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Bueb und Brumlik

Lob und Kritik der Disziplin

Título: Bueb und Brumlik

Trabajo , 2010 , 18 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Svenja Thrams (Autor)

Pedagogía - Teoría de la sciencia, Antropología
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Die vorliegende Hausarbeit soll sich mit einem klassischen Hauptthema der Pädagogik auseinandersetzen:
der Bedeutung von Disziplin in der Erziehung.
Schon Kant stellte sich die Frage, wie durch das Erziehungsmittel Zwang, mit dem man automatisch Begriffe wie Autorität, Gehorsam und Disziplin assoziiert, das genau gegenteilige Ergebnis erzielt
werden kann, nämlich ein frei denkender und frei (be)urteilender Mensch.

Bernhard Bueb plädiert mit seinem Buch „Lob der Disziplin – Eine Streitschrift“ von 2006 für mehr Disziplin in der Erziehung, für die Anerkennung von Autoritäten und für das Einfordern von Gehorsam um oben genanntes Ziel zu erreichen. Seine Aussagen lösten eine
nationale Erziehungsdebatte aus, durch die auch Kritiker aufmerksam wurden und reagierten, u.a. Micha Brumlik in seinem 2007 erschienenen Herausgeberband „Vom Missbrauch der Disziplin – Antworten der Wissenschaft auf Bernhard Bueb“.

Was genau also hat Bueb zum Thema Disziplin zu sagen, ist seine Darstellung haltbar und was kann man an ihr kritisieren?

Zur besseren Einordnung werde ich zunächst auf die grundlegenden Unterschiede in der Arbeitsweise von Bueb und Brumlik eingehen.
In Punkt 3 sollen die Kernaussagen Buebs bezüglich der Bedeutung von Disziplin in der Erziehung und die in seinem Buch betriebene
Gesellschaftskritik herausgearbeitet werden. Für welche Bereiche ist laut Bueb Disziplin besonders wichtig? Was genau ist die Funktion von Disziplin in diesen einzelnen Bereichen? Was kritisiert Bueb am gegenwärtigen Zustand des deutschen Erziehungswesens?
Darauf folgend wird Punkt 4 sich mit der Kritik verschiedener Autoren an Buebs Buch im Allgemeinen, seiner Arbeitweise und seiner Sichtweise der Disziplin auseinandersetzten. Um das Spektrum zu erweitern soll hier insbesondere die Kritik Manfred Spitzers aus neurobiologischer Sicht Beachtung finden. Im Fazit werden die inhaltlichen Ergebnisse der Arbeit zusammengestellt und somit die zentrale Frage beantwortet. Hierauf folgt ein Ausblick auf die Bedeutung für die pädagogische Profession.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Verschiedenheit der Schriften von Bueb und Brumlik

3. Die Doppelaussage von Buebs Streitschrift

3.1 Die Bedeutung und Funktion von Disziplin bei Bueb

3.1.1 Durch Disziplin zur Freiheit und Selbstbestimmung

3.1.2 Durch Disziplin zur inneren Ordnung

3.1.3 Durch Disziplin zur Demokratie

3.1.4 Disziplin macht gesund

3.2 Buebs Gesellschaftskritik

3.2.1 Die deutsche Erziehungsmentalität

3.2.2 Der Erziehungsnotstand in Deutschland

4. Kritik an Bueb

4.1 Kritik an Buebs Arbeitsweise

4.2 Kritik an Buebs Aussagen zur Disziplin

4.3 Bueb und die Biologie – eine Kritik von Manfred Spitzer

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Hausarbeit untersucht kritisch Bernhard Buebs Plädoyer für mehr Disziplin in der Erziehung, indem sie seine Kernaussagen analysiert, wissenschaftlich einordnet und den Kontroversen gegenüberstellt, die durch Kritiker wie Micha Brumlik und Manfred Spitzer angestoßen wurden.

  • Bedeutung von Disziplin für Freiheit, Selbstbestimmung und Demokratie.
  • Analyse der gesellschaftlichen Erziehungssituation in Deutschland.
  • Kritische Reflexion der Arbeitsweise und der theoretischen Fundierung von Bueb.
  • Neurobiologische Perspektiven auf Erziehung und Disziplin.
  • Spannungsfeld zwischen elterlicher Autorität, Liebe und kindlicher Entwicklung.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Durch Disziplin zur Freiheit und Selbstbestimmung

Für Bueb gibt es einen Unterschied zwischen dem Freiheitsverständnis von Kindern und Jugendlichen, die Freiheit als Unabhängigkeit, Eigenständigkeit, Ungebundenheit und Losgelöstsein, sprich Anarchie verstehen und dem späteren, eigentlichen Freiheitsbegriff, den er wie folgt definiert: „Freiheit ist mehr als Unabhängigkeit, sie bezeichnet den Willen und die Fähigkeit, sich selbst ein Ziel zu setzten, dieses Ziel an moralischen Werten auszurichten, mit dem eigenen Leben in Übereinstimmung zu bringen und konsequent zu verfolgen“ (Bueb (2009), S. 33). Den Wunsch nach Freiheit sieht er als einen dem Menschen innewohnenden Wesenszug, der sich bei Kindern durch das Streben nach Selbsttätigkeit ausdrückt. Als Beispiel führ er den Erfolg von Astrid Lindgrens ‚Pippi Langstrumpf’ auf. (Vgl. Bueb, S.33 und 35)

Die ureigene Frage der Pädagogik, wie Menschen zur Freiheit gelangen, beantwortet Bueb sehr eindeutig. Er bezeichnet es als „pädagogischen Irrtum vieler Eltern, Lehrer und Erzieher, vor allem auch Erziehungstheoretiker […], dass junge Menschen Freiheit erwerben, indem man ihnen frühzeitig Freiheit gewährt“ (Bueb (2009), S.34). In diesem Zusammenhang ist im zweiten Teil des Zitats das kindlich-jugendliche Verständnis von Freiheit gemeint. Der Weg zur Freiheit führt für Bueb „durch unendliche Stadien der Selbstüberwindung“ (ebd., S.34), einen langen Prozess, in dem langsam die vorgegebene Disziplin in Selbstdisziplin gewandelt wird. Freiheit ist also kein Zustand, sondern das Ergebnis eines jahrelangen Entwicklungsprozesses, der zur Selbstbestimmung führt. (Vgl. Bueb, S.34 und 88)

Die Funktion von Disziplin ist in diesem Prozess sozusagen die eines Katalysators, der die Erlangung von Selbstdisziplin und somit Selbstbestimmung erst möglich macht. Ob es noch andere Wege gibt oder geben könnte um Selbstdisziplin zu erlangen, wird von Bueb nicht thematisiert, ist aber auch nicht Anliegen seines Buches.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die erziehungswissenschaftliche Debatte um Bernhard Buebs "Lob der Disziplin" ein und stellt die zentrale Fragestellung nach der Haltbarkeit und Kritikfähigkeit seiner Thesen auf.

2. Zur Verschiedenheit der Schriften von Bueb und Brumlik: Das Kapitel arbeitet die methodischen und inhaltlichen Unterschiede zwischen Buebs subjektiver Streitschrift und Brumliks wissenschaftlich fundierter Antwort heraus.

3. Die Doppelaussage von Buebs Streitschrift: Dieses Hauptkapitel erläutert Buebs Verständnis von Disziplin als notwendigem Mittel zur inneren Ordnung, Demokratiefähigkeit und Gesundheit sowie seine allgemeine Gesellschaftskritik.

4. Kritik an Bueb: Hier werden die methodischen Schwächen von Buebs Werk, die Eindimensionalität seines Disziplinbegriffs und ergänzende Perspektiven aus der Neurobiologie durch Manfred Spitzer diskutiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, erkennt Buebs Impulse für die Erziehungspraxis an, verweist jedoch erneut auf die fehlende wissenschaftliche Belastbarkeit und die Einseitigkeit seiner Argumentation.

Schlüsselwörter

Bernhard Bueb, Micha Brumlik, Disziplin, Erziehung, Autorität, Selbstbestimmung, Erziehungswissenschaft, Gesellschaftskritik, Lob der Disziplin, Pädagogik, Freiheit, Selbstdisziplin, Manfred Spitzer, Erziehungsnotstand, Schule.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Debatte um das Buch "Lob der Disziplin" von Bernhard Bueb und setzt sich kritisch mit dessen Forderung nach mehr Disziplin und Autorität in der Erziehung auseinander.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Funktionen von Disziplin, die Bedeutung von Erziehung für Demokratie und Selbstbestimmung sowie die Auseinandersetzung zwischen Alltagserfahrung und wissenschaftlicher Pädagogik.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Kernaussagen von Bernhard Bueb herauszuarbeiten und zu prüfen, ob seine Argumentation in einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung haltbar ist und welche Kritikpunkte ihr entgegenstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse und den Vergleich von verschiedenen wissenschaftlichen Positionen, um Buebs Thesen einzuordnen und zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl Buebs Kernthesen – wie Disziplin zur inneren Ordnung oder Gesundheit – als auch die Kritik an seiner Arbeitsweise und die neurobiologische Perspektive von Manfred Spitzer detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Disziplin, Autorität, Erziehung, Selbstbestimmung, Kritik, Pädagogik und der Diskurs zwischen Bernhard Bueb und Micha Brumlik.

Wie bewertet die Autorin die Methodik von Bernhard Bueb?

Die Autorin stellt fest, dass Buebs Arbeitsweise nicht den wissenschaftlichen Standards entspricht, da er zentrale Begriffe nicht definiert, pauschalisiert und alternative Lösungsansätze ignoriert.

Welche Rolle spielt die Neurobiologie in der Diskussion?

Manfred Spitzer stützt einige von Buebs Beobachtungen (z.B. die Bedeutung von Ritualen), kritisiert jedoch dessen negatives Menschenbild und die Härte der geforderten Disziplin als unnötig, wenn man aktuelle Erkenntnisse der Hirnforschung berücksichtigt.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Bueb und Brumlik
Subtítulo
Lob und Kritik der Disziplin
Universidad
University of Marburg  (Insitut für Erziehungswissenschaft)
Curso
Pädagogische Theorie und Pädagogisches Handeln
Calificación
1,0
Autor
Svenja Thrams (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
18
No. de catálogo
V198501
ISBN (Ebook)
9783656247494
ISBN (Libro)
9783656251286
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bernhard Bueb Disziplin Micha Brumlik Erziehung Strafe Disziplin und Gesellschaft Theorie der Erziehung pädagogische Grundfragen Freiheit Erziehungsstile Erziehungsnotstand deutsche Erziehungsmentalität Neurobiologie Manfred Spitzer Selbstbestimmung Entscheidungsfreiheit Macht Autorität Gehorsam Unterordnung Unabhängigkeit Ordnung Demokratie Selbstdisziplin blinder Gehorsam. Machtgefälle
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Svenja Thrams (Autor), 2010, Bueb und Brumlik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198501
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