Erfolgsgeschichte Krankenhauscontrolling - so könnte man die „Prozessorientierte Kostenträgerrechnung“ kennzeichnen, die das „Kommunalunternehmen Krankenhäuser des Landkreises Amberg-Sulzbach" gemeinsam mit der Softwarefirma K|M|S Vertrieb und Services AG entwickelt hat.
Die Idee des Kommunalunternehmens, Prozessabläufe des Krankenhauses betriebswirtschaftlich darzustellen und als zentrales Steuerungsinstrument des Krankenhauses einzusetzen, ist bemerkenswert und findet derzeit bundesweite Anerkennung. Eine Vision wurde umgesetzt. Das Prozessmanagement unserer beiden Krankenhäuser wurde mehrfach ausgezeichnet.
Was bisher fehlte, war der Nachweis, dass sich mit diesem Konzept flächendeckende Erfolge erzielen lassen.
Das nun vorliegende Fachbuch „Prozessorientierte Kostenträgerrechnung in Krankenhäusern mittels eisTIK.NET® Teil 2, Erfolgsmessung in der Fachabteilung Unfallchirurgie/Orthopädie“ quantifiziert erstmals, welche Kosten durch die Implementierung der „Prozessorientierten Kostenträgerrechnung“ konkret eingespart werden können.
Mag es Sie, liebe Leser, motivieren, sich intensiver mit dem Prozessmanagement auseinanderzusetzen und vergleichbare Erfolge zu erzielen.
Richard Reisinger
Landrat
Landkreis Amberg Sulzbach
Verwaltungsratsvorsitzender
des Kommunalunternehmens
Krankenhäuser des Landkreises Amberg-Sulzbach
Inhaltsverzeichnis
1) Prozessorientierte Kostenträgerrechnung – ein Erfolgsmodell
2) Die untersuchte chirurgische Fachabteilung
3) Defizitäre medizinische Fachabteilung Verweildauerproblematik
31) Problemstellung
32) Prozessveränderung
4) Erfolgsmessung anhand eines Quartals
41) Hüftgelenksoperationen
42) Kniegelenksoperationen
43) Quantifizierung der Einsparpotenziale für Hüftgelenks- und Kniegelenksoperationen
44) Untersuchung der gesamten Fachabteilung
45) Quantifizierung der Einsparpotenziale für die Fachabteilung Unfallchirurgie und Orthopädie
46) Prämissen
5) Statistisch nachweisbare nachhaltige Prozessveränderung Anhand der SixSigma-Methode
51) Ziel der SixSigma-Analyse
52) Auswahl des geeigneten statistischen Verfahrens
53) Grafische Vorbetrachtung
54) Korrelationsanalyse
55) Statistischer Nachweis veränderter Kosten
56) Control-Phase
6) Fazit
7) Anhang
71) Literaturverzeichnis
72) Mitwirkung
73) Abkürzungsverzeichnis
74) Weiterentwicklung des Auswertungskonzepts
75) Untersuchtes Krankenhaus
76) Autoren
77) Auszeichnung
78) Spendenhinweis
8) Nachtrag: Voraussetzungen für eine Prozessorientierte Kostenträgerrechnung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, den wirtschaftlichen Nutzen einer prozessorientierten Kostenträgerrechnung in einer chirurgischen Fachabteilung anhand des Softwareprodukts eisTIK.NET® zu quantifizieren und durch Prozessoptimierungen nachhaltig nachzuweisen.
- Methodische Einführung in die prozessorientierte Kostenträgerrechnung
- Analyse defizitärer Behandlungsprozesse und Verweildauerproblematiken
- Statistische Erfolgsmessung mittels SixSigma-Methodik
- Darstellung ökonomischer Konsequenzen durch Prozessveränderungen
- Voraussetzungen und Implementierungskonzepte für die DV-gestützte Prozessoptimierung
Auszug aus dem Buch
1) Prozessorientierte Kostenträgerrechnung – ein Erfolgsmodell
In dem Fachbuch Prozessorientierte Kostenträgerrechnung in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen, Analysemöglichkeiten und Prozessänderungen mit dem Softwareprodukt eisTIK.NET® wurden Wege für eine Prozessoptimierung aufgezeigt.
Die ersten Erkenntnisse der dv-gestützten Prozessorientierten Kostenträgerrechnung im „Kommunalunternehmens Krankenhäuser des Landkreises Amberg-Sulzbach“ lauteten:
A) DV-technische Methode
1) Die Prozessorientierte Kostenträgerrechnung stellt Behandlungsprozesse auf allen Komprimierungsebenen (Krankenhaus, medizinische Fachbereiche, DRG und Patient) dar und verweist durch geeignete Grafiken auf vermutliche Störeinflüsse. 2) Ergänzende chronologische tabellarische Prozessdarstellungen eignen sich zur Verifizierung der Thesen. 3) Die Prozessorientierte Kostenträgerrechnung scheint somit geeignet, kalkulierte Gewinne/Verluste von DRGs und Patienten zu analysieren und Ursachen für defizitäre Behandlungsprozesse nachzuweisen.
B) Rahmenbedingungen
1) Die Prozessorientierte Kostenträgerrechnung wirft Fragestellungen über unrentable Behandlungsprozesse auf – sie ersetzt nicht das Fachwissen eines Medizin-Controllers oder Case-Managers, um die Thesen zu erhärten oder auch zu widerlegen. 2) Im Einzelfall (z.B. bei multimorbiden Patienten) kann ein defizitärer Behandlungsprozess unvermeidbar sein – der Versorgungsauftrag des Krankenhauses hat stets Vorrang.
Zusammenfassung der Kapitel
1) Prozessorientierte Kostenträgerrechnung – ein Erfolgsmodell: Einführung in das methodische Grundkonzept der prozessorientierten Kostenträgerrechnung unter Nutzung der Software eisTIK.NET®.
2) Die untersuchte chirurgische Fachabteilung: Vorstellung der personellen und operativen Struktur der unfallchirurgischen und orthopädischen Fachabteilung.
3) Defizitäre medizinische Fachabteilung Verweildauerproblematik: Analyse der Ursachen für unrentable Behandlungsprozesse mit Fokus auf Verweildauerüberschreitungen.
4) Erfolgsmessung anhand eines Quartals: Quantifizierung der finanziellen Auswirkungen durch Prozessveränderungen bei spezifischen Operationen und der gesamten Abteilung.
5) Statistisch nachweisbare nachhaltige Prozessveränderung Anhand der SixSigma-Methode: Statistische Validierung der erzielten Verbesserungen mittels SixSigma-Analysen und Korrelationstests.
6) Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit der prozessorientierten Kostenträgerrechnung als Steuerungsinstrument.
7) Anhang: Ergänzende Unterlagen inklusive Literaturverzeichnis, Abkürzungen und technischen Details.
8) Nachtrag: Voraussetzungen für eine Prozessorientierte Kostenträgerrechnung: Darstellung der organisatorischen und technischen Anforderungen für den erfolgreichen Einsatz der Methode.
Schlüsselwörter
Prozessorientierte Kostenträgerrechnung, Krankenhauscontrolling, DRG, Verweildauer, SixSigma, Prozessoptimierung, Fachabteilung Unfallchirurgie, Wirtschaftlichkeit, eisTIK.NET, Fallpauschalenkatalog, Case-Management, Prozesskosten, Kostenträgerrechnung, Ressourcenmanagement, medizinische Fachbereiche.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einsatz einer prozessorientierten Kostenträgerrechnung zur Optimierung betriebswirtschaftlicher Abläufe in einem Krankenhaus, konkret in einer unfallchirurgischen und orthopädischen Abteilung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themen umfassen Prozesskostenanalyse, DRG-Kalkulation, Verweildauermanagement, statistische Erfolgsmessung mittels SixSigma und die technische Anbindung klinischer Informationssysteme.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, durch die Implementierung der prozessorientierten Kostenträgerrechnung unrentable Behandlungsprozesse zu identifizieren, zu korrigieren und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Erfolg messbar zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt die SixSigma-Methodik, um die Nachhaltigkeit der erzielten Prozessveränderungen statistisch zu belegen, unter anderem durch T-Tests und Korrelationsanalysen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden reale Daten einer Fachabteilung analysiert, die Auswirkungen von Prozessveränderungen auf Kosten und Gewinne quantifiziert und die statistische Signifikanz dieser Verbesserungen nachgewiesen.
Welche Keywords charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Prozessorientierte Kostenträgerrechnung, Krankenhauscontrolling, DRG-Analyse, SixSigma, Verweildaueroptimierung und Prozessoptimierung.
Warum ist die Verweildauer ein kritischer Faktor in dieser Analyse?
Die Analyse zeigt, dass eine Verweildauer oberhalb der Katalogvorgaben häufig zu defizitären DRG-Ergebnissen führt, weshalb die gezielte Steuerung dieser Dauer einen entscheidenden Hebel für die Wirtschaftlichkeit darstellt.
Welchen Stellenwert nimmt die Software eisTIK.NET® ein?
Sie dient als technisches Werkzeug, das die notwendigen Daten für die prozessorientierte Kostenträgerrechnung aufbereitet, visualisiert und den Vergleich mit INEK-kalkulierten Krankenhäusern ermöglicht.
Wie werden die Ergebnisse der Prozessveränderung validiert?
Durch einen Vergleich der Kennzahlen vor und nach der Prozessveränderung (z.B. Quartalsvergleiche) sowie eine anschließende statistische Validierung mittels p-Werten, um signifikante Veränderungen von Zufälligkeiten abzugrenzen.
Welche Rolle spielt das Case-Management bei der Prozessveränderung?
Das Case-Management übernimmt eine zentrale Funktion bei der Koordination elektiver Operationen und der frühzeitigen Einleitung von Rehabilitationsmaßnahmen, um die stationäre Verweildauer effizient zu verkürzen.
- Arbeit zitieren
- Dr. med. Marcin Leszczynski (Autor:in), Dipl. Kfm. (FH) Roland Ganzmann (Autor:in), Dipl. Kaufmann Klaus Emmerich (Hrsg.) (Autor:in), 2012, Prozessorientierte Kostenträgerrechnung in Krankenhäusern mittels eisTIK.NET® Teil 2 , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196641