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Ist passive Sterbehilfe im Lichte aristotelischer und kantischer Ethik vertretbar?

Title: Ist passive Sterbehilfe im Lichte aristotelischer und kantischer Ethik vertretbar?

Pre-University Paper , 2012 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Timo Steinkühler (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Ist Sterbehilfe vertretbar? Dies ist eine der bekanntesten ethischen Fragen überhaupt. Sie wird schon seit langer Zeit diskutiert und Sterbehilfe ist in Deutschland verboten.
Trotzdem wird diese Frage immer wieder gestellt und irgendwie hat sich jeder über sie schon einmal seine Gedanken gemacht oder darüber sogar mit anderen Leuten diskutiert. Sterbehilfe ist ein Thema, das man auf ganz unterschiedliche Weisen angehen kann und daher auch zu keiner eindeutigen Meinung kommt, die von allen akzeptiert wird.
An dieser Stelle wäre es interessant zu erfahren, was große Philosophen zu dieser Frage sagen würden. Ich habe mir Immanuel Kant und Aristoteles ausgesucht, da diese beiden zwei der wichtigsten Ethiken aufgestellt haben, nach denen sich auch heute noch viele Menschen richten.

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Inhaltsverzeichnis

1.1 Allgemeine Einleitung

1.2 Definition von Sterbehilfe

1.2.1 Aktive Sterbehilfe

1.2.2 Indirekte Sterbehilfe

1.2.3 Passive Sterbehilfe

2 Aristoteles: Der Begriff der „Eudämonie“

3 Kant und Sterbehilfe

3.1 Der kategorische Imperativ

3.2 Andere Ansatzmöglichkeiten bei Kant

4 Schluss

4.1 Zusammenfassung

4.2 Eigene Meinung

4.3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Facharbeit untersucht die ethische Vertretbarkeit der passiven Sterbehilfe unter Einbeziehung der philosophischen Positionen von Aristoteles und Immanuel Kant. Ziel ist es, Anhaltspunkte in deren Ethik zu finden, um die komplexe moralische Debatte um das Sterben und lebensverlängernde Maßnahmen neu zu beleuchten.

  • Grundlagen der Sterbehilfe und Abgrenzung verschiedener Formen
  • Aristotelisches Verständnis der Glückseligkeit (Eudämonie) im Kontext des Lebensendes
  • Kantische Pflichtenethik und der Kategorische Imperativ in Bezug auf das Lebensende
  • Kritische Analyse von Selbstmord und Sterbehilfe in der Philosophie
  • Persönliche Reflexion und Lösungsansätze zur Sterbebegleitung

Auszug aus dem Buch

3.1 Der kategorische Imperativ

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie allgemeines Gesetz werde.“ (Kant, S. 42 Z. 21f)4. So formuliert Immanuel Kant seine erste Form des kategorischen Imperativs.

Kant setzt hier also den Vernunftgebrauch voraus, da es sich um den Willen handelt und dieser laut Kant von der Vernunft bestimmt wird, im Gegensatz zu dem tatsächlichen Handeln, das auch durch Neigungen, also z.B. Bedürfnisse bestimmt wird. Also müsste ich auf der Grundlage meiner Vernunft entscheiden, ob passive Sterbehilfe zu erlauben ist.

Dies ist einerseits schwierig, da diese Entscheidung immer situationsbedingt ist, also keinen allgemein gültigen Anspruch hat. Desweiteren würde hier wahrscheinlich jeder Mensch anders entscheiden, da er unterschiedliche Auffassungen von bestimmten Aspekten, wie z.B. Suizid oder Tod im Allgemeinen, hat. Ganz einfach gesagt ist es laut dieser Form des kategorischen Imperativs meine eigene Entscheidung, ob ich Sterbehilfe unterstütze oder nicht. Das hilft wenig weiter.

Ähnlich verhält es sich mit der Naturgesetzformel: „Handle so, als ob die Maxime deiner Handlung durch deinen Willen zum allgemeinen Naturgesetze werden sollte“ (Kant, S. 43 Z. 6f). Auch hier ist die moralische Handlung dann moralisch, wenn ich sie mit meinem Willen vereinbaren kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1.1 Allgemeine Einleitung: Einführung in die Relevanz der Sterbehilfe-Debatte und Begründung der Auswahl von Aristoteles und Kant als ethische Bezugspunkte.

1.2 Definition von Sterbehilfe: Systematische Unterscheidung der drei Hauptarten: aktive, indirekte und passive Sterbehilfe.

1.2.1 Aktive Sterbehilfe: Erläuterung der aktiven Tötungshandlung als Ziel der Lebensbeendigung.

1.2.2 Indirekte Sterbehilfe: Beschreibung der medizinischen Behandlung zur Leidenslinderung, bei der der Tod als Nebenwirkung in Kauf genommen wird.

1.2.3 Passive Sterbehilfe: Definition als Abbruch lebensverlängernder Maßnahmen oder Verzicht auf solche bei tödlichem Krankheitsverlauf.

2 Aristoteles: Der Begriff der „Eudämonie“: Herleitung des höchsten Gutes als Glückseligkeit und Untersuchung, wie dies zur Einstellung gegenüber dem Lebensende in Beziehung steht.

3 Kant und Sterbehilfe: Untersuchung der Kantischen Moraltheorie im Hinblick auf die Unterstützung einer Sterbeentscheidung.

3.1 Der kategorische Imperativ: Analyse der verschiedenen Formulierungen des kategorischen Imperativs und deren Anwendbarkeit auf die Sterbehilfe.

3.2 Andere Ansatzmöglichkeiten bei Kant: Erörterung von Kants Position zum Selbstmord und der Übertragbarkeit dieser Argumente auf die passive Sterbehilfe.

4 Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion über die philosophische Komplexität.

4.1 Zusammenfassung: Gegenüberstellung der Positionen von Aristoteles und Kant zum Thema Sterbehilfe.

4.2 Eigene Meinung: Vorschlag eines Modells zur Sterbebegleitung unter Berücksichtigung ethischer Bedenken.

4.3 Fazit: Abschließende Einschätzung der Unmöglichkeit einer universellen Lösung aufgrund der Einzelfallproblematik.

Schlüsselwörter

Passive Sterbehilfe, Aristoteles, Immanuel Kant, Eudämonie, Kategorischer Imperativ, Ethik, Philosophie, Lebensende, Selbstmord, Sterbebegleitung, Glückseligkeit, Moral, Vernunft, Einzelfallentscheidung, Würde

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die ethische Vertretbarkeit der passiven Sterbehilfe unter dem Fokus zweier einflussreicher philosophischer Strömungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definition der Sterbehilfe, die antike Tugendethik nach Aristoteles sowie die Pflichtenethik nach Immanuel Kant.

Was ist die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob passive Sterbehilfe aus der Sicht der aristotelischen und kantischen Ethik moralisch vertretbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine deskriptive und analysierende Methode, bei der klassische philosophische Texte auf moderne ethische Problemstellungen angewandt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine philosophische Analyse von Aristoteles' Eudämonie-Begriff sowie die Anwendung von Kants kategorischem Imperativ auf das Thema Sterben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Passive Sterbehilfe, Ethik, Aristoteles, Kant, Eudämonie, Kategorischer Imperativ und Lebensende sind die prägenden Begriffe.

Wie unterscheidet sich Kants Sicht auf das Leben von der des Aristoteles?

Während Aristoteles die Glückseligkeit als höchstes Ziel betont, fokussiert Kant auf moralische Gesetze und die Vernunft, wobei er den Suizid aufgrund logischer Widersprüche ablehnt.

Welchen persönlichen Lösungsansatz schlägt der Autor vor?

Der Autor schlägt eine strukturierte Sterbebegleitung durch fachlich geschulte Agenturen vor, um Missbrauch zu vermeiden und die Entscheidungssituation auf eine professionelle Basis zu stellen.

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Details

Title
Ist passive Sterbehilfe im Lichte aristotelischer und kantischer Ethik vertretbar?
College
Kreisgymnasium Halle
Grade
1,0
Author
Timo Steinkühler (Author)
Publication Year
2012
Pages
12
Catalog Number
V194992
ISBN (eBook)
9783656204732
ISBN (Book)
9783656207900
Language
German
Tags
Philosophie Sterbehilfe Ethik Kant Aristoteles Facharbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Timo Steinkühler (Author), 2012, Ist passive Sterbehilfe im Lichte aristotelischer und kantischer Ethik vertretbar?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194992
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