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Schulungskonzept für Patienten mit Herzinsuffizienz im stationären Bereich

Titre: Schulungskonzept für Patienten mit Herzinsuffizienz im stationären Bereich

Dossier / Travail , 2012 , 66 Pages

Autor:in: Gabriele Weydert-Bales (Auteur)

Sciences infirmières - Divers
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Angesichts der aktuellen, inadäquaten Versorgungslage von Menschen mit Herzinsufizienz in Deutschland mit steigender Tendenz und einem Entwicklungstrend hin zu einer steigenden Anzahl dieser, besteht neben der medizinischen Therapie der Herzinsuffizienz die Notwendigkeit der Nutzung des nicht-pharmakologischen Therapieansatzes, der durch die Schulung von Patienten und deren Familien darauf abzielt, diesen die notwendigen Kenntnisse, Kompetenzen, Fähigkeiten, Strategien und Problemlösungsfähigkeiten zu liefern, die diese zur Adhärenz des Behandlungsplans und zu einer effektiven Partizipation in der Selbstversorgung benötigen.
Dieser Schulungsansatz wird trotz bestehender Evidenz innerhalb Deutschlands bisher selten und unzureichend angewendet. Im Gegensatz dazu wird das Potential dieses Therapieansatzes durch die Leitlinien der Heart Failure Society of America (HFSA) und der European Society of Cardiology (ESC) gefördert und die Anwendung dieses Ansatzes empfohlen. Herzinsuffiziente Patienten erhalten eine umfassende Schulung und Beratung durch Gesundheitsfachpersonal, wobei Pflegende mit einer Expertise im Herzinsuffizienz-Management den Großteil der Schulung übernehmen, ergänzt durch den Input von Medizinern, Diätassistenten, Pharmazeuten, etc.
Schulungsprogramme, die diesen nicht-pharmakologischen Ansatz nutzen und in die Praxis umsetzen, haben einen wesentlichen Einfluss auf die Symptome herzinsuffizienter Patienten, auf deren funktionale Kapazität, deren Wohlbefinden, Morbidität und Prognose und führen nachweislich zu einer Reduktion der Wiedereinweisungen, Zwischenfälle, Krankheitstage und Gesundheitskosten sowie zu einer Verbesserung der Überlebensdauer und einem Überleben ohne Zwischenfälle, einer Reduktion der Todesfälle und Wiederaufnahmen und einer Verbesserung der Lebensqualität.
Herzinsuffiziente Patienten im stationären Bereich repräsentieren die Situation, die am besten ist, um mit dem edukativen Prozess und Training der Patienten und deren Familienangehörigen zu beginnen.
Ziel dieser Literaturarbeit ist die Erstellung eines Schulungskonzepts für Patienten mit Herzinsuffizienz im stationären Bereich, welches dem derzeitigen Stand evidenzbasierter Richtlinien entspricht und welches von Pflegefachkräften umgesetzt werden kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sachanalyse

2.1.Definition Herzinsuffizienz

2.2.Kardiale, strukturell-funktionelle und extrakardiale Risikofaktoren der Herzinsuffizienz

2.3.Symptome und Stadien der Herzinsuffizienz

2.4.Schulungs- und Beratungsinhalte von Schulungskonzepten für Patienten mit Herzinsuffizienz im stationären Bereich – eine Literaturrecherche

3. Schulungskonzepts zum Thema Herzinsuffizienz im stationären Bereich: Darstellung der Schulungselemente und Schulungsinhalte

3.1.Orientierungsgespräch zur Abklärung der Situation: Feststellung des aktuellen Vorwissens, Missverständnissen hinsichtlich der Erkrankung, Lernfähigkeiten sowie Kognition, Einstellung und Motivation

3.2.Identifikation und Bestimmung der Lernbarrieren, Ressourcen und Lernbedürfnisse

3.3.Planung der Schulung: Festlegung der Schulungsziele

3.4.Durchführung der Schulung

3.4.1. Schulungs- und Informationsmaterial

3.4.2. Dokumentation des Schulungsverlauf

3.5.Evaluation des Schulungsprozesses

4. Zusammenfassung und Kritik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein strukturiertes Schulungskonzept für Patienten mit Herzinsuffizienz zu entwickeln, das von Pflegefachkräften spezifisch im stationären Bereich umgesetzt werden kann, um die Selbstmanagementfähigkeiten der Patienten zu fördern. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Welche Schulungselemente und Schulungsinhalte können zum Aufbau von Selbstmanagementfähigkeiten herzinsuffizienter Patienten beitragen und diesen helfen, eigenverantwortlicher mit der Erkrankung und den Behandlungsempfehlungen umzugehen?

  • Evidenzbasierte Identifizierung notwendiger Schulungsinhalte und -elemente
  • Strukturierung eines edukativen Prozesses für den stationären Aufenthalt
  • Integration von Patientenassessments zur individuellen Bedarfsanalyse
  • Förderung der Adhärenz und aktiven Partizipation der Patienten
  • Einbeziehung von Angehörigen zur Unterstützung des Selbstpflegeverhaltens

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

In Deutschland leiden schätzungsweise 1.2 Millionen Menschen an einer Herzinsuffizienz. Trotz des medizinischen Fortschritts sind für die Betroffenen die Auswirkungen hinsichtlich der Prognose und Lebensqualität erheblich. Die mittlere Überlebensrate eines Menschen mit Herzinsuffizienz liegt unter fünf Jahren (Weil & Schunkert 2009, S. 93) und ist damit schlechter als die von vielen Karzinompatienten (Stewart, MacIntyre, Hole, Capewell & McMurray 2001, S. 315). Die Herzinsuffizienz zählt hierzulande zu den häufigsten Todesursachen. 2009 verstarben 48954 Menschen infolge einer Herzinsuffizienz. Diese ist nach der chronischen ischämischen Herzerkrankung und dem akuten Myokardinfarkt die dritthäufigste Todesursache (Statistisches Bundesamt 2010).

Seit 2006 stellt die Herzinsuffizienz in Deutschland die häufigste Klinikdiagnose dar. Schätzungen gehen davon aus, dass die Anzahl der Menschen mit Herzinsuffizienz angesichts der demographischen Bevölkerungsentwicklung in den kommenden Jahrzenten drastisch zunehmen wird (Neumann et al., 2009, S. 269). Die aktuelle Anzahl der Neuerkrankungen liegt zwischen 200.000 und 300.000 jährlich. Die Herzinsuffizienz besitzt aufgrund der hohen Inanspruchnahme medizinischer Leistungen von Seiten der betroffenen Menschen damit eine wesentliche gesundheitsökonomische Bedeutung (Dietz & Rauch 2004, S. 25). Diese Ergebnisse zeigen, dass aufgrund der Altersentwicklung neue Strategien und Konzepte erforderlich sein werden, um eine ausreichende Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz zu gewährleisten (Neumann et al., 2009, S. 269).

Neben der medizinischen Therapie gilt der nicht-pharmakologische Therapieansatz durch eine umfassende Schulung und Beratung herzinsuffizienter Patienten und deren Familien als Grundlage eines jeden Herzinsuffizienzmanagements (Albert et al., 2010, S. 942; Dickstein et al., 2008, S. 946). Dieser Therapieansatz zielt durch die Schulung von Patienten mit Herzinsuffizienz darauf ab, diesen zu helfen, die notwendigen Kenntnisse, Kompetenzen, Fähigkeiten, Strategien, Problemlösungsfähigkeiten und die Motivation zu erhalten, die zur Adhärenz des Behandlungsplans und der effektiven Partizipation in der Selbstversorgung notwendig sind (Albert et al., 2010, S. 492).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die epidemiologische Relevanz der Herzinsuffizienz in Deutschland dar und begründet die Notwendigkeit nicht-pharmakologischer Schulungskonzepte zur Steigerung der Lebensqualität und Adhärenz.

2. Sachanalyse: In diesem Kapitel werden das Krankheitsbild, Risikofaktoren und Symptome definiert sowie eine Literaturrecherche zu bestehenden Schulungsprogrammen im stationären Bereich durchgeführt.

3. Schulungskonzepts zum Thema Herzinsuffizienz im stationären Bereich: Darstellung der Schulungselemente und Schulungsinhalte: Hier wird das entwickelte Konzept detailliert dargestellt, beginnend beim Orientierungsgespräch über die Bedarfsanalyse und Schulungsplanung bis hin zur Durchführung, Dokumentation und Evaluation.

4. Zusammenfassung und Kritik: Das letzte Kapitel resümiert die Ergebnisse der Arbeit, beantwortet die Forschungsfrage und diskutiert kritisch die Limitationen des Konzepts sowie den Bedarf an weiterer Forschung.

Schlüsselwörter

Herzinsuffizienz, Patientenschulung, stationärer Aufenthalt, Selbstmanagement, Selbstpflegeverhalten, Adhärenz, Pflegefachkräfte, Krankheitsbewältigung, Gesundheitsförderung, Patientenberatung, Risikofaktoren, Lebensqualität, Schulungskonzept, Therapiecompliance, Pflegeexperten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines strukturierten Schulungskonzepts für Patienten mit Herzinsuffizienz, das gezielt für den Einsatz durch Pflegefachkräfte im stationären Krankenhausbereich konzipiert ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören das Krankheitsbild Herzinsuffizienz, die Bedeutung von Selbstmanagement und Selbstpflegefähigkeiten, die Rolle der Patientenschulung sowie die praktische Anwendung evidenzbasierter Schulungselemente.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein Konzept zu erstellen, welches Patienten dabei unterstützt, ihre Selbstmanagementfähigkeiten aufzubauen und eigenverantwortlicher mit der Erkrankung sowie den Behandlungsempfehlungen umzugehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und inhaltlichen Textanalyse von Studien, Leitlinien und Reviews, um daraus die notwendigen Schulungselemente und -inhalte abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse des Krankheitsbildes sowie die detaillierte Ausarbeitung eines Schulungsprozesses, der von der Erstassessment-Phase bis hin zur Evaluation des Lernerfolgs reicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Herzinsuffizienz, Patientenschulung, Selbstmanagement, Adhärenz, Pflegefachkräfte und Selbstpflegeverhalten.

Warum ist die Einbeziehung der Angehörigen für das Konzept so wichtig?

Die Arbeit betont, dass Angehörige eine entscheidende Unterstützung für das Selbstpflegeverhalten der Patienten darstellen, besonders wenn die Patienten selbst kognitive oder funktionale Einschränkungen aufweisen.

Welche Rolle spielt die Dokumentation im Schulungsprozess?

Die Dokumentation ist essenziell, da sie den Schulungsverlauf und die erreichten Ziele festhält, was später als Ergebniskontrolle dient und die kontinuierliche Betreuung sicherstellt.

Wie werden Lernbarrieren im Konzept adressiert?

Das Konzept schlägt spezifische Interventionen wie die Adaptation von Materialien (z. B. vergrößerte Texte, Pillenboxen), interaktive Methoden und eine patientenorientierte Kommunikation vor, um funktionale oder kognitive Lernbarrieren zu überwinden.

Warum wird für die stationäre Phase nur eine grundlegende Schulung empfohlen?

Aufgrund der kurzen Aufenthaltsdauer und der häufigen psychischen Ausnahmesituation der Patienten in der Klinik empfiehlt die Arbeit, während des stationären Aufenthalts nur die wichtigsten Informationen zur Stabilisierung zu vermitteln und eine vertiefte Verhaltensschulung ambulant fortzusetzen.

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Résumé des informations

Titre
Schulungskonzept für Patienten mit Herzinsuffizienz im stationären Bereich
Université
University of Applied Sciences Jena
Auteur
Gabriele Weydert-Bales (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
66
N° de catalogue
V197630
ISBN (ebook)
9783656238072
ISBN (Livre)
9783656238423
Langue
allemand
mots-clé
"heart failure" "patient education" "nursing" "self care" und "self management"
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Gabriele Weydert-Bales (Auteur), 2012, Schulungskonzept für Patienten mit Herzinsuffizienz im stationären Bereich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197630
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Extrait de  66  pages
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