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Altägyptische Traditionen in der Koptisch-Orthodoxen Kirche

Titre: Altägyptische Traditionen in der Koptisch-Orthodoxen Kirche

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2012 , 20 Pages , Note: sehr gut

Autor:in: DI.Mag.Dr. Robert Fischer Dr. (Auteur)

Théologie - Théologie historique, Histoire ecclésiastique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Geschichte der Koptischen Kirche geht auf das alexandrinisch-ägyptische Christentum der Spätantike (Patriarchat von Alexandria) zurück. Als Gründer der koptischen Kirche gilt der Überlieferung nach Markus, der Verfasser des Markusevangeliums, welcher im 1. Jahrhundert AD in Ägypten lebte. Er war außerdem der erste Bischof von Alexandria. 68 AD starb er als Märtyrer.
Die Koptische Kirche hat 10-15% der Gesamtbevölkerung als Gläubige in Ägypten.
Bis zum 7. Jahrhundert stieg die Anzahl der Mitglieder der Koptischen Kirche permanent in Ägypten an. Danach wurde eine weitere Zunahme der Anhängerschaft durch die islamische Eroberung Ägyptens gebremst. Noch heute steht die Christenverfolgung in Ägypten an der Tagesordnung. Die Koptische Kirche verwendet seit dem 2. Jahrhundert neben dem Griechischen die koptische Sprache bei der Bibellesung, beim Gebet und bei der Predigt als Sakralsprache.
In Folge der Auseinandersetzungen um das Konzil von Chalcedon 451 erfolgte eine Spaltung der nicht-chalcedonischen oder altorientalischen Kirchen (z.B. Syrer, Äthiopier, Kopten, Armenier) und der chalcedonischen Kirchen (Orthodoxe Kirchen, Katholische Kirchen) über die Frage der gott-menschlichen Natur Christi.
Der Begriff Kopten stammt aus dem Griechischen und heißt „Ägypter“. Ursprünglich bezeichnete dieses Wort die Einwohner Alexandriens und ganz Ägyptens. Die koptische Sprache entstand aus dem Ägyptischen des 3. Jahrhunderts.
Nicht nur die Sprache der Kopten weist auf die altägyptische Tradition hin, sondern auch in der Kunst und in den Inhalten der Glaubenslehre wird diese immer wieder erkennbar. Besonders die koptische Kirche hat Elemente der altägyptischen Religion weitergetragen. Somit kann das Koptentum durchaus als Sachverwalter der altägyptischen Tradition bezeichnet werden .
Ägypten war das erste Land der Welt, welches vom Christentum missioniert wurde. Bereits in der 2. Hälfte des ersten Jahrhunderts AC verbreitete sich das Christentum in Ägypten. Es liegt daher auf der Hand, dass diese neue Religion Elemente der alten Religion, also der altägyptischen, übernommen hat bzw. übernehmen musste. Man denke auch dabei an die Christianisierung verschiedener europäischer Länder, zum Beispiel Irland, welche sehr wohl heidnische Elemente in die christliche Religion übernahm.
Ziel dieser Seminararbeit ist es, altägyptische Traditionen im Koptischen Christentum zu orten und zu dokumentieren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die altägyptische Tradition in der koptisch-orthodoxen Kirche – Die Sprache

2.1. Die koptische Sprache

3. Die altägyptische Tradition in der koptisch-orthodoxen Kirche – Die Heilige Familie

3.1. Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten

3.2. Götterfamilien

3.3. Jesus – Gottes Sohn

3.4. Mutter Gottes mit Kind

3.5. Tod und Auferstehung

3.6. Die göttliche Zeugung

3.7. Der Kampf gegen das Böse

4. Die altägyptische Tradition in der koptisch-orthodoxen Kirche – Rituale und Zeichen

4.1. Die Taufe

4.2. Das Anch-Zeichen – Bedeutung im koptisch-orthodoxen Christentum

4.3. Die unsterbliche Seele

4.4. Die Firmung

4.5. Salbung

4.6. Die Schlange als religiöses Symbol

4.7. Die Vierheit als Symbol für das Weltganze

5. Die altägyptische Tradition in der koptisch-orthodoxen Kirche – Die koptische Kunst als Brücke zwischen Heiden- und Christentum

5.1. Einflüsse auf die koptische Kunst

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Seminararbeit ist es, altägyptische Traditionen, die im koptischen Christentum fortbestehen, zu identifizieren und zu dokumentieren. Die Arbeit untersucht dabei die Kontinuität religiöser Vorstellungen, Symbole und Riten.

  • Historische Ursprünge des koptischen Christentums
  • Parallelen zwischen altägyptischen Göttertriaden und christlichen Konzepten
  • Bedeutung der Symbolik von Anch-Zeichen und der Vierheit
  • Rituelle Bezüge zwischen altägyptischen Reinigungspraktiken und christlicher Taufe
  • Einfluss altägyptischer Motive auf die koptische Kunst und Ikonographie

Auszug aus dem Buch

3.2. Götterfamilien

Götterfamilien waren den Ägyptern seit langer Zeit bekannt. Vor allem die Göttertriaden, welche sich aus Vater-Mutter-Sohn zusammensetzten. Anbei in Tab.1. Beispiele für ägyptische Götterfamilien :

Vater Mutter Sohn

Amun Mut Chons

Osiris Isis Horus

Ptah Sachmet Nefertem

Horus Hathor Ihi

Tab1. Beispiele für ägyptische Götterfamilien

Parallel zur Götterfamilie finden wir auch die Göttliche Dreiheit oder “Triade“ im altägyptischen Glauben.

Eine berühmte Triade im Altägyptischen setzt sich aus den Göttern Amun, Re und Ptah zusammen.

Ptah ist der Schöpfergott, er erschafft durch Herz und Zunge. Ptah hat auch seinen Leib selbst erschaffen.10 In dieser Beziehung vermittelt er die Vorstellung des „Gottesleibes“, also eines Geborenen. Wie die Götter Re und Ptah ist auch Amun ein Allgott, er ist in jedem Lebewesen gegenwärtig – also der Göttliche Geist.11 In Tab.2 findet sich ein direkter Vergleich zwischen altägyptischer und christlicher Triade.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die historischen Anfänge der Koptischen Kirche und ihren Bezug zum alexandrinisch-ägyptischen Christentum.

2. Die altägyptische Tradition in der koptisch-orthodoxen Kirche – Die Sprache: Hier wird die koptische Sprache als letzte Entwicklungsstufe des Altägyptischen und ihre Rolle im christlichen Kontext behandelt.

3. Die altägyptische Tradition in der koptisch-orthodoxen Kirche – Die Heilige Familie: Dieses Kapitel analysiert Parallelen zwischen ägyptischen Mythen, wie Göttertriaden, und christlichen Glaubensinhalten.

4. Die altägyptische Tradition in der koptisch-orthodoxen Kirche – Rituale und Zeichen: Die Untersuchung konzentriert sich auf die Entsprechungen zwischen alten ägyptischen Riten und Symbolen wie der Taufe oder dem Anch-Zeichen und christlichen Praktiken.

5. Die altägyptische Tradition in der koptisch-orthodoxen Kirche – Die koptische Kunst als Brücke zwischen Heiden- und Christentum: Es werden künstlerische Einflüsse und die Transformation antiker Symbole in die christliche Ikonographie beschrieben.

6. Zusammenfassung: Die zentralen Ergebnisse der Arbeit werden zusammengefasst und das Koptentum als Bewahrer altägyptischer Traditionen charakterisiert.

Schlüsselwörter

Koptische Kirche, altägyptische Tradition, Christentum, Ägypten, Göttertriade, Anch-Zeichen, Taufe, Ikonographie, Heilige Familie, Koptische Sprache, Mythologie, Religionsgeschichte, Symbolik, Kontinuität, Totenkult

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit untersucht, wie altägyptische Traditionen, Symbole und Riten in die koptisch-orthodoxe Kirche und das koptische Christentum eingeflossen sind und dort weiterleben.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf Sprache, der Heiligen Familie, Ritualen (wie Taufe und Salbung), religiösen Symbolen (wie dem Anch-Zeichen) und der koptischen Kunst.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, diese altägyptischen Traditionen im Kontext des Koptischen Christentums aufzuspüren, zu dokumentieren und die Kontinuität zwischen alter und neuer Religion aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einem systematischen Literaturstudium, ergänzt durch die eigene Reflexion des Autors.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Aspekte: von der Sprachgeschichte über theologische Parallelen bei der "Heiligen Familie" und dem "Tod und Auferstehung" bis hin zu rituellen Handlungen und künstlerischen Symbolformen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kontinuität, Koptologie, Religionsgeschichte, Göttertriaden, Inkulturation und symbolische Tradition festmachen.

Wie erklärt der Autor die Verbindung von "Heiliger Familie" und ägyptischer Mythologie?

Er vergleicht die christliche Dreifaltigkeit und die "Heilige Familie" mit den altägyptischen Göttertriaden, die ebenfalls aus einer Vater-Mutter-Sohn-Konstellation bestanden.

Was hat das Anch-Zeichen mit der koptischen Kirche zu tun?

Es symbolisiert im alten Ägypten das ewige Leben und wurde von koptischen Christen übernommen, wobei es durch die Ähnlichkeit zum Kreuz eine neue christliche Bedeutung als Symbol für das erlösende Leiden Christi und das kommende Leben erhielt.

Welche Rolle spielt die Vierheit laut der Arbeit?

Die Vierheit gilt als Symbol für das Weltganze, sowohl in der altägyptischen Darstellung der Winde und Horussöhne als auch in der koptischen Malerei in Verbindung mit den Evangelistensymbolen.

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Résumé des informations

Titre
Altägyptische Traditionen in der Koptisch-Orthodoxen Kirche
Université
University of Vienna  (Institut für Historische Theologie)
Cours
DS Christentum und Islam in Ägypten. Von den frühesten Anfängen bis zur jüngste Gegenwart
Note
sehr gut
Auteur
DI.Mag.Dr. Robert Fischer Dr. (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
20
N° de catalogue
V196446
ISBN (ebook)
9783656227472
ISBN (Livre)
9783656228059
Langue
allemand
mots-clé
Koptisches Christentum Ägyptische Tradition Riten Sinnbilder
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
DI.Mag.Dr. Robert Fischer Dr. (Auteur), 2012, Altägyptische Traditionen in der Koptisch-Orthodoxen Kirche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196446
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Extrait de  20  pages
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