ANP-Konzepte in der Schweiz

Exkursionsbericht über den Besuch am Universitätsspital Zürich im Juni 2011


Hausarbeit, 2012

16 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Umsetzung von ANP-Konzepten in der Schweiz am Beispiel des Universitätsspitals Zürich (USZ)
1.1 „Advanced Nursing Practice“ am Universitätsspital Zürich
1.2 Das Karrieremodell des Universitätsspitals

2. Hospitationstag

3. Wie gestaltet sich „Advanced Nursing Practice“ in Deutschland?

Literaturverzeichnis

Sonstige Verzeichnisse:

ABBILDUNGSVERZEICHNIS:

Abbildung 1: SPIRIG, R. u.a. (2010): Die USZ Forschungs- und Praxisentwicklungsagenda. Abgerufen unter: http://www.usz.ch/Forschung/Pflegeforschung/Forschungsagenda/Seiten/default.aspx [Stand am 13.08.2011]

Abbildung 2: USZ (Universitätsspital Zürich) (2011): Fachkarriere in der Pflege. Karrieremodell in 8 Stufen. Abgerufen unter: http://www.usz.ch/UeberUns/ArbeitenamUnispital/Pflege/Fachkarriere/Seiten/default.aspx [Stand am 13.08.2011]

ANP-Konzepte in der Schweiz – Exkursionsbericht über den Besuch am Universitätsspital Zürich im Juni 2011

1. Umsetzung von ANP-Konzepten in der Schweiz am Beispiel des Universitätsspitals Zürich (USZ)

1.1 “Advanced Nursing Practice” am Universitätsspital Zürich

Auf Grundlage der von HAMRIC vorgestellten Kernkompetenzen von Advanced Practice Nursing können die Einsatzbereiche der am Universitätsspital Zürich (USZ) eingesetzten Pflegeexperten beschrieben werden. Dazu zählen neben der Beratung und Forschungsfähigkeiten auch das Coaching und die Führung in pflegefachlichen Fragen. Zudem werden Kompetenzen bei der ethischen Entscheidungsfindung gefordert (vgl. HAMRIC 2005, 96). Von besonderer Bedeutung ist am Universitätsspital Zürich die interprofessionelle Zusammenarbeit mit der Kernkompetenz des Clinical Leadership. Dieses Clinical Leadership stellt für eine Advanced Practice Nurse eine zwingend notwendige Kompetenz dar (vgl. HANSON/ SPROSS 2005, 303). „Advanced practice nursing leadership can be conceptualized as occurring in three primary domains: in clinical practice with patients and staff, within health-care institutions and professional organizations, and in health-care policymaking arenas“ (HANSON/ SPROSS 2005, 303). Zudem sind die Pflegeexperten mit unterschiedlichem Zeitanteil in der direkten Pflege eingesetzt.

1.2 Das Karrieremodell des Universitätsspitals

Am Universitätsspital in Zürich werden neben diplomierten Pflegefachpersonen auch akademisierte Pflegende (z.B. grundständiger Bachelorstudiengang Pflege) in verschiedenen Karrierestufen beschäftigt. Zudem sind ab der vierten Karrierestufe Pflegeexperten mit dem Abschluss „Master of science“ im Sinne von Advanced Nursing Practice eingesetzt. Diese Pflegeexperten sind „…für die Entwicklung und Qualität der Pflege in ihren Medizinbereichen und Abteilungen verantwortlich“ (USZ 2011).

Ziel des dort eingesetzten Karrieremodells ist es, diplomierten Pflegefachpersonen eine Berufskarriere anzubieten, bei der sie sich Stufe für Stufe weiterentwickeln können und „dabei von Vorgesetzten und Tutorinnen oder Tutoren begleitet und gezielt unterstützt“ (USZ 2011a) werden. Die Leitidee dieses Modells ist die sich ständig weiterentwickelnde Fachkompetenz mit dem Ziel einer hohen Pflegequalität. Innerhalb dieses Stufenmodells können acht Stufen durchlaufen werden, wobei die oberste und achte Stufe von Fr. Prof. Dr. SPIRIG als Leitung des Z-KPW (Zentrum - Klinische Pflegewissenschaft) ausgefüllt wird (vgl. USZ 2011b). Zu ihrem Aufgabenspektrum zählt die Entwicklung von Modellen für eine „…zukunftsorientierte, effiziente und erfolgreiche Pflege“ (SPIRIG 2011). Zudem vertritt sie die klinische Pflegewissenschaft im Rahmen einer Professur an den medizinischen Fakultäten der Universitäten Zürich und Basel.

Abbildung 1: USZ Forschungs- und Praxisentwicklungsagenda Pflege (Quelle: SPIRIG u.a. 2010)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zur kontinuierlichen Verbesserung von Patientenresultaten

Auf der Stufe sieben steht Fr. Prof. Dr. SPIRIG eine klinische Pflegewissenschaftlerin zur Seite, die neben der Leitung von Forschungsprojekten auch zugleich als Tutorin die Berufsentwicklung von Arbeitskollegen unterstützt. Auch auf dieser Stufe steht diese Pflegefachperson noch im direkten Patientenkontakt (vgl. USZ 2011c). Unterhalb dieser Stufe wird die Stufe sechs von Fachexperten ausgefüllt, die für die fachliche Führung auf Medizinbereichsebene zuständig sind und mit den Pflegeexperten auf Abteilungsebene (Stufe vier und fünf) Pflegethemen auf wissenschaftlicher Grundlage entwickeln (vgl. USZ 2011d). Auf Karrierestufe fünf erfüllt der Pflegeexperte Aufgaben in der direkten Patientenbetreuung, Beratung, Forschungsanwendung und Evaluation in einzelnen Abteilungen oder in einem Patientenpfad. Im Stellenprofil des USZ ist diese Karrierestufe „…für die Sicherstellung […] einer Advanced Nursing Practice im definierten Fachgebiet / Patientenpfad verantwortlich, um die Patientenbetreuung auf ein hohes Qualitätsniveau zu bringen und die Patientenergebnisse zu verbessern. Dabei ist auch die Rückkoppelung mit der Pflegewissenschaft von Bedeutung…“ (USZ 2011e). Auf Stufe vier wird die professionelle, individuelle Pflege bestimmter Patienten durch den Fachexperten sichergestellt. Zudem ist der Fachexperte für die Unterstützung und Beratung der Mitarbeitenden der Stufe eins bis drei bei Pflegefachfragen zuständig. Dieser Fachexperte „…stellt die Weiterentwicklung von Fachexpertise und Qualitätssicherungsmaßnahmen auf der Abteilung sicher und unterstützt die Abteilungsleitung in fachlichen Fragen“ (USZ 2011f). Die Stufen eins bis drei werden mit diplomierten Pflegefachpersonen und Absolventen des Bachelor-Studienganges Pflege in Abhängigkeit der jeweiligen Berufspraxis besetzt (vgl. USZ 2011a).

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Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
ANP-Konzepte in der Schweiz
Untertitel
Exkursionsbericht über den Besuch am Universitätsspital Zürich im Juni 2011
Hochschule
Ernst-Abbe-Hochschule Jena, ehem. Fachhochschule Jena
Veranstaltung
Internationale Entwicklungen
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
16
Katalognummer
V196629
ISBN (eBook)
9783656229551
ISBN (Buch)
9783656230144
Dateigröße
584 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Studium MSc Advanced nursing practice
Schlagworte
anp-konzepte, schweiz, exkursionsbericht, besuch, universitätsspital, zürich, juni
Arbeit zitieren
Diplom-Pflegewirt FH Katharina Kemmether (Autor), 2012, ANP-Konzepte in der Schweiz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196629

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