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Prophetische Texte II – Hosea 1-3

Sexuelle Gewalt in im Alten Testament

Title: Prophetische Texte II – Hosea 1-3

Seminar Paper , 2012 , 27 Pages , Grade: befriedigend

Autor:in: DI.Mag.Dr. Robert Fischer Dr. (Author)

Theology - Comparative Religion Studies
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Hosea (auch: Hoschea, in der Vulgata Osee) war ein biblischer Prophet, der etwa zwischen 750 und 725 v. Chr. im Nordreich Israel wirkte. Das ihm zugeschriebene gleichnamige Buch eröffnet die Reihe des Zwölfprophetenbuchs im Tanach, der hebräisch-aramäischen Bibel, mit der Geschichte über ein Gottesbild, das Hosea auf der Grundlage der eigenen leidvollen Liebeserfahrung entwickelte, und das die verzweifelte Liebe zu Israel darstellt.
Anders als bei dem etwa zeitgleich auftretenden Propheten Amos wird von Hosea keine ausdrückliche Berufung berichtet. Seine Prophetie ist überwiegend Kultkritik, verrät genaue Kenntnis der Opferpraxis und stellt die Exodustradition in den Vordergrund. Man hat deshalb vermutet, dass Hosea mit oppositionellen Priestern im Nordreich verbunden war, die den Synkretismus bekämpften und – ähnlich wie schon die vorherigen Propheten Elija und Elischa – die exklusive Verehrung JHWHs gegen eine ausgleichende, den kanaanäischen Baalskult einbeziehende Religionspolitik der Könige durchzusetzen versuchten. Diese Politik wird im Deuteronomistischen Geschichtswerk stereotyp als „Sünde Jerobeams" für den Untergang des Nordreichs verantwortlich gemacht.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, einerseits die Ehemetaphorik von Hosea zu untersuchen und andererseits auch eine psychoanalytische Beleuchtung durchzuführen. Die grundlegend verwendete Literatur ist das Alte Testament (Einheitsübersetzung) und von Andreas Weider (Ehemetaphorik in prophetischer Verkündigung und von Alfred Allwohn (Die Ehe des Propheten Hosea in psychoanalytischer Beleuchtung).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ehemetaphorik in Hosea 1-3

2.1. Hosea 1

2.1.1. Einleitung

2.1.2. Text und Interpretation nach Weider

2.1.3. Zusammenfassung Hosea 1

2.2. Hosea 2

2.2.1. Einleitung

2.2.2. Text und Interpretationen nach Weider

2.2.3. Zusammenfassung Hosea 2

2.3. Hosea 3

2.3.1. Einleitung

2.3.2. Text und Interpretationen nach Wieder

2.3.3. Zusammenfassung Hosea 3

3. Psychoanalytische Beleuchtung der Ehe Hoseas

3.1. Die Ekstase

3.2. Die Geneigtheit

3.3. Der Jahweeifer

3.4. Zusammenfassung Hosea 3

4. Schlussfolgerung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Seminararbeit ist es, die in den Kapiteln 1 bis 3 des Buches Hosea verwendete Ehemetaphorik zu analysieren und diese zusätzlich durch eine psychoanalytische Perspektive zu beleuchten, um das Gottesbild des Propheten und die Beziehung zwischen Jahwe und Israel tiefergehend zu verstehen.

  • Analyse der biblischen Texte von Hosea 1-3 unter Berücksichtigung der Ehemetaphorik.
  • Untersuchung der prophetischen Zeichenhandlungen und ihrer symbolischen Bedeutung.
  • Psychoanalytische Interpretation der prophetischen Persönlichkeit, insbesondere der Rolle von Ekstase, verdrängter Sexualität und Jahweeifer.
  • Darstellung des Zusammenpralls zwischen der Jahwereligion und der Baalsreligion als Spannungsfeld.

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Ekstase

Hosea ist ein Ektstatiker, d.h. er gestaltet sein Leben nicht selbst sondern lässt es gestalten, von einem flackernden Überschäumen seines Gefühls über die Grenzen der bewussten Gehaltenheit hinaus. Der Prophet ist ein Übermensch und ein Unmensch. Wir haben in Hos 1,2 den Niederschlag seiner Ekstase vor uns, aus der Absonderlichkeit der ersten prophetischen Tat des Hosea wird klar, dass kein sittlich empfindender Mensch von sich aus darauf kommt eine Hure zu heiraten. Wenn man weiter bedenkt, dass Hosea sein persönliches Leben zum ausschließlichen Werkzeug des Willens Jahwes macht und dass er sich selbst ins Unglück bringt, dann kann man nur unter der Annahme einer Ekstase das Unbegreifliche begreiflich machen. Nur die Ekstase konnte ihn soweit bringen, eine Dirne zu ehelichen und nur die Ekstase konnte ihm auch die Verbindung zwischen der Sünde des Landes und der eigenen Auslöschung der eigenen Unterwerfung unter den furchtbar erlebten Gott bringen.

Immer wieder kann man im Hoseabuch feststellen, Glut und Zorn und leidenschaftlicher Ernst. Das Volk hielt ihn für toll bzw. verrückt. Die Jahwevorstellung hatte Hosea so ergriffen, dass er ihr sein ganzes Leben weihte, dass er seine Persönlichkeit aufgab, um sie im Gefühlsüberschwang als eine ganz von Jahwe geschenkte wieder zu empfangen. Wir haben in Hosea 1.2 den Niederschlag einer Ekstase vor uns. Wir erkennen das und gleichzeitig die Art und Stärke des Gefühlsüberschwangs aus drei Faktoren:

1. Der Befehl bezeichnet sich durch die Worte „ Jahwe sprach zu Hosea“ selbst als das Erzeugnis einer Audition

2. Der kurze geheimnisvolle Stil spricht für eine Ekstase und Ebenso

3. Die Absonderlichkeit des Inhalts.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Person des Propheten Hosea ein, skizziert dessen prophetischen Dienst im Nordreich Israel und erläutert die Zielsetzung der Arbeit sowie die verwendete Literatur.

2. Ehemetaphorik in Hosea 1-3: Dieses Kapitel untersucht detailliert die drei Kapitel von Hosea 1 bis 3, interpretiert die Zeichenhandlungen und zeigt auf, wie die Ehe mit einer "Hure" als Metapher für die untreue Beziehung zwischen Jahwe und Israel fungiert.

3. Psychoanalytische Beleuchtung der Ehe Hoseas: Dieser Abschnitt analysiert das Wirken des Propheten unter psychologischen Gesichtspunkten, wobei insbesondere Ekstase, verdrängte Triebe und der religiöse Eifer als treibende Kräfte seines Handelns untersucht werden.

4. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, reflektiert die katastrophale Ehe Hoseas als Symbol für das Verhältnis zwischen Gott und Volk und betont die Synthese aus Strenge und Liebe im Gottesbild des Propheten.

Schlüsselwörter

Hosea, Ehemetaphorik, Prophetie, Jahwe, Israel, Psychoanalyse, Ekstase, Kultkritik, Gomer, Zeichenhandlungen, Religionspsychologie, Jahweeifer, Baalskult, Biblische Archäologie, Gottesbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Person des biblischen Propheten Hosea und untersucht die Metaphorik seiner Ehe, die als Spiegelbild für das Verhältnis zwischen Jahwe und dem untreuen Volk Israel gedeutet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die biblische Exegese der Kapitel Hosea 1-3, die Interpretation prophetischer Zeichenhandlungen sowie die psychoanalytische Betrachtung der seelischen Verfassung des Propheten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, sowohl die literarische Bedeutung der Ehemetaphorik in den ersten drei Kapiteln des Hoseabuches zu entschlüsseln als auch eine fundierte psychoanalytische Beleuchtung vorzunehmen, um Hoseas Handeln und seine Gottesbeziehung besser zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt historisch-kritische Methoden zur Textauslegung sowie religionspsychologische Ansätze, um die Motivation und das Verhalten des Propheten zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte textorientierte Untersuchung von Hosea 1, 2 und 3 sowie eine anschließende psychoanalytische Sektion, die Konzepte wie Ekstase, Sexualität und den Jahweeifer in den Mittelpunkt stellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Hosea, Ehemetaphorik, Jahwe, Israel, Psychoanalyse, Ekstase und Religionspsychologie.

Warum wird Hosea in dieser Arbeit als "Ekstatiker" bezeichnet?

Die Analyse stützt sich auf die Annahme, dass Hoseas Handlungen – insbesondere die Heirat einer Dirne – nicht allein durch bewusste Logik erklärbar sind, sondern einen seelischen Ausnahmezustand (Ekstase) erfordern, in dem unterdrückte Triebenergien eine Entspannung im religiösen Kontext suchen.

Wie deutet der Autor die Beziehung zwischen Hosea und seiner Ehefrau Gomer?

Die Ehe mit Gomer wird nicht rein biografisch als reines Eheproblem verstanden, sondern als "Memorabile" und Zeichenhandlung, die das Gottesleiden an der Untreue des Volkes Israel biografisch abbilden soll.

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Details

Title
Prophetische Texte II – Hosea 1-3
Subtitle
Sexuelle Gewalt in im Alten Testament
College
University of Vienna  (Alttestamentliche Bibelwissenschaft)
Course
Seminar
Grade
befriedigend
Author
DI.Mag.Dr. Robert Fischer Dr. (Author)
Publication Year
2012
Pages
27
Catalog Number
V197134
ISBN (eBook)
9783656234043
ISBN (Book)
9783656234180
Language
German
Tags
Sexuelle Gewalt Altes Testament Propheten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
DI.Mag.Dr. Robert Fischer Dr. (Author), 2012, Prophetische Texte II – Hosea 1-3, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197134
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