Die Herausforderung in dieser sich schnell entwickelnden Welt ist es umgehend
und präzise auf die Bedürfnisse der Marktteilnehmer zu reagieren. Gerade in den letzten zwanzig Jahren zeigt sich ein deutlicher Trend. Immer mehr Start-UPs bedienen sich der schnellen Kommunikationswege des Internets, um sich einen
Vorteil gegenüber den bestehenden, oft mit vielen Ressourcen ausgestatteten Firmen
heraus zu arbeiten. Es genügt als Anbieter und Marktteilnehmer nicht mehr
an alte und verkrustete Denkweisen festzuhalten. Die bereits übersättigten Märkte
führten dazu, dass sich die Situation für die Marktteilnehmer wandelte. Durch die
voranschreitende Individualisierung der Gesellschaft wurde der Anbietermarkt zu
einem Nachfragemarkt. Demnach besteht ein Überangebot an Produkten und
Dienstleistungen. Die Kunden entscheiden, was sie wann, wie und wo kaufen. Die
Wechselbereitschaft ist hoch und vor allem bei Substitutionsgütern maßgeblich.2
Ein weiteres Problem beschreibt Porter mit seiner Aussage „Stuck in the middle“.
Einerseits versuchen Anbieter, wie z.B. Discounter, durch hohe Mengen und einfache
Distribution eine klare Position als Preisführer zu halten, andererseits spezialisieren
sich einige Firmen auf Nischenmärkte mit hohen Erträgen. Wer dazwischen
liegt, wird mittelfristig seine Position am Markt verlieren und seinen
Marktanteil abtreten müssen. In Folge der vorherrschenden Marktsituation ist es
demnach entscheidend ein hohes Maß an Übereinstimmung von Marktangebot
und Kundenbedarf sicherzustellen. Der Kunde muss das Gefühl haben, bei seinem
Kauf, eine gute Entscheidung getroffen zu haben. Einerseits begründet durch objektive
Kriterien, wie z.B. Preis, Qualität und Nutzen, andererseits spielt das subjektive
Wohlbefinden nach dem Kauf eine große Rolle. Daher gilt es die kognitive
Dissonanz beim Kunden zu vermeiden. Das heißt der Kunde darf keinerlei Zweifel
hegen, die bestmöglichste Entscheidung getroffen zu haben. Diese Beschreibung
trifft insbesondere auf die hier behandelten Dienstleistungen zu. Der IT-Markt
mit seinen vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und immer engeren
Verzahnung mit dem Medium Internet schafft eine Fülle von Produkten und
Dienstleistungen, welche es gilt genauer zu beleuchten. Ein Teilsegment mit dem
sich diese Arbeit beschäftigt sind Groupware-Lösungen. Diese dienen der Kooperation,
Kommunikation und Koordination von Arbeitsabläufen mit und ohne Interaktion
anderer Teilnehmer. Groupware ist ein elementarer Begriff
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Der Markt im Wandel
1.2 Heranführung an die Thematik und Ziele der Arbeit
1.3 Vorgehensweise und Eingrenzung des Themengebietes
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Erläuterung und Begriffsabgrenzung von Groupware
2.1 Definition und geschichtliche Entwicklung
2.2 Einschränkung der Eigenschaften
2.3 Beschreibung der Eigenschaften
3 Umfrage zur Bestimmung des Kundenbedarfs
3.1 Ziel der Umfrage und Auswahl der Befrager-Gruppe
3.2 Aufbau und statistische Grundlagen
3.3 Online-Umfrage-Software LimeSurvey
3.4 Grundlagen des Fragenkatalogs
3.5 Der Fragebogen
3.6 Darstellung der Ergebnisse
4 Angebots- und Kundenbedarfsanalyse
4.1 Auswahl der Anbieter
4.2 Erstellung und Anwendung des Punktsystems
4.3 Ermittlung des Deckungsgrades
4.4 Auswertung der Ergebnisse
5 Branchenstrukturanalyse nach Porter
5.1.1 Grundlagen und Aufbau
5.1.2 Eintritts- und Austrittsbarrieren
5.1.3 Substitutionsprodukte, Verhandlungsstärke von Abnehmer und Zulieferer
5.1.4 Darstellung der Ergebnisse
6 Zusammenfassung
6.1 Zusammenführung der Ergebnisse aus Kundenbedarf und Marktangebot
6.2 Handlungsempfehlungen anhand der Branchenstrukturanalyse
6.2.1 Bestehende Unternehmen
6.2.2 Impulse für Gründungen
6.3 Kritische Würdigung der Ergebnisse
6.4 Darstellung des G-Modells und Forschungsanregung für die Zukunft
7 Anhang
Anhang A: eMail-Anschreiben Umfrage und Fragebogen Startseite
Anhang B: Ergebnisse Fragebogen
Zielsetzung & Themen
Diese Bachelor-Thesis zielt darauf ab, die Marktsituation für Groupware-Lösungen zu analysieren, indem die spezifischen Bedürfnisse der Endkunden mit dem aktuell verfügbaren Marktangebot abgeglichen werden. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwieweit das bestehende Angebot den tatsächlichen Anforderungen der Nutzer entspricht und welche strategischen Handlungsempfehlungen sich daraus ableiten lassen.
- Analyse der Marktsituation im Wandel und Definition von Groupware-Lösungen
- Empirische Untersuchung des Kundenbedarfs mittels Online-Fragebogen
- Vergleichende Analyse von Anbietern durch ein quantitatives Punktesystem
- Bewertung des Wettbewerbsumfelds mittels Branchenstrukturanalyse nach Porter
Auszug aus dem Buch
1.1 Der Markt im Wandel
Die Herausforderung in dieser sich schnell entwickelnden Welt ist es umgehend und präzise auf die Bedürfnisse der Marktteilnehmer zu reagieren. Gerade in den letzten zwanzig Jahren zeigt sich ein deutlicher Trend. Immer mehr Start-UPs bedienen sich der schnellen Kommunikationswege des Internets, um sich einen Vorteil gegenüber den bestehenden, oft mit vielen Ressourcen ausgestatteten Firmen heraus zu arbeiten. Es genügt als Anbieter und Marktteilnehmer nicht mehr an alte und verkrustete Denkweisen festzuhalten. Die bereits übersättigten Märkte führten dazu, dass sich die Situation für die Marktteilnehmer wandelte. Durch die voranschreitende Individualisierung der Gesellschaft wurde der Anbieter-markt zu einem Nachfragemarkt. Demnach besteht ein Überangebot an Produkten und Dienstleistungen. Die Kunden entscheiden, was sie wann, wie und wo kaufen. Die Wechselbereitschaft ist hoch und vor allem bei Substitutionsgütern maßgeblich.
Ein weiteres Problem beschreibt Porter mit seiner Aussage „Stuck in the middle“. Einerseits versuchen Anbieter, wie z.B. Discounter, durch hohe Mengen und einfache Distribution eine klare Position als Preisführer zu halten, andererseits spezialisieren sich einige Firmen auf Nischenmärkte mit hohen Erträgen. Wer dazwischen liegt, wird mittelfristig seine Position am Markt verlieren und seinen Marktanteil abtreten müssen. In Folge der vorherrschenden Marktsituation ist es demnach entscheidend ein hohes Maß an Übereinstimmung von Marktangebot und Kundenbedarf sicherzustellen. Der Kunde muss das Gefühl haben, bei seinem Kauf, eine gute Entscheidung getroffen zu haben. Einerseits begründet durch objektive Kriterien, wie z.B. Preis, Qualität und Nutzen, andererseits spielt das subjektive Wohlbefinden nach Kauf eine große Rolle. Daher gilt es die kognitive Dissonanz beim Kunden zu vermeiden. Das heißt der Kunde darf keinerlei Zweifel hegen, die bestmöglichste Entscheidung getroffen zu haben. Diese Beschreibung trifft insbesondere auf die hier behandelten Dienstleistungen zu. Der IT-Markt mit seinen vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und immer engeren Verzahnung mit dem Medium Internet schafft eine Fülle von Produkten und Dienstleistungen, welche es gilt genauer zu beleuchten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Untersuchung, legt die Forschungsziele fest und beschreibt den Aufbau sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Erläuterung und Begriffsabgrenzung von Groupware: Hier wird der Begriff Groupware definiert, historisch eingeordnet und durch die Eingrenzung wesentlicher Eigenschaften präzisiert.
3 Umfrage zur Bestimmung des Kundenbedarfs: Dieses Kapitel erläutert die Konzeption, Durchführung und statistische Auswertung der Online-Umfrage zur Ermittlung konkreter Kundenanforderungen.
4 Angebots- und Kundenbedarfsanalyse: Hier werden ausgewählte Marktanbieter anhand eines Punktesystems evaluiert, um den Deckungsgrad zwischen Kundenbedarf und Angebot zu bestimmen.
5 Branchenstrukturanalyse nach Porter: Dieses Kapitel analysiert das Wettbewerbsumfeld der Groupware-Anbieter unter Anwendung der fünf Kräfte von Porter.
6 Zusammenfassung: Das letzte Kapitel führt die Ergebnisse zusammen, gibt Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Gründungsinteressierte und diskutiert das G-Modell kritisch.
Schlüsselwörter
Groupware, Kundenbedarf, Marktangebot, Online-Umfrage, Branchenstrukturanalyse, Porter, IT-Dienstleistungen, Software-Analyse, Deckungsgrad, eMail-Anbieter, Nutzerpräferenzen, Wettbewerbsstrategie, Digitalisierung, Datenschutz, Cloud-Computing
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der aktuellen Marktsituation für Groupware-Lösungen unter Berücksichtigung von sowohl kundenorientierten Anforderungen als auch marktwirtschaftlichen Wettbewerbsfaktoren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Groupware, die empirische Erfassung von Kundenbedürfnissen mittels Umfragen sowie die qualitative und quantitative Bewertung von Anbietern und der allgemeinen Branchenstruktur.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, herauszufinden, inwieweit das aktuelle Marktangebot die tatsächlichen Anforderungen der Nutzer abdeckt, und auf Basis dieser Erkenntnisse Handlungsempfehlungen für Marktteilnehmer zu formulieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Kombination aus einer deduktiven, quantitativen Umfrage zur Bedarfsanalyse und einer systematischen Branchenstrukturanalyse nach Porter zur Bewertung des Wettbewerbsumfelds genutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Abgrenzung von Groupware, die methodische Erhebung von Nutzerdaten sowie die praktische Analyse und Bewertung verschiedener Anbieter-Lösungen anhand eines mathematischen Punktesystems.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Groupware, Kundenbedarf, Marktangebot, Branchenstrukturanalyse, Online-Umfrage und Wettbewerbsstrategie charakterisiert.
Welche Rolle spielt die Online-Umfrage für die Ergebnisse?
Die Umfrage liefert die empirische Basis, um die Prioritäten der Anwender hinsichtlich verschiedener Groupware-Funktionen und Qualitätskriterien wie Datenschutz zu gewichten.
Welchen Zweck erfüllt das in der Arbeit entwickelte G-Modell?
Das G-Modell dient als systematisches Analysewerkzeug, um die Schnittmenge zwischen Kundenbedarf und Marktangebot visuell und mathematisch darzustellen und daraus konkrete Defizite oder Potenziale abzuleiten.
- Quote paper
- Volker Geith (Author), 2012, Studie zur Marktsituation von Groupware-Lösungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197004