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Konsum von Zigaretten und Wasserpfeife bei Jugendlichen. Wie unterscheiden sich Schüler deutscher, türkischer und arabischer Herkunft?

Titre: Konsum von Zigaretten und Wasserpfeife bei Jugendlichen. Wie unterscheiden sich Schüler deutscher, türkischer und arabischer Herkunft?

Thèse de Master , 2010 , 111 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Martin Brünger (Auteur)

Santé - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Einleitung
Rauchen stellt mit jährlich 110.000 bis 140.000 vorzeitig an direkten Folgen des Tabakkonsums sterbenden Menschen das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland dar. Für zielgruppenspezifische Präventionsprogramme sind genaue Kenntnisse des Rauchverhaltens in Abhängigkeit von möglichen Determinanten erforderlich. Obwohl jeder vierte Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren einen Migrationshintergrund hat, sind Studien zum Tabakkonsum einzelner Herkunftsgruppen rar. Es gibt Hinweise, dass Jugendliche türkischer und arabischer Herkunft einen geringeren Zigarettenkonsum aufweisen als deutsche Jugendliche. Diese Studie hat daher zum Ziel, das Rauchverhalten von Jugendlichen herkunftsgruppenspezifisch zu beschreiben. Hierfür werden Jugendliche deutscher, türkischer und arabischer Herkunft verglichen.

Methoden
Von September 2007 bis April 2008 wurde eine Querschnittsuntersuchung an 501 Zehntklässlern im Bezirk Mitte von Berlin durchgeführt. Shishakonsum wurde über die Lebenszeitprävalenz, Zigarettenrauchen zudem über Prävalenz und Frequenz des aktuellen Konsums operationalisiert. Daneben wurden Gründe zum Rauchen und Nichtrauchen sowie Einstellungen der Eltern zum Rauchen ihrer Kinder erhoben.

Ergebnisse
Das Rauchverhalten unterschied sich in Abhängigkeit vom Migrationsstatus. 46% der deutschen Jugendlichen, jedoch nur 31% der türkischstämmigen und 24% der arabischstämmigen Jugendlichen rauchten zum Untersuchungszeitpunkt Zigaretten. Für das Shisharauchen zeigte sich bei Jungen ein inverses Bild: 83% der Jungen arabischer Herkunft gegenüber 70% türkischstämmiger und 52% deutscher Jungen sammelten bereits Erfahrungen mit der Wasserpfeife. Weiterhin zeigten sich für Jugendliche türkischer und arabischer Herkunft im Vergleich zu deutschen Jugendlichen strengere Einstellungen der Eltern zum Rauchen ihrer Kinder und eine größere Bedeutung des Glaubens als Grund zum Nichtrauchen.

Diskussion
Die Ergebnisse dieser Arbeit belegen die weite Verbreitung des Rauchens unter Jugendlichen. Die herkunftsgruppenspezifische Analyse unterstreicht die Bedeutung einer migrationssensiblen Gesundheitsberichterstattung und daraus abgeleiteter zielgruppenorientierter Interventionen. Präventionsprogramme sollten Hinweise auf Gefahren und Folgen des Shishakonsums beinhalten und frühzeitig vor dem durchschnittlichen Einstiegsalter von 13,5 Jahren für Zigarettenkonsum und 14,5 Jahren für Shisharauchen beginnen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Zusammenfassung

2 Summary

3 Einleitung

3.1 Hintergrund, Ziel und Aufbau der Arbeit

3.2 Gesundheitsberichterstattung

3.3 Bezirk Mitte von Berlin

3.4 Gesundheitliche Gefahren des Rauchens

3.5 Epidemiologie des Rauchverhaltens bei Jugendlichen

3.5.1 Übersicht über epidemiologische Studien zum Tabakkonsum

3.5.2 Epidemiologie des Zigarettenkonsums

3.5.3 Epidemiologie des Shishakonsums

3.5.4 Epidemiologie des Cannabiskonsums

3.6 Aufklärung und Prävention des Rauchens

3.7 Forschungsfragen und –hypothesen

4 Methoden

4.1 Studiendesign

4.2 Operationalisierung

4.2.1 Operationalisierung der Herkunft

4.2.2 Operationalisierung des Sozialstatus

4.2.3 Operationalisierung des Rauchverhaltens

4.3 Untersuchungsdurchführung

4.4 Dateneingabe und -zusammenführung

4.5 Qualitäts- und Plausibilitätsprüfung der Daten

4.6 Datenanalyse

5 Ergebnisse

5.1 Soziodemographische Merkmale

5.2 Responsequoten beim Rauchverhalten

5.3 Lebenszeitprävalenz des Rauchens

5.4 Einstiegsalter

5.5 Aktuelle Zigarettenkonsumfrequenz

5.6 Motive zum Rauchen

5.7 Motive zum Nichtrauchen

5.8 Einstellungen der Eltern zum Rauchverhalten ihrer Kinder

6 Diskussion

6.1 Interpretation der Ergebnisse

6.1.1 Zigarettenkonsum

6.1.2 Shishakonsum

6.1.3 Cannabiskonsum

6.2 Limitationen der Studie

6.2.1 Studiendesign

6.2.2 Operationalisierung

6.2.3 Untersuchungsdurchführung

6.2.4 Datenqualität

6.2.5 Datenanalyse

6.3 Schlussfolgerungen und Empfehlungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das herkunftsspezifische Rauchverhalten von Jugendlichen im Berliner Bezirk Mitte, um Unterschiede zwischen Jugendlichen deutscher, türkischer und arabischer Herkunft unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Sozialstatus und elterlichem Einfluss zu identifizieren.

  • Epidemiologie des Konsums von Zigaretten, Shisha und Joints bei Jugendlichen.
  • Einfluss des Migrationshintergrunds auf das Rauchverhalten.
  • Rolle der elterlichen Einstellung und des sozialen Status für den Einstiegszeitpunkt und die Konsumhäufigkeit.
  • Analyse von Motiven für den Tabakkonsum sowie für das Nichtrauchen.
  • Bedeutung der Ergebnisse für eine migrationssensible Gesundheitsberichterstattung und Präventionsstrategien.

Auszug aus dem Buch

3.4 Gesundheitliche Gefahren des Rauchens

Zigarettenrauch enthält eine Vielzahl von chemischen Verbindungen, die potenziell gesundheitsgefährdend sind. In den vergangenen Jahrzehnten und Jahren wurden zahlreiche neue Substanzen im Zigarettenrauch identifiziert. Die neueste diesbezüglich verfügbare Publikation gibt die Anzahl mit 8.400 Verbindungen an (Rodgman & Perfetti 2009), häufig wurde die Anzahl bislang mit 4.800 Substanzen berichtet (Bertram 2005). Viele dieser Verbindungen entstehen erst während des Verbrennungsvorgangs. Kanzerogen oder toxisch sind mindestens 250 Substanzen (International Agency for Research on Cancer 2009). Die wichtigsten sind Ammoniak, Benzol, Kohlenmonoxid, Schwefelsäure, Teer und die Schwermetalle Chrom, Nickel, Cobalt und Blei. Der Abhängigkeitseffekt wird durch den Hauptwirkstoff Nikotin verursacht und tritt häufig bereits nach kurzer Zeit auf (DKFZ 2008b).

Charakteristisch für das Rauchen ist, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen vielfach erst deutlich nach Konsumbeginn auftreten (Haustein & Groneberg 2008). Zu den wichtigsten durch Tabak verursachten Krankheiten zählen Atemwegserkrankungen wie chronisch obstruktive Lungenerkrankung und Bronchitits, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Ateriosklerose, Myokardinfarkt und zerebrovaskuläre Erkrankungen, zudem onkologische Erkrankungen wie Tumore des Respirations- und oberen Gastrointestinaltrakts sowie Leukämie. Daneben können u.a. auch Diabetes, Impotenz, Infertilität und Osteoporose sowie gesundheitliche Beeinträchtigungen bei Neugeborenen durch Rauchen bedingt sein (DKFZ 2008a). Eine genaue geschlechtsspezifische Aufstellung bietet Abbildung 3. Durchschnittlich führt das Rauchen zu einer Verkürzung des Lebens um etwa zehn Jahre (Peto, Lopez, Boreham et al. 2000).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zusammenfassung: Diese Sektion bietet einen kompakten Überblick über die gesundheitlichen Risiken des Tabakkonsums, die Forschungsziele zur migrationssensiblen Analyse und die methodische Vorgehensweise der Studie.

2 Summary: Die englischsprachige Kurzfassung wiederholt die zentralen Fragestellungen, Methoden und Hauptergebnisse der Untersuchung für ein internationales Publikum.

3 Einleitung: Dieses Kapitel verortet das Thema im Bereich der Gesundheitsberichterstattung, beleuchtet den aktuellen Forschungsstand zu verschiedenen Tabakkonsumformen bei Jugendlichen und leitet die Forschungsfragen ab.

4 Methoden: Es wird die Konzeption der Querschnittsuntersuchung erläutert, inklusive der Datenerhebung, der statistischen Verfahren und der strengen Qualitätsprüfung.

5 Ergebnisse: Die deskriptiven und inferenzstatistischen Analysen präsentieren Erkenntnisse zur Prävalenz, zum Einstiegsalter und zu Motiven des Rauchverhaltens der Zielgruppe.

6 Diskussion: Die Befunde werden in den Forschungskontext eingeordnet, Limitationen aufgezeigt und konkrete gesundheitspolitische Empfehlungen zur Prävention ausgesprochen.

Schlüsselwörter

Rauchverhalten, Jugendliche, Migrationshintergrund, Zigarettenkonsum, Shisha, Wasserpfeife, Gesundheitsberichterstattung, Prävention, Einstiegsalter, Sozialstatus, Suchtbefragung, Tabakkonsum, Berlin-Mitte, Epidemiologie, Public Health.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Rauchverhalten von Zehntklässlern im Berliner Bezirk Mitte unter besonderer Berücksichtigung der kulturellen Herkunft der Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Untersuchung deckt den Konsum von Zigaretten und Wasserpfeifen (Shisha) sowie in geringerem Umfang Cannabis ab und analysiert dabei Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, Sozialstatus und elterliche Erziehung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage ist, wie sich das Rauchverhalten zwischen Jugendlichen deutscher, türkischer und arabischer Herkunft unterscheidet und welche Rolle dabei der soziale und familiäre Kontext spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine anonyme Querschnittsuntersuchung an 501 Zehntklässlern in Berlin-Mitte, deren Daten mit einer obligatorischen Jugendarbeitsschutzgesetzuntersuchung verknüpft und statistisch ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Konzeption, die Darstellung der soziodemographischen Merkmale, die detaillierte Auswertung von Konsumprävalenz und Einstiegsalter sowie die Analyse der Motive und elterlichen Einstellungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Rauchverhalten, Migrationshintergrund, Public Health, Prävention und epidemiologische Analyse in einem urbanen Setting.

Warum ist der Shishakonsum ein wesentlicher Teil dieser Studie?

Da der Shishakonsum in Deutschland unter Jugendlichen stark zunimmt und aufgrund seiner Ursprünge im östlichen Mittelmeerraum besonders bei bestimmten Herkunftsgruppen relevant ist, schließt die Arbeit eine Forschungslücke in der Gesundheitsberichterstattung.

Welche Bedeutung haben die Einstellungen der Eltern?

Die Studie zeigt signifikante Zusammenhänge zwischen restriktiven oder erlaubenden elterlichen Einstellungen und dem Einstiegsalter sowie der Konsumhäufigkeit bei den Jugendlichen, was für künftige Präventionsprogramme von großer Bedeutung ist.

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Résumé des informations

Titre
Konsum von Zigaretten und Wasserpfeife bei Jugendlichen. Wie unterscheiden sich Schüler deutscher, türkischer und arabischer Herkunft?
Université
Studies at the Charité - Universitätsmedizin Berlin  (Berlin School of Public Health)
Note
1,3
Auteur
Martin Brünger (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
111
N° de catalogue
V197189
ISBN (ebook)
9783656232100
ISBN (Livre)
9783656232353
Langue
allemand
mots-clé
Rauchen Rauchverhalten Herkunft Zigarette Shisha Wasserpfeife Jugendliche türkisch arabisch türkischstämmmig arabischstämmig Public Health Epidemiologie Berlin Tabakkonsum Schüler Sozialstatus Charité Berlin School of Public Health Masterarbeit Hertha-Nathorff-Preis
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martin Brünger (Auteur), 2010, Konsum von Zigaretten und Wasserpfeife bei Jugendlichen. Wie unterscheiden sich Schüler deutscher, türkischer und arabischer Herkunft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197189
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