Die Rückwanderung von ehemals aus Ostdeutschland abgewanderten Personen findet als Thema in der Wissenschaft, der Politik und den Medien zunehmend Beachtung. Aus bereits vorliegenden renommierten Untersuchungen geht hervor, dass rund ein Fünftel aller ursprünglichen Abwanderer in die Neuen Bundesländer zurückgekehrt sind.
Bisher bestehen jedoch nur wenige Kenntnisse über die strukturellen Ursachen und individuellen Beweggründe, die eine Rückkehr der Akteure nach Ostdeutschland beeinflussen. Mit den immensen Subventionen in den Neuen Bundesländern seit der Deutschen Wiedervereinigung haben sich die (arbeitsmarkt-)strukturellen Bedingungen wesentlich verbessert. In diesem Zusammenhang soll geklärt werden, ob sich die Strukturbedingungen derart verändert haben, dass sie eine Rückwanderung von ehemals aus Ostdeutschland fortgezogenen Personen verursachen. Andererseits können auch individuelle Beweggründe, die aus der Unzufriedenheit der Akteure mit ihrer Lebenssituation in Westdeutschland resultieren, eine Rückkehr motivieren. Die Klärung der Frage, ob es strukturelle Ursachen und/oder individuelle Beweggründe sind, die die Rückwanderung der Akteure bedingen, ist das zentrale Anliegen dieser Arbeit.
In der umfassenden Erklärung des Rückwanderungsphänomens werden biographische Veränderungen im Lebensverlauf der Akteure berücksichtigt und zugleich die Bedeutung des individuell verfügbaren Sozialkapitals sowie der regionalen Verbundenheit im Rückwanderungsprozess untersucht.
Die Ermittlung der strukturellen Ursachen und individuellen Beweggründe, die die Rückwanderung der Akteure nach Ostdeutschland beeinflussen, erfolgt auf Mikro-Ebene, d.h. durch Befragung der Rückkehrer. In die empirischen Untersuchungen konnten zugleich Personen einbezogen werden, die eine Rückkehr nach Ostdeutschland beabsichtigten, aber seit ihrer Abwanderung in den Alten Bundesländern verblieben sind. Aus dem Vergleich beider Befragungsgruppen erfolgt eine Analyse der einzelnen Determinanten, die zum Vollzug bzw. zur Unterlassung einer Rückwanderung führen.
Für die Primärdatenerhebung wurde exemplarisch das Bundesland Thüringen ausgewählt.
Inhaltsverzeichnis
A AUSGANGSBASIS UND VORGEHENSWEISE DER UNTERSUCHUNG
1 Einleitende Vorbemerkung
2 Aufbau der Arbeit
3 Zielsetzungen und forschungsleitende Fragestellungen
4 Geographischer Bezug zur Thematik
B THEORETISCH-KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN
5 Definitionen und Typisierungen von Wanderungen
5.1 Definition und Abgrenzung des Begriffes Wanderung
5.2 Definition und Abgrenzung des Begriffes Rückwanderung
5.3 Typisierungsversuche von Wanderungen
5.4 Typisierungsversuche von Rückwanderungen
5.4.1 Rückwanderungstypologien differenziert nach räumlichen Strukturbedingungen und Wanderungsverlauf
5.4.2 Rückwanderungstypologien differenziert nach Intentionen und Rückkehrmotiven
6 Theoretische Erklärungsansätze von Wanderungen und deren Aussagekraft zur Erklärung des Rückwanderungsprozesses
6.1 Klassische Erklärungsansätze in der Wanderungsforschung
6.1.1 Die Migrationsgesetze nach RAVENSTEIN
6.1.2 Die Theorie der Wanderung von LEE
6.1.3 Die neoklassische makroökonomische Theorie
6.1.4 Die Segmentationstheorie nach PIORE
6.1.5 Die systemtheoretischen Ansätze
6.1.6 Die neoklassische mikroökonomische Theorie
6.1.7 Die Neue Migrationsökonomie
6.1.8 Verhaltensorientierte Ansätze
6.1.9 Handlungstheoretische Ansätze
6.1.10 Zwischenfazit und Evaluierung der klassischen Wanderungstheorien hinsichtlich ihrer Anwendung und Erklärung der Rückwanderung
6.2 Neuere Erklärungsansätze in der Wanderungsforschung
6.2.1 Der Migrationssystem-Ansatz
6.2.2 Die Theorie der transnationalen Migration
6.2.3 Die Netzwerktheorie
6.2.4 Die Theorie der kumulativen Verursachung
6.3 Zusammenfassung
7 Der Rückwanderungsprozess – eine sozialgeographisch-handlungstheoretische Interpretation
7.1 Der Begriff Handlung
7.2 Die Rückwanderung als Handlungsprozess
7.3 Die Handlungsziele eines Akteurs im Rückwanderungsprozess
7.4 Der Zusammenhang zwischen räumlicher und sozialer Mobilität im Rückwanderungsprozess
7.5 Die Dauer des Rückwanderungsprozesses
8 Determinanten im Rückwanderungsprozess
8.1 Strukturelle Ursachenfaktoren der Rückwanderung
8.2 Individuelle Beweggründe der Rückwanderung
8.3 Soziale Netzwerke und Sozialkapital
8.3.1 Sozialkapital – eine Begriffsbestimmung
8.3.2 Soziale Netzwerke und Sozialkapital – eine handlungstheoretische Konzeption
8.3.3 Die Bedeutung von Vertrauen innerhalb sozialer Netzwerke
8.3.4 Annahmen über den Einfluss sozialer Netzwerke und des Sozialkapitals im Rückwanderungsprozess der Akteure nach Ostdeutschland
8.4 Rückwanderungen im Kontext biographischer Ereignisse im Lebensverlauf
8.5 Rückwanderung im Haushaltskontext
9 Die regionale Verbundenheit
9.1 Heimat
9.1.1 Die Entwicklung des Begriffes Heimat
9.1.2 Die inhaltlichen Dimensionen des Heimat-Begriffes
9.1.3 Die Zukunft der individuellen Heimatverbundenheit
9.2 Regionale Identität und Regionalbewusstsein
9.2.1 Begriffsabgrenzung von regionaler Identität und Regionalbewusstsein
9.2.2 Raumrelevante Aspekte von regionaler Identität und Regionalbewusstsein
9.2.3 Die planungspolitische Bedeutung des Konzeptes der regionalen Identität und des Regionalbewusstseins
9.3 Zusammenfassung
10 Die regionalpolitische Bedeutung der Rückwanderung nach Ostdeutschland
10.1 Die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die regionale Wirtschafts- und Sozialstruktur
10.2 Humankapitalverlust und Fachkräftemangel in Ostdeutschland
10.3 Die Wanderungen von Hochqualifizierten
10.3.1 Definition des Begriffskomplexes brain drain, brain gain und brain circulation
10.3.2 Mögliche positive Effekte der Rückwanderungen von Hochqualifizierten in den Herkunftsländern
10.4 Exkurs: Rückwanderungsinitiativen und -agenturen in Ostdeutschland
11 Binnenwanderungen in der Bundesrepublik Deutschland
11.1 Die deutsch-deutschen Wanderungen vor der Deutschen Wiedervereinigung (1950 bis 1990)
11.2 Die Binnenwanderungen zwischen Ost- und Westdeutschland von 1991 bis 2008
11.2.1 Das Wanderungsvolumen im Zeitverlauf
11.2.2 Differenzierung des Wanderungsvolumens nach Alter und Geschlecht
11.2.3 Räumliche Wanderungsverflechtungen zwischen Ost- und Westdeutschland
11.3 Exkurs: Möglichkeiten und Grenzen der Wanderungsstatistik des Statistischen Bundesamtes Deutschland
11.4 Bestimmung des Volumens der Rückwanderung nach Ostdeutschland
C EMPIRISCHE UNTERSUCHUNGEN
12 Entwurf eines theoretischen Untersuchungsrahmens
13 Methodische Vorgehensweise
13.1 Untersuchungsdesign
13.2 Räumliche Analyseebene und Auswahl des Untersuchungsraumes
13.3 Bestimmung der Informationsquelle und Erhebungsmethodik
13.4 Verwendung der Befragungsergebnisse
14 Strukturanalyse des Untersuchungsraumes
14.1 Verwaltungsmäßige und naturräumliche Gliederung
14.2 Bevölkerungs- und Siedlungsstruktur
14.2.1 Bevölkerungsstand und -entwicklung
14.2.2 Die Entwicklung der Bevölkerungsstruktur
14.2.3 Die Entwicklung der Wanderungsbewegungen mit den Alten Bundesländern
14.2.4 Die Siedlungsstruktur
14.3 Die Entwicklung der Wirtschafts- und Arbeitsmarktstruktur
14.3.1 Die Entwicklung der Beschäftigtenstruktur
14.3.2 Die Entwicklung der Erwerbstätigkeit
14.3.3 Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit
14.3.4 Die Entwicklung des Lohnniveaus
14.4 Wohn- und Lebensbedingungen
14.4.1 Verkehrsinfrastruktur und Erreichbarkeit
14.4.2 (Kinder-)Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur
14.4.3 Wohnungsmarkt und Wohnungsversorgung
14.4.4 Lebenshaltungskosten
14.5 Zusammenfassung
15 Ergebnisse der empirischen Untersuchung
15.1 Charakterisierung von Rückwanderern und potenziellen Rückwanderern nach soziodemographischen Merkmalen
15.1.1 Geschlecht der Auskunftspersonen
15.1.2 Alter der Auskunftspersonen
15.1.3 Haushaltsgröße der Auskunftspersonen
15.1.4 Familienstand der Auskunftspersonen
15.1.5 Bildungsabschluss der Auskunftspersonen
15.1.6 Berufliche Tätigkeit der Auskunftspersonen
15.2 Einflussfaktoren im Abwanderungsprozess der Auskunftspersonen aus Ostdeutschland
15.3 Dauer des Aufenthalts in Westdeutschland
15.4 Herkunfts- und Rückkehrort der Rückwanderer in Ostdeutschland
15.5 Rückkehr- und Arbeitsort der Rückwanderer
15.6 Strukturelle Ursachen und individuelle Beweggründe für die Rückwanderung nach Thüringen
15.6.1 Bewertung der Auskunftspersonen über die Veränderung der strukturellen Rahmenbedingungen in Thüringen
15.6.2 Rückwanderung nach Thüringen – strukturelle Ursachen und individuelle Beweggründe in Westdeutschland
15.6.3 Rückwanderung nach Thüringen – strukturelle Ursachen und individuelle Beweggründe in Thüringen
15.6.4 Multikausalität des Rückwanderungsprozesses
15.6.5 Die wichtigsten Gründe der Auskunftspersonen für die Rückkehr nach Thüringen bzw. für den Verbleib in den Alten Bundesländern
15.6.6 Biographische Ereignisse im Lebensverlauf der Auskunftspersonen
15.6.7 Dauer des Rückwanderungsprozesses
15.7 Die Bedeutung des Sozialkapitals im Rückwanderungsprozess
15.8 Die Bedeutung der Heimatverbundenheit im Rückwanderungsprozess nach Thüringen
15.9 Die Zufriedenheit der Auskunftspersonen nach der Rückwanderung
15.10 Bedingungen für einen dauerhaften Verbleib der Rückwanderer in Thüringen
D SCHLUSSBETRACHTUNG
16 Beantwortung der forschungsleitenden Fragen
17 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Analyse der strukturellen Ursachen und individuellen Beweggründe für die Rückwanderung von ehemals aus Ostdeutschland abgewanderten Personen, wobei Thüringen als Fallbeispiel dient. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwieweit strukturelle Rahmenbedingungen gegenüber individuellen Motiven den Rückkehrprozess beeinflussen und welche Rolle dabei Faktoren wie Humankapital, regionale Verbundenheit und soziale Netzwerke spielen.
- Analyse der Abwanderungsmotive aus den Neuen Bundesländern.
- Untersuchung der strukturellen und individuellen Faktoren im Rückwanderungsprozess.
- Evaluierung der Bedeutung von Heimatverbundenheit und sozialen Netzwerken.
- Rolle von Rückwanderungsinitiativen und -agenturen in Ostdeutschland.
- Erkenntnisse für die regionale Fachkräftepolitik in Ostdeutschland.
Auszug aus dem Buch
1 Einleitende Vorbemerkung
„Die Mauer wurde von innen – nicht von außen – umgestoßen! Und der wirtschaftliche Zusammenbruch folgte zeitgleich mit dem politischen, dem Fall der Mauer. Für die Freiheit waren eben weder Staat noch Wirtschaft noch Gesellschaft der DDR gerüstet.“ (KLAUS VON DOHNANYI)
Nach den Grenzöffnungen in der DDR zum Gebiet der früheren Bundesrepublik Deutschland am 09. November 1989 wurden die größten Schwächen von Parteidiktatur und Planwirtschaft deutlich. Die auf den ehemaligen Ostblock ausgerichtete Wirtschaft und Industrie des ostdeutschen Landesteils war auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig und unter marktwirtschaftlichen Bedingungen unrentabel. Infolge der Vereinigung der beiden deutschen Landesteile am 03. Oktober 1990 wurden die ostdeutschen Unternehmen im weiteren Zeitverlauf in die Marktwirtschaft überführt: die Unternehmen wurden verkauft, umstrukturiert oder geschlossen. Mit dem Beginn der wirtschaftlichen Transformation in den Neuen Bundesländern setzten eine starke Stagnation der Industrieproduktion sowie ein enormer Anstieg der Arbeitslosigkeit ein, und somit Zustände, die zuvor in der DDR nicht bekannt waren.
Die Deutsche Wiedervereinigung war für die Neuen Länder nicht nur mit politischen und wirtschaftlichen Veränderungen verbunden, sondern auch mit erheblichen Konsequenzen für die Gesellschaft. Die Menschen in Ostdeutschland waren mit einem rapiden sozialen Umbruch konfrontiert, welcher in der Gesellschaft zu einer enormen Unsicherheit über die weitere Zukunft führte. Im Ergebnis haben die Neuen Bundesländer nach 1990 einen immensen Rückgang der Geburtenzahlen sowie eine hohe Abwanderung zu verzeichnen. Infolge der tiefgreifenden Transformationsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft entstanden bzw. verstärkten sich erhebliche sozioökonomische und demographische Disparitäten zwischen Ost und West.
VON DOHNANYI (2010) konstatiert, dass die Verhältnisse der Misswirtschaft als Schwäche der damaligen DDR unmittelbar zu den heute bestehenden größten Schwächen Ostdeutschlands führten: der Abwanderung junger, qualifizierter Menschen nach Westdeutschland sowie einer im Vergleich zu Westdeutschland hohen Arbeitslosenrate in den Neuen Bundesländern.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitende Vorbemerkung: Einführung in die ökonomischen und sozialen Transformationsprozesse nach der deutschen Wiedervereinigung.
2 Aufbau der Arbeit: Überblick über die methodische und inhaltliche Strukturierung der Diplomarbeit in drei Abschnitte.
3 Zielsetzungen und forschungsleitende Fragestellungen: Definition der Forschungsfragen hinsichtlich der Beweggründe und strukturellen Bedingungen für Rückwanderungen.
4 Geographischer Bezug zur Thematik: Verortung der Thematik innerhalb der sozialgeographischen Wanderungsforschung.
5 Definitionen und Typisierungen von Wanderungen: Terminologische Abgrenzung der Begriffe Wanderung, Rückwanderung und Zirkulation.
6 Theoretische Erklärungsansätze von Wanderungen und deren Aussagekraft zur Erklärung des Rückwanderungsprozesses: Diskussion klassischer und neuerer Theorien zur Erklärung von Migrationsprozessen.
7 Der Rückwanderungsprozess – eine sozialgeographisch-handlungstheoretische Interpretation: Interpretation der Rückwanderung als komplexer, intentionaler Handlungsprozess.
8 Determinanten im Rückwanderungsprozess: Analyse struktureller und individueller Einflussfaktoren, inklusive Sozialkapital und Heimatverbundenheit.
9 Die regionale Verbundenheit: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Heimatbegriff und regionaler Identität.
10 Die regionalpolitische Bedeutung der Rückwanderung nach Ostdeutschland: Analyse der demographischen Folgen, des Humankapitalverlusts und der Rolle von Rückwanderungsinitiativen.
11 Binnenwanderungen in der Bundesrepublik Deutschland: Quantitative Betrachtung der historischen und aktuellen Binnenwanderungsströme.
12 Entwurf eines theoretischen Untersuchungsrahmens: Entwicklung eines Modells zur Analyse der Rückwanderung als soziales Handeln.
13 Methodische Vorgehensweise: Beschreibung des Forschungsdesigns, der Datenerhebung und der Auswahl des Untersuchungsraums Thüringen.
14 Strukturanalyse des Untersuchungsraumes: Detaillierte Untersuchung der sozioökonomischen Bedingungen im Freistaat Thüringen.
15 Ergebnisse der empirischen Untersuchung: Auswertung der Befragungsdaten zu soziodemographischen Merkmalen und Rückkehrgründen.
16 Beantwortung der forschungsleitenden Fragen: Zusammenfassende Beantwortung der eingangs formulierten Forschungsfragen.
17 Fazit: Abschließende Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der regionalpolitischen Implikationen.
Schlüsselwörter
Rückwanderung, Ostdeutschland, Thüringen, Migration, Remigration, Humankapital, Sozialkapital, regionale Identität, Sozialgeographie, Arbeitsmarkt, demographischer Wandel, Fachkräftemangel, Lebensverlauf, regionale Entwicklung, Handlungszentrierte Sozialgeographie
Häufig gestellte Fragen
Worum es in der Arbeit grundsätzlich geht?
Die Diplomarbeit untersucht die strukturellen Ursachen und individuellen Beweggründe von Personen, die aus Westdeutschland nach Ostdeutschland (Thüringen) zurückkehren.
Was die zentralen Themenfelder sind?
Die zentralen Themen sind Migrations- und Rückwanderungstheorien, die regionale Wirtschafts- und Sozialstruktur von Thüringen, Humankapital sowie die Bedeutung von sozialen Netzwerken und Heimatverbundenheit.
Was das primäre Ziel oder die Forschungsfrage ist?
Das Ziel ist zu analysieren, welche Faktoren eine Rückkehr beeinflussen und inwieweit diese durch strukturelle oder individuelle Beweggründe determiniert werden.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet wird?
Es wird ein sozialgeographischer Ansatz gewählt, der durch eine empirische Primärdatenerhebung (schriftliche Befragung von Rückwanderern und potenziellen Rückwanderern) ergänzt wird.
Was im Hauptteil behandelt wird?
Im Hauptteil werden neben theoretischen Grundlagen zur Migration die Ergebnisse der empirischen Untersuchung zur Charakterisierung der Akteure sowie die Analyse der Einflussfaktoren auf ihre Rückkehrentscheidung präsentiert.
Welche Schlüsselwörter die Arbeit charakterisieren?
Schlüsselbegriffe sind Rückwanderung, Ostdeutschland, Humankapital, soziale Netzwerke, regionale Identität und Arbeitsmarktstrukturen.
Welchen Einfluss spielt der Arbeitsmarkt in Thüringen bei der Rückwanderung?
Die Verfügbarkeit von adäquaten Arbeitsplätzen, die der Qualifikation der Rückwanderer entsprechen, ist oft eine notwendige, wenn auch nicht hinreichende Bedingung für eine Rückkehr.
Welche Rolle spielt die Heimatverbundenheit?
Heimatverbundenheit und die Nähe zu Familie und Freunden in der Region stellen oft den emotionalen Hauptgrund für eine Rückwanderung dar, während berufliche Ziele eher ökonomisch motiviert sind.
- Citation du texte
- Christian Scheffel (Auteur), 2012, Rückwanderung nach Ostdeutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194972