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Das Ich von David Hume zu Immanuel Kant

Philosophische Grundlagen der Psychologie

Título: Das Ich von David Hume zu Immanuel Kant

Trabajo , 2012 , 23 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Wanja von der Felsen (Autor), Jasmin Frank (Autor)

Filosofía - Teoría (cognición, ciencia, lógica, idioma)
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Das Ich ist ein zentraler Bestandteil des Denkens, ohne das viele Gedanken gar nicht formuliert werden könnten. Doch es musste sich erst entwickeln und von Religion und Metaphysik emanzipieren. Auf dem Weg zur Aufklärung haben David Hume und Immanuel Kant nicht nur das moderne Denken maßgeblich beeinflusst, sondern zwangsweise auch die Frage nach menschlicher Identität und einem Ich behandelt und sind zu sehr unterschiedlichen und bis heute wirkenden Ergebnissen gelangt, die unter anderem zur Entstehung einer wissenschaftlichen Psychologie führten.
In dieser Arbeit werden die unterschiedlichen Auffassungen von Hume und Kant dargestellt, sowohl in Denkweise als auch den resultierenden Aussagen über ein Ich. Da beide nicht umhin kamen, ein Ich in ihrem Denken selbst zu verwenden, wird auch deren eigene Verwendung eines Ich untersucht. Eine zentrale Rolle wird bei beiden Philosophen das Bewusstsein einnehmen. Folgende Fragen sollen geklärt werden:
Wie wurde das Ich formuliert und verstanden, was änderte sich dabei im Selbstverständnis? Wie wurde es der Metaphysik und der Religion entrissen? Wie konnte man es verwenden, was konnte es leisten? Welche Freiheit und welche Begrenzung erlangt es?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Von Religion und Metaphysik zu Psychologie oder: von Gott und der Welt zum Ich

2. Die Bedeutung des Ich bei David Hume

2.1. Methodischer Ansatz

2.2. Argumentation anhand Geist, Wahrnehmen, Denken und Erkenntnis

2.3. Beschreibung des Ich

2.3.1. Persönliche Identität

2.3.2. Bewusstsein

2.4. Verwendung des Ich

3. Die Bedeutung des Ich bei Immanuel Kant

3.1. Methodischer Ansatz

3.2. Beschreibung des Ich

3.2.1. Vereinigendes Prinzip des Denkens

3.2.2. Von Bewusstsein zu Selbstbewusstsein

3.3. Verwendung des Ich

4. Vergleich und Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische Konzeption des „Ich“ bei David Hume und Immanuel Kant, um zu analysieren, wie beide Denker das Ich begrifflich fassen und methodisch in ihre Theorien integrieren, wobei insbesondere die Unterscheidung zwischen dem empirischen Ich und der transzendentalen Bedingung des Denkens beleuchtet wird.

  • Die radikal empiristische Perspektive von David Hume auf das Ich als Bündel von Perzeptionen.
  • Die Rolle der Assoziationsgesetze und der Einbildungskraft bei der Konstitution von Identität.
  • Die transzendentale Begründung des Ich bei Immanuel Kant als „Ich denke“ und Einheit der Apperzeption.
  • Die Gegenüberstellung von Hume und Kant hinsichtlich der Frage nach der Notwendigkeit eines Ich-Begriffs für die Erkenntnis.

Auszug aus dem Buch

2.3.1.1. Persönliche Identität

Interessanterweise beschreibt David Hume die Identität zunächst bei der Vorstellung seines Gesamtkonzeptes als eine der sieben Relationen, auf denen die Assoziationsgesetze der Einbildungskraft beruhen. In dem Kapitel, das er ihr widmet, beginnt es allerdings mit einer anderen Fragestellung: Ob es tatsächlich erfahrbar etwas gebe, das man Identität nennen oder von dem aus man darauf schließen könne. Als Kriterium für Identität stellt Hume die Bedingung, etwas dürfe genau genommen nur als identisch im Sinne von mit sich selbst übereinstimmend genannt werden, wenn es sich absolut nicht verändere.

„Wenn ein Eindruck die Vorstellung des Ich veranlaßte, so müßte dieser Eindruck unser ganzes Leben lang unverändert derselbe bleiben; denn das Ich soll ja in solcher Weise existieren. Es gibt aber keinen konstanten und unveränderlichen Eindruck“ (S. 326). Hier nimmt Hume Bezug auf jene Philosophen, die behaupten, das Ich sei intuitiv in seiner Unveränderlichkeit erkennbar. Unsere Eindrücke jedoch verändern sich stetig, weswegen wir „kein unveränderliches und ununterbrochenes Etwas aufzufinden vermögen, das unseren Begriff der Identität rechtfertigte“ und „da eine solche Aufeinanderfolge offenbar unserem Begriff der Verschiedenheit entspricht, so können wir ihr nur infolge eines Irrtums Identität zuschreiben“ (S. 330).

Nach Prüfung und Verneinung der Frage, ob sich ein einzelner Eindruck von Identität finden lasse, führt Hume der Versuch, sich zu seinen Perzeptionen in Beziehung zu setzen, über das Reflexivpronomen mich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Von Religion und Metaphysik zu Psychologie oder: von Gott und der Welt zum Ich: Die Einleitung verortet die Entwicklung des Ich-Begriffs vom metaphysischen Kontext hin zur psychologischen Untersuchung des Denkens bei Hume und Kant.

2. Die Bedeutung des Ich bei David Hume: Dieses Kapitel analysiert Humes empiristischen Ansatz, der das Ich als bloßes Bündel von Eindrücken und Vorstellungen dekonstruiert.

3. Die Bedeutung des Ich bei Immanuel Kant: Hier wird Kants transzendentale Deduktion untersucht, die das Ich als notwendige Einheit der Apperzeption („Ich denke“) für jede Erkenntnis voraussetzt.

4. Vergleich und Schlussbetrachtung: Das Abschlusskapitel stellt die Positionen von Hume und Kant gegenüber und reflektiert deren Relevanz für das Verständnis von Identität und Erkenntnis.

Schlüsselwörter

Ich, David Hume, Immanuel Kant, Empirismus, Transzendentalphilosophie, Identität, Bewusstsein, Perzeptionen, Einbildungskraft, Apperzeption, Erkenntnistheorie, Subjektivität, Metaphysik, Wahrnehmung, Selbstbewusstsein

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die unterschiedlichen philosophischen Zugänge von David Hume und Immanuel Kant zum Begriff und zur Funktion des „Ich“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Natur des menschlichen Geistes, die Frage der persönlichen Identität und die Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hume das Ich als empirisches Konstrukt auflöst und wie Kant es als notwendige transzendentale Voraussetzung für Erkenntnis wieder einführt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die vergleichende Textanalyse philosophischer Hauptwerke, insbesondere Humes „A Treatise of Human Nature“ und Kants „Kritik der reinen Vernunft“.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Untersuchung von Humes „Bündel-Theorie“ und Kants Theorie des „vereinigenden Prinzips des Denkens“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Empirismus, Identität, Apperzeption, Bewusstsein und Subjektivität charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Humes Ich-Verständnis von dem Kants?

Während Hume das Ich als eine durch Gewohnheit erzeugte Fiktion ohne substanziellen Träger sieht, betrachtet Kant das Ich als notwendige formale Bedingung (das „Ich denke“), die alle Vorstellungen synthetisch bündelt.

Welche Rolle spielt die „Einbildungskraft“ bei Hume?

Bei Hume dient die Einbildungskraft als assoziatives Vermögen, das durch Gewohnheit aus losen Perzeptionen die Illusion einer stabilen Identität oder eines bleibenden Ichs erzeugt.

Was bedeutet bei Kant die „Einheit der Apperzeption“?

Sie bezeichnet die notwendige synthetische Einheit des Bewusstseins, ohne die das Erkennen von Objekten oder eine kohärente Erfahrung unmöglich wäre.

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Detalles

Título
Das Ich von David Hume zu Immanuel Kant
Subtítulo
Philosophische Grundlagen der Psychologie
Universidad
Technical University of Darmstadt  (Institut für Philosophie)
Curso
Philosophie und Psychologie
Calificación
1,3
Autores
Wanja von der Felsen (Autor), Jasmin Frank (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
23
No. de catálogo
V199445
ISBN (Ebook)
9783656256496
ISBN (Libro)
9783656257202
Idioma
Alemán
Etiqueta
Philosophie Psychologie Ich Identität Bewusstsein Empirik Logik Hume Kant Verstand Vernunft Denken
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Wanja von der Felsen (Autor), Jasmin Frank (Autor), 2012, Das Ich von David Hume zu Immanuel Kant, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199445
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