und Industrie des ostdeutschen Landesteils war auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig und unter marktwirtschaftlichen Bedingungen unrentabel. Infolge der Vereinigung der beiden deutschen Landesteile am 03. Oktober 1990 wurden die ostdeutschen Unternehmen im weiteren Zeitverlauf in die Marktwirtschaft überführt: die Unternehmen wurden verkauft, umstrukturiert oder geschlossen. Mit dem Beginn der wirtschaftlichen Transformation in den Neuen Bundesländern setzten eine starke Stagnation der Industrieproduktion sowie ein enormer Anstieg der Arbeitslosigkeit ein, und somit Zustände, die zuvor in der DDR nicht bekannt waren.

Die Deutsche Wiedervereinigung war für die Neuen Länder nicht nur mit politischen und wirtschaftlichen Veränderungen verbunden, sondern auch mit erheblichen Konsequenzen für die Gesellschaft. Die Menschen in Ostdeutschland waren mit einem rapiden sozialen Umbruch konfrontiert, welcher in der Gesellschaft zu einer enormen Unsicherheit über die weitere Zukunft führte. Im Ergebnis haben die Neuen Bundesländer nach 1990 einen immensen Rückgang der Geburtenzahlen sowie eine hohe Abwanderung zu verzeichnen. Infolge der tiefgreifenden Transformationsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft entstanden bzw. verstärkten sich erhebliche sozioökonomische und demographische Disparitäten zwischen Ost und West.

VON DOHNANYI (2010) konstatiert, dass die Verhältnisse der Misswirtschaft als Schwäche der damaligen DDR unmittelbar zu den heute bestehenden größten Schwächen Ostdeutschlands führten: der Abwanderung junger, qualifizierter Menschen nach Westdeutschland sowie einer im Vergleich zu Westdeutschland hohen Arbeitslosenrate in den Neuen Bundesländern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitende Vorbemerkung: Einführung in die ökonomischen und sozialen Transformationsprozesse nach der deutschen Wiedervereinigung.

2 Aufbau der Arbeit: Überblick über die methodische und inhaltliche Strukturierung der Diplomarbeit in drei Abschnitte.

3 Zielsetzungen und forschungsleitende Fragestellungen: Definition der Forschungsfragen hinsichtlich der Beweggründe und strukturellen Bedingungen für Rückwanderungen.

4 Geographischer Bezug zur Thematik: Verortung der Thematik innerhalb der sozialgeographischen Wanderungsforschung.

5 Definitionen und Typisierungen von Wanderungen: Terminologische Abgrenzung der Begriffe Wanderung, Rückwanderung und Zirkulation.

6 Theoretische Erklärungsansätze von Wanderungen und deren Aussagekraft zur Erklärung des Rückwanderungsprozesses: Diskussion klassischer und neuerer Theorien zur Erklärung von Migrationsprozessen.

7 Der Rückwanderungsprozess – eine sozialgeographisch-handlungstheoretische Interpretation: Interpretation der Rückwanderung als komplexer, intentionaler Handlungsprozess.

8 Determinanten im Rückwanderungsprozess: Analyse struktureller und individueller Einflussfaktoren, inklusive Sozialkapital und Heimatverbundenheit.

9 Die regionale Verbundenheit: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Heimatbegriff und regionaler Identität.

10 Die regionalpolitische Bedeutung der Rückwanderung nach Ostdeutschland: Analyse der demographischen Folgen, des Humankapitalverlusts und der Rolle von Rückwanderungsinitiativen.

11 Binnenwanderungen in der Bundesrepublik Deutschland: Quantitative Betrachtung der historischen und aktuellen Binnenwanderungsströme.

12 Entwurf eines theoretischen Untersuchungsrahmens: Entwicklung eines Modells zur Analyse der Rückwanderung als soziales Handeln.

13 Methodische Vorgehensweise: Beschreibung des Forschungsdesigns, der Datenerhebung und der Auswahl des Untersuchungsraums Thüringen.

14 Strukturanalyse des Untersuchungsraumes: Detaillierte Untersuchung der sozioökonomischen Bedingungen im Freistaat Thüringen.

15 Ergebnisse der empirischen Untersuchung: Auswertung der Befragungsdaten zu soziodemographischen Merkmalen und Rückkehrgründen.

16 Beantwortung der forschungsleitenden Fragen: Zusammenfassende Beantwortung der eingangs formulierten Forschungsfragen.

17 Fazit: Abschließende Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der regionalpolitischen Implikationen.

Schlüsselwörter

Rückwanderung, Ostdeutschland, Thüringen, Migration, Remigration, Humankapital, Sozialkapital, regionale Identität, Sozialgeographie, Arbeitsmarkt, demographischer Wandel, Fachkräftemangel, Lebensverlauf, regionale Entwicklung, Handlungszentrierte Sozialgeographie

Häufig gestellte Fragen

Worum es in der Arbeit grundsätzlich geht?

Die Diplomarbeit untersucht die strukturellen Ursachen und individuellen Beweggründe von Personen, die aus Westdeutschland nach Ostdeutschland (Thüringen) zurückkehren.

Was die zentralen Themenfelder sind?

Die zentralen Themen sind Migrations- und Rückwanderungstheorien, die regionale Wirtschafts- und Sozialstruktur von Thüringen, Humankapital sowie die Bedeutung von sozialen Netzwerken und Heimatverbundenheit.

Was das primäre Ziel oder die Forschungsfrage ist?

Das Ziel ist zu analysieren, welche Faktoren eine Rückkehr beeinflussen und inwieweit diese durch strukturelle oder individuelle Beweggründe determiniert werden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet wird?

Es wird ein sozialgeographischer Ansatz gewählt, der durch eine empirische Primärdatenerhebung (schriftliche Befragung von Rückwanderern und potenziellen Rückwanderern) ergänzt wird.

Was im Hauptteil behandelt wird?

Im Hauptteil werden neben theoretischen Grundlagen zur Migration die Ergebnisse der empirischen Untersuchung zur Charakterisierung der Akteure sowie die Analyse der Einflussfaktoren auf ihre Rückkehrentscheidung präsentiert.

Welche Schlüsselwörter die Arbeit charakterisieren?

Schlüsselbegriffe sind Rückwanderung, Ostdeutschland, Humankapital, soziale Netzwerke, regionale Identität und Arbeitsmarktstrukturen.

Welchen Einfluss spielt der Arbeitsmarkt in Thüringen bei der Rückwanderung?

Die Verfügbarkeit von adäquaten Arbeitsplätzen, die der Qualifikation der Rückwanderer entsprechen, ist oft eine notwendige, wenn auch nicht hinreichende Bedingung für eine Rückkehr.

Welche Rolle spielt die Heimatverbundenheit?

Heimatverbundenheit und die Nähe zu Familie und Freunden in der Region stellen oft den emotionalen Hauptgrund für eine Rückwanderung dar, während berufliche Ziele eher ökonomisch motiviert sind.

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Details

Title
Rückwanderung nach Ostdeutschland
Subtitle
Eine Analyse von strukturellen Ursachen und individuellen Beweggründen auf Mikroebene - dargestellt am Fallbeispiel Thüringen
College
University of Bayreuth
Grade
1,0
Author
Christian Scheffel (Author)
Publication Year
2012
Pages
265
Catalog Number
V194972
ISBN (eBook)
9783656219859
ISBN (Book)
9783656220657
Language
German
Tags
Sozialgeographie Rückwanderung Remigration zirkuläre Wanderungen Wanderungstypologien Wanderungstheorien Rückwanderungsprozess Regionale Verbundenheit Regionalpolitische Bedeutung Binnenwanderungen in der BRD Empirische Erhebungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Scheffel (Author), 2012, Rückwanderung nach Ostdeutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194972
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