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Die Finanz- und Bankenkrise ab 2007

Folge fehlender Regularitäten oder das Endprodukt einer systemimmanenten Problematik?

Titel: Die Finanz- und Bankenkrise ab 2007

Facharbeit (Schule) , 2011 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Michael Bremer (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Finanzkrise 2007. Sie kostete den Staat Milliarden, den Banken Milliarden und den
Anlegern Milliarden. Sie erschütterte die Finanzsystematik unserer Welt so stark, dass
selbst die Realwirtschaft1 mit in den Strudel gezogen wurde und doch ist bis heute der
Hintergrund dieser Krise nicht gänzlich geklärt. Susanne Schmidt spricht vom „Moral
Hazard“ als Wurzel allen Übels - Hans-Werner Sinn hingegen von der Schuld des
explodierenden Konsums der Amerikaner ohne jegliche Deckung oder Rücklagen.
Über den Ursprung streiten sich also die Experten. Sicher sind sich jedoch alle bei dem
letzten Tropfen, der das Fass schlussendlich zum Überlaufen bzw. die Blase zum
Platzen gebracht hat: Subprime-Kredite (engl. subprime loans).
Bevor ich auf diese zu sprechen komme, möchte ich jedoch zunächst an einem anderen
Punkt ansetzen. Nämlich bei dem Modell „Geld“ an sich. Meiner Ansicht nach, ist es
für eine schlüssige Analyse einer Krise innerhalb eines Wirtschaftssektors essentiell, ein
weiterführendes Hintergrundwissen über das „Handelsgut“ dieses Sektors zu haben. Da
dies im monetären Sektor nun mal das Geld ist, möchte ich dieses „Gut“ zunächst
modellhaft betrachten um gewisse Vorkenntnisse für die darauffolgende Betrachtung
der eigentlichen Finanzkrise voraussetzen zu können. Daraufhin möchte ich kurz die
Gegenmaßnahmen verschiedenster Regierungen anreißen. Eine Bewertung dieser würde
hierbei den Rahmen sprengen. Vielmehr möchte ich mich in meinem abschließendem
Fazit darauf konzentrieren, wo genau der Fehler zu suchen ist und was für mich
persönlich den besten Lösungsansatz darstellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GELD ALS ZAHLUNGS- UND WERTAUFBEWAHRUNGSMITTEL

2.1 WERT UND GESCHICHTE DER HEUTIGEN WÄHRUNGEN

2.2 GELDSCHÖPFUNG IM HEUTIGEN SINNE

3. DER CRASH UND DIE DARAUS RESULTIERENDE FINANZKRISE AB 2007

3.1 ANFANG UND AUSBREITUNG DER FINANZKRISE

3.2 VERBRIEFUNGEN DER HYPOTHEKENKREDITE AUF MEHREREN EBENEN

3.3 DER ZUSAMMENBRUCH DES US-IMMOBILIENMARKTES

3.4 AUSWIRKUNGEN DER FINANZKRISE AUF DIE REALWIRTSCHAFT

3.5 GEGENMAẞNAHMEN ÖFFENTLICHER INSTITUTIONEN

4. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Facharbeit analysiert die Ursachen der Finanz- und Bankenkrise ab 2007, wobei der Fokus auf der Rolle der Geldschöpfung, der Verbriefung von Subprime-Krediten und dem Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes liegt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob die Krise auf fehlende Regulierungen zurückzuführen ist oder ein systemimmanentes Problem darstellt.

  • Grundlagen des modernen Geldsystems und der Geldschöpfung
  • Entwicklung und Risiken von Subprime-Krediten
  • Mechanismen der Kreditverbriefung und deren Folgen
  • Übertragung der Finanzkrise auf die Realwirtschaft
  • Bewertung staatlicher Gegenmaßnahmen und ordnungspolitischer Lösungsansätze

Auszug aus dem Buch

3.2 Verbriefungen der Hypothekenkredite auf mehreren Ebenen

Zunächst wurden Zweckgesellschaften, sogenannte Special Purpose Vehicle`s (kurz SPVs) gegründet, in die, die riskanten Hypotheken ausgelagert und damit aus den Bilanzbüchern „getilgt“ wurden. Die SPVs bündelten nun mehrere Schuldscheine zu sogenannten Mortage-Backed-Securities (kurz: MBS), welche zumeist an Investmentbanken verkauft wurden. Diese Wertpapiere begründeten einen „anteiligen oder auch hierarchisch gestaffelten Anspruch auf die Zins- und Tilgungsleistungen der Hausbesitzer“. Vertraglich zugesichert waren jedoch nur Ansprüche in der Größenordnung, in der, der Schuldner seinen kredit-technischen Verpflichtungen nachkam. Das bedeutete im Klartext, dass die Bank Gebühren dafür kassierte, dass sie ihr Kreditrisiko an den Subprime-Krediten auslagerte bzw. „verkaufte“ und nebenbei nur noch die anfallenden Zins- und Tilgungsleistungen des Schuldners weiterreichen musste. Eine Haftung seitens der Bank ist bei MBS-Papieren ausgeschlossen. Da die Banken über ihre riskanten Kreditvergaben natürlich bestens Bescheid wussten, lagerten sie häufig all ihre risikobehafteten Schuldscheine aus und mussten sich auf Grund dessen keinerlei Sorgen mehr um ihre Bilanzen machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung umreißt die globale Tragweite der Finanzkrise ab 2007 und stellt die Relevanz einer grundlegenden Analyse des Geldsystems sowie staatlicher Gegenmaßnahmen heraus.

2. GELD ALS ZAHLUNGS- UND WERTAUFBEWAHRUNGSMITTEL: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Bargeld- und Giralgeldsystems sowie die historische Entwicklung von der Goldbindung zu flexiblen Wechselkursen.

3. DER CRASH UND DIE DARAUS RESULTIERENDE FINANZKRISE AB 2007: Das Hauptkapitel analysiert die Entstehung der Krise durch Subprime-Kredite, deren komplexe Verbriefung, den Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes sowie die Auswirkungen auf die Realwirtschaft und die staatlichen Interventionen.

4. FAZIT: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und plädiert für eine Kombination aus nachhaltigem ordnungspolitischem Rahmen und nachfrageorientierter Wirtschaftspolitik.

Schlüsselwörter

Finanzkrise 2007, Subprime-Kredite, Geldschöpfung, Giralgeld, Immobilienblase, Verbriefung, MBS, CDO, Realwirtschaft, Basel III, Ordoliberalismus, Regulierung, Moral Hazard, Konjunkturprogramme, Bankenkrise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Ursachen und Auswirkungen der Finanz- und Bankenkrise, die 2007 in den USA ihren Ausgang nahm.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Funktionsweise des Geldes, der Entstehung von Spekulationsblasen durch Subprime-Kredite, der Verbriefung von Finanzprodukten und der wirtschaftspolitischen Krisenbewältigung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die systemischen Ursachen der Krise zu identifizieren und zu bewerten, ob eine stärkere Regulierung oder ein ordnungspolitischer Systemwechsel sinnvoll ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive und analysierende Methode angewandt, die auf einer Auswertung finanzwissenschaftlicher Literatur sowie statistischer Daten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Mechanismen der Geldschöpfung, die Verbriefungskaskaden wie MBS und CDOs sowie die Folgen für die Realwirtschaft und staatliche Maßnahmen detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Subprime-Krise, Verbriefung, Geldschöpfung, Finanzregulierung und Ordoliberalismus beschreiben.

Was versteht der Autor unter dem „Fractional-Reserve-Banking“?

Es bezeichnet die Verpflichtung der Banken, nur einen Teil der Einlagen als Mindestreserve zu halten, was es ihnen ermöglicht, durch Kreditvergabe Giralgeld zu erzeugen.

Warum hält der Autor den „ordoliberalen Ansatz“ allein für unzureichend?

Während die Freiburger Schule für langfristige Stabilität sorgt, sieht der Autor die Notwendigkeit nachfrageorientierter Maßnahmen, um akute Krisen zu überwinden, ohne das System abzuwürgen.

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Details

Titel
Die Finanz- und Bankenkrise ab 2007
Untertitel
Folge fehlender Regularitäten oder das Endprodukt einer systemimmanenten Problematik?
Note
1,0
Autor
Michael Bremer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
22
Katalognummer
V198101
ISBN (eBook)
9783656334026
ISBN (Buch)
9783656335160
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Finanzkrise Bankenkrise Wirtschaftskrise Geld Crash Finanzcrash Immobilienkrise Subprime Subprime Kredite subprime loans financial crisis Finanzkrise 2007 Finanzkrise 2008
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Bremer (Autor:in), 2011, Die Finanz- und Bankenkrise ab 2007, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198101
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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