In dieser Ausarbeitung werden nach der Schilderung des typischen Ablaufs eines Projektes mit seinen unterschiedlichen Phasen, deren Bedeutung in Abhängigkeit von der Projektkomplexität untersucht. Anschließend erfolgt eine kritische Betrachtung des Projektnutzens unter Berücksichtigung des dafür benötigten Aufwandes. Sie eignet sich insbesondere für den Personenkreis, der sich schnell über Projektmanagement und die typischen Instrumente einen Überblick verschaffen will. Ferner ist der Abwandlung eines typischen Ablaufs in Hinblick auf komplexe bzw. weniger komplexe Projekte ein eigenes Kapitel gewidmet. Viel Spaß beim Lesen!
Einleitung „Grünes Licht für „Stuttgart 21"
Der Lenkungskreis des Großprojekts "Stuttgart 21" hat grünes Licht für den Bau des Infrastrukturprojekts gegeben. […] Die Kosten für das Projekt belaufen sich nach der neuen Kalkulation auf 4,1 Milliarden Euro - die bisherige Kalkulation sah Kosten von 3,1 Milliarden Euro vor. Die Mehrkosten…“ So oder so ähnlich liest man fast tagtäglich Nachrichten über Großprojekte, wie auch bei der Einführung der LKW-Maut oder dem Bau der neuen Landebahn des Frankfurter Flughafens. Wenn trotz professionellen Managements die Kosten explodieren und Termine um mehrere Jahre verschoben werden, scheinen Vorbehalte durchaus berechtigt. Daher kann man nachvollziehen, dass einige Auftraggeber und Projektmitglieder ein professionelles Projektmanagement oft für überflüssig oder für zu zeitaufwändig halten. Man muss jedoch beachten, dass Projekte meist in die Wege geleitet werden um auf Veränderungen zu reagieren oder an diesen teilzuhaben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Phasen eines typischen Vorgehensmodells
2.1 Vorphase
2.2 Planungsphase
2.3 Durchführungsphase
2.4 Projektabschluss
3. Bedeutung der Phasen in Relation zur Projektkomplexität
4. Kritische Betrachtung von Kosten und Nutzen des Projektmanagements
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und den Nutzen eines professionellen Projektmanagements in Abhängigkeit von der Projektkomplexität und setzt sich kritisch mit dem damit verbundenen Aufwand auseinander, um aufzuzeigen, wie systematische Vorgehensmodelle den Projekterfolg trotz hoher Risiken sichern können.
- Methoden und Phasen eines standardisierten Projektmanagements
- Einfluss der Projektkomplexität auf die Vorgehensweise
- Kosten-Nutzen-Analyse von professionellem Projektmanagement
- Rolle der Risikoanalyse und Qualitätssicherung in Projekten
- Strategien zur Steigerung der Projekteffizienz
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
So oder so ähnlich liest man fast tagtäglich Nachrichten über Großprojekte, wie auch bei der Einführung der LKW-Maut oder dem Bau der neuen Landebahn des Frankfurter Flughafens. Wenn trotz professionellen Managements die Kosten explodieren und Termine um mehrere Jahre verschoben werden, scheinen Vorbehalte durchaus berechtigt. Daher kann man nachvollziehen, dass einige Auftraggeber und Projektmitglieder ein professionelles Projektmanagement oft für überflüssig oder für zu zeitaufwändig halten.
Man muss jedoch beachten, dass Projekte meist in die Wege geleitet werden um auf Veränderungen zu reagieren oder an diesen teilzuhaben. Das Hauptproblem bei der Planung innovativer Projekte liegt darin Unvorhersehbares vorherzusehen. Viele bedeutende Entscheidungen werden am Anfang getroffen, bei denen die Risiken hoch sind und das Projektwissen niedrig ist (siehe Anhang 1). Der Prozess des Vorausdenkens fällt schwer. Man muss sich erst darüber klar werden, was wozu gemacht werden soll, in welchen Schritten, in welcher zeitlichen Reihenfolge und was man benötigt.
Doch was versteht man unter einem Projekt oder Projektmanagement? Darauf geben Standards wie Normen des Deutschen Instituts für Normung (DIN) oder die ICB IPMA Competence Baseline (ICB) Antwort. Gemäß DIN 69901 ist ein Projekt, ein "Vorhaben, das im Wesentlichen durch die Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie z.B. Zielvorgabe, zeitliche, finanzielle, personelle und andere Begrenzungen; Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben; projektspezifische Organisation“ und Projektmanagement „die Gesamtheit von Führungsaufgaben, -organisation, -techniken und -mitteln für die Initiierung, Definition, Planung, Steuerung und den Abschluss von Projekten“. Welche Aufgabe ohne Routinecharakter jedoch ein Projekt für eine einzelne Organisation ist und in welcher Ausprägung sie Projektmanagement umsetzt, muss sie für sich selbst bestimmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Großprojekten ein und definiert grundlegende Begriffe des Projektmanagements basierend auf geltenden Standards wie DIN 69901.
2. Phasen eines typischen Vorgehensmodells: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Etappen eines Projekts, von der Initialisierung und Planung über die Durchführung bis zum formalen Abschluss.
3. Bedeutung der Phasen in Relation zur Projektkomplexität: Hier wird untersucht, wie Projektmethoden und der Detaillierungsgrad der Phasen an die spezifische Komplexität eines Vorhabens angepasst werden können.
4. Kritische Betrachtung von Kosten und Nutzen des Projektmanagements: Dieser Abschnitt analysiert die Investitionskosten für professionelles Projektmanagement und stellt diese dem Mehrwert durch höhere Effizienz und Risikominimierung gegenüber.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass professionelles Projektmanagement bei korrekter Anwendung als unverzichtbare "Chefsache" den Erfolg komplexer Projekte sichert.
Schlüsselwörter
Projektmanagement, Projektphasen, Projektkomplexität, Projekterfolg, Kosten-Nutzen-Analyse, Projektstrukturplan, Risikomanagement, Projektauftrag, Meilensteine, Projektsteuerung, Kommunikation, Dokumentation, Effizienz, Unternehmenswerte, Projektleiter
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Notwendigkeit und den Nutzen eines professionellen Projektmanagements und erläutert, wie ein systematischer Phasenaufbau trotz des damit verbundenen Aufwands den Erfolg von Projekten steigern kann.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?
Die Schwerpunkte liegen auf der Strukturierung von Projekten in Phasen, der Anpassung an unterschiedliche Komplexitätsgrade und einer betriebswirtschaftlichen Bewertung der Kosten und Nutzen von Projektmanagement-Methoden.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, Vorbehalte gegenüber Projektmanagement zu entkräften, indem nachgewiesen wird, dass strukturierte Vorgehensweisen die Projekteffizienz steigern und Risiken minimieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse unter Einbeziehung von Projektmanagement-Standards wie DIN 69901 und der ICB IPMA Competence Baseline sowie auf einer theoretischen Untersuchung von Kosten-Nutzen-Zusammenhängen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des typischen Projektverlaufs, die Analyse des Einflusses der Projektkomplexität auf die Phasenplanung und eine detaillierte kritische Betrachtung der Kosten-Nutzen-Struktur.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Projektphasen, Projektkomplexität, Projektrisiko, Kosten-Nutzen-Analyse, Projektsteuerung und Qualitätssicherung.
Wie unterscheidet sich das Management kleiner Projekte von Großprojekten?
Bei kleinen Projekten werden Phasen gestrafft und standardisierte Instrumente genutzt, um Aufwand zu minimieren, während bei komplexen Großprojekten detailliertere Planungen und ein ausgeprägteres Risikomanagement erforderlich sind.
Welche Rolle spielt die Risikoanalyse in dieser Arbeit?
Die Risikoanalyse wird als zentrales Element hervorgehoben, um negative Auswirkungen auf den Projekterfolg transparent zu machen und durch präventive Maßnahmen frühzeitig steuernd einzugreifen.
- Citation du texte
- Jens Stieler (Auteur), 2012, Projektmanagement - Ein typischer Ablauf und Variationen in Abhängigkeit von der Projektkomplexität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196189